S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Unsere Feinde sind geschlechtslos

Frauen müssen gerne mal als Schuldige herhalten - egal wofür. Das ist natürlich eine bequeme Ausflucht, um der wahren Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Denn eigentlich sollten Mann und Frau gemeinsam gegen jene kämpfen, die unsere Welt in Stücke schneiden.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-877009.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frauen müssen gerne mal als Schuldige herhalten - egal wofür. Das ist natürlich eine bequeme Ausflucht, um der wahren Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Denn eigentlich sollten Mann und Frau gemeinsam gegen jene kämpfen, die unsere Welt in Stücke schneiden.

    Sibylle Berg über Quoten-Debatte und Missverständnisse - SPIEGEL ONLINE
    Nach den ersten 75 % hatte ich noch ein großes Fragezeichen über meinem Kopf aber der Schlussteil hat es dann wegradiert. Brillianter Artikel, geehrte Frau. Es entspricht zu 100 % meiner (männlichen) Meinung. Es gibt eine Gesellschaftsschicht, auch gerne mit "alter-weißer-Mann" umschrieben (obwohl man das "weiß" mitlerweile auch streichen kann), die ein interesse daran hat, dass wir uns in der Mittelschicht um unsägliche Themen kümmern, während die Finanzelite sich weiter ungestört die Taschen füllt.
  2. #2

    Lauter Vorurteile,

    auch wenn es gegen Vorurteile geht. Wir bewegen uns eben im Kreis, und aus dem gibt es schlicht kein entrinnen.

    Seit Anbeginn unserer Kultur betruegen und vernichten sich die Menschen, sie hassen sich gegenseitig und halten die Absenz von Hass, kombiniert mit Sex, fuer Liebe. Na, lenkt wenigstens ab !
    Und natuerlich bilden sich immer wieder Eliten heraus, die dann jeder fuer sich und (auch ohne Gott) gegen alle Anderen vorgehen :
    Das muss ein tolles Gefuehl sein. Ist es auch : Ahh, der Erfolg !

    Es ist leider naiv, nach all den missratenen Versuchen zu glauben, dass wir an der menschlichen Natur ohne Eingriffe ins Erbgut (Vorsicht!) etwas aendern koennten.
    Und da steht natuerlich die Ethik dagegen, weil ja auch die zu unserer Natur gehoert.

    Aber Frau Sibylle glaubt an echte Aenderungschancen ja genauso wenig wie ich selbst... die Resignation trieft aus jeder Zeile.
  3. #3

    Was?

    Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Mann bin...
    Frau Berg, ich kann mit ihrem Stil nichts anfangen. Was wollen Sie uns eigentlich sagen?
    Dass einige wenige reiche Männer unsere eigentlich heile genderfreie Gemeinschaft kaputtmachen? Der böse Kapitalismus?
    Glauben Sie, dass das schlechtere Abschneiden von Jungen in der Schule lediglich oder gar ausschließlich ein Fantast ist, oder falls es doch existiert, dass es, wie A. Schwarzer meint, nur ein Aufmüpfen gegen die neue starken Mädchen und Frauen ist?
    Es gibt verunsicherte Jungen und Männer. Schwach sind diese deswegen nicht. Auch in Zukunft werden in den MINT-Fächern mehrheitlich Männer studieren. Es sind Ingenieure, Techniker und Naturwissenschaftler, die exportfähige Produkte ermöglichen und die Infrastruktur bauen. Dadurch wird Geld erwirtschaftet, das von anderen Berufen (Sozialberufe, Journalisten) ausgegeben wird.
  4. #4

    Gegen ihr Fazit habe ich nichts einzuwenden, aber wenn sie schon so vorrausschauend mit Mißverständnissen rechnen, so versuchen sie diese doch von vorneherein zu vermeiden, indem sie sich unnötige Provokationen sparen. Ich beziehe mich hierbei auf einige ihrer vorangegangenen Kolumnen, in denen gerade jene Spaltung, die sie hier als sinnlos erkennen provozierten
  5. #5

    Frau Sibylle hat Recht.Mir ging in den vergangenen Tagen etwas Aehnliches durch den Kopf.Einige Artikel lesend und dann an der Diskussion im Forum teilnehmend:Egal,um welches Thema es geht,nie geht es an die Wurzel,sondern immer in das Spalten von zwei Lagern.Eigentlisch schade,denn wir,die Menschen sind viele,aber in der Uneinigkeit und Zersplitterung ,verliert sich jeweils das Grundproblem.Gewisse Leute reiben sich die Haende,weil genau das ist beabsichtigt.
  6. #6

    hmmmm

    Wenn das nicht Sybille wäre, würde ich das kaum ernst nehmen. Aber vielleicht haben Sie recht. Vielleicht schieben wir Männer oft unseren / den Frauen die Schuld in die Schuhe, wenn was nicht läuft. Dass diese Frauen uns mit Veränderungen allein lassen, die weder wir noch sie verstehen. Dass aus dem Ärger über Unverständnis ein Ärger über die Veränderung wird. Lohnt sich immer wieder, Frau Sibylle zuzuhören...
  7. #7

    Männer, Mächte

    Also sorry, mit Männern hat das Grundproblem eher wenig zu tun. Thatcher und jetzt Merkel sind/waren doch die denkbar kaltschnäuzigsten Exekutoren des Kapitalismus. Auch wenn "Mutti" das mit Topffrisur und Pummel-Optik medial gekonnt kaschiert.
    Der Artikel selbst bestätigt auch eher dass Frauen derzeit noch dazu neigen Männern etwas anzuhängen, und wenn es das ist dass diese angeblich den Frauen etwas anhängen.
    Aber das ist nicht verwunderlich, da der Nachholbedarf an Geschlechter-Gerechtigkeit seitens der Frauen gigantisch ist. Aber natürlich ist das Herumhacken auf dem Thema unfruchtbar, wie ja dann doch richtig bemerkt wird.
    Ja, die Sicherheit ist flöten gegangen! Der Glaube an den permanenten Fortschritt und Wohlstandszuwachs. Nur der verführte die Mittel-und Oberschicht dazu den vom System benachteiligten generös etwas Teilhabe zu gewähren. Man kann ja seit Jahren beobachten wie die maßgebliche Mittelschicht in Politik und Medien sich zunehmend mit der Oberschicht verbündet, in Erwartung eines Verteilungskampfes und Forderungen der "Unterschicht". Da wird die Agenda 2010 dreist als Grund für den "Erfolg Deutschlands" gefeiert, ebenso dreist von Leuten wie Poschart "Leistungsgerechtigkeit " für Wohlhabende gefordert, inklusive niedriger Steuern für Kapitalerträge natürlich. Und das Ganze aber recht behaglich und selbstzufrieden, denn sie wissen ja dass die 30 % im Lande die jetzt schon offensichtlich verar...t sind, zu schwach sind als dass sie gegen den Rest ankommen. Irgendwie sind wir wirklich ans Ende der Geschichte gelangt.
  8. #8

    Die Feststellung,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Frauen müssen gerne mal als Schuldige herhalten - egal wofür. Das ist natürlich eine bequeme Ausflucht, um der wahren Herausforderung aus dem Weg zu gehen. Denn eigentlich sollten Mann und Frau gemeinsam gegen jene kämpfen, die unsere Welt in Stücke schneiden.

    Sibylle Berg über Quoten-Debatte und Missverständnisse - SPIEGEL ONLINE
    dass Frauen gerne mal als Schuldige herhalten ist banal. Ich könnte auch schreiben, dass Männer gerne mal als Schuldige herhalten.Ein sehr merkwürdiger Einstieg um Frauen und Männer zum gemeinsamen Kampf gegen die großen Alphatiere (Männer) aufzurufen. Dabei sehe ich den Streit der Geschlechter, so es ihn gibt, nicht als das große Hindernis im Kampf gegen die Ungerechtigkeit der Welt.
  9. #9

    Nicht schon wieder !

    Gerade war mal Frieden und gute
    Unterhaltung (Wulf/Bettina/Pola/
    Wowi...) da kommt schon wieder
    das unsägliche Gefasel dieser Frau
    Sybille. NEIN, unverehrte Dame,
    nicht "die Frauen müssen weg" -
    es wäre bereits viel gewonnen, wenn
    SIE in die Wüste gingen. Aber bitte
    ohne Laptop und Satellitentelefon.