Präzise Messungen: Neue Uhr kann Atome wiegen

Damon EnglishNein, so genau wie moderne Atomuhren ist die Präzisionsuhr noch nicht, die Forscher jetzt vorstellen - aber sie hat einen anderen Vorteil: Das Gerät könnte eines Tages dazu genutzt werden, das Kilogramm neu zu definieren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...-a-876837.html
  1. #1

    Zwei Korrekturen: Die im zweiten Absatz genannte charakteristische Frequenz von Materiewellen heißt DeBroglie-Frequenz.
    Weiterhin sollte der zweite Satz im dritten Absatz wohl entweder "Doch erstens..." oder auf die zweite erwähnte Uhr Bezug nehmen.
  2. #2

    Augenzwinker

    Zitat von Offenbarungsjoe Beitrag anzeigen
    Zwei Korrekturen: Die im zweiten Absatz genannte charakteristische Frequenz von Materiewellen heißt DeBroglie-Frequenz.
    Weiterhin sollte der zweite Satz im dritten Absatz wohl entweder "Doch erstens..." oder auf die zweite erwähnte Uhr Bezug nehmen.
    Und ich dachte immer, die Kombination Physik und Deutsch für Lehramt sei zu exotisch ;-)

    So, jetzt aber im Ernst: Die Suche nach dem "Naturkonstantenkilogramm" ist eine fantastische und spannende Geschichte, von der ich gerne viel mehr hören und lesen würde.
  3. #3

    lol

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nein, so genau wie moderne Atomuhren ist die Präzisionsuhr noch nicht, die Forscher jetzt vorstellen - aber sie hat einen anderen Vorteil: Das Gerät könnte eines Tages dazu genutzt werden, das Kilogramm neu zu definieren.

    Compton-Uhr: Neue Uhr kann Atome wiegen - SPIEGEL ONLINE
    Scheint so eine Art Laser zu sein, nur wird der Lichtstrahl durch Materiewellen (de Broglie! 1923, Doktorarbeit!) induziert statt durch Lichtwellen. Geile Idee.

    P.S. Comptonwellenlängen kommen wohl eher bei Röntgenstrahlen vor, was aber prinzipiell das gleiche ist :)
  4. #4

    Zitat von ruebenkatze Beitrag anzeigen
    So, jetzt aber im Ernst: Die Suche nach dem "Naturkonstantenkilogramm" ist eine fantastische und spannende Geschichte, von der ich gerne viel mehr hören und lesen würde.
    Die Geschichte ist in der Tat spannend, sowohl für Physiker als auch genauso für Philosophen, denn es geht an die Grundlagen der Naturwissenschaft (abgesehen von Privatoffenbarungen): wo ist das Fundament der Natur, sind es die Naturkonstanten? Reichen die Naturkonstanten aus, um auch die Masse noch zu integrieren? Oder wird mit der empirischen Messung des Urkilogramms nur eine neue Lücke aufgerissen?

    Eine Möglichkeit ist, es gibt eine bestimmte Größe in der Natur, die messbar ist und von der alle anderen Größen direkt oder indirekt abgeleitet werden können. Die andere Möglichkeit ist, es gibt keine solche Größe, d.h. sie ist empirisch nicht erkennbar, sondern sie muss mehr oder weniger willkürlich bestimmt werden wie das Urkilogramm und alle Größen ergeben sich aus gegenseitigen Vergleichen. Ich persönlich tendiere zur zweiten Möglichkeit, weil es nicht möglich sein kann, die "Grundgröße" des Universums zu erkennen.

    Eine weiße Figur vor einem weißen Hintergrund ist nicht erkennbar. Man braucht also einen andersfarbigen Hintergrund. Das "Andersfarbige" ist aber selber wieder eine Farbe, die irgendwie bestimmt werden müsste. Man dreht sich also ewig im Kreis! In einem Haus ohne Fenster kann man nicht die Außenfassade und den Standort oder die Umgebung erkennen. Auf einem Schiff ohne Land in Sicht kann man nicht den Meeresspiegel messen. Aus dem Universum können wir nicht heraus, um es von außen zu betrachten. Man kann der Wahrheit sehr nahe kommen, kann sie aber nie erreichen.
  5. #5

    So ein Schwachsinn...

    JanFanta... rumspinnen kann jeder... ich werde die einzelnen Argumente nicht auseinander nehmen, dafür ist Ihre Betrachtung schon zu absurd und grenz wohl eher an künstlerische Freiheit statt an wissenschaftlichen Grundlagen.
  6. #6

    Zitat von JanFanta Beitrag anzeigen
    ...

    Meine Damen und Herren , die unter Ihnen , die meine physikalische Welt-Theorie aus meinen Abhandlungen schon kennen , werden sich fragen , wie ich die 4 Kräfte in meinem Universum unterbringe.

    Frage beantworte ich wie folgt:
    ...
    Na da haben Sie sich ja ein lustiges Universum ausgedacht.
    Vielleicht könnten Sie damit mit Irek eine Kooperative eingehen und in einigen Side-Shows auftreten. :-)
    Könnte es sein, dass Sie sich hier wiederfinden:
    Warum alle sich für toll halten – der Dunning-Kruger-Effekt – naklar ?
  7. #7

    Gödel meets Heisenberg

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Wird mit der empirischen Messung des Urkilogramms nur eine neue Lücke aufgerissen? (...)
    Man kann der Wahrheit sehr nahe kommen, kann sie aber nie erreichen.
    Es ist kein Zufall, dass Physiker und Mathematiker in den letzten hundert Jahren mehr Anstösse zur Weiterentwicklung der Philosophie gegeben haben als die Philosophen selbst. In der Tat könnte sich die Suche nach der letzten Naturkonstante so in Luft auflösen wie die Hilbertsche Suche nach der in sich konsistenten Mathematik. Nachdem wir heute wissen, dass weder Religion noch Mathematik sich mit dem Begriff "Wahrheit" vertragen, ist nun vielleicht die Physik an der Reihe.
    Eigentlich wäre es ein Fortschritt, den Begriff "Wahrheit" aus unserem Wortschatz zu streichen und durch die Platonschen Schatten zu ersetzen. Wie unglaublich klug dieser alte Grieche doch war.
  8. #8

    Vielen Dank...

    Zitat von schwerpunkt Beitrag anzeigen
    Könnte es sein, dass Sie sich hier wiederfinden:
    Warum alle sich für toll halten – der Dunning-Kruger-Effekt – naklar ?
    ...für diesen wunderbaren Link.
  9. #9

    Drei Welten:

    Zitat von ruebenkatze Beitrag anzeigen
    Es ist kein Zufall, dass Physiker und Mathematiker in den letzten hundert Jahren mehr Anstösse zur Weiterentwicklung der Philosophie gegeben haben als die Philosophen selbst. In der Tat könnte sich die Suche nach der letzten Naturkonstante so in Luft ....
    -Die physikalische Welt ist Teil von Platon's mathematischer Welt.
    -Die Welt des menschlichen Geistes ist Teil der physikalischen Welt.
    -Platon's mathematische Welt ist Teil des menschlichen Geistes.

    Eine schöne Dreiecksbeziehung, frei nach Roger Penrose :-)