Panikstörung: Wenn Angst das Leben beherrscht

CorbisDas Herz hämmert, Schweiß rinnt den Körper herab: Bei Panikattacken erleben Menschen Todesängste aus dem Nichts. Viele suchen anschließend nach körperlichen Ursachen - und die Angst vor der Angst beginnt, ihr Leben zu bestimmen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...-a-864300.html
  1. #1

    tiefenpsychologisch?

    Na dann viel Spaß! Bachblüten sollen auch helfen. Oder Pendeln.
  2. #2

    Angst gehört zum Leben

    Es ist die alte Fluchtreaktion des Menschenaffens, die diesen vor schlimmeren bewahrte. Und manchmal steigt sie eben noch heute hoch. Aber es gibt immer einen Anlass.

    Bei Laura war es ein verdrängtes Erlebnis in dem Kinderzimmer.
  3. #3

    Hypraventrikuläre Tachikardien....

    ...hatte ich auch zu meinen höchsten " Stresszeiten ",- sporadich zwar, aber immer wieder, und an den einsamsten Orten.
    Bis ich mich nicht mal mehr z.B zum Angeln traute. Das ganze (medizinisch) unerklärbare Phänomen, dauerte ca. 4 Jahre an, in denen ich sicherlich 50 x auf der Intensivstation Notversorgt und meine Herzfrequenz von bis zu 225 p/M auf erträgliche 130 heruntergeschraubt werden konnte.
    Danach verschwanden meine Beschwerden, so wie sie kamen. Aus dem Nichts,- ins Nichts.
    Die 4 Jahre jedoch waren ein Alptraum.
  4. #4

    Zitat von pirkal Beitrag anzeigen
    Na dann viel Spaß! Bachblüten sollen auch helfen. Oder Pendeln.
    Ihr Tip spricht dafür, dass sie keine Ahnung von Angststörungen haben.
  5. #5

    Wo ist eine Studie die den Beweis erbring,t daß "Psychotherapie" bei einem wie auch immer geschulten "Seelenkundler" in Form der "Verhaltenstherapie" irgendetwas bewirkt? Wie wird der Erfolg gemessen? Was ist der Unterschied zwischen "Tiefenpsychologie" und Quaksalberei? Wissenschaftliche Methodik etwa? Kant würd sich im Grabe umdrehen. Zuletzt die Frage, was diesen Artikel vom Horoskop in der Bildzeitung unterscheidet. Die länge des Textes?
  6. #6

    Ein wertvoller Artikel...

    für all diejenigen, die sich mit Ihren Aengsten alleine fühlen- die denken, dass sie der einzige Mensch auf der Welt sind, die so etwas durchleben!

    Ich habe seit der Pubertaet selbst eine Angststörung entwickelt: Zuerst fühlte ich mich in Schulfachraeumen, die größer waren als der Klassenraum, unwohl... nun sind es Flughaefen, große Staedte, die ich gemieden habe (blöd, wenn man die Welt erkunden will, sie in all ihren Facetten erfahren möchte...)

    Naja,
    vor ca. zwei Jahren kam mein "Umbruch": die Aengste wurden immer schlimmer, waehrend des (Master-)Studiums, in einer Zeit in der sich sehr viel veraendert (viele alte Freundschaften scheinen abzureißen, die wichtigen bleiben, Jobentscheidungen stehen an. Bei mir war es hauptsaechlich das Gefühl der Einsamkeit, das mich sehr beschaeftigt hat und die Aengste in die Extreme gleiten ließen (Brustschmerzen inkl.). Die Aertze bescheinigten mir ebenfalls: "Sie sind kerngesund- wie ein Fisch!" Und dann begann ich -wie das Maedel im Artikel- eine Verhaltenstherapie. Ich begann mit immer mehr Menschen über meine Panikattacken zu reden, offen, selbstbewusst- es hilft ungemein!
    Und: Meine Aensgte kommen immer mal wieder (wie z. B. gestern- es sind Tage, an denen ich mich einsam fühle, weil ein wunderschöner, verstaendnis- und liebevoller fehlt. Aber ich weiß mittlerweile damit umzugehen, mich genau zu beobachten und mich immer wieder zu fragen: "Was ist hier eig. los? Ist dass nicht interessant, wie sehr die eig. Gedanken die eig. Lebenswirklichkeit bestimmen -ausschließlich?!". Und dann weiß ich: "Ich habs (alles) selbst in der Hand: Geh ich positiv und offen mit meinen Aengsten, Unzulaenglichkeiten und Bedürfnissen um, so werde ich meinen eig. Weg finden und gehen, der mich glücklich macht!


    PS:
    http://www.uni-goettingen.de/de/209488.html
    Ein wundervoller, erkenntnisreicher und lockerer Beitrag des Göttinger Angst-Experten Bandelow zum Thema...
  7. #7

    ...netter Artikel aber...

    kein Wort davon, dass es Medikamente gibt (z. B. verschiedene SSRI), die dass Problem relativ zügig lösen, bzw. manche Menschen überhaupt erst therapierbar machen. Das sehe ich hier als absolutes Versäumnis des Autors.
  8. #8

    Ich rate allen davon ab irgendwas tiefenpsychologisch zu behandeln wenn es nicht akut bzw wirklich nötig ist denn es reisst nur unnötige Wunden auf die vielleicht garnicht so sehr gestört haben. Als Faustregel sage ich deshalb:immer eine zweite Meinung holen. Immer.
  9. #9

    Zitat von Stauss Beitrag anzeigen
    Es ist die alte Fluchtreaktion des Menschenaffens, die diesen vor schlimmeren bewahrte. Und manchmal steigt sie eben noch heute hoch. Aber es gibt immer einen Anlass.

    Bei Laura war es ein verdrängtes Erlebnis in dem Kinderzimmer.
    mit solchen Ideen wär ich vorsichtig. Ein Zusammenhang mit "Erlebnissen im Kinderzimmer" und Panikstörung ist nicht belegt und solche Vorurteile können in Familien ziemlich viel kaputt machen. Es kann genau so gut sein, dass Laura einfach eine andere Körperwahrnehmung hat als andere, gepaart mit Ängstlichkeit, beides genetisch angelegt. Am wahrscheinlichsten ist eine Kombination aus genetischen Anteilen (Anfälligkeit), unter Umständen fehlende Unterstützung in der Kindheit und später, nach der ersten Attacke, fehlende Bewältigungskompetenz. Einfache Kausalität ist auf diesem Gebiet sehr selten.