Koalitionsstreit um Alterssicherung: Gabriel bietet CDU Rentenkonsens an

dapdSchwarz-Geld zankt wieder heftig über die Zuschussrente für Geringverdiener, die SPD versucht, die Kluft zwischen den Koalitionspartnern zu vertiefen: Parteichef Gabriel hat der CDU Gespräche über einen nationalen Rentenkonsens angeboten - ausdrücklich ohne Beteiligung von CSU und FDP.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-876914.html
  1. #1

    Die Hungerlöhne können nicht Altersarmut verhindern

    Was denken Sie Herr Gabriel über Chancenlosigkeit der älteren Arbeitslosen, die Sie und auch jetzige Regierung mit inzwischen allgemein bekannter Lüge mit s.g. Programmen 50 plus bzw. 50 aktiv und darin verpfutschen Steuergelder erfolglos füttern? Oder noch größere Lüge mit Ihrer Mindestrente und Unionszuschussrente, mit der sowieso nicht überleben kann?! Die Hungerlöhne können nicht Altersarmut verhindern. Und s.g. Mindestlohn bleibt immer noch Hungerlohn… Aber wieso sollen die Löne für Geringverdiener erhöht werden? Diese Geringverdiener sind sowieso meist Migranten und vom Hartz IV abhängig. Wenn sie als moderne Zwangsarbeiter für gering arbeiten müssen, kriegem sie sowieso die Aufstockung von Job Centern! Wenigstens sind sie auf diese Art und Weise als „flexible“ Arbeitskräfte nützlich! Zynisch? Nein, das ist Ihre reale Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolituk! Sie werden lieber über Armut und Hungerlöhne der Geringverdiener aus wahlpolotischen Gründen schwätzen, anstatt Kernproblem zu lösen. Darin sehen Sie Ihre „sozial“-demokratische Aufgabe - zynische Vorstellungen und Entscheidungen in plausible und erträgliche für internationale Öffentlichkeit Erklärungen umzuwandeln… Egal wie heuchlerisch sie sind… Was? Ist das nicht angebrachte Kritik? Nun GEZ Zwangszahlungen darf man kritisieren und sogar dagegen kämpfen. Wieso nicht dann Zwangsarbeit und Sklaverei per Gesetz, die Sie mit Ihren „Reformen“ geschafft haben?
  2. #2

    Bezeichnend

    Die wachsende Abgehobenheit der politischen Klasse von der deprimierenden Lebenswirklichkeit von Millionen Menschen wird hier wieder deutlich. Dass die mit dem "C" vorne auch mit christlicher Nächstenliebe nichts am Hut haben ist allerdings nicht neu.
    Weder reicht es bei genau 40 Jahren Beitrags Zeit einen Schnitt zu machen. Denn gerade erst wurde auch für ALGII-Bezieher die Beitragszeit abgeschafft. Jeder der ab 50 von der Wirtschaft ausgespuckt wurde hat so keine Chance mehr auf die 40 Jahre zu kommen. Noch reicht es das nur für erziehende Frauen zu regeln und alle anderen hinten runter fallen zu lassen.
    Die erbärmliche Dimension selbst des Leyen-Vorschlags zeigt auch den Zynismus dieser Politiker-Klasse. Das ist wie die generöse "Erhöhung" von ALGII um 5 Euro die nicht mal die Inflation deckt.

    Grund ist einfach dass man seine gute betuchten Spezln nicht beteiliigen will an der Finanzierung. Was einmal an Steuersenkungen eingeführt wurde für diese das hat ewigen Bestand. Während Sozialabbau flott vonstatten geht. Absurde Subventionen für florierende Wirtschaftszweige werden auch nie angetastet. Den Leuten begegnet man ja auch ständig auf Tagungen. Während man Armut nur aus dem TV und Statistiken kennt.

    Die Gesellschaft stagniert, bzw. gleitet zunehmend in eine üble Schieflage, wo eine Mehrheit der es ordentlich bis hervorragend geht, über eine Minderheit herrscht der es dreckig geht. Da das Opfer eine (große) Minderheit ist und das klare Feindbild (wie im Absolutismus) fehlt denkt man das sei irgendwie ok und nicht zu ändern. Ok ist es gar nicht, aber nicht zu ändern -mag stimmen. Leute wie ein Herr Poschart/Welt strahlen die Zufriedenheit darüber, dass die 30% Wähler die das ändern wollen, niemals in unserer Mediendemokratie Erfolg haben werden, ja aus jedem seiner feinen Knopflöcher.
  3. #3

    Ganz leicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schwarz-Geld zankt wieder heftig über die Zuschussrente für Geringverdiener, die SPD versucht, die Kluft zwischen den Koalitionspartnern zu vertiefen: Parteichef Gabriel hat der CDU Gespräche über einen nationalen Rentenkonsens angeboten - ausdrücklich ohne Beteiligung von CSU und FDP.

    SPD-Chef Gabriel bietet CDU Gespräche über Rentenkonsens an - SPIEGEL ONLINE
    Warum machen wir es nicht wie beim bundespräsidenten? Egal ob einer 1 tag oder 40 jahre arbeiten war ER hätte anspruch auf sein volles gehalt bis ans lebensende PLUS sekretärin/fahrer PLUS büro/dienstwagen.
  4. #4

    Ein Beispiel (loses).

    Eine alte 65 mit Hauptschulabschluss hat 2 Kinder grossgezogen. Das waren ca 10 Jahre Fehlzeiten.
    Vorher hatte sie noch als Verkaeuferin einen Niedriglohn, der in den letzten Jahren verschwand und bezog nur noch
    400(450) Euro.
    Es wird vorausgesetzt dass mann/frau 40 Jahre lang gearbeitet haben um usw.
    Sie muss also, um ueberhaupt leben zu koennen, zum
    Sozialamt zum " Aufstocken!"
    Da sitzen 1000.de von Sachbearbeiterinnen rum und entscheiden ueber das Ueberleben!!!
    Warum ist es nicht moeglich, einfach eine Grundrente
    von 850.-- Euro einzufuehren und die Sozialaemter total
    abzuschaffen????
    Sozialamt ist schon ein Hohn!!!
    Und das gesamte Familienmini- sterium auch gleich.
    Das wuerde bestimmt reichen fuer ein paar Dollar
    ( aeh,Euro) mehr fuer jeden Rentner-innen!!
  5. #5

    Mein Vorschlag der Sozialrente

    Da der Kontakt zu normalen Arbeitnehmern weitestgehend fehlt und Kontakte zu anderen hohen Beaten und Managern gepflegt werden sind diese Leute sich nicht mehr bewusst, was sie als kleine Minderheit für die große Mehrheit beschließen. Dieser Vorschlag klingt zwar gut ("Lebensleistung"), aber wer kommt in den Genuss? Wer hat 40 Jahre UNUNTERBROCHEN durchgearbeitet und eingezahlt? Wer hat zudem noch privat vorgesorgt und die Versicherungen gepampert? Nur derjenige kommt in den Genuss die LEBENSLEISTUNG (als Zahler für Politiker, Manager und Versicherung) von anderen Steuerzahlern vergütet zu bekommen.
    Wieso macht man nicht den Vorschlag der "Sozialrente" (ich würde gerne das Copyright auf diesen Begriff haben), die ich wie folgt definiere: Jeder, der 40 Jahre ohne Unterbrechung die Pensionskasse freiwillig füttert und zudem selbst für sich privat vorsorgt bekommt im Alter Lebensmittel und Strommarken. Wohnen kann man doch bei den (arbeitslosen) Kindern, welche somit auch noch Strom haben. Zudem freut es die Stromversorger, welche dann das Preisrad ungenierter weiter drehen können, denn die Rentner mit Strommarken werden schon nicht ausgehen (hoffentlich). Das denke ich wäre doch für Politiker und Manager (welche häufig Pensionen für sich beanspruchen, obwohl sie Angestellte sind) und Finanzbranche als herrschende Institutionen eine "faire Sache".
  6. #6

    Der Generationenvertrag

    Ach - da fällt mir ein. Das ganze System implodiert recht schnell, wenn die heutige Jugend sagt: "Ihr habt uns da was eingebrockt und wir haben keine Lust für eure Schulden geradezustehen. Vor allem weil wir auch in unsicheren Arbeitsverhältnissen leben und ihr uns Niedriglöhne eingebrockt habt. Wir kümmern uns um unsere Eltern, aber alle anderen kinderlosen sind mir egal."

    Ich nenne das "Aufkündigung des Generationenvertrags" seitens der Jugend. Wobei man anmerken muss, dass die Generation der Alten den Vertrag schon immer nur für sich genutzt hat: "Schreibs auf den Deckel - den bezahlt dann morgen mein Sohn!" Natürlich sind die Kinder dankbar für die Erziehung, aber doch nciht für den Erhalt der eigenen Privilegien auf Kosten der Kinder. Das sollte doch ein jeder verstehen können. Ein Generationenvertrag funktioniert nicht, wenn er nur einer Seite Nutzen und Sicherheit stiften soll. Das wäre wie ein Vertrag, in dem steht dass ich alles machen kann und die Kosten andere übernehmen (ach ja - erinnert mich an den Bankengenerationenvertrag)
  7. #7

    Und genau so wenig kann es sein,...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es kann doch nicht sein, dass die Rente der kinderlosen, halbtags arbeitenden Arztgattin mit der Lebensleistungsrente genauso aufgewertet wird wie die der alleinerziehenden Mutter."
    SPD-Chef Gabriel bietet CDU Gespräche über Rentenkonsens an - SPIEGEL ONLINE
    ... daß die bequeme Beamtengattin sich bei den Kindern einen schlauen Lenz macht, dem arbeitsmarkt fern bleibt und dafür noch zusätzliche Rentenpunkte erwirbt, während die alleinstehende Verkäuferin zur Aufstockung der Rente zusätzliche Grundsicherung beantragen muß. Die "Mütterpunkte" darf es nicht geben. Zuerst sind die dran, die gearbeitet haben und in Steuer- und Sozialsysteme eingezahlt haben. Die allg. Familienleistungen sind schon heute exorbitant hoch. Mehr geht nicht.
  8. #8

    ich gebe

    Zitat von pepe_sargnagel Beitrag anzeigen
    Ach - da fällt mir ein. Das ganze System implodiert recht schnell, wenn die heutige Jugend sagt: "Ihr habt uns da was eingebrockt und wir haben keine Lust für eure Schulden geradezustehen. Vor allem weil wir auch in unsicheren Arbeitsverhältnissen leben und ihr uns Niedriglöhne eingebrockt habt. Wir kümmern uns um unsere Eltern, aber alle anderen kinderlosen sind mir egal."

    Ich nenne das "Aufkündigung des Generationenvertrags" seitens der Jugend. Wobei man anmerken muss, dass die Generation der Alten den Vertrag schon immer nur für sich genutzt hat: "Schreibs auf den Deckel - den bezahlt dann morgen mein Sohn!" Natürlich sind die Kinder dankbar für die Erziehung, aber doch nciht für den Erhalt der eigenen Privilegien auf Kosten der Kinder. Das sollte doch ein jeder verstehen können. Ein Generationenvertrag funktioniert nicht, wenn er nur einer Seite Nutzen und Sicherheit stiften soll. Das wäre wie ein Vertrag, in dem steht dass ich alles machen kann und die Kosten andere übernehmen (ach ja - erinnert mich an den Bankengenerationenvertrag)
    Ihnen absolut recht! Die Griechen, Spanier haben bereits das Erbe ihrer Kinder komplett bzw. mehrfach durchgebracht. Mal schauen ob wir klüger sind. Das Lustige ist dabei, dass wenn von der Notwendigkeit neuer Schulden in den entsprechenden politischen Kreisen spricht, gerade Bildungsinvestitionen für die Zukunft angesprochen werden. Dabei sind diese im Vergleich zu den sozialen "Bestandssicherungsbeträgen" lächerlich gering bzw. verschärfen die Hypotheken für die Zukunft. Was hier für die Rente gilt, ist auch bei der Gesundheit unisono zu beobachten.
  9. #9

    Zitat von der-denker Beitrag anzeigen
    Das ist wie die generöse "Erhöhung" von ALGII um 5 Euro die nicht mal die Inflation deckt.
    Mal ab davon, dass Sie die tatsächliche Erhöhung (8,- Euro) um charmante 37,5% verbal gemindert haben.

    Mal ab davon, dass die Erhöhung mit 2,14% doch recht nah am Inflationsausgleich liegt (374,- (2011) auf 382,- (2012), von 2011 auf 2012 waren es sogar 2,75% Erhöhung)

    Kommt dazu, dass mein Arbeitgeber keinen "Inflationsausgleich" zahlt. Im Sinne von 0,00%. Auch letztes Jahr nicht.