Antisemitische Tweets: Twitter will Namen von Nutzern nicht herausgeben

AFPTwitter vor der Pariser Justiz: Nach antisemitischen Entgleisungen fordert der Jüdische Studentenverband Frankreichs von dem US-Unternehmen die Namen von Urhebern hasserfüllter Kurzbotschaften. Zudem fordert der Verband eine Meldemöglichkeit für unangemessene Inhalte.

Frankreich: Verband verklagt Twitter wegen antisemitischen Tweets - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    optional

    Mal stelle sich vor, Twitter liefere Klarnamen and Vereine, Verbände und sonstige Gruppen - wo kämen wir denn da hin? Schlimme Äußerungen hin oder her, sofern das polizeiliche Ermittlungen nach sich zieht, wird Twitter sicher mit den Behörden kooperieren.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Twitter vor der Pariser Justiz: Nach antisemitischen Entgleisungen fordert der Jüdische Studentenverband Frankreichs von dem US-Unternehmen die Namen von Urhebern hasserfüllter Kurzbotschaften. Zudem fordert der Verband eine Meldemöglichkeit für unangemessene Inhalte.

    Frankreich: Verband verklagt Twitter wegen antisemitischen Tweets - SPIEGEL ONLINE
    Jetzt, wo mit Jakob Augstein fast alle von uns Antisemiten sind, halte ich es für richtig, dass Twitter die Nutzerdaten nicht rausgibt.
  3. #3

    free speech

    heisst es in den usa und auch in england. meinungsfreiheit ist es eben nicht ganz.

    etwas mehr free speech würde auch uns gut tun. diese sollte auch das recht zu beleidigen beinhalten.

    meine meinung.
  4. #4

    Fluch, aber mehr Segen.

    Zu Rassenhass aufzurufen ist Scheiße und nochmals Scheiße. Doch die Herrausgabe von Daten führt zu weit. Was in Deutschland als Rassenhass gilt, wird in einigen Staaten als Regierungspolitik vertreten und auch propagiert. Der Nächste will im Namen des Tierschutzes die Herrausgabe der Daten von Schlachthofmitarbeitern usw. . Die Anonymität ist Fluch und Segen zugleich. Der Segen überwiegt meiner Meinung nach.
  5. #5

    Hinter anderen verstecken gilt nicht...

    Zitat von wahlossi_80 Beitrag anzeigen
    Jetzt, wo mit Jakob Augstein fast alle von uns Antisemiten sind, halte ich es für richtig, dass Twitter die Nutzerdaten nicht rausgibt.
    Im Gegensatz zu Ihnen, liefert Augstein seine Stücke nicht anonym ab, das ist ein gewaltiger Unterschied.
  6. #6

    Merkwürdig...

    ... wenn es um Wirtschaft und Politik geht, wird von vielen die totale Transparenz gefordert - wie blödsinnig das auch sein mag. Aber wenn es um Volksverhetzung geht, wird plötzlich das "Recht" auf Anonymität hochgehalten.

    Dass Twitter eigentlich kein Mensch braucht, ist ein anderes Thema.
  7. #7

    Auch wenn Rassismus furchtbar ist, in den USA ist das leider nicht verboten. Bei uns hingegen schon - gegen die User sollte in Frankreich ermittelt werden, aber nicht in den USA, und schon gar nicht gegen Twitter.

    Bei einem Hassblog wird doch auch gegen den Autor ermittelt und nicht gegen Wordpress.

    Außerdem sollte kein Unternehmen Nutzerdaten herausgeben müssen. Anonymität hilft Beleidigern wie Beleidigten...
  8. #8

    Zitat von erst_nachdenken Beitrag anzeigen
    ... wenn es um Wirtschaft und Politik geht, wird von vielen die totale Transparenz gefordert - wie blödsinnig das auch sein mag. Aber wenn es um Volksverhetzung geht, wird plötzlich das "Recht" auf Anonymität hochgehalten.

    Dass Twitter eigentlich kein Mensch braucht, ist ein anderes Thema.
    Nehmen sie Ihren Nickname mal beim Wort und denken sie ein paar Minuten über den Unterschied zwischen Transparenz bei der Regierung (den Volksvertretern) & deren Entscheidungsfindungen für das Volk zum Einen und bei totaler Transparenz beim Volk nach.

    Ich gebe ihnen ein paar Denkhilfen: Überwachungsstaat, Korruption, Machtmissbrauch..
  9. #9

    Zitat von _muskote Beitrag anzeigen
    heisst es in den usa und auch in england. meinungsfreiheit ist es eben nicht ganz.

    etwas mehr free speech würde auch uns gut tun. diese sollte auch das recht zu beleidigen beinhalten.

    meine meinung.
    Auch meine Meinung. Freiheit stirbt scheibchenweise, unmerklich. Erst sind es bekannt pöse Sachen, aber dann kommen auch die anderen dran, die der einen oder anderen Gruppe lästig sind. "Leugnung" des Klimawandels z.B. wurde schon von einem Musikprofessor als durchaus todesstrafenwürdig bezeichnet und auch die lieben Grünen würden das gerne verboten sehen.

    Machen wir uns nichts vor: Wir haben in D nur so lange "Meinungsfreiheit", wie es niemandem (Mächtigen) wirklich gegen den Strich geht. Da muß man die Amis wirklich mal loben, die sind da freiheitlicher.