Euro-Krise: EZB hält Leitzins auf Rekordtief

dapdDer Leitzins im Euro-Raum bleibt bei 0,75 Prozent. Der Rat der Europäischen Zentralbank beließ den wichtigsten Zinssatz der Wirtschaft auf dem niedrigsten Niveau seit Bestehen der Währungsunion. Doch die erhoffte stimulierende Wirkung kommt nicht überall an.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-876803.html
  1. #1

    Was denn nun?

    Was denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
  2. #2

    Zitat von dig Beitrag anzeigen
    Was denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
    Bislang haben wir nur eine Finanz- oder Schuldenkrise. Bislang (!) hat der Euro als Währung an sich noch keine Probleme (Kaufkraft im Ausland ist gut, Inflation im Inland vergleichsweise niedrig).

    Was nicht heißt, dass sich das nicht mittelfristig ändern kann.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Leitzins im Euro-Raum bleibt bei 0,75 Prozent. Der Rat der Europäischen Zentralbank beließ den wichtigsten Zinssatz der Wirtschaft auf dem niedrigsten Niveau seit Bestehen der Währungsunion. Doch die erhoffte stimulierende Wirkung kommt nicht überall an.

    EZB hält Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    Bei der gegenwärtigen Währungspolitik, von der ich absolut nichts halte, sind die Zinsen für z.b. Spanien viel zu hoch und für Deutschland viel zu niedrig.
  4. #4

    Zitat von dig Beitrag anzeigen
    Was denn nun? Haben wir jetzt eine Finanz- oder eine Euro-Krise?
    Wir haben eine Schuldenkrise, der Euro funktioniert hervorragend!
  5. #5

    Evtl. eine neue Chance

    für Crowd-Funding als Anlageform.
    Wenn sich die Industriefirmen Beteiligungsfirmen (selbst gegründete) halten, mit dem Ziel, die Mutterfirma mit Krediten zu versorgen - dann kann man die Banken entlasten. Und den Leuten wenigstens eine Garantierendite von 3% geben. Immerhin sind 80% der deutschen Industrie mind. BBB.

    Denn im Hintergrund der EZB ist die Banque de France. Und die hält in den nächsten 10 oder 20 Jahren nichts von höheren Zinsen.
    Gut für Immobilienabzahler. Schlecht für Anleger.
  6. #6

    Versuche mal einer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... es sei eher das Problem, dass die bereits extrem niedrigen Zinsen nicht dort ankämen, wo sie gebraucht würden.
    ...
    EZB hält Leitzins auf Rekordtief - SPIEGEL ONLINE
    einen KfW- Starter-Kredit 100 000 Euro Zinsen ca. 2,6% zu bekommen, 10 Jahre Laufzeit, bis 2 Jahre tilgungsfrei. Ohne Sicherheiten. Paradisisch!!!

    Einziger Haken: Die Hausbank, auch die öffentlichen! Sparkassen die einen Vorentscheid zu treffen haben, kaum haften (20%) und -zugegeben -wenig verdienen und deshalb in über 90% absagen (obwohl es "fremdes" KfW-Geld ist)
    "Attraktiver" -für die Bank- ist doch der bankeigene Dispo (12%) , abgesichert mir einer eigens abzuschließenden Lebensversicherung!


    Wozu das Geld in die Realwirtschaft stecken, wenn man- als Bank- mit dem billigen Geld wunderbar traden kann.

    Ist nur ein Beispiel, daß die Falschen profitieren.
    Also liebe KfW: Ihr habt den Bock zum Gärtner gemacht! Prozesse (der Wirtschaftsförderung) überdenken!
  7. #7

    Das ganze Desaster

    kann nur durch die Wiedereinführung des Trennbankensystems abgemildert werden
  8. #8

    Der autonome Draghi bricht weiterhin Eu Recht!

    Der autonome Draghi bricht weiterhin Eu Recht!
    Vorrangiges Ziel des ESZB ist die Preisstabilität zu gewährleisten. Soweit dies ohne Beeinträchtigung des Zieles der Preisstabilität möglich ist, unterstützt das ESZB die allgemeine Wirtschaftspolitik in der Union, um zur Verwirklichung der in Artikel 3 des Vertrags über die Europäische Union festgelegten Ziele der Union ((1) Ziel der Union ist es, den Frieden, ihre Werte und das Wohlergehen ihrer Völker zu fördern) beizutragen. Das ESZB handelt im Einklang mit dem Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb. - Zitatende -

    Draghi als autonomer erfuellt immer noch nicht die Zielvorgabe bei der Preisstabilitaet. Kuerzlich lag sie noch bei 2.7% und jetzt immer noch bei 2.2%. Damit liegt sie immer noch mindestens 10% ueber dem vorgegebenen Zielwert. Und die Bilanz der EZB hat sich um Trillionen verlaengert, was sicher in Zukunft keinen inflationsdaemmenden Einfluss haben wird.
    Der Grundsatz einer offenen Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb wird taeglich von der EZB verletzt ("What ever it takes" ist ein Grundsatz von Diktaturen und laesst sich nicht mit demokratischen Strukturen vereinbaren. Und autonome, unkontrollierte Institutionen, die sich nicht an ihre vorgegebenen Aufgaben, Ziele und Grundsaetze halten, sind die groesste Gefahr fuer jedes demokratische System
    Bei dem in Artikel 3 vorgegebenen Ziel der Eu das Wohlergehen der Voelker zu foerdern liegt Draghi weit abgeschlagen und total daneben:
    !5.8 Millionen "bereinigte" Arbeitslose im Euroraum. In Griechenland. Portugal, Spanien stiegende Jugendarbeitslosigkeit deutlich ueber 50%.
    Und erkauft mit einer Inflation an den Finanzmaerkten seit Ende Juli (Ankuendigung Draghi's "Whatever it takes") an den Aktenmaerkten ueber 30 % und den Staatsanleihemaerkten bis zu 100% in 6 MONATEN. Unter Anwendung einer mehr als dubiosen Umgeheung des Verbotes der Staatsfinanzierung und des Bruchs der No-Bail-Out Klauseln der Europavertraege. Damit duerfte er die lediglich die Wohlstands-Interessen einer recht kleinen Interessengruppe erfuellt haben. An dem Rest der 500 Millionen Eurobuerger ist Draghi's Fuellhorn wohl vorbeigegangen.
    Und all das unter den strengen aber hilflosen Augen der nationalen Politiker, die einfach nicht ihren euro-vertraglichen und parlamentarischen Aufgaben seit dem Jahr 2001 - und auch heute noch nicht - nachgekommen sind.
    Da kann man gut verstehen, dass der umnachtete Barroso vom Ende der Krise redet und van Rompuy den 100 Jaehrigen Frieden einlaeutet.
  9. #9

    Zitat von marcaurel1957 Beitrag anzeigen
    Wir haben eine Schuldenkrise, der Euro funktioniert hervorragend!
    Dann lesen Sie bitte mal hier:

    Krisenmanagement : "Europas Problem ist das Wohlfahrtsstaats-Modell" - Nachrichten Wirtschaft - DIE WELT