Euro-Krise: Forschungsinstitut fordert kräftige Lohnsteigerung

DPADie Rufe nach starken Lohnerhöhungen in Deutschland werden immer lauter. Nach dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger fordert nun auch das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK Zuwächse von mehr als vier Prozent. So sollen unter anderem die Exportchancen kriselnder Euro-Staaten verbessert werden.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-876186.html
  1. #1

    4% sind lächerlich?

    Ich kenne sehr viele Leute die in den letzten 10 Jahren gar keine prozentuale Lohnsteigerung erhalten haben. Ledidiglich ein paar winzige einmalzahlungen die dann auch noch im eigenen Betrieb ausgegeben werden müssten.
    Ich fordere 20%.
    Punkt aus.
  2. #2

    Zitat von analysatorveritas Beitrag anzeigen
    Die einzelnen Volkswirtschaften innerhalb dieser Währungszone sind einfach zu verschieden, unterschiedliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeiten führen automatisch zu diesen ökonomischen Ungleichgewichten.
    Beim zweiten Teil des Satzes sind wir einer Meinung. Aber weshalb sollten sich unterschiedliche Volkswirtschaft per se auseinanderentwickeln hinsichtlich der Wettbewerbsfähigkeit? Früher ha tder Wechselkursmechanismus einen Teil dieser Anpassung getragen, nun muss das eben anders erfolgen. Gegen Ende der 90er Jahre und kurznach der Euroeinführung waren die Ungleichgewichte minimal, erst dann begann die Auseinanderentwicklung. Hat man das Problem jedoch erst einmal erkannt, könnte man auch gegensteuern.
    Zudem sind Entgeltanpassungen in den unteren Einkommensschichten kaum ökonomisch und politisch durchzusetzen,
    Das mag sein, aber ist nicht das ein Grundproblem, welches man angehen sollte?
  3. #3

    Steht das fuer Hartz4 Aufstockung und Suppenkuechen fuer vollbeschaeftigte Geringverdiener?
  4. #4

    Euro-Krise

    Die soziale Marktwirtschaft war bislang fuer den Binnenmarkt gedacht, jetzt soll die Umverteilung der wirtschaftlichen Kraefte auf Europa/Euro-Laender ausgedehnt werden. Ueber Jahre wurde die Konkurrenzsituation in Deutschland verbessert, und Lohnkosten wurden durch geringere Zuwachsraten gedrueckt. Im "Ausland" wurde dagegen mit hohen Loehnen gearbeitet. Wirtschaftliche Vorteile, die wir uns erkauft haben, sollen jetzt durch eine neue Art der Umverteilung zu einem Abbau der Vorteile fuehren. Angeblich sind wir zu konkurrenzfaehig und muessen dafuer bestraft werden. Konkurrenz ist halt nicht gewuenscht. Die Politiker schaffen es schon, sie machen alles platt. Das soll fuer Europa gelten. Doch machen andere internationale Konkurrenten das auch, oder duerfen diese ihre Vorteile weiter ausbauen. Kein Wunder, dass Europa lahmt. Warum soll Deutschland fuer alles zahlen?? Karl
  5. #5

    Weltwirtschaftskrise

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rufe nach starken Lohnerhöhungen in Deutschland werden immer lauter. Nach dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger fordert nun auch das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK Zuwächse von mehr als vier Prozent. So sollen unter anderem die Exportchancen kriselnder Euro-Staaten verbessert werden.

    IMK: Forscher fordern höhere Löhne - SPIEGEL ONLINE
    Die haben etwas nicht bemerkt.
    Die Welt befindet sich in einer großen Weltwirtschaftskrise,
    in Zeiten von Krisen müssen Löhne zurück stecken.
    Das jedenfalls haben uns selbst die Gewerkschaften Jahre über Jahre beigebracht.

    Für Lohnerhöhungen streiken?
    Auf keinen Fall.
    Fachkräfte erhalten bestes Gehalt, wenn sie den Arbeitgeber suchen, der dieses bezahlt.
    Ggf. ist dies eben auch nur außerhalb Deutschlands zu erzielen.

    Deutschland dagegen befindet sich im globalen Wettbewerb, die Löhne, Lebensbedingungen und das Gesamtnivea muss deutlich runter.
    Runter auf das Nivea von Wellblechhütten im gerade billigsten asiatischen Konkurrenzland.
  6. #6

    auch Horn will ...

    die wahre Ursache einfach nicht nennen, den EUR selbst. Warum sollen wir unsere Wettbewerbsfähigkeit internaitonal absichtlich verschlechtern ? Seht endlich ein, dass das Experiment so genannter "politischer Eliten" ohne jegliches Wissen wirtschaftlicher Zusammenhänge gescheitert ist. Und zieht diese endlich zur Verantwortung ... der EUR ist tot ...
  7. #7

    Alles nur halbe Wahrheit!

    #Am Wochenende hatte sich bereits der Wirtschaftsweise Peter Bofinger für kräftige Lohnsteigerungen ausgesprochen. "Fünf Prozent Plus über alle Branchen hinweg sollten es schon sein"#

    Das was die nicht sagen ist, dass das die Inflation ist, die da ausgeglichen werden muss. Der Euro und seine "Rettungsmassnahmen" haben eben 5% Inflation erzeugt und mehr. Besser wäre es sich von diesem Teurungsgeld zu trennen um alles wieder zu stabilisieren. Jetzt kommt das, was Eurokritiker von Anfang an gesagt haben und so wird das Geld auf dem Konto auch noch immer weniger wert.
  8. #8

    Das habe ich schon vor einem guten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rufe nach starken Lohnerhöhungen in Deutschland werden immer lauter. Nach dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger fordert nun auch das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK Zuwächse von mehr als vier Prozent. So sollen unter anderem die Exportchancen kriselnder Euro-Staaten verbessert werden.

    IMK: Forscher fordern höhere Löhne - SPIEGEL ONLINE
    halben Jahr gesagt.
    Seit dem zwischenhoch im letzten Jahr sinkt die Inflation und ist schon unter 2% gefallen, wird vermutlich auf die 1% zugehen. Wenn wir zulassen, dass die Deflationszone erreicht wird, kann es kaum noch gelingen diese zu verlassen.
    Sollten die Löhne in Deutschland um 4 oder 5% steigen, könnte das die Inflation in Gesamt Europa auf 2% stabilisieren. Die Verlierer wären in dem Falle die Eigentümer von Schatzbriefen, Festgeld etc wie immer bei kräftigen Lohnsteigerungen.
    Eigentlich ein lange fälliger Ausgleich für die übergrosse Zurückhaltung bei den Tarifverhandlungen der letzten 10 jahre. Ein Grund, der zu den derzeitigen grossen Ungleichgewichten im Euroraum geführt hat. Wer auf andere zeigt sollte sich bewusst sein, dass gleichzeitig die restlichen Finger auf einen selber weisen.
    Die Kunst ist wie immer, das richtige Mass zu erkennen und rechtzeitig gegenzusteuern.
  9. #9

    IMK bleast in Herrn Steinbruecks Trompete

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Rufe nach starken Lohnerhöhungen in Deutschland werden immer lauter. Nach dem Wirtschaftsweisen Peter Bofinger fordert nun auch das gewerkschaftsnahe Forschungsinstitut IMK Zuwächse von mehr als vier Prozent. So sollen unter anderem die Exportchancen kriselnder Euro-Staaten verbessert werden.

    IMK: Forscher fordern höhere Löhne - SPIEGEL ONLINE
    Mehl Salair fuer die Kanlzerin, mehr fuer den Vizekanzler, mehr fuer alle Abgeordnetetn und heute vom IMK fuer alle in der Industrie und im Beamtentum.

    Nur von den Bottom Feeders in der deutschen Industrie, denjenigen die fuer einen Hungerlohn arbeiten, spricht hier niemand.

    Meine Herren und Damen vom IMK, wie waers mit einem Aufruf nach einem Mindestlohn damit das zusaetzliche Geld nicht in die Spekulationspositionen der nicht schon ohnehin hochbezahlten Obergruppe fliesst, sondern unten ankommt, wo es ausgegeben wird und die lokale Wirtschaft ankurbeln kann.