Umstrittener Besuch: Eric Schmidt sieht Nordkoreanern beim Googeln zu

APWas macht Eric Schmidt in Nordkorea? Der Spitzenmanager des Informationskonzerns Google besucht den Zensur-Weltmeister. Dort trifft er unter strenger Aufsicht Studenten - und lässt sich das Internet erklären. Aus Sicht der stalinistischen Führung eine gelungene Inszenierung.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...-a-876379.html
  1. #10

    optional

    "Wer nach Nordkorea reist, wird instrumentalisiert."

    Das wird den Menschen, die dort unter grauenhaften Bedingungen sein, herzlich egal sein wie sich die Propaganda nun ihre Geschichten macht... oder hat sich die Lage durch Nicht-Besuche all die Jahre irgendwie verbessert? Jede Veränderung, jede neue Note, jedes unterstützen einer Öffnung kann den lokalen Reformkräften (ob Kim Jong Un tatsächlich dazugehört, wer weiß es) zu einem kleinen Hebelwerkzeug verhelfen, mit dem sie anfangen können Umwälzungen herbeizuführen.
  2. #11

    Tourist oder Trottel?

    Zitat von spontiki Beitrag anzeigen
    Man kann ja Eric Schmidt unterstellen, er habe handfeste Eigeninteressen. Anderseits vertreten gerade solche Menschen sehr oft im Stillen auch einen humanitären Ansatz.

    Am Anfang stand das Wort, habe ich 'mal irgendwo gelesen. Google und damit Eric Schmidt verbreiten das Wort! Nordkorea steht am Anfang, lasst uns also nicht gleich jeden gutgemeinten Ansatz verteufeln.
    Gut gemeint, ist meistens das Gegenteil von gut. Wenn es Schmidt gelingt, Kenneth Bae freizubekommen: Humanitäre Mission geglückt. Andernfalls muss man wohl sagen: Nordkoreas Propagandaoffensive geglückt, Schmidts PR in eigener Sache (Google-Promotion) verunglückt.
  3. #12

    Tourist oder Trottel?

    Zitat von spontiki Beitrag anzeigen
    Man kann ja Eric Schmidt unterstellen, er habe handfeste Eigeninteressen. Anderseits vertreten gerade solche Menschen sehr oft im Stillen auch einen humanitären Ansatz.

    Am Anfang stand das Wort, habe ich 'mal irgendwo gelesen. Google und damit Eric Schmidt verbreiten das Wort! Nordkorea steht am Anfang, lasst uns also nicht gleich jeden gutgemeinten Ansatz verteufeln.
    Gut gemeint, ist meistens das Gegenteil von gut. Wenn es Schmidt gelingt, Kenneth Bae freizubekommen: Humanitäre Mission geglückt. Andernfalls muss man wohl sagen: Nordkoreas Propagandaoffensive geglückt, Schmidts PR in eigener Sache (Google-Promotion) verunglückt.
  4. #13

    Klarnamenszwang

    Der Klarnamenszwang bei rieeeesigen Netzwerken wie Facebook oder Googleplus wird auf andere Weise kommen, da kann man sich ganz sicher sein. Wenn es gesetzlich verhindert wird, dann wird einfach eine "Realistigkeitsskala" (0-100) eingeführt, die ähnlich wie eine Spamscore funktionieren könnte. Die Anzahl der Punkte ergibt sich aus verschiedensten Merkmalen. Ab 50 Punkte werden alle Features bei GooglePlus, Facebook whatever freigeschaltet. Für eine freiwillige Legitimation mit Perso gibt es 75 Punkte, fertig ist die Laube...
  5. #14

    Nord Korea ist in Google maps nicht verzeichnet.

    Es ist der letzte verbliebene weiße Fleck auf der Karte von Google in der Welt. Würde mich nicht wundern, wenn Herr Schmidt das bald ändern wird.
  6. #15

    Wiedervereinigungsplanung

    Der erste baut's auf, der zweite hält's zusammen, der dritte verbrät alles. Warum sollte, was für Familienunternehmen immer wieder funktioniert, nicht auch für Diktaturen gelten – Herr Kim orientiert sich lediglich hinsichtlich der verfügbaren Werkzeuge zur Herbeiführung einer möglichst schmerzlosen Wiedervereinigung der Koreas. Was soll er auch sonst machen: Hunger, Stagnation, Druck, das Land ist fertig. Da hilft nur noch eine möglichst schnelle Vollvernetzung mit den reichen und wohlwollenden Brüdern und Schwestern aus dem Süden: Jeder nordkoreanische Mensch erhält sein google -Profil, schreibt rein, wer er ist und was er braucht, das Netz analysiert, weist den oder die passenden südkoreanischen Supporter zu, alle sind glücklich. Wer sonst außer google sollte hierzu das Toolkit liefern können?
  7. #16

    kucken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was macht Eric Schmidt in Nordkorea? Der Spitzenmanager des Informationskonzerns Google besucht den Zensur-Weltmeister. Dort trifft er unter strenger Aufsicht Studenten - und lässt sich das Internet erklären. Aus Sicht der stalinistischen Führung eine gelungene Inszenierung.

    Nordkorea-Besuch: Google-Manager Eric Schmidt besucht Studenten - SPIEGEL ONLINE
    Ist ja auch nicht ganz unwichtig, das sich der Schmidt ein Bild macht, was dort abgeht.
  8. #17

    Zitat von braamsery Beitrag anzeigen
    Wenn geschätzt 2/3 der Menschen dort hungern, woher soll dann das Geld für nen Computer kommen? Solche total unsinnigen Bemerkungen kann man sich wirklich sparen, die bringen mal absolut gar nichts.
    mit dem letzten satz meinen sie ihren eigenen beitrag?
  9. #18

    Google, wer war das doch gleich?

    Zitat von brainbureau Beitrag anzeigen
    Wer sonst außer google sollte hierzu das Toolkit liefern können?
    In Südkorea heißen die führenden Webseiten Naver (koreanische Aussprache von Neighbour) und Daum (koreanisch für Nächster). Und kommuniziert wird über Kakao Talk (liebevoll Kato abgekürzt). Nicht auszudenken, wenn die sich durch eine Wiedervereinigung auch noch im Norden ausbreiten...