Viele Jobs und steigende Löhne: Sozialversicherung macht Milliardenüberschuss

dapdDie deutsche Sozialversicherung profitiert von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres nahmen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit 5,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-877114.html
  1. #1

    Deutschland ist Spitze

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Sozialversicherung profitiert von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres nahmen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit 5,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben.

    Sozialversicherung in ersten neun Monaten 2012 mit Überschuss - SPIEGEL ONLINE
    Ein klarer Beweis dafür, dass das Gerede vom Niedriglohnland Deutschland falsch ist.
    Im Gegenteil, noch nie seit der Wiederverinigung gab es soviel sozialversicherungspflichtige Stellen, höhere Löhne und mehr Sonderzahlungen. Über 80% der Deutschen sind mit ihrem Leben zufrieden und nur 4% haben Angst um ihren Arbeitsplatz.
    Eben - German Wonderland auf einem Krisenkontinent!
  2. #2

    Tolle Nachricht

    liegt offenbar eher an den Kürzungen der Leistungen und Ausgaben statt an den Einnahmen... also im Grunde dümmlich dämliche Propaganda.
    Dennoch - wo ist die Forderung die Leistungen zu verbessern???

    Speziell im Bereich Krankenversicherung und Rente wo extrem gekürzt wurde oder auch bei Hartz 4 wäre das sinnvoll.
    Aber das Geld werden wohl - wie immer - nur die bekommen, die es eigentlich nicht brauchen und direkt im Finanzkasino "anlegen"
  3. #3

    Zitat von Palmstroem Beitrag anzeigen
    Ein klarer Beweis dafür, dass das Gerede vom Niedriglohnland Deutschland falsch ist.
    Im Gegenteil, noch nie seit der Wiederverinigung gab es soviel sozialversicherungspflichtige Stellen, höhere Löhne und mehr Sonderzahlungen. Über 80% der Deutschen sind mit ihrem Leben zufrieden und nur 4% haben Angst um ihren Arbeitsplatz.
    Eben - German Wonderland auf einem Krisenkontinent!
    Von denReallöhnen aus dem Jahre 1980 hatten die Deutschen Arbeitnehmer im Jahre 2008 nur noch 85%
    Die katastrophale Lohnentwicklung in Deutschland

    Das mit den steigenden Löhnen und der "Vollbeschäftigung" halte ich für ein vorgezogenes Wahlgeschenk, nach der Wahl wird dieses auf jeden Fall wieder kassiert werden.

    Denn übermäßig viele "Beschäftigungsverhältnisse" sind heutzutage Leiharbeiter oder befristet, die hat man ganz schnell wieder draußen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Sozialversicherung profitiert von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres nahmen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit 5,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben.

    Sozialversicherung in ersten neun Monaten 2012 mit Überschuss - SPIEGEL ONLINE
    Nunja, bekanntlich stehen den Einahmen auch Ausgaben gegenüber.
    Sind die Ausgaben entsprechend auch mitgewachsen, bringt das
    Mehr an Einnahmen erstmal gar nichts.
  5. #5

    ach manno....

    was soll man denn jetzt hier noch schreiben??? Mutti ist schuld? Oder da sieht man wieder, wie die Politiker Kaste am Volk und Michel vorbeiregiert. Das böse Ende kommt bestimmt, da der Kapitalismus vor der Kapitulation steht?? Geht eigentlich gar nicht? oder? Hey, Wofür steht eigentlich ProDe? Pro Deppen?
  6. #6

    Zitat von DerKritische Beitrag anzeigen
    Nunja, bekanntlich stehen den Einahmen auch Ausgaben gegenüber.
    Sind die Ausgaben entsprechend auch mitgewachsen, bringt das
    Mehr an Einnahmen erstmal gar nichts.
    Mehr Einnahmen als Ausgaben... schön, aber über die Summen an sich sagt das gar nichts. Mehr Einnahmen als Ausgaben habe ich auch, wenn ich die Ausgaben senke. Die Gelder für die "Förderung zur Eingliederung" der Jobcenter und Arbeitsämter wurden arg zusammengestrichen in letzter Zeit: statt teure 2-jährige Umschulugen gibts nur noch 12-wöchige Weiterbildungskurse, und auch nur, wenn man Glück hat; der Rentenbeitrag für Arbeitslose wurde gestrichen; das Heizungsgeld für Wohngeldempfänger wurde gestrichen; das Elterngeld für ALG2-Empfänger wird verrechnet und wahrscheinlich noch eine Menge andere Sachen, nicht zuletzt die spitzenwertige Sanktions- und Kürzungspraxis. Wäre also doch viel interessanter, mal die konkreten Zahlen im Vergleich zu sehen. Inklusive der Unternehmenssubvention namens Aufstockergeld. Ja, gut, kann man sich auch selber zusammensuchen, aber sollten dafür nicht eigentlich die Journallien bezahlt werden?
  7. #7

    Da ist SPON ja ner putzigen Informations-Ente aufgesessen...:-)

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die deutsche Sozialversicherung profitiert von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres nahmen Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung sowie die Bundesagentur für Arbeit 5,9 Milliarden Euro mehr ein als sie ausgaben.

    Sozialversicherung in ersten neun Monaten 2012 mit Überschuss - SPIEGEL ONLINE
    Zitat aus dem hier zitierten Artikel:
    "...Sie summierten sich laut Statistischem Bundesamt auf knapp 393 Milliarden Euro - ein Plus von 1,8 Prozent. "Grund hierfür ist vor allem der beständige Anstieg der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung", hieß es..."
    (i.) Nach Statistischem Bundesamt sind die Nominallöhne von Mitte 2011 bis Mitte 2012 binnen Jahresfrist um 2,5 % gestiegen.

    (ii.) Ebenso nach Statistischem Bundesamt (SPON-Angabe) sind in den ersten drei Quartalen 2012 die Einnahmen der Sozialversicherung um 1,8 % gestiegen, was einer Steigerung von 2,4 % per anno entspricht.

    Wenn die die Einnahmen der Sozialversicherung LANGSAMER steigen, als die Nominallöhne, KANN (da die bruttolohn-relative Sozialabgabenquote nachweislich konstant blieb) nicht nur KEIN Anstieg sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung beobachtbar gewesen sein...
    Nach den von SPON, warum auch immer, bejubelten Zahlen MUSS letztere sogar zwangsläufig ABGENOMMEN haben..!
  8. #8

    Die Zuwächse in den Sozialkassen sind auf Lohnzuwächse zurückzuführen, die noch immer unterhalb der Inflationsrate liegen - und das auf einem angeblich boomenden Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt. Dem stehen seit Jahren stagnierende Ausgaben bzw. Kürzungen am sozialen Wohlstand und ein volkswirtschaftlicher Schaden am Binnenkonsum gegenüber. Unter dem Strich also ein Verlust für Alle. Ein Mehr an Arbeit gibt es schlichtweg nicht. Die Summe der geleisteten Jahresarbeitsstunden fluktuiert seit 1995 um etwa 75 Mrd. Stunden im Jahr, die Änderungen liegen im Bereich der statistischen Standardabweichung. Die vorhandene Arbeit wurde in schlecht bezahlte Teilzeit- und Minijobs aufgeteilt, was rein rechnerisch zu mehr Arbeitsverhältnissen führt, die allerdings prekär sind. Unter dem Strich resultiert also eine Zunahme der Altersarmut, d.h. Unternehmergewinne werden zu Lasten künftiger Staatsverschuldung erzielt. Stabil ist die einseitig exportorientierte Agenda-Ideologie nur noch durch die Zeichnung gigantischer "Rettungspakete", die eine nicht zu verantwortende Belastung für die Zukunft aller Deutschen darstellen und nach der Wahl eine weitere Ausbeutung der noch vorhandenen Wohlstandsresiduen Deutschlands zur Folge haben werden, etwa durch die fortgesetzte Privatisierung wertvollen öffentlichen Besitzes mit horrenden Folgekosten. Die Bilanz nach 20 Jahren Neoliberalismus ist armselig. da kann man sich drehen wie man will.
  9. #9

    Zitat von t.h.wolff Beitrag anzeigen
    Die Summe der geleisteten Jahresarbeitsstunden fluktuiert seit 1995 um etwa 75 Mrd. Stunden im Jahr, die Änderungen liegen im Bereich der statistischen Standardabweichung.
    wo haben Sie diese Statistik her?