Arbeitgeber Kirche: Getauft für den Job

DPAKindergärtnerinnen, Altenpfleger, Krankenschwestern - Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen leiden unter einem rabiaten Arbeitsrecht: Nichtgetaufte oder Geschiedene bangen um ihren Job. Der Staat könnte eingreifen, denn für die kirchlichen Einrichtungen blecht vor allem der Steuerzahler.

Kirche als Arbeitgeber: Angestellte lassen sich für den Job taufen - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    optional

    Kirche und Staat gehören getrennt. Oder würden wir es begrüssen, wenn die Moschee von nebenan auch einen staatlich finanzierten Kindergarten führt?
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kindergärtnerinnen, Altenpfleger, Krankenschwestern - Mitarbeiter kirchlicher Einrichtungen leiden unter einem rabiaten Arbeitsrecht: Nichtgetaufte oder Geschiedene bangen um ihren Job. Der Staat könnte eingreifen, denn für die kirchlichen Einrichtungen blecht vor allem der Steuerzahler.

    Kirche als Arbeitgeber: Angestellte lassen sich für den Job taufen - SPIEGEL ONLINE
    Austreten, aus dem Verein.
  3. #3

    nicht nachzuvollziehen

    Das, was Sie in dem Artikel beschreiben, geht mir seit Jahren gegen den Strich. Es kann doch nicht sein, dass der Staat einem 3. Arbeit überträgt, der dann derart rigide Arbeitsregeln aufstellt.

    Ich fordere den Staat auf, das endlich zu unterbinden. Und wie man sieht, könnten die Kommunen auf den Putz hauen. Warum machen Sie das nicht?
  4. #4

    Kirchengesetze und Ehebruch

    Also wenn ich das lese, dann fühle ich mich verarscht. Weil laut den Missbrauchsbeautragen Ackermann, hat eine Uni der Kirche empfohlen das man pädofide Geistliche weiter beschäftigen soll. Das ist deutlich gegen die Kirchengesetze.
    Soll also Ehebruch eine Süde sein, während sich ein Geistlicher an Kinder vergeht oder nur Kinderpornos mag, dies keine Sünde sein soll.
    Langsam stellt sich die Frage, in wie weit es diese Kinderliebhaber es in der Katholischen Kirche noch gebracht haben. Wie viele Kinderliebhaber es dort noch gibt.
    Wenn dieser Geistliche Schiffers einen Charakter hätte, dann würde er sich auch gegen Phädopide Geistliche aussprechen.
    Auch finde ich es ein Armutszeugnis, wenn die Kirche behauptet, das andere auch noch Kinder missbrauchen und bei Ihnen es nur ein paar wären, weil wo anders würden noch mehr Kinder missbraucht.
  5. #5

    Christliche Nächstenliebe geht eben bis zum Geld. War schon immer so und wird auch so bleiben. Vor allem, weil sich auch Politiker mit dem "Titel" christlich immer noch rein waschen können. Kostet eigentlich die Beichte und "Ablegung aller Schuld" für Politiker mehr, weil sie genauso wie die Kirche auch nur an sich selbst denken? Oder bekommen sie Rabatt, weil sie bei denjenigen einsammeln, die sonst gar keine Kirche von innen sehen?

    Kirche und Politik haben eines gemeinsam: Beide Institutionen sind nicht gewillt für mehr Transparenz zu sorgen und demontieren so selbst ihre Einrichtungen. Aus Kirche und aus Politik ziehen sich immer mehr resigniert zurück - auch weil die beiden Institutionen ein anderes Recht für sich selbst beanspruchen (Kirchenrecht und Korruptionsausnahmen für Politiker). Zu recht werden beide Institutionen so den eigenverschuldeten Weg in die Bedeutungslosigkeit gehen. Ein Umdenken wird nicht stattfinden, solange Geld und Machthunger regiert - und auf absehbare Zeit wird das so bleiben.
  6. #6

    optional

    Erst kommt die Kirche, dann der Mensch. So war es Jahrtausende und da werden sich einige noch bös umgucken, dass es heute eben nicht mehr so ist. Gleiches Recht für alle, was ist daran so verwerflich?
  7. #7

    optional

    Willkommen im Mittelalter.
  8. #8

    optional

    Erstaunlich und beängstigend, daß wir in Deutschland in manchen Bereichen auch ein "Gottesstaat" sind. Es laufen zwar keine bärtigen Gestalten randalierend über die Straße, sondern alles schön in Gremien und Bürokratie eingepackt. Aber im Grundsatz kein Unterschied. Das geht überhaupt nicht, es wird Zeit, das Arbeitsrecht in Tendenzbetrieben konsequent zu säkularisieren und nur noch für die "Glaubensarbeit" Ausnahmen zu gestatten!
  9. #9

    Na endlich ...

    ... kommt dieses Thema an die breitere Öffentlichkeit! Es ist völlig absurd, dass in einem säkularen Staat die Kirchen ihre mittelalterlichen Vorstellungen von ihrer Moral (hat mit Ethik nichts zu tun!) per "Kirchenrecht" in Einrichtungen durchsetzt, an denen sie finanziell nur zu 0-5% beteiligt sind, und dabei grundgesetzlich garantierte Rechte (z. B. Religionsfreiheit) oder geltendes Arbeitsrecht (z. B. Streikrecht) außer Kraft setzen dürfen. Die beiden Amtskirchen in Deutschland haben einen seit Jahrzehnten einen stetigen Mitgliederschwund und versuchen jetzt krampfhaft, wenigstens einen Restbestand an (Zwangs-) Mitgliedern zu halten, als Angestellte in "ihren" Eirichtungen, die von der Allgemeinheit finanziert werden.