Näherinnen in Bangladesch: Würfelspiel für mehr Rechte

DPA40 Euro verdienen Näherinnen in Bangladesch im Monat. Dafür schuften sie über zehn Stunden pro Tag und schmeißen danach noch den Haushalt. Nazma Akter hat den Absprung geschafft. Jetzt erklärt die ehemalige Kinderarbeiterin anderen Frauen ihre Rechte.

http://www.spiegel.de/karriere/ausla...-a-874133.html
  1. #1

    Ach ja

    Früher, bei den alten Römern und Griechen, waren die Sklaven eben mehr oder weniger Teil des Haushalts. Im 19. Jhd. waren sie es gleichwohl zumindest in den Südstaaten der USA.
    Heutzutage wird dieses schändliche Treiben eben Ausgelagert. Tja, böse Welt! Es macht aber keinen Unterschied, ob unsere Sklaven zwei Meter oder 2000 km von uns entfernt leben und arbeiten...
  2. #2

    Sklaven

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    40 Euro verdienen Näherinnen in Bangladesch im Monat. Dafür schuften sie über zehn Stunden pro Tag und schmeißen danach noch den Haushalt. Nazma Akter hat den Absprung geschafft. Jetzt erklärt die ehemalige Kinderarbeiterin anderen Frauen ihre Rechte.

    Arbeiterinnen in Bangladesch: GIZ unterstützt Näherinnen - SPIEGEL ONLINE
    Guter Ansatz. Das Problem ist nur das sind nicht unsere Sklaven.
    Am $30 T-Shirt macht der Kunde naemlich kein Profit. Der einzige Nutzniesser der Sklavenhaltung sind deren Arbeitgeber und deren Auftraggeber. Die geben $1 fuer das Tshirt aus und stecken $29 in die eigene Tasche.
    Haette ich die Wahl wuerde ich gerne mein $30 Shirt von jemandem kaufen der nur $15 in die eigene Tasche steckt und den Rest an seine Arbeiter verteilt.
    Aber Oeko und Fair Trade nehmen natuerlich nichts vom Fabrikbetreiber und Markenfirma. Stattdessen machen sie aus dem $30 Shirt ein $45 Shirt. So bekommt der nette Mann mit dem Zylinder auf dem Kopf immer noch seine $29, die Arbeiter bekommen ein bisschen mehr und der Konsument legt drauf. Wirklich Fair...
  3. #3

    @ jens schuetz

    ja sicher, aber ist doch so ok, ob der "Kunde" daran profitiert, ist ja egal. Hauptsache der "Arbeitgebeber" hat sein Auskommen damit. Ob das H&M Shirt nun profitabel für 10€ verkauft wird, wenn die Produktion Zehn Cent kostet und das Produkt für 10€ verkauft wird...
  4. #4

    Es ist eine Schande,was hier passiert...

    Aus aller Profitgier werden diese Frauen ausgenutzt und den Reibach machen die 3 Streifen und der anderen Sportschuh-und Artikelhersteller und die Herren maximieren ihren Profit.Vielleicht wird das exterristische Terrain auch mal interessant,die arbeiten dann für 30€ents im Monat...also worauf wartet diese Burschenschaften noch..vergesst nicht die Blutopfer
  5. #5

    Ein paar Bilder....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    40 Euro verdienen Näherinnen in Bangladesch im Monat. Dafür schuften sie über zehn Stunden pro Tag und schmeißen danach noch den Haushalt. Nazma Akter hat den Absprung geschafft. Jetzt erklärt die ehemalige Kinderarbeiterin anderen Frauen ihre Rechte.

    Arbeiterinnen in Bangladesch: GIZ unterstützt Näherinnen - SPIEGEL ONLINE
    Hier ein Beispiel aus dem benachbarten, angeblich ja reicheren und entwickelteren Indien, über die Realität der Menschen in diesem Teil der Welt, die mit den fantastischen Vorstellungen der deutschen Touristen aber aucgh gar nichts zu tun hat. Aus der Frankfurter Allgemeinen:

    Indien: Die Kinder der Brickfields - Rhein-Main - FAZ
  6. #6

    Bangladesh vs. Indien

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Hier ein Beispiel aus dem benachbarten, angeblich ja reicheren und entwickelteren Indien, über die Realität der Menschen in diesem Teil der Welt, die mit den fantastischen Vorstellungen der deutschen Touristen aber aucgh gar nichts zu tun hat. Aus der Frankfurter Allgemeinen:

    Indien: Die Kinder der Brickfields - Rhein-Main - FAZ
    Wow. Ein Einzelfall, davon kann man richtig viel lernen. Da habe ich in Nuernberg Kleinkinder gesehen, die haetten sicher gerne einen Job anstatt in einem Fussgaengertunnel zu betteln.
    Trotzdem ist Indien aermer als Deutschland und Bangladesh geht es dreckiger als Indien. Vergleichen sie bitte Prokopfeinkommen, Prokopfarztversorgung usw. Da bekommen sie einen besseren Eindruck als von einem traurigen Beispiel.
    So eine Fotoserie habe ich in Indien uebrigens auch gemacht. Da haben sich die Kinder der Bauarbeiter aus Ziegeln ein Versteck gebastelt. Nun haette ich tolle Untertitel andichten koennen, wie sie 16h am Tag zur Arbeit gezwungen werden und das sie dafuer nur ein Glass Flusswasser zu trinken bekommen. Wuerden sie mir auch das abnehmen? Interessant. Ich vertraue lieber harten Zahlen offizieller Organisationen.
  7. #7

    Sie sind Komiker von Beruf?

    Zitat von Jens Schuetz Beitrag anzeigen
    Wow. Ein Einzelfall, davon kann man richtig viel lernen. Da habe ich in Nuernberg Kleinkinder gesehen, die haetten sicher gerne einen Job anstatt in einem Fussgaengertunnel zu betteln.
    Trotzdem ist .....
    Wissen sie, ihr Beitrag ist ein ungeheure Unverschämtheit. Sie haben von nichts Ahnung ausser ihren offiziellen Quellen, aber verniedlichen das Elend von ein paar Millionen Kindern.
    Fahren sie mal in den Norden Indien, nach Uttar Pradesh. Allein dort finden sie ein paar hundertausend KINDERSKLAVEN! in den Steinbrüchen bei der Arbeit.

    Es sind in der Ignoranten wie sie, ohne die das meiste dieses grauenhaften Elends gar nicht exitieren könnte.
  8. #8

    Emotional macht blind?

    Zitat von tylerdurdenvolland Beitrag anzeigen
    Wissen sie, ihr Beitrag ist ein ungeheure Unverschämtheit. Sie haben von nichts Ahnung ausser ihren offiziellen Quellen, aber verniedlichen das Elend von ein paar Millionen Kindern.
    Fahren sie mal in den Norden Indien, nach Uttar Pradesh. Allein dort finden sie ein paar hundertausend KINDERSKLAVEN! in den Steinbrüchen bei der Arbeit.

    Es sind in der Ignoranten wie sie, ohne die das meiste dieses grauenhaften Elends gar nicht exitieren könnte.
    Sehr persoenlich was sie da versuchen mir anzudichten.
    Ich bin jedes Jahr mehrmals in Indien und zufaelligerweise auch im von ihnen erwaehnten UP. Hinfahren tue ich aber nicht, da fliegen um einiges schneller ist. Ich habe Freunde die Impfungen durchfuehren und ein entfernt Verwandter unterrichtet Dorfkinder. mein Einblick ist also nicht nur Quantitativ sondern auch qualitativ ganz ok. Trotzdem bevorzuge ich quantitative Daten, wenn man schon ganze Laender vergleichen muss.

    Ich habe nirgendwo ein Elend verniedlicht. Ich habe nur am eigenen Beispiel aufgezeigt wie eine einzelne Bildershow als Beweis fuer die Lage eines Milliarden Einwohner Landes sehr ungeeignet ist und auch misrepresentiert werden kann, wenn man nicht selber dabei war. Waeren sie nicht so latent agressiv haette ich mit ihnen meine Flickrbilder geteilt. Da wird das deutlich. Spielende Kinder koennte man locker mit Bildunterschriften als Arbeitssklaven darstellen. Selbst in der DDR spielten wir mal in einer Muelltonne. Bildunterschrift, verarmte Ossikinder suchen im Muell nach Essen? Das dies in ihrer Diashow so gewesen sein muss habe ich nie behauptet. Woher soll auch jemand wissen was dort an Bildunterschriften wahr ist und was nicht, solange man nicht beim Fotografieren dabei war? Daher verlassen sich rationale Menschen lieber auf echte Fakten.

    Desweiteren habe ich erklaert das es in Bangladesh noch viel schlimmer ist, was sie aber nicht wahrhaben wollen.
    Ihr Beweis, wie gesagt eine kleine Diashow aus nur einem der zwei Laender die sie versuchen zu vergleichen. Meine Beweise hingegen fuer die noch groessere Armut in Bangladesch sind Prokopfeinkommen, Aerzte pro Kopf, Trinkwasserversorgung, Saeuglingssterblichkeit, Alnalphabetentum usw.

    Gibt es in Indien pro Millionen Einwohner mehr Kindersklaven als in Bangladesh? Nein. Haben sie auch nur einen Ansatzpunkt warum es den Bangladeshies besser als den Indern gehen koennte?

    Bitte dichten sie mir nichts an. Das wird naemlich nicht von ihrem missgelenkten versuchten Tatsachenverdrehereien ablenken koennen. Bringen sie mal ein richtiges Argument und dann diskutieren wir weiter und schenken uns diesen Kinderkram.