Hilfe vom WG-Psychologen: Meine Mitbewohnerin drangsaliert meine Katze

DPANein, ich habe keine Probleme mit Katzen. Das hat die neue Mitbewohnerin behauptet, als sie sich um das Zimmer bewarb. Doch jetzt fürchtet sie sich plötzlich vor dem Tier, sperrt es ein oder lässt es in den Hausflur entwischen. Was tun? WG-Psychologe Ludger Büter verrät es in seiner Sprechstunde.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...-a-875561.html
  1. #1

    Wozu bedarf es denn hier juristischer Schritte?

    Mitbewohnerin rauswerfen. Erledigt.
  2. #2

    Zitat von pteranodon Beitrag anzeigen
    Mitbewohnerin rauswerfen. Erledigt.
    Wenn beide Hauptmieter sind, stelle ich mir das schwieriger vor, als einfach rausschmeißen. Juristische Schritte werden da wohl notwendig sein.

    Aber Haustiere misshandeln geht einfach garnicht, dieser Frau hätte ich das Häufchen der Katze ins Bett gelegt.
  3. #3

    Leider muss man sich mit harten Bandagen in solch einem Fall durchsetzen.

    Es sind zwar beide Hauptmieter, aber der Vertrag kam unter widrigen Umständen zustande. Es wurde vorgetäuscht mit der Katze einverstanden zu sein. Am besten, auch wenn es Geld kostet, zur Mieterberatung oder Anwalt, der soll einen Brief schreiben mit Kündigungsandrohung und Frist. Mal sehen wie sie reagiert. Diskutieren bringt da nichts, da muss man hart sein. Ich würde sogar zusätzlich damit drohen zur Polizei zu gehen, um sie wegen Tierquälerei anzuzeigen.
  4. #4

    Beide als Hauptmieter im Vertrag,,,

    ... ist der Grundfehler hier. Hilft im konkreten Fall natürlich nichts mehr, aber für zukünftige WGs: alle, die im Hauptmietvertrag stehen, müssen sich immer einig sein, wenn daran was geändert wird. Wenn jemand z.B. ausziehen will, muss er eigentlich trotzdem weiter Miete zahlen, solange er im Vertrag steht.
    Wesentlich besser für alle: nur ein Hauptmieter, den Rest per Untermietverträgen. Wenn Eleni das so gemacht hätte, hätte sie ihre katzophobe Mitbewohnerin deutlich leichter rauswerfen können.
  5. #5

    optional

    Katzenhaltung in der Grossstadtwohnung stellt für mich ein Verbrechen in Form von Tierquälerei dar. Vermutlich kennt Ihre spanische Mitbewohnerin gesund lebende Katzen auf dem Bauernhof im Heimatland und hat das gar nicht richtig verstanden, dass Sie das Tier dazu zwingen Ihr dasein als Jagdtier in einer kleinen Stadtwohnung zu fristen, bis sie endlich erlöst wird....
  6. #6

    Zitat von pteranodon Beitrag anzeigen
    Mitbewohnerin rauswerfen. Erledigt.
    oder noch ein paar Katzen anschaffen.
  7. #7

    Tja..

    ... das ist der Mist, wenn man zu zweit als Hauptmieter im Vertrag steht. Da raus zu kommen, kann schwieriger sein, als eine Ehe zu scheiden, heißt es.
    Also entweder die mit der Katze zieht aus - da wird die Neue ja sicher nichts gegen haben und die Unterschrift leisten - oder sie fängt an sich zu wehren und die beiden machen sich das Leben zur Hölle.
  8. #8

    Subtile ausländerfeindliche Ressentiments

    Ich bin von spiegel.de enttäuscht.
    Hier werden unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Tierquälerei ausländerfeindliche Ressentiments geschürt.
    Musste hier den erwähnt werden, dass es sich um eine "Spanierin" handelt? Haben wir in Europa nicht schon genug Probleme der gegenseitigen Akzeptanz?
    Türen schließen ist ja wohl noch keine Tierquälerei.
    Ich finde es perfide wie Herr Büter mit "spanische" als zweitem Wort seine Antwort beginnt, um die Mieterin dann als Lügnerin hinzustellen. Noch dazu kann ich aus Eleni's Text nicht herauslesen, dass die Katze vor der Mitmieterin Angst zu haben scheint. Herr Büter stellt die Spanierin somit über „Zitat: die der Katze vor ihr dagegen nicht. „ unnötig als Monster dar. Ich möchte ihm nicht unterstellen, dass die Absicht war, sondern nehme an, dass es eher unterbewusst geschehen ist. Um so mehr sollte er seine Antwort korrigieren.

    Ich persönliche hatte schon viele Untermieter aus verschiedenen Ländern und kann aus meiner Erfahrung heraus sagen, dass die Mieterin hier wahrscheinlich gerade nicht wusste, worauf sie sich einlässt.
    Auch ich mag Katzen sehr gerne und finde sie sehr süß. Ich habe jedoch noch nie mit einem Haustier gewohnt und die Mitbewohnerin vielleicht auch nicht.
    Wie soll sie wissen was die alltäglichen Folgen sind? Wie kann sie ohne Erfahrung wissen, dass es Geruchsprobleme mit dem Katzenklo geben wird?
    Außerdem nehme ich an, dass Katzen im warmen Spanien wahrscheinlich viel freier sind, da sie im Winter wohl kaum erfrieren werden. Vielleicht kann die spanische Mitbewohnerin darum gar nicht verstehen, dass es so ein Problem ist, dass die Katze auf den Hausflur läuft.
    Aus Erfahrung von meiner Familie weiß ich, dass man Katzen sehr wohl draußen herumlaufen lassen kann und sie bei guter Behandlung auch gerne wieder zurückkommen.
    Natürlich ist das in der Großstadt schwerer, aber vielleicht kommt die Mitbewohnerin auch aus einer kleineren Stadt.
    Außerdem finde ich es durchaus glaubhaft, dass die Mitbewohnerin im alltäglichen Umgang Angst vor der Katze bekommt (man weiß auch nicht, wie kratzwütig diese Katze ist), obwohl sie im allgemeinen Katzen mag. Katzen haben auch Charakter.
    Hier eine Lüge zu unterstellen, finde ich sehr kurzsichtig.
    Wer sich wie Eleni ein Haustier anschafft, sollte auch die Verantwortung übernehmen und fast immer zu Hause bleiben.
    Und die Mitbewohnerin hat vollkommen recht, dass sie keine Verantwortung für die Katze hat.
    Vielleicht hat sie nach dem Einzug bemerkt, dass die Katze viel aggressiver ist, als sie aussieht.
    Ich persönlich mag Katzen auch gerade weil sie oft unberechenbar sind.

    Ich nehme auch an, dass die Mitbewohnerin sich unter Zeitdruck befand. Es ist in Deutschland zur Zeit nicht einfach eine Wohnung zu finden. Für Ausländer ist es noch schwieriger.
    Tendenziöse Artikel wie dieser, helfen ausländischen Studenten bestimmt auch nicht, mehr Akzeptanz zu finden.
  9. #9

    Zitat von jehudi Beitrag anzeigen
    Katzenhaltung in der Grossstadtwohnung stellt für mich ein Verbrechen in Form von Tierquälerei dar.
    Warum? Großstadtwohnung bedeutet doch nicht, die Katze einzusperren. Es gibt Terassenwohnungen u.a. Erdgeschosswohnungen, es gibt Katzenleitern (schräger Baumstamm mit Sprossen vom Erdboden bis zum Balkon im 1. Stock), es gibt viele Möglichkeiten damit die Katze 'raus und 'rein kann. Mir ist ein Fall zu Ohren gekommen, wo die Katze immer die richtige Wohnungstür in der richtigen Etage fand und mit dem Schwanz gegen die Tür haute, wenn sie zurück nach Hause wollte. Das klappte erst dann nicht mehr, als man aus Jux die Fußmatte mit der vor der darunter liegenden Wohnung vertauschte, weil Katzen nämlich nicht zählen können.