Kommunisten als Handelspartner: Die seltsame Nordkorea-Liste der deutschen Wirtschaft

REUTERSNordkoreas Regime will Investoren ins Land locken - laut der offiziellen Liste eines deutschen Lobby-Verbandes haben auch Firmen hierzulande Interesse an Geschäften in der kommunistischen Diktatur. Doch darauf angesprochen, will kein Unternehmen etwas davon wissen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-876880.html
  1. #100

    Ein Unternehmer muß wirtschaftlich denken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nordkoreas Regime will Investoren ins Land locken - laut der offiziellen Liste eines deutschen Lobby-Verbandes haben auch Firmen hierzulande Interesse an Geschäften in der kommunistischen Diktatur. Doch darauf angesprochen, will kein Unternehmen etwas davon wissen.

    Deutsche Firmen und ihre Beziehungen zu Nordkorea - SPIEGEL ONLINE
    und da sind billige Arbeitskräfte günstig. Dies gab es auch in der DDR.
    Dort waren auch billige Arbeiter zu haben, besonders günstig: Häftlinge, und Medikamente wurden an DDR-Bürgern getestet. Schalck Golodkowski half begüterten Westbürgern. Kunst wurde gemeinsam geraubt. Deshalb wird Schalck Golodkowski geschont und beschützt. Es lief wie geschmiert. Aber nicht für die Opfer. Die Geschichte wiederholt sich wohl jetzt in Nordkorea.
  2. #101

    Das Schulterzucken beim Geschäftemachen mit NK ...

    ... zeigt wie aufgesetzt all das Freiheits- und Menschenrechtsgelaber unserer Gutmenschenkultur ist. Um Anti-Kapitalismusgeschwätz geht es, dumpf und prollig, mit Che-Poster aufm Klo und Pils von Hartz4 in der Hand ... Sorry, hoffe es fühlt sich hier niemand direkt angeprochen :-)
  3. #102

    Zitat von wildwolves Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich nicht irre, betreiben wir schon seit Jahrzehnten erfolgreich Handel mit Kommunisten (China).
    Wo liegt also dann das Problem?
    Das passt nicht ganz zur Ideologie, Sozialisten im eigenen Land massiv bekämpfen, aber im Ausland durch Handel sozialistische Diktaturen stützen und sogar festigen. Kapital kennt keine Moral, gute Geschäfte kann man auch in und mit Ländern tätigen, die noch nie demokratische Regierungen hatten.
  4. #103

    Haben die dort überhaupt genug Menschen, die arbeiten können. Ich meine nicht Steine kloppen, sondern Industriegüter zusammenschrauben.

    Wenn ja, dann bin ich schon auf die Geschichten gespannt wie duldsam und fleißig doch die Nordkoreaner sind und wie wir uns davor fürchten sollten, weil sie sich besser ausbeuten lassen als wir.
  5. #104

    Abwarten und Tee trinken...

    ...diese Weisheit sollten deutsche Unternehmen gerade mit diesem Land befolgen,oder sich mal bei ihren Südkoreanischen Kollegen informieren,da wären sie gut beraten.Warten wir ab,bis Taten folgen ,denn so schnell kommt der Wandel nicht und die massenhaften Menschenrechtsprobleme lassen sich nicht von heut auf morgen beseitigen.Wenn der nächste Atomtest oder Langstreckenraketentest ansteht,wird ganz schnell wieder ein Stimmungsumschwung eintreten.Abwarten,wie der Jungsproß der Kim Dynastie verfährt.
  6. #105

    Was für ein Niveau

    Zitat von PARANRW Beitrag anzeigen
    Es werden sicher die gleichen Unternehmen ihre Fühler nach Nordkorea ausstrecken, welche sattsam bekannt geworden sind durch Geschäfte mit der DDR und den Erzeugnissen staatlicher Haftanstalten der DDR. Warum sollten diese Unternehmen plötzlich eine Moral haben? Damit sind doch Quelle, Otto, IKEA und Co. reich und mächtig geworden. Und den westdeutschen Gutmenschen hat es noch nie interessiert, welche Menschen für ihren Billigkonsum versklavt worden sind.
    Sicher ist da einiges von 'Sklaven' gefertigt worden; und Sklaverei in der Art gibt es durchaus auch hier unter unser aller Augen in der BRD, aber zwischen den diversen Arten der Ausbeutung sollten doch Unterschiede gemacht werden.

    Die Durchschnittsimportware aus der DDR wurde von qualifizierten Fachkräften gefertigt; es war von denen niemand gezwungen worden oder wurde sogar versklavt.
    Die aufgerollten Fälle von Arbeitspflicht in den Gefängnissen - übrigens auch heute noch üblich und damals bei der 'Schutzmacht des Westens' in krasser Form an der Tagesordnung - sollten nicht verallgemeinert und schon gar nicht unnötig dramatisiert werden.

    Es sei denn, man kann nicht anders und wäre ohne den Kalten Krieg beschäftigungslos...
  7. #106

    Zitat von Markenfetischist Beitrag anzeigen
    Haben die dort überhaupt genug Menschen, die arbeiten können. Ich meine nicht Steine kloppen, sondern Industriegüter zusammenschrauben.
    Dochdoch, die gibt es. Die schulische Ausbildung ist dort recht intensiv vgl.die sehr niedrige Analphabetenrate-, außerdem bekommen die Schulkinder -wie in auch sonst in Asien üblich- ziemlichen Druck von den Eltern, gut in der Schule zu sein. Das Bildungsbewußtsein dort ist hoch.
  8. #107

    Zitat von wildwolves Beitrag anzeigen
    Wenn ich mich nicht irre, betreiben wir schon seit Jahrzehnten erfolgreich Handel mit Kommunisten (China).
    Wo liegt also dann das Problem?
    Sind die Chinesen Kommunisten? Das ist mir nue. Ich bin ca 30 mal in China gewesen und muss sagen, dass die Chinesen die groessten un besten Kapitalisten der Welt sind

    Pragmatist
  9. #108

    Zitat von Iggy Rock Beitrag anzeigen
    Das passt nicht ganz zur Ideologie, Sozialisten im eigenen Land massiv bekämpfen, aber im Ausland durch Handel sozialistische Diktaturen stützen und sogar festigen. Kapital kennt keine Moral, gute Geschäfte kann man auch in und mit Ländern tätigen, die noch nie demokratische Regierungen hatten.
    Wo in Nordkorea befindet sich bitte Produktionsgüter in der Hand des Volkes und nicht des Diktators? Wo in China?

    In einer Diktatur ist Staat die Machtbasis des Diktators und Staatseigentum, sein Eigentum. Deswegen gibt es in einer Diktatur niemals Sozialismus.

    In einer Demokratie ist Staat die Machtbasis des Volkes und Staatseigentum ist Volkseigentum. Dort ist dann dadurch Sozialismus möglich - wenn es eine echte Demokratie ist, keine hohle Luftnummer, wie ja bei uns schon immer mehr.

    Schließlich ist der Kapitalismus bei uns alternativlos und damit natürlich auch der Tod de Demokratie, denn entweder liegt die Macht beim Volk oder beim Kapital, beides geht nicht.
  10. #109

    Zitat von abominog Beitrag anzeigen
    Also je schlimmer und repressiver ein Regime, desto verlockender und lukrativer offenbar die Geschäfte. Kann man das so sagen?
    Eher nicht. Verlockend sind hier nur die niedrigen Lohnkosten und der - vorläufig nur theoretisch - gigantische Absatzmarkt. Abschreckend ist alles andere, besonders der nicht vorhandene Investitionsschutz.