Pannenserie bei Boeing Dreamliner: Drei Defekte in drei Tagen

APWegen Problemen mit den Bremsen musste der Flug eines Boeing Dreamliner in Japan gestrichen werden. Der Defekt reiht sich in eine ganze Serie von Pannen ein - zuvor war es in Boston zu einem Feuer an Bord und zu einem Treibstoffproblem gekommen.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...-a-876555.html
  1. #40

    Ob Ihr Aufsatz über ihr ...

    Zitat von pl-pitt Beitrag anzeigen
    überbewerten! Noch immer - und so wird es bleiben - ist Boing mit seinen Modellen noch immer weltweit der beste Flugzeug-Bauer. Mein absolutes Traum-Flugzeug ist und bleibt der JUMBO von Boing! Und das "zuverlässigste" überhaupt. Ich bin vor 39 (!) Jahre mit einem Jumbo im.....
    ... "gutes Gefühl" in der 747 auch irgendeinen Informationgehalt hat?
  2. #41

    Hä?

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    So sehr ich Ihnen bei den restlichen Punkten Recht gebe, hier nur mit Einschränkung: Liebend gerne würde ich wieder meine Telefon-Ortsgespräche nach Bundesposttarif abgerechnet haben: 12 Pf für ein Ortsgespräch Flat, egal wie lange es dauert, und wenn es Tage und Wochen sind... Nur die Ferngespräche wurden mit der Privatisierung billiger, die Ortsgespräche teurer.
    Ein Ortsgespräch war ein Gespräch im selben Vorwahlbreich. Meiner Erinnerung nach gab es da zuletzt einen 6 Minuten Takt, nichts da endlos für 12 Pf. So etwas gibt es gar nicht mehr.
    Wenn sie heute mehr bezahlen für ein deutschlandweites Gespräch ins Festnetz, sind sie vielleicht nicht ganz auf dem aktuellsten Stand.

    Aber sicher: Früher war alles besser!
  3. #42

    Anlaufschwierigkeiten

    Jedes neue Produkt hat seine Probleme. Solche Fehler, die mit hoher Wahrscheinlichkeit auftreten, erkennt man schon bei den Prototypen. Nicht ganz so häufige Fehler halt erst bei den Exemplaren aus der Serienfertigung.

    Für mich ist die entscheidende Frage, ob in dem Dreamliner "nur" ein Akku abgeraucht ist, oder, ob durch den heißen Akku auch andere Teile des Flugzeugs oder gar Frachtgut entzündet worden sind und ein unkontrolliertes Feuer entstanden war, dass die Feuerwehr dann schnell gelöscht hat. Klar ist es nicht gut, wenn ein Teil der Elektrik im Flugzeug ausfällt, egal, ob Akku, Sicherungen, Leistungsschalter etc. pp. Aber so lange es ein isolierter Ausfall ist, wird dadurch das Flugzeug nicht in Gefahr gebracht. Der Pilot macht dann eine Sicherheitslandung beim nächsten Flughafen und gut ist. Löst hingegen ein Elektrik-Ausfall ein Feuer aus, dann droht eine Katastrophe.


    Jag
  4. #43

    Zuverlässigkeit

    Zitat von pl-pitt Beitrag anzeigen
    Mein absolutes Traum-Flugzeug ist und bleibt der JUMBO von Boing! Und das "zuverlässigste" überhaupt.
    Soweit man die "Zuverlässigkeit" über die Zahl der für Passagiere tödlichen Abstürze definiert, liegen Airbus A340 und A380 weit vor dem Jumbo. Denn an Bord der vierstrahligen Airbus-Flugzeuge ist bisher kein Passagier zu Schaden gekommen, auch wenn es spektakuläre Zwischenfälle gab, allen voran "Das Wunder von Toronto". Dem stehen insgesamt 3767 Opfer an Bord einer 747 gegenüber. Zwar haben alle 747 zusammengenommen viel mehr Starts als die genannten Airbus-Maschinen. Aber selbst, wenn morgen ein vollbesetzter A380 vom Himmel fällt, läge Airbus in der Unfallstatistik bezogen auf die Zahl der Starts aller Maschinen mit vier Triebwerken noch vorne.
  5. #44

    Ortsgespräche

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    So sehr ich Ihnen bei den restlichen Punkten Recht gebe, hier nur mit Einschränkung: Liebend gerne würde ich wieder meine Telefon-Ortsgespräche nach Bundesposttarif abgerechnet haben: 12 Pf für ein Ortsgespräch Flat, egal wie lange es dauert, und wenn es Tage und Wochen sind... Nur die Ferngespräche wurden mit der Privatisierung billiger, die Ortsgespräche teurer.
    Es waren 23 Pfennig, die eine "Einheit" ganz früher bei der Bundespost kostete. Zwar wurde später die Einheit auf 12 Pfennig vergünstigt, doch da war der Zeittakt im Ortsbereich schon längst eingeführt: 90 Sekunden tagsüber (entsprechend 8 Pfennig/Minute), 150 Sekunden abends (entsprechend 4,8 Pfennig/Minute) und 240 Sekunden nachts (entsprechend 3 Pfennig/Minute). Also nix mit Dauergesprächen für 12 Pfennig.

    Übrigens betrug die Grundgebühr für den Telefonanschluss damals 24,80 DM, entsprechend 12,68 Euro. Je nachdem, welches Telefon man gewählt hatte, kamen nochmal ein paar Mark Miete für das Telefon dazu. Heute bekommen Sie für 12,68 Euro monatlich problemlos ein Handy + eine Festnetz-Flatrate, mit der Sie unlimitiert nicht nur Ortsgespräche, sondern auch Ferngespräche führen können. Und bevor nun das Argument kommt: "Die Sprachqualität ist vom Handy so schlecht", bedenken Sie bitte, dass das Festnetz die inzwischen gewohnte gute Qualität auch erst seit der Digitalisierung hat. Zu Analogzeiten hörte sich das noch ganz anders an, und zwar meist schlechter als heutige Handys; teilweise konnte man sogar dem Gespräch auf der Nebenleitung mitlauschen, weil das Übersprechen so stark war. Vom ganzen Knacken und Rattern, bis die Verbindung endlich stand, reden wir auch lieber nicht.
  6. #45

    Zitat von JaguarCat Beitrag anzeigen
    Übrigens betrug die Grundgebühr für den Telefonanschluss damals 24,80 DM, entsprechend 12,68 Euro. Je nachdem, welches Telefon man gewählt hatte, kamen nochmal ein paar Mark Miete für das Telefon dazu. Heute bekommen Sie für 12,68 Euro monatlich problemlos ein Handy + eine Festnetz-Flatrate, mit der Sie unlimitiert nicht nur Ortsgespräche, sondern auch Ferngespräche führen können....
    ... aber leider nicht vom Dreamliner heraus.
  7. #46

    Die Realität

    ..holt unsere amerikanischen Dream - Spezialisten wieder einmal ein.
    Das senken der Steuern führt eben nicht zu einem ausgeglichenen Budget.
    Immer mehr Waffen bewirken eben nicht weniger Tote.
    usw, usw.
  8. #47

    Concorde-Absturz und DC-10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wegen Problemen mit den Bremsen musste der Flug eines Boeing Dreamliner in Japan gestrichen werden. Der Defekt reiht sich in eine ganze Serie von Pannen ein - zuvor war es in Boston zu einem Feuer an Bord und zu einem Treibstoffproblem gekommen.

    Boeing: Pannenserie beim Dreamliner - SPIEGEL ONLINE

    Die Fertig-Entwicklung zum ausgereiften Flieger zahlen Passagiere oftmals mit dem Leben. Mahnendes Beispiel DC-10. Trotz tausender Todesopfer war dieses Teil ein immer fliegendes Risiko.
    Eine DC-10 war auch Ursache des Concorde-Absturzes bei Charles-De Gaulle Paris. 15 Minuten, bevor die Concorde beschleunigte, startete so eine DC-10 und verlor ein scharfes Metallstueck.
    Die Concorde ueberrollte dieses Metallstueck mit 300 km/h und schlitzte hierbei einen Reifen auf. Ein 5 kg Reifenfragment traf die linke Tragflaeche und beschaedigte den Treibstofftank. Der austretende Treibstoff entzuendete sich dann und die Concorde hatte keine Chance.
    Resultat: 113 Tote, darunter viele Deutsche.
  9. #48

    Zitat von dr.ponnonner Beitrag anzeigen
    Die Fertig-Entwicklung zum ausgereiften Flieger zahlen Passagiere oftmals mit dem Leben. Mahnendes Beispiel DC-10. Trotz tausender Todesopfer war dieses Teil ein immer fliegendes Risiko.
    "Tausende" ist ein bißchen überzogen. Insgesamt waren es bei allen DC-10 zusammen 1433 Todesopfer, was natürlich immer noch bei weitem zuviel ist, aber im Verhältnis zu den insgesamt beförderten Personen immer noch nicht wirklich extrem hoch.

    Aviation Safety Network > ASN Aviation Safety Database > Aircraft type index > DC-10 > DC-10 Statistics

    Zum Vergleich,: In Verbindung mit der ja nicht unbedingt als Todesfalle berüchtigten 747 gab es insgesamt bisher 3735 Todesopfer.

    Aviation Safety Network > ASN Aviation Safety Database > Aircraft type index > Boeing 747 > Boeing 747 Statistics

    Aber da zeigt sich unter anderem eben auch, daß die subjektive Wahrnehmung nicht immer wirklich konsistent mit der Realität ist.

    Vor dem Fahren mit dem Auto haben ja auch nur die wenigsten soviel Angst wie Leute vor dem Fliegen.

    Zitat von dr.ponnonner Beitrag anzeigen
    Eine DC-10 war auch Ursache des Concorde-Absturzes bei Charles-De Gaulle Paris. 15 Minuten, bevor die Concorde beschleunigte, startete so eine DC-10 und verlor ein scharfes Metallstueck.
    Die Concorde ueberrollte dieses Metallstueck mit 300 km/h und schlitzte hierbei einen Reifen auf. Ein 5 kg Reifenfragment traf die linke Tragflaeche und beschaedigte den Treibstofftank. Der austretende Treibstoff entzuendete sich dann und die Concorde hatte keine Chance.
    Resultat: 113 Tote, darunter viele Deutsche.
    Inwiefern soll das ursächlich mit der DC-10 zu tun gehabt haben? Ein Wartungstechniker hatte an einem Triebwerk ein falsches Teil montiert. Ob dieses Triebwerk jetzt an einer DC-10 oder an einer 747 gehangen hätte, wäre letztlich egal gewesen.