Quasar-Gruppe: Forscher entdecken größtes Objekt des Universums

ESO/ M. KornmesserForscher haben eine Gruppe extrem heller Galaxienkerne entdeckt, die zusammen vier Milliarden Lichtjahre messen - es ist die größte Struktur, die jemals im All gefunden wurde. Das Problem: Nach einer Grundannahme der Kosmologie dürfte es ein derart gigantisches Gebilde gar nicht geben.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...-a-877052.html
  1. #1

    optional

    Wir sind ja auch allein im All
  2. #2

    Veranschaulichung

    eine Gruppe aus 73 Quasaren, die vier Milliarden Lichtjahre lang ist.
    Unter einer so großen Zahl kann ich mir gar nichts vorstellen...

    Wie gigantisch diese Große Quasargruppe (Large Quasar Group, LQG) ist, versuchen die Forscher mit einem Beispiel zu verdeutlichen: Wäre man in einem Raumschiff mit einem Tempo von knapp 1,1 Milliarden km/h unterwegs - also etwa mit Lichtgeschwindigkeit - bräuchte man vier Milliarden Jahre, um diese Quasargruppe zu durchqueren.
    Danke, jetzt bin ich viel schlauer als vorher!


    /Ironie
  3. #3

    noch nicht mal 'ne Sekunde

    Zitat von Artikelzitat
    Wäre man in einem Raumschiff mit einem Tempo von knapp 1,1 Milliarden km/h unterwegs - also etwa mit Lichtgeschwindigkeit - bräuchte man vier Milliarden Jahre, um diese Quasargruppe zu durchqueren.
    Nur aus Sicht eines Beobachters aus dieser Quasargruppe würde das Raumschiff so lange brauchen. Aus Sicht der Raumfahrer selbst würde beim Durchqueren dieser Gruppe noch nicht mal eine Sekunde vergehen.
  4. #4

    Sehr schön

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Forscher haben eine Gruppe extrem heller Galaxienkerne entdeckt, die zusammen vier Milliarden Lichtjahre messen - es ist die größte Struktur, die jemals im All gefunden wurde. Das Problem: Nach einer Grundannahme der Kosmologie dürfte es ein derart gigantisches Gebilde gar nicht geben.

    Quasar-Gruppe: Forscher entdecken größtes Objekt des Universums - SPIEGEL ONLINE
    Das bedeutet letztlich, dass das Universum nicht so isotrop sein kann, wie es die Urknalltheorie fordert.
    Eine schöne Erkenntnis.
    Vielleicht erleben wir es sogar noch, dass diese Urknalltheorie durch ein paar weitere ähnliche Erkenntnsse zeitnah zerbröselt.
    Ich hatte schon befürchtet, dass das wieder so lange dauert wie der Schritt von Ptolemäus zu Kopernikus.
  5. #5

    Die Entfernung und die Ausdehnung

    Es soll kein Zentrum des Universums geben. Nun, es wird wohl einen Grund haben, dass man bis jetzt nicht von einem Zentrum ausgeht, obwohl es eine Darstellung des Universums gibt.
    Zu dem Artikel ist zu sagen, dass in den letzten Jahren immer größere Objekte gefunden wurden. Dies hängt mit den Möglichkeiten zusammen. Man nimmt nicht nur das Lichtspektrum, sondern auch andere Verfahren.
    Jedoch das Licht ist die Messlatte des Universums. Es ist also so, je weiter ein Licht entfernt ist, desto schwächer ist es. Die Weltraumteleskope automatisierte Abgleichungen von regelmäßigen Aufnahmen erweitern unseren Horizont. In den letzten Jahren konnten wir also weiter in die Vergangenheit sehen und dies besser auswerten dank der Computerisierung.
    Jedoch auch dies hat Grenzen, da nach heutigen Erkenntnissen, dass Weltall sich schneller als das Licht ausbreitet. Diese Ausbreitung ist jedoch nicht gleich. Umso weiter wir das Weltall von unserer Galaxie verfolgen, umso schneller breitet sich das Weltall aus. Daher ist es durchaus logisch, dass weiter entfernte Gebilde einen größeren Umfang haben. Da die Erkenntnis darüber, dass sich das Weltall verbreitert, noch nicht sehr alt ist, so ist die Aussage des englischen Forschers nicht ganz richtig. Vor allem muss man berücksichtigen, dass die Bildung der ersten Galaxien sich unterscheiden. Man nimmt an, dass in der frühen Periode des Weltalls bei der Explosion von Sternen mehr schwere Materie freigesetzt worden ist. Später wurde diese mehr in schwarze Löcher gebunden. Da die Geschwindigkeit des Universums mit der Zeit zunimmt, so dürfte die Entdeckung so gar nicht mehr existieren. Man muss ja beachten, dass diese Entdeckung ein Zeitfenster aus der Vergangenheit ist. Dies ist zu beachten, da die jetzige Ausbreitung des Weltalls am Anfang so nicht stattfand. Man nimmt an, durch das dichtere Vorhandensein der Masse. Daher, umso kleiner die Anziehung der vorhandenen Masse zum Weltall, umso schneller soll es sich ausbreiten. Daher scheint es eher normal, dass die Masse früher in größeren Cluster verbunden war.
  6. #6

    mir geht es immer genauso

    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Unter einer so großen Zahl kann ich mir gar nichts vorstellen..
    Danke, jetzt bin ich viel schlauer als vorher!

    /Ironie
    ...wenn ich mir vorstellen soll, dass Zwei Raumschiffe mit halber Lichtgeschwindigkeit aufeinander zufliegen, das eine ein Lichtsignal an das andere schickt und dieses Lichtsignal selbst dann maximal Lichtgeschwindigkeit hat.
    Meine Vorstellung macht dann immer *puff* und löst sich in einem rosa Logikwölkchen auf.

    Ganz ähnlich geht es mir mit der Vorstellung, ein Gebilde(!) im All sei 7700 mal so groß wie unsere ganze Galaxie.
    Finde ich einfach nur faszinierend.

    (und: na aber sicher sind wir allein im Universum. Klar. Es gibt ja kaum mehr als ein paar Milliarden Planeten mit erdähnlicher Oberfläche, wo sollte denn da intelligentes Leben sein??? *gg*)
  7. #7

    Mikrobe Mensch

    rechts der Titel von NewScience
    Zellhäuflein von kleinem Ausmass mit beschränkter Intelligenz und Bewusstsein.
    Aber immerhin.
  8. #8

    Bissel unglücklich ausgedrückt ..

    Der Quasar Haufen misst halt 4 Milliarden Lichtjahre im Durchmesser. Das Beispiel zur Verdeutlichung der Distanz ist ein klein wenig unglücklich gewählt ...

    Was daran jetzt aber die Theorie verletzen soll, dass es in Richtung Makroskopisch bzw. Mikroskopisch das Universum immer gleich aussehen sollte erschließt sich mir nicht. Vielleicht gibt es ja noch viel mehr dieser Superkonstellationen .. ?

    Viel interessanter ist doch die Frage ob es überhaupt eine maximale Größe für Materieansammlung im Universum gibt. Allein durch die Antwort auf diese Frage könnte man schon sehr viele weitere Rückschlüsse ziehen.
  9. #9

    Zitat von Meckermann Beitrag anzeigen
    Unter einer so großen Zahl kann ich mir gar nichts vorstellen...

    Danke, jetzt bin ich viel schlauer als vorher!
    /Ironie
    Ja, das erinnert mich an eine ALF-Folge, wo sich der behaarte Melmacianer völlig verständnislos an Willie wendet:"Du kannst dir 16-fache Schallgeschwindigkeit nicht vorstellen? Tsss...Denk' dir Mach 2 und multiplizier' mit acht"

    ;o)