Krise in Mali: Weltsicherheitsrat fordert schnelle Truppen-Entsendung

AFPDie Islamisten sind in Mali auf den Vormarsch - nun hat der Präsident des westafrikanischen Landes Frankreich und die Uno dringend um Beistand gebeten. Der Weltsicherheitsrat plädiert für den schnellen Einsatz einer internationalen Truppe. Auch Paris will helfen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-876934.html
  1. #1

    War vorauszusehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Islamisten sind in Mali auf den Vormarsch - nun hat der Präsident des westafrikanischen Landes Frankreich und die Uno dringend um Beistand gebeten. Der Weltsicherheitsrat plädiert für den schnellen Einsatz einer internationalen Truppe. Auch Paris will helfen.

    Uno-Sicherheitsrat fordert schnelle Entsendung von Truppen nach Mali - SPIEGEL ONLINE
    Wie will Hollande denn mir verkaufen dass Mali geholfen werden muss. Es gibt da reihenweise Punkte die Aufmerksamkeit verdienen.
    1. Die französischen Geiseln. Hollande ist in der Zwickmühle da die Islamisten 5 französische Geiseln halten die sie zu töten drohen
    2. Frankreich hat zahllose Immigranten aus Mali (Montreuil-sous-Bois galt lange Zeit (gilt noch?) als zweitgrösste malische Stadt)
    3. Frankreich hat immer noch Probleme in der Zusammenarbeit mit Algerien, und ohne Algerien kann dieses Problem hier nicht gelöst werden
    4. Sarkozy hat mit seiner Libyenpolitik geradezu diese Entwicklung herbeigebombt.
    5. Wie kann man denn einen Krieg in Mali rechtfertigen, samt der finanziellen und menschlichen (Tote, Verwundete) Verluste die da auf Frankreich zukommen solange man die Gesinnungsfreunde in Syrien unterstützt.
    6. Wie kann man nur so eng mit Staaten wie Saudi-Arabien und Katar zusammenarbeiten die diesen Terror unterstützen. Zwischenzeitlich ist doch für jeden französischen Politiker von UMP und PS Doha Pflichtstation, und die Sonderstellung und der Einfluss Katars in Frankreich machen mehr als einem Franzosen Bedenken.
    Da hat man sich schön in die Sch....e gesetzt, das betrifft alle Parteien, das betrifft viele Politiker, wie wollen die mir die ganzen Widersprüche verkaufen?
  2. #2

    @seine-et-marnais

    Guter Beitrag, sehe ich ähnlich. Ich habe in einem früheren Beitrag zu einem anderen Artikel gesagt, dass man sich da nicht vertun darf, von wegen Rebellenhaufen usw. Das sind knallharte Wüstensöhne, die da für Ancar Edine und die anderen beiden Gruppen unter Waffen stehen, und nicht eine schwarzafrikanische Armee. Versaut hat es Super - Sarko mit dem Angriff auf Libyen, wo sollten die Jungs denn dann hin? Die Treibstoffe der Rebellen kommen mit ziemlicher Sicherheit aus In Amenas und Hassi Messaoud, also Algerien schaut zumindest zur Seite. Die Rebellen haben ja den ganzen Sahel als Rückzugsgebiet, die machen sich esrt mal bestimmt nicht so viel Sorgen über eine Friedenstruppe. Ein interessanter Artikel, der über die Kampfkraft afrikanischer Armeen viel aussagt, ist übrigens dieser: http://de.wikipedia.org/wiki/Executive_Outcomes EO hat Ende der 90er Jahre mit 150 Leuten eine Armee und eine Rebellengruppe aus Sierra Leone vertrieben, war damit das Vorbild für einige Organisationen die heute noch existieren.
  3. #3

    Libyen/Mali

    Wie gesagt, der Auslöser der ganzen Mali Geschichte war der völlig unsinnige Einsatz gegen Libyen. In Libyen wird sich jetzt folgender Witz erzählt: Jedes libysche Familienoberhaupt kriegt jetzt von Frankreich einen Hubschrauber geschenkt. Wenn's dann z.B. in Marsa Brega Streichhölzer gibt, steigt man in Tripoli in seinen Hubschrauber, fliegt hin, und kauft soviel man kriegen kann.
    Das zu dem Thema : Kann man die mystische Freiheit essen, oder sein Auto davon tanken? Das ehemals vorbildliche libysche Gesundheitswesen liegt in Trümmern, Lebensmittel gibts gegen harte Währung auf dem Schwarzmarkt, die öffentliche Wasserversorgung ist immer noch weitgehend hin, speziell in den abgelegeneren Gebieten - kein Wunder, dass sich die Touareg ihrer Heimat besinnen!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ....Der Weltsicherheitsrat plädiert für den schnellen Einsatz einer internationalen Truppe. ..[/url]
    Ziemlich "pflaumenweich"!
    Statt zu plädieren, sollte er sich für ein UN-Mandat stark machen, wenn der UNSR nun der Meinung ist, es müsse was geschehen.

    Oder hat der UNSR Angst davor, dass er sich dann auch Gedanken machen muss, wie es in der Zentralafrikanischen Republik weiter gehen soll?
    Vor wenigen Tagen hat Jacob Zuma, Präsident von Südafrika, ohne das Parlament zu beteiligen, Truppen in dieses Land entsandt.
  5. #5

    Zitat von seine-et-marnais Beitrag anzeigen
    Wie will Hollande denn mir verkaufen dass Mali geholfen werden muss. Es gibt da reihenweise Punkte die Aufmerksamkeit verdienen.
    1. Die französischen Geiseln. Hollande ist in der Zwickmühle da die Islamisten 5 französische Geiseln halten die sie zu töten drohen
    2. Frankreich hat zahllose Immigranten aus Mali (Montreuil-sous-Bois galt lange Zeit (gilt noch?) als zweitgrösste malische Stadt)
    3. Frankreich hat immer noch Probleme in der Zusammenarbeit mit Algerien, und ohne Algerien kann dieses Problem hier nicht gelöst werden
    4. Sarkozy hat mit seiner Libyenpolitik geradezu diese Entwicklung herbeigebombt.
    5. Wie kann man denn einen Krieg in Mali rechtfertigen, samt der finanziellen und menschlichen (Tote, Verwundete) Verluste die da auf Frankreich zukommen solange man die Gesinnungsfreunde in Syrien unterstützt.
    6. Wie kann man nur so eng mit Staaten wie Saudi-Arabien und Katar zusammenarbeiten die diesen Terror unterstützen. Zwischenzeitlich ist doch für jeden französischen Politiker von UMP und PS Doha Pflichtstation, und die Sonderstellung und der Einfluss Katars in Frankreich machen mehr als einem Franzosen Bedenken.
    Da hat man sich schön in die Sch....e gesetzt, das betrifft alle Parteien, das betrifft viele Politiker, wie wollen die mir die ganzen Widersprüche verkaufen?
    Viel dran, aber zwei Einwände:
    1. Hätte man die Aufständischen samt Familien in Bengasi zusammenschießen lassen sollen, nachdem der ganze Westen sie zu ihrem Tun ermuntert hat?
    2. Diese Gotteskrieger sind hier wie andernorts in ihrer Verblendung nur mit der braunen
    Pest zu vergleichen. Soll man sie auf eine säkulare oder chistliche Zivilbevölkerung loslassen, nur damit man sich die Finger nicht schmutzig macht?
  6. #6

    Zitat von seine-et-marnais Beitrag anzeigen
    1. Die französischen Geiseln. Hollande ist in der Zwickmühle da die Islamisten 5 französische Geiseln halten die sie zu töten drohen
    2. Frankreich hat zahllose Immigranten aus Mali (Montreuil-sous-Bois galt lange Zeit (gilt noch?) als zweitgrösste malische Stadt)
    3. Frankreich hat immer noch Probleme in der Zusammenarbeit mit Algerien, und ohne Algerien kann dieses Problem hier nicht gelöst werden
    4. Sarkozy hat mit seiner Libyenpolitik geradezu diese Entwicklung herbeigebombt.
    5. Wie kann man denn einen Krieg in Mali rechtfertigen, samt der finanziellen und menschlichen (Tote, Verwundete) Verluste die da auf Frankreich zukommen solange man die Gesinnungsfreunde in Syrien unterstützt.
    6. Wie kann man nur so eng mit Staaten wie Saudi-Arabien und Katar zusammenarbeiten die diesen Terror unterstützen. Zwischenzeitlich ist doch für jeden französischen Politiker von UMP und PS Doha Pflichtstation, und die Sonderstellung und der Einfluss Katars in Frankreich machen mehr als einem Franzosen Bedenken.
    Da hat man sich schön in die Sch....e gesetzt, das betrifft alle Parteien, das betrifft viele Politiker, wie wollen die mir die ganzen Widersprüche verkaufen?
    zu 1.: Würde man sich wegen 5 Menschen einlullen, würde man nicht einen einzigen Konflikt/Krieg gewinnen... Klingt hart, ist aber so.
    zu 2.: Die Stadt erfährt gerade eine Art Trendwende, Möchtegernreiche bauen sich dort allerlei nette Sachen hin und um, sodass der extrem hohe Anteil an Sozialwohnungen etc. abnimmt. In Mali wächst die Bevölkerung weiter, der Ausspruch gehört mittlerweile der Vergangenheit an, selbst wenn man behaupten würde JEDER in Montreuil wäre aus Mali.
    zu 3.: Ohne Einbindung von Algerien und Niger glaube ich auch nicht an ein stabiles Mali
    zu 4.: Geopolitik
    zu 5.: Geopolitik
    zu 6.: Geopolitik
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Islamisten sind in Mali auf den Vormarsch - nun hat der Präsident des westafrikanischen Landes Frankreich und die Uno dringend um Beistand gebeten. Der Weltsicherheitsrat plädiert für den schnellen Einsatz einer internationalen Truppe. Auch Paris will helfen.

    Uno-Sicherheitsrat fordert schnelle Entsendung von Truppen nach Mali - SPIEGEL ONLINE
    Könnte nicht ein Grund für die Erfolge der Islamisten sein, das die Mehrheit der Bevölkerung hinter ihnen steht? Will der Westen gegen den Willen der Bevölkerung eine ihm genehme Regierung mit Gewalt durchdrücken? So wie in Libyen und Syrien?
  8. #8

    Sie schwafeln über Dinge, von

    Zitat von rudi_1957 Beitrag anzeigen
    Wie gesagt, der Auslöser der ganzen Mali Geschichte war der völlig unsinnige Einsatz gegen Libyen. In Libyen wird sich jetzt folgender Witz erzählt: Jedes libysche Familienoberhaupt kriegt jetzt von Frankreich einen Hubschrauber geschenkt. .....
    denen Sie keine Ahnung haben.
    In Libyen gibt es kaum Probleme mit Strom oder Wasser, Benzinpreise haben sich nicht geändert, Grundnahrungsmittel sind auch unverändert im Preis. Der Preis für Fleisch allerdings hat sich fast verdoppelt das hat im Ramadan für ziemlichen Unmut geführt. Der Umtauschkurs Dinar Euro ist unverändert, eher schlechter geworden - für Europäer.
    Manche Sachen funktionieren allerdings nicht immer oder nicht sehr gut.
    Internet Service, Some Service
    Demonstrators Shut Down Libya Oil Terminal at Zueitina
    eines stimmt am Artikel allerdings nicht, entweder sind es 20% des Exports oder 60000Barrel pro Tag, beides geht nicht zusammen.
  9. #9

    Weltsicherheitsrat!

    Eine Geldverschwendende Quasselbude ohne jeglichen Erfolg!