TV-Duell vor Niedersachsen-Wahl: Locker, artig - und ein bisschen giftig

DPATV-Duell fast auf Augenhöhe: Ministerpräsident David McAllister (CDU) und sein Herausforderer Stephan Weil (SPD) stritten sich, wer Niedersachsen besser regieren würde. Gleich zu Beginn gab's einen Schnitzer - Ergebnis deshalb: Leichter Vorteil für den Amtsinhaber. Der Schlagabtausch im Schnellcheck.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-876674.html
  1. #1

    Tja die Linken...

    Wie so oft haben es die Wähler der Linken in der Hand, dass weiß natürlich auch Weil, der sie nicht verärgern wollte. Wer aber Links wählt, wählt indirekt eben doch Schwarzgelb. Und deshalb freut sich McAllister auch über jeden Linkswähler...
  2. #2

    lang-weil

    bei mc allister weiss man wenigstens was man hat. der andere ist doch kein herausforderer, keine inhalte, kein witz, kein charme und wiedererkennen würde man den auf der straße doch auch nicht.
  3. #3

    Einspruch, Herr Richter!

    In meinen Augen lag Stephan Weil am Ende leicht vorn. Nicht nur, dass er - schon etwas überraschend - bei allen Landesthemen inhaltlich absolut mit McAllister mithalten konnte. Auf mich wirkte Weil während des gesamten Duells schlicht sympathischer, menschlicher, natürlicher.. Demgegenüber ein Amtsinhaber, dem das Lächeln ins Gesicht gemeißelt schien, der immer wieder Arroganz durchblicken ließ und sein Abschluss-Statement geradezu roboterhaft runterbetete. Und wer dann allen Ernstes im Jahr 2013 das "Keine Experimente" von Adenauer als Argument anführt, der hat offensichtlich keine inhaltlichen Gründe, warum man ihn wählen sollte.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    TV-Duell fast auf Augenhöhe: Ministerpräsident David McAllister (CDU) und sein Herausforderer Stephan Weil (SPD) stritten sich, wer Niedersachsen besser regieren würde. Gleich zu Beginn gab's einen Schnitzer - Ergebnis deshalb: Leichter Vorteil für den Amtsinhaber. Der Schlagabtausch im Schnellcheck.

    Niedersachsen: David McAllister und Stephan Weil im TV-Duell - SPIEGEL ONLINE
    Schon dieses Duell zeigt, dass die Demokratie in Deutschland tot ist. Wir sind kein quasi Zwei-Parteien-System wie in den USA. Ein Duell in Deutschland bedeutet, dass da einfach so 3-4 etablierte Parteien gänzlich außen vorgelassen werden (auch wenn zwei davon ohnehin für den gleichen Mist stehen).

    Eine unglaubliche Manipulation und damit Demokratiefeindlichkeit.

    Im Endeffekt sollte man es ganz weglassen und allgemein politisch informieren. Quasi eine Wahl-O-Mat Sendung, wo die Hintergründe der einzelnen Punkt objektiv erklärt werden.
  5. #5

    Sehe McAllister NICHT vorn

    Ich teile die Meinung nicht, dass McAllister das Duell gewonnen hat. Vielleicht war er etwas angriffslustiger - aber in puncto Inhalte war Weil meiner Meinung nach überwiegend überzeugender, auch kam er deutlich sympathischer rüber.

    Wenn überhaupt war es ein Unentschieden, ich sehe eher Weil knapp vorn.
  6. #6

    Naja, schon etwas einseitig oberflächlich. Wer das Duell sah, wird wohl anderer Meinung sein. Kein Wort zur Gegenfinanzierung der Studiengebühren, kein genaueres Wort zur Energiepolitik, nichts zum Schuldenberg der jetzigen Regierung, nichts zur Hafenpolitik und den Beziehungen zu den Nachbarländern. Stattdessen werden Nebensätze heruminterpretiert. Da muß man sich über die Politikverdrossenheit nun nicht wundern. Die Bürger wollen auch Inhalte und politische Forderungen wissen; nicht nur, wer wen direkt mit Namen anspricht und wie dessen Gesichtsausdruck wirkt.
  7. #7

    nun ja...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    TV-Duell fast auf Augenhöhe:
    Wenn man seit fast 30 jahren SPD-Mitglied ist, tut es ein bisschen weh, wenn der Kandidat in einem TV-Duell so wenig Biss zeigt. Aber immerhin ist der nette Herr Weil (der hat da was mit dem Mirko Slomka gemeinsam) immer noch sympathischer als Herr Steinbrück. Darum in Niedersachsen SPD, und bei der Bundestagswahl dann doch eher Nichtwähler...
  8. #8

    Seltsam, die Darstellung von SPON...

    Der CDU-Darsteller McAllister gab schwammige Antworten, wich entsprechend oft aus und wirkte ansonsten aalglatt und nnichtssagend... als hätte die Kanzlerin persönlich ihn "angewiesen"...

    Ob Niedersachsen wirklich einem Schönling und Schaumschläger das "Ja-Wort" gibt?..
  9. #9

    Um mal was postives über Peer $teinbrück zu sagen:

    Wenn der rot/grüne Vorsprung auf den letzten Metern "vergeigt wird, dann hat die SPD wenigstens einen passablen Sündenbock.
    Obwohl: sicher werden dann alle prominenten Spezialdemokraten von Nahles über Gabriel bis Weil davon reden werden, dass es zuerst und vor allem um Landespolitik ging (und selbstverständlich wird die SPD geschlossen hinter ihrem Zählkandidaten stehen)...
    Ich halte auch eine indirekte Wahlkampfhilfe im Schlussspurt vom Problem-Peer für McAllister nicht für ausgeschlossen.
    Ein Anruf der Führungsoffiziere von der deutschen Bank genügt und $teinbrück wird brav seine Meinung von 2006 zum bundesweiten Mindestlohn wieder zum besten geben:

    "Im Übrigen bin ich skeptisch, was die Einführung eines gesetzlichen, flächendeckenden Mindestlohns angeht. Ich sehe einfach nicht, wie der funktionieren soll."