Feindbild Suchmaschine: Sie schimpfen auf Google und meinen das Netz

So viel Einheit war selten: Politiker, Blogger und Unternehmer bemühen das Feindbild Google. Der Deutsche Journalistenverband etwa fordert Gesetze gegen den Konzern und Gratis-Angebote - und stellt dabei das Web in Frage. Angstmache ist kein Ersatz für Analyse, findet Konrad Lischka.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...637021,00.html
  1. #1

    aw

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So viel Einheit war selten: Politiker, Blogger und Unternehmer bemühen das Feindbild Google. Der Deutsche Journalistenverband etwa fordert Gesetze gegen den Konzern und Gratis-Angebote - und stellt dabei das Web in Frage. Angstmache ist kein Ersatz für Analyse, findet Konrad Lischka.

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...637021,00.html
    Hallo,
    google ist auch DOOF geworden und breitet sich wie iene datenkrake aus DA MUSS man sich nicht wundern wenn man unbeliebt ist. habe eben den yahoo messeenger deinstaliert nachdem ich hn gerade instaliert hatte. Der grund war das egal was ich gemacht habe yahoo es geschaft hat sich im rechner zu instalieren. Es reicht schon wenn microsoft das wohl kann und macht und hier sind wir wieder bei google. Ich habe firefox noskript installiert und fast auf jeder seite im internet ist google drin. Muss man mal ausprobieren schon witzig !
  2. #2

    Vielleicht reicht ein kleiner Zusatz

    in den Suchangaben zur Homepage wie folgt:
    "Google soll mich nicht finden."
    Bei Gooogle wird dem entsprochen.
    Der qualitätsorientierte Journalist ist dann vor Ausbeutung seiner Leistung im Gratisweb sicher. Er wird dann nur noch von denen gelesen die seine HP gezielt wählen oder das entsprechende Printmedium in die Hand nehmen.
    Nur, auf Dauer klappt das nicht.....dann ist er ganz weg.
  3. #3

    Common Senf, common sense, common nonsense, Tische

    Zitat von SPON:
    Dieses neue Feindbild ist seit dem Streit um Googles Straßenansichtsdienst Mainstream: Wer Straßen fotografiert, ist böse.
    Das gilt dann aber auch für YouTube. Da gibt es nämlich auch so merkwürdige Fotos von Strassen und sogar von gepflasterten Bürgersteigen.

    Zitat von SPON:
    Mit Verspätung, aber umso lauter fordert nun der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Michael Konken eine "konzertierte Aktion" gegen Google, "vor dem Hintergrund der wachsenden Meinungsmacht von Google" seien nun "gesetzliche Regelungen dringend nötig". Dann verlangt Konken, das Bundeskartellamt müsse "Meinungsmonopole im Internet" verhindern.
    Wenn Herr Konken ein Tisch wäre, dann....
  4. #4

    Möglichkeiten sind nicht alles!

    "Das Netz" bietet sicherlich Möglichkeiten, die man vorher nicht hatte. Das alleine ist jedoch KEIN Argument dafür, daß man nun all das gutheißen sollte, was mit dem "Netz" (oder mit Genforschung oder mit Atomkraft oder ...) machen kann.

    So sind die Probleme, bei denen man ganz konkret Google benennt, durchaus vorhanden und werden nicht dadurch geringer, nur weil ein Kritiker Googles seine Hausaufgaben nicht gemacht hat.

    Aber glücklicherweise werden Gesetze wie z.B. das Urheberrecht nicht einfach abgeschafft, nur weil viele Computernutzer daran gewöhnt sind, sich die Sachen für lau zu besorgen. Daran wird auch ein Spiegel-Artikel nichts ändern.
  5. #5

    das Medium Web und die Germans

    Ich finde es doch immer wieder erstaunlich wie unflexibel deutsche Medien sind. Anstatt die alten Methoden im neuen Medien Zeitalter zu überdenken wird lieber gegen alles Neue geschossen. Ein Grund dafür ist wohl, das in den alten Medien nur Dinosaurier wohl was zu sagen haben. Es ist wohl leider auch in Deutschland nicht gelungen Fachkräfte gezielt auf dieses neue, sich ständig wandelnde Medium auszubilden.

    Liebe Journalisten,
    als Kind habe ich gehört "nichts ist älter als die Zeitung von Gestern" das trifft wohl Heute auch noch zu.
    Warum soll ich mir eine Zeitung Kaufen wenn ich Feeds in Echtzeit auf mein mobile bekomme ? Teilweise von Ruters, DPA, CNN, NYT, LATimes, EL Pais etc...

    Warum soll ich auf ein ARD Brennpunkt warten wenn mir Twitter search und Friendfeed search Geschehnisse in Video,Ton und Text innerhalb von Minuten nachdem diese stattgefunden haben, bereitstellen ?
    (Auch wenn diese teilweise manipuliert sein könnten)

    Stichwort #iranelection #honduras etc...

    #cnnfail hat dazu gefürt, das CNN nun Twitter live im Programm einbindet. Das hat selbst bei den Amis ein paar Tage gedauert.

    Google ist letztendlich nur eine Suchmaschine, die Geld mit der "Gesellschaft Internet" verdient. Zu dieser Gesellschaft gehören alle Menschen und Unternähmen.
    Ich glaube, das der Hass bei den Media Bossen verschwinden wird, wenn diese durch eine neue Generation ersetzt werden.
    Vielleicht werden dann auch Geschäftsmodelle in der Branche entstehen, die mit dem Internet arbeiten und nicht dagegen.

    Hier noch ein paar Tips:
    mal das hier Googeln

    - vimeo us now
    - Lawrence Lessig
    - Bernardo A. Huberman
  6. #6

    Lametta

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So viel Einheit war selten: Politiker, Blogger und Unternehmer bemühen das Feindbild Google...
    Aber letztes Jahr war mehr Lametta.
  7. #7

    -

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    So viel Einheit war selten: Politiker, Blogger und Unternehmer bemühen das Feindbild Google. Der Deutsche Journalistenverband etwa fordert Gesetze gegen den Konzern und Gratis-Angebote - und stellt dabei das Web in Frage. Angstmache ist kein Ersatz für Analyse, findet Konrad Lischka.
    Wenn die Reaktion der Burdas, Konkens & Co nicht so traurig wäre, dann müsste man schon wieder lachen. Lernen die denn nie hinzu?
    Die Musikindustrie hat doch schon alles vorgemacht: Verbote, Straverfahren, Lizenzgebühren auf dieses und jenes ... und trotzdem bekommen sie das Netz - in dem google eine grosse Rolle spielt - nicht in Griff. Da können die Herrschaften mit Verbotsanregungen kommen - noch und nöcher - das wird nix. Und das Burda eine Mehrwertsteuerbefreiung für seine Printerzeugnisse haben will, ist ein Witz. Das merkt man auch schon an der Wortwahl. Ganz typisch die Einleitung: "Es kann nicht sein, dass ...". Passt auf alles. Die können einfach nicht zugeben, dass sie eine Entwicklung verschlafen haben und jetzt wollen, dass andere die Konsequenzen dafür tragen.

    Nein, die einzige Lösung ist es, die Lösung der KiPo-Polizistin Ursula von der Leyen ganz extrem auszubauen: Das Bundeskriminalamt wird per Gesetz ermächtigt eine laufend zu aktualisierende Liste der Websites zu erstellen, die sich die Bürger auf deutschen Staatsgebiet noch ansehen dürfen. Dies getreu dem Motto: Es ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.
  8. #8

    Alle Schimpfen auf Google und meinen das Netz

    Sehr schöner Text und genau die richtige Zusammenfassung zur richtigen Zeit.
  9. #9

    Ein kleiner Vergleich

    Ein Verlag hat ein Telefon installiert, weil er will, dass Leute den Verlag anrufen können. Damit die Leute das können will der Verlag seine Telefonnummer veröffentlichen. Bloss wie? Nun kommt einer und sagt er habe eine tolle Idee. Er nennt es Telefonbuch. Dort kommen sauber geordnet alle Telefonnummern der Welt rein und nun kann jeder der den Verlag anrufen will dort nachschlagen. Dafür braucht der Verlag dem Erfinder des Telefonbuchs gar nichts zu zahlen und auch derjenige, der eine Telefonnummer im Buch sucht, darf gratis in dem Buch suchen. Dafür aber gibt es in dem Telefonbuch Werbung und wer dort werben will, der muss dafür zahlen. Jetzt kommt der Verlag und sagt das sei unfair. Wenn es ihn nicht geben würde, würde niemand nach seiner Telefonnummer suchen und dann würde der Erfinder des Telefonbuchs auch nicht mit Werbung verdienen und darum wolle der Verlag an den Einnahmen beteiligt werden.

    Ich melde mich jetzt bei Google und verlange Geld dafür, dass ich was suche, denn ohne mich könnte Google keine Werbung verkaufen. Und dann schreibe ich ein Programm, das Tag und Nacht Suchbafragen an Google absetzt.