Psychologische Studie: Ein-Kind-Politik verändert Persönlichkeit der Chinesen

APIn Chinas Gesellschaft gibt es überwiegend Einzelkinder. Mehr als dreißig Jahre nach Einführung der Ein-Kind-Politik bekommt das Riesenreich die Auswirkungen dieser Maßnahme zu spüren: Die junge Generation ist pessimistischer, scheut das Risiko und fasst schwerer Vertrauen.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-876959.html
  1. #20

    verhätschelte egoistische Chinesen?

    Ich habe in meinen zwei Jahren dort so viele liebe nette und anständige Chinesen getroffen, dass ich o.g. Attribute nicht generell an "den Chinesen" vergeben würde.

    Wir aus dem damals (Zitat) "katastrophalem Zustand DDR" haben oftmals übrigens genauso gedacht über die Kinder aus Wessiland... *g*
    Man muss sich wohl erstmal richtig kennenlernen, bevor man sich überhaupt ein Urteil bilden sollte.. sofern man überhaupt sich ein Urteil bilden muss!

    Natürlich sind die Kinder der Achtziger in China anders, als die Generationen zuvor. Sie wuchsen in einer anderen Gesellschaft auf!
    Vergleicht mal die geschichtlichen Umstände der Sechziger mit den Siebzigern... und dann mit den 80 igern oder der heutigen Generationen... Das Umfeld ändert sch nun mal!

    Zur Ein Kind Politik: Der Rest der Welt sollte sich wohl klammheimlich drüber freuen. Für das chinesische Volk, insbesondere für die zukünftigen Rentnergenerationen, ist das eine Katastrophe.... Wenn in 30 Jahren der Durchschnitts-Chinese 60 ist, haben die jungen Leute ganz schön was auszuhalten, wenn sie das finanzieren sollen....
    Aber das ist ja wohl in anderen Ländern nicht wirklich anders (vgl. Deutschland)... es geht halt nur, wie immer in China, immer etwas schneller....
  2. #21

    Fehlschluss

    Zitat von verpiler Beitrag anzeigen
    Das liegt aber nicht daran, dass die Kinder keine Geschwister haben. Sondern daran, dass Kommunismus einfach nicht funktioniert. Das hat die Geschichte immer, und immer, und immer, und immer wieder gezeigt. Wie viele Versuche werden die Menschen noch brauchen. Wann werden wir lernen. Wie viele Generationen werden wir vernichten. Wie viele Menschen werden unter uns leiden. Was haben wir getan.
    Momentan zeigt sich eher, dass der Kapitalismus eine Bedrohung der Menschheit ist. Statt diesen abzuschaffen haben die Kommunisten in China ihr Versprechen gebrochen und einen Raubtierkapitalismus eingeführt, der vom Westen stets gerne genutzt wird. Wann werden Sie lernen?
  3. #22

    Parolen

    Zitat von verpiler Beitrag anzeigen
    Das aktuelle System funktioniert von allen am besten. Schauen Sie sich doch einmal die katastrophalen Zustände in der DDR an. Mochten Sie damals leben? Ganz bestimmt nicht. Und, genau wie Sie, wird immer gesagt, es habe den richtigen Kommunismus nie gegeben. Wieso wohl. Weil er nicht funktioniert.
    Glauben Sie allen Ernstes nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre, dass Kapitalismus funktioniert? dazu sollten Sie mal die arbeitslosen Opfer der Treuhandpolitik oder heute in der südeuropäischen Bevölkerung der Bankenkrise befragen. Von Funktionieren kann hier kaum eine Rede sein. Der DDR warf man immer vor, sie bräuchten die Mauer, dass die Flucht in den Westen verhindert würde. Nach dem Fall der Mauer gab es keinen Sozialismus mehr und dennoch sind seither über zwei Millionen Bürger der neuen Bundesländer in den Westen gegangen. Offensichtlich ist doch eine Entwicklung eingetreten, die genau so von Karl Marx vorhergesagt wurde.
  4. #23

    und habe o Weh auch Psychologie studiert

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die erste große Erhebung dazu in Deutschland, geleitet vom Psychotherapeuten Thomas von Kürthy, kam 1989 vielmehr zu dem Ergebnis, dass Kinder ohne Geschwister zu sozialeren, optimistischeren und leistungsbewussteren Menschen werden als Geschwisterkinder. Das mag auch daran liegen, dass Eltern von Einzelkindern Schulleistungen, Selbstbewusstsein und Verantwortungsbewusstsein für wichtiger halten als Pflichtbewusstsein, Selbstständigkeit und Manieren, wie eine Untersuchung des Deutschen Jugendinstituts ergeben hat.
    In Peking dürften durchaus Verhältnisse herrschen, die mit anderen Bevölkerungsagglomerationen in "entwickelten" Gegenden vergleichbar sind.

    Ganz sicher ist, daß die Sozialisation von Einzelkindern anders abläuft als von Kindern mit Geschwistern. Dabei sind gewißlich Faktoren wesentlich wie eine Mutter, die den ganzen Tag das Kind mit Seele und Verwöhnaroma füttert, oder ob das Kind halb- oder ganztags in einem Kindergarten mit anderen Kindern verbringt, oder ob es im Grünen oder auf dem Land lebt, wo es sowieso den ganzen Tag mit anderen unbeaufsichtigt draußen sein kann.

    Fakt sind in Deutschland die Zunahme der Singles, die Abnahme von Eheschließungen, die gewaltige Reduzierung eigener Samenprodukte, die Zunahme der Haustierhaltung. Wenn überhaupt dann ein Kind in der Dreizimmerwohnung. Und das wird von zwei Eltern und vier Großeltern mit Geschenken überhäuft. Man nennt es Liebe.

    Die einzige interessante Frage lautet doch, warum man eine chinesische Untersuchung zitieren muß zur Klärung einfacher Tatbestände, und warum ein deutscher Klugscheißer genau das Gegenteil dessen behauptet, was offensichtlich ist. Dem Pöbel nach dem Maul gefaselt.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die junge Generation ist pessimistischer, scheut das Risiko und fasst schwerer Vertrauen.
    Das ist doch eine absolut positive Grundaussage, wenn auch wertend. Diese jungen Leute sind unsicher, man muß sie behüten, man kann sie verarschen, ihnen jeden Dreck verkaufen, sie leiten und benutzen. Das sind positive Subjekte und nützliche Sklaven. Ängstliche und verschüchterte Kreaturen, die von nichts keine Ahnung haben und nach jedem Strohhalm greifen.

    Übersetzt heißt es nämlich:

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kinder ohne Geschwister sind sozialer, optimistischer und leistungsbewusster als Geschwisterkinder.
    Leistungsbewußter im Sinne von egoistischer mag stimmen. Möglicherweise optimistischer, weil sie von manchem Unangenehmen verschont worden sind. Dummerweise muß sich ein Mensch auch üblen Vorkommnissen stellen, je früher desto besser, weil verkraftbar. Sozial sind sie garantiert nicht. Bestenfalls brauchen sie Gesellschaft, weil sie alleine sind. Das ist aber nicht sozial, sondern reine Bedürftigkeit. Daran kann man gut verdienen.
  5. #24

    Zitat von phaeno Beitrag anzeigen
    Glauben Sie allen Ernstes nach den Erfahrungen der letzten 10 Jahre, dass Kapitalismus funktioniert? dazu sollten Sie mal die arbeitslosen Opfer der Treuhandpolitik oder heute in der südeuropäischen Bevölkerung der Bankenkrise befragen. Von Funktionieren kann hier kaum eine Rede sein. Der DDR warf man immer vor, sie bräuchten die Mauer, dass die Flucht in den Westen verhindert würde. Nach dem Fall der Mauer gab es keinen Sozialismus mehr und dennoch sind seither über zwei Millionen Bürger der neuen Bundesländer in den Westen gegangen. Offensichtlich ist doch eine Entwicklung eingetreten, die genau so von Karl Marx vorhergesagt wurde.
    Offensichtlich funktioniert der Kapitalismus. Es geht uns den Umständen entsprechend wunderbar. Ich behaupte dennoch nicht, dass es der Weisheit letzter Schluss ist.

    "Die Mauer" ist ein Symbol dafür, dass Kommunismus und Sozialismus nur mit Unterdrückung des Volkes funktionieren. Ich würde hier allerdings ein anderes Schandwort anbringen: Stasi.

    Und, dass die Flucht Richtung Westen auch noch nach der Wende eingetreten ist, liegt einfach daran, dass in den neuen Bundesländern erst mal Aufbauarbeit betrieben werden musste. Alles war total zerfallen. Schreckliche Zustände, die wieder einmal gezeigt haben, dass Sozialismus nicht funktioniert.
  6. #25

    .

    Zitat von phaeno Beitrag anzeigen
    Momentan zeigt sich eher, dass der Kapitalismus eine Bedrohung der Menschheit ist.
    Trotz aller Probleme und Nachteile ist mit allerdings kein besseres System bekannt.

    Zitat von phaeno Beitrag anzeigen
    Statt diesen abzuschaffen haben die Kommunisten in China ihr Versprechen gebrochen und einen Raubtierkapitalismus eingeführt, der vom Westen stets gerne genutzt wird.
    Kommunismus kann nun einmal nicht funktionieren.
    Bleibt für die Bürger Chinas zu hoffen dass auch noch eine soziale Kompenente eingeführt wird (wie auch immer diese dann aussehen mag).
  7. #26

    Verantwortungsbewusst gegenüber der Menschheit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Die junge Generation ist pessimistischer, scheut das Risiko und fasst schwerer Vertrauen.
    Studie zeigt: Ein-Kind-Politik verändert Persönlichkeit der Chinesen - SPIEGEL ONLINE
    Das ständig zunehmende Wachstum der Erdbevölkerung ist die Ursache für Versorgungsprobleme und den ständig zunehmenden Energieverbrauch, der die Umwelt verpestet und das Leben auf dem System Erde gefährdet. Die meisten Religionen unterstützen diese Vernichtung der Lebensgrundlage der Menschheit, indem sie die Knderproduktion anheizen. China ist die einzige Nation, die mit ihrer Einkindpolitik Verantwortungsbewusstsein der Menschheit gegenüber zeigt. Auch in den westlichen Nationen sinkt die Kinderproduktion, weil hier Kinder den Wohlstand der Eltern gefährden. Dass Einzelkinder, die dann den Ehrgeiz der Eltern allein zu befriedigen haben, mit besonderen Problemen zu kämpfen haben, ist leider eine Bürde, die sie tragen, mit der sie allerdings der Menschheit helfen.