"Euro Hawk"-Programm: Super-Drohne der Bundeswehr absolviert ersten Testflug

EADS/ Cassidian Media15 Tonnen schwer, fast 40 Meter Spannweite, vollgepackt mit Elektronik - der "Euro-Hawk" ist die größte Drohne der Bundeswehr. Jetzt hat der Aufklärungsflieger seinen ersten Testflug erfolgreich bestanden. Technische Probleme und das Wetter hatten die Premiere immer wieder verzögert.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/t...-a-877077.html
  1. #120

    Wettbewerb

    Zitat von moev Beitrag anzeigen
    Das wäre zu wünschen. EADS sollte eine eigene bewaffnete Eurodrohne entwickeln, die von den Amis kaufen zu müssen ist nur allerletzte Alternative
    Ich halte nicht viel von Militär, aber hier bin ich bei Ihnen: "von den Amis kaufen zu müssen ist nur allerletzte Alternative".

    Deutschland und Europa können es besser !
  2. #121

    Der Profi spricht

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen

    Aber Sie sagen es, der Markt für bewaffnete Drohnen ist längst da ! Mich verwundert allerdings, warum Sie die Anbieter auf USA (aus meiner Sicht Pleite) und Israel (bezogen auf die Welt aus meiner Sicht unbedeutend) beschränken.
    Was ist mit Russland, China ? HALLO, schon vergessen ?
    Wenn die US-Firmen pleite sind, eröffne ich mit Ihnen morgen BER ! Und die "unbedeutenden" israelischen Firmen wie IAI oder Elbit sind mit UAS*)-Produkten wie HERON und HERMES (nebst deren Derivaten) mittlerweile Haus- und Hoflieferanten der Bundeswehr, der französischen Armee, der Briten, Schweizer usw. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass von allen in Afghanistan eingesetzten Kampfdrohnen ca. je 50 Prozent aus den USA oder aus Israel kommen. Russland und China kann man auf diesem Sektor derzeit und in naher Zukunft ziemlich vergessen, da die Technologielücke z. B. bei der notwenigen Mikroelektronik zu groß ist. Merke: eine Kampfdrohne ist komplexer als ein bloßes ferngesteuertes Flugzeugmodell a la Graupner-Baukasten...
    Und die EADS müssen Sie schon selber fragen, wenn die dort Zuständigen ausgeschlafen haben...
  3. #122

    Hilfe !

    Zitat von arrow64 Beitrag anzeigen
    Weil es keinen Sinn macht!

    Oder kennen Sie ein militärisches Flugzeug in Airbus-Grösse, welches mitErdkampfaufgaben betraut ist? Der Eurohawk ist zu gross, zu träge und wäre so nur eine verdammt teure Tontaube für MANPADs.

    ...und bitte nicht den Starfighter als Negativbeispiel bemühen: Gestehen Sie bitte auch den Militärs eine gewisse Lernfähigkeit zu. ;)
    Mein Gott, denken Sie mal nicht so engstirnig. Wenn dieser Euro-Adler zu gross ist macht man das Ding denmächst kleiner. Die Welt wurde auch nicht an einem Tag erfunden. Apropos Starfighter: war neulich in Gatow, das was ich da gelesen habe erfüllte eindeutig den Tatbestand eines Negativbespieles. Da gibt es nichts schön zu reden.
  4. #123

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Ich halte nicht viel von Militär, aber hier bin ich bei Ihnen: "von den Amis kaufen zu müssen ist nur allerletzte Alternative".

    Deutschland und Europa können es besser !
    G36 Schrott, Tiger untauglich, Eurofighter Müll. Wir können nicht mal nen Flughafen bauen.
  5. #124

    Wo er Recht hat...

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Ich frage mich was ein Europa soll, wenn wir alles auf USA - Entwicklungen aufsetzen. Die Amis wissen schon warum: So kann man den Laden Europa zur Verstärkung von US Interessen schön und dauerhaft unter Kontrolle halten. Ich bin kein Europa-Freund, aber Europa muss bei R&D eigenständiger werden.

    Europa muss sich von den USA absetzen, denn die USA wird zukünftig stärker als bisher Gegner in den Wachstumsmärkten und bei der Rohstoffversorgung sein. Kurz oder lang auch militärisch.
    Ob Sie's glauben oder nicht: beim Thema R(esearch) & D(evelopment) gebe ich Ihnen absolut Recht ! Fragen Sie mal deutsche Politiker, was sie unter "strategischer Industrie" verstehen, falls die den Begriff überhaupt kennen. Wer - wie wir in D ud darüber hinaus in Europa - nur den "Rohstoff" menschliche Intelligenz und Innovaionskraft besitzt, für den ist die systematische Förderung von R&D (über-)lebenswichtig ! Ihr früheres Beispiel China lässt grüßen...
  6. #125

    Zustimmung

    Zitat von Theodorant Beitrag anzeigen
    Systeme wie EuroHawk braucht die Bundeswehr maximal in einstelligen Bereich. Bei einer kompletten Eigenentwicklung würden Kosten entstehen, bei denen die Stimmung der Foristen hier (in dem Fall sogar zu Recht) durch die Decke gehen würde...
    Der Kompromiss, eine in größeren Stückzahlen marktverfügbare (und somit gerade noch bezahlbare) Plattform zu nehmen und diese mit eigener Aufklärungselektronik auszustatten, ist IMHO tragbar und von den Kosten her noch vertretbar - auch wenn hier viele wieder aufheulen werden. Die technologische Intelligenz steckt dabei ja eher weniger im Trägersystem, sondern im nationalen 'mission equipment', wo sich gerade bei der elektronischen Aufklärung ohnehin niemand gerne in die Karten blicken lässt.
    Das Problem ist doch ein ganz anderes. Man fragt sich in Deutschland, welchen Sinn diese ganzen Entwicklungen haben.

    Wenn Sie also die Kosten der R&D einer Drohne mit dem Vorteil begründen können, dass sich in Deutschland die Anzahl der - ich nehm jetzt mal etwas extra fiktives- Krebstoten um 80% reduzieren liesse, dann finden auch enorme R&D Kosten bei der Bevölkerung Zustimmung.

    Drohnen kann aber so gut wie niemand im Volk gebrauchen, deswegen gibt es bei Ausgaben da das Problem. Bedeutet, der Nutzwert einer R&D Investition bleibt ausschliesslich in Form von Gewinn beim Rüstungsunternehmen hängen.
  7. #126

    Zitat von Theodorant Beitrag anzeigen
    Sie haben ja Recht - aber ob das von den Foristen verstanden wird ?.
    irgendwie muss man hier ja eine Abgrenzung zu den mit Vorurteilen und Unwissen gesegneten Krawallos schaffen. ;) Und Google werden selbst die unfallfrei bedienen können müssen, wenn die hier fachlich mitdiskutieren wollen.

    Das Gunship hatte ich - wie richtig vermutet - gar nicht in Betracht gezogen. Ist ja auch eine ganz andere Liga.

    Und Danke auch für Ihre anderen, sachdienlichen Beiträge und Informationen!
  8. #127

    Dies ist noch keine Kampfdrohne...

    ...einigen Kommentatoren scheinen vom Gutmenschtum so übermannt zu sein,dass sie die BW wohl nur mit Holzkeulen ausrüsten würden und bestenfalls Steinschleuder akzeptieren,dies geht an den Realitäten vorbei,so ist die Weltrealität etwas anders gestrickt.Bei Kampfdrohnen sehe ich auch Probleme,aber dies ist eine Aufklärungsdrohne.
  9. #128

    "Spin offs"

    Zitat von Wilder Eber Beitrag anzeigen
    Das Problem ist doch ein ganz anderes. Man fragt sich in Deutschland, welchen Sinn diese ganzen Entwicklungen haben.

    Wenn Sie also die Kosten der R&D einer Drohne mit dem Vorteil begründen können, dass sich in Deutschland die Anzahl der - ich nehm jetzt mal etwas extra fiktives- Krebstoten um 80% reduzieren liesse, dann finden auch enorme R&D Kosten bei der Bevölkerung Zustimmung.

    Drohnen kann aber so gut wie niemand im Volk gebrauchen, deswegen gibt es bei Ausgaben da das Problem. Bedeutet, der Nutzwert einer R&D Investition bleibt ausschliesslich in Form von Gewinn beim Rüstungsunternehmen hängen.
    Sie haben Recht, dass Drohnen sicher nicht zum Allgemeingut des deutschen Normalbürgers werden. Primär werden die Bundeswehr-Drohnen wohl 'nur' dazu beitragen, das Leben der vom Parlament in den Einsatz geschickten Mitbürger in Uniform zu schützen. Den von Ihnen angesprochene R&D-Nutzen will ich aber nicht auf ledigliche Investitionsgewinne der Rüstungsindustrie reduzieren: Direkt gibt es erste Überlegungen, Drohnen für Großschadensereignisse (Waldbrände, Katastrophen in Chemiewerken und Raffinerien usw.), zur Exploration von Bodenschätzen, zur technischen (!) Überwachung von Bahnlinien, Pipelines und Schifffahrtsstraßen etc. einzusetzen. Last not least erfolgt ein Folgenutzen ("Spin Off") mit etwas Zeitversatz auch in andere Hochtechnologiebereiche wie Medizintechnik, Kraftfahrzeuge usw. - woher, glauben Sie, kommen wohl das sog. Head-up-Display in modernsten Pkws, das ABS ud selbst der unblutige Nierensteinzertrümmerer ? Neben neuesten Werkstoffen allesamt "spin offs" aus militärischer R&D...
  10. #129

    Nicht unterschätzen

    Zitat von Theodorant Beitrag anzeigen
    Wenn die US-Firmen pleite sind, eröffne ich mit Ihnen morgen BER ! Und die "unbedeutenden" israelischen Firmen wie IAI oder Elbit sind mit UAS*)-Produkten wie HERON und HERMES (nebst deren Derivaten) mittlerweile Haus- und Hoflieferanten der Bundeswehr, der französischen Armee, der Briten, Schweizer usw. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass von allen in Afghanistan eingesetzten Kampfdrohnen ca. je 50 Prozent aus den USA oder aus Israel kommen. Russland und China kann man auf diesem Sektor derzeit und in naher Zukunft ziemlich vergessen, da die Technologielücke z. B. bei der notwenigen Mikroelektronik zu groß ist. Merke: eine Kampfdrohne ist komplexer als ein bloßes ferngesteuertes Flugzeugmodell a la Graupner-Baukasten...
    Und die EADS müssen Sie schon selber fragen, wenn die dort Zuständigen ausgeschlafen haben...
    Ich empfehle Ihnen sich nicht von Augenblicksbetrachtungen und Ländern wie Afganistan die Sicht zu vernebeln. Ich kann Ihnen als Mitarbeiter in einem weltweit operierenden Unternehmen und Nummer 1 für ein technologisch anspruchsvolles Produktspektrum berichten, das beispielsweise China sehr schnell in der Lage ist konkurrenzfähige Produkte herzustellen. Zunächst konnten wir das nur für den lokalen Markt China beobachten, jetzt aber auch weltweit.

    Ich kann daher nur dringend warnen, z.B. Chinesen zu unterschätzen. Was jetzt nicht ist wird kommen, und zwar sehr schnell. Dann werden auch hoffentlich Preis/Leistungsverhältnis beim Einkauf des Mini-Kunden BW entscheiden.