Öko-Selbstversuch: Grün, grün, grün ist alles, was ich hab'

Mark Heywinkel Umweltbewusst leben, geht das? Im Magazin "Yaez" berichtet Mark Heywinkel, 25, von seinem neuen Lifestyle: Er verzichtet auf Fleisch, trennt den Müll und kauft lieber auf dem Wochen- als im Supermarkt. Doch bei Fair-Trade-Kleidung hört für ihn der Öko-Spaß auf. Noch.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...-a-875660.html
  1. #70

    optional

    Irgendwie erschließt sich mir nicht, wo denn nun bei dem Versuch die Welt auch nur ein kleines bischen verbessert wurde:
    Der Typ schafft es nicht 5 min. duschen einzusparen. Duschen ist der 2. größte Posten bei dem häuslichen Energiebedarf. Da kommt seine Steckerleiste im Ansatz nicht dran. Elektrokram wird nicht abgeschafft, Reisen nicht eingeschränkt bzw. der Lifestyle gekürzt. Nur weil er jetzt Vegetarier ist wird die Welt besser?
    Es wäre schon viel für die Geundheit und den Tierschutz gewonnen, wenn Vieh wieder vernünftig auf Bauernhöfen gehalten würde und natürliche Nahrung und angemessenen Bewegungsfreiraum erhalten würde. Früher wurden die Stallhasen mit dem was in der Küche anfiel gefüttert. Das ist Resourcen-Schonung. Ich kann mich auch an Zeiten erinnern, da hat die Durchschnitts-Familie nur 1-2 mal in der Woche Fleisch gehabt. Aber wie will man dem Wahlvolk klar machen, daß das Kotlett ethisch korrekt nicht unter 25.- €/kg zu haben ist - und dann ist es noch nicht mal Bio.
  2. #71

    Zitat von missp Beitrag anzeigen
    Wir haben noch genug, ja. Aber auch nur grade so!
    Im Gegenteil, wir nutzen grade mal weniger als 10% des verfügbaren ständig nachkommenden Wassers!
  3. #72

    wer's braucht !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Umweltbewusst leben, geht das?
    warum soll ich alle naselang meine gewohnheiten ändern, nur weil irgendwelche grünen öko-terroristen das so wollen ? was vor ein paar jahren grün war gilt denselben leuten heute als öko-sauerei - stichwort biogas.
    ich bin mensch und werde es auch mit all dessen unarten bleiben - selbstverheuchelung liegt mir nicht. auf massentierhaltung könnte ich aber verzichten, wenn ich mir mein mittagessen selber schießen dürfte.
  4. #73

    optional

    das mache ich schon jahrelang ....
  5. #74

    Zitat von der_namenslose Beitrag anzeigen
    In unserem Land ist nunmal, bis auf wenige lokale und saisonale Aussnahmen, Wasserspren in Privathaushalten wenig sinnvoll, weil als Folge der so effetiven Sparmaßnahmen die Kanäle regelmäßig gespült werden müssen - eben mit dem gesparten Wasser. Womit man auch direkt zu Punkt zwei der Betrachtung kommt: Auch für den Geldbeutel bringts nichts. Denn wenn alle sparen (müssen), dann steigen, auf Grund des genannten aufwandes, eben die Wasserpreise. Schau'n se mal auf Ihre Wasserrechnungen der eltzte Jahre: Je weniger wasser egbraucht wird, desto teurer wird nun einmal der m³....
    Für meinen Geldbeutel bringt das schon etwas. Wenn ich sparsamer dusche so ist am Ende des Jahres meine Nebenkostenabrechnung geringer. Und wie verschiedentlich angemerkt geht es hier in erster Linie um Warmwasser. Sie werden anmerken, dass das ganze ein Nullsummenspiel ist, weil die Kosten am Ende wieder draufgeschlagen werden. Selbst wenn das so wäre, für mich persönlich wäre dieser Effekt erst bei der nächsten Nebenkostenabrechnung zu spüren, ich hätte also schon ein Jahr lang gespart, und ich würde auch weniger bei dieser Kompensation beteiligt werden als Sie, da ich eine geringeren Verbrauch habe.

    Wenn ich mich nun für meinen lokalen Abwasserentsorger opfern würde und ihm die Kanalspülung abnehme, so bleibt die Frage offen ob das effizient wäre. Diese Frage werden wir beide nicht beantworten können. Selbstversuche in der heimischen Kloschüssel haben aber gezeigt, dass ein andauerndes Rinnsaal weniger bewirkt als ein gezielter Schwall.

    Letzer und wichtigster Punkt, auch wenn es vielleicht altmodisch ist: Ich glaube wir haben die Pflicht verantwortlich mit unserer Umwelt und deren Ressourcen umzugehen. Dazu gehört auch, dass man nur das nimmt was man wirklich braucht.
  6. #75

    Ich habe mich auch in letzter Zeit viel damit beschäftigt, wie man die Welt versuchen kann ein kleines bisschen besser zu machen und seinen eigenen kleinen Beitrag zu leisten. Auf Fleisch zu verzichten schaffe ich nicht, aber ich reduziere meinen Bedarf und kaufe nicht das günstigste Fleisch beim Discounter. Qualiltät, statt Quantität. Natürlich hilft das und es werden weniger Tiere gequält. Und einer muss ja auch mal anfangen. Mülltrennung lässt sich auch recht einfach umsetzen. Ansonsten achte ich in vielen Bereichen des täglichen Lebens darauf einfach weniger zu verbrauchen, nicht ständig irgendwas neues zu kaufen sondern das vorhandene besser zu nutzen. Gerade als Frau gibt man meiner Meinung nach viel zu viel Geld leichtisinnig für noch eine anderes Pflegeprodukt, einen billigen bunten Schal beim Kleiderschweden oder irgendeinen Modeschmuck aus. Wirklich brauchen tut man das alles nicht. Ich bin seit kurzem auf Biokosmetik umgestiegen, das ist vegan, ohne Tierversuche, günstiger als die teuren Kosmetikfirmen und genauso toll. Und meine neue Devise: erst aufbrauchen, dann ersetzen!
  7. #76

    Öko-Schmarotzer?

    Jetzt mal nichts für ungut: nur dadurch, dass immer wieder diesselben Mythen wiederholt werden, werden sie nicht wahr. ich kenne keine seriöse Studie, die einer Überprüfung von (konstruierten) Zusammenhängen zwischen Fleischverzehr und Gesundheit Stand hält; mir sind nur gegenteilige Studien bekannt (z.B. Chemistry behind Vegetarianism: http://pubs.acs.org/doi/abs/10.1021/jf103846u oder Darmkrebs durch Fleischverzicht: http://www.animal-health-online.de/gross/2009/03/17/wissenschaftler-finden-mehr-dramkrebs-bei-vegetariern/10694/) - wahrscheinlich der Grund für den Verzehranstieg in den Schwellenländern. Und: bestimmte Biolabel schreiben die Tierhaltung explizit vor. Wo bitte schön, sollen denn die Tiere, die Pflanzen und Reste für die menschliche Ernährung verfügbar machen und Dung für die Pflanzen (für Vegetarier) liefern, bleiben? Auf einem Gnadenhof?
    Weitere Interessante Informationen zu den Fleischmythen im aktuellen Eulen-Spiegel auf http://www.euleev.de
  8. #77

    planlos

    Zitat von der_namenslose Beitrag anzeigen
    Einfach dem Mainstream hinterherhechten hilft niemanden:

    - Wasserspare in Deutschland: sinnlos. wir Deutschen brauchen so wenig Wasser, dass die Stadtwerke die Kanäle regelmäßig (und teuer) mit Wasser spülen müssen.
    - Regionales Obst: oft hat dieses eine schlechtere Ökobilanz als Äpfel vom anderen Ende der Welt. Einfach, weil die hier häufige Treibhauskultivierung mehr Energie frisst als der Transport aus sonnenreichen Regionen des .....
    Also gut, bevor man nicht den 10. Schritt gehen kann, sollte man auch nicht den ersten gehen? Super Einstellung!
    - Wassersparen: es geht nicht nur um Wassersparen, sondern um die Energie, die fürs aufheizen benötigt wird. Bitte mal etwas weiterdenken, als bis zum Wasserhahn. Das warme Wasser kommt so nicht ganz natürlich aus der Erde...

    - Regionales Obst: Da haben Sie teilweise Recht. Aber dann bitte auch an die krassen Zustände erinnern, unter denen das Obst in fernen Ländern angebaut wird. Wenn Sie da die Entwässerung und Abholzung ganzer Gegenden mit einbeziehen, geht Ihre Bilanz schnell durch den Kanal - ganz ohne Wasser zu sparen versteht sich.
    Hier wäre hilfreich darauf hinzuweisen, dass regionale Produkte sehr häufig auch Saisonobst/gemüse bedeuten. D.h. nix mit Transport etc.

    - Elektronikgadgets: was ist besser? a) Sie zu besitzen und unnötig Strom zu verschleudern oder b) Sie zu besitzen und ökonömisch wie möglich zu nutzen? Lt. Ihrem Argument, kann man mit Autos nur Vollgas fahren, oder sie stehen lassen...

    - Vegetarier: was ist besser? a) kein Fleisch, aber Milch und Käse verzehren oder b) die Kuh gleich mit zu verspeisen?

    Wie Sie sehen, sind Ihre Argumente nur auf Krawall gebürstet und völlig undifferenziert. Der Junge erhebt nicht den Anspruch der Vollkommenheit. Er tut ein wenig. Leider muss er sich dafür noch blöde Sprüche anhören und wird teils verhöhnt. Egal ob der Junge reich oder arm ist, er macht sich zumindest Gedanken über seine Umwelt. Dazu gehören auch seine Mitmenschen und den Rest der Natur. Ja, wie einer Schrieb, jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Aber auch wenn dieser am 5. Schritt endet, sind die Schritte 1-4 besser als planos in der Gegend rumzustehen. Nicht wahr?
  9. #78

    Niedergang des Journalismus

    Was ist das für einer, der nicht nur eine XBox, sondern auch eine Wii hat? Er hat ein iPad und ein Smartphone. Vier Spielzeuge und ein Fernseher. Warum müssen diese Wohlstandsverwahrlosten jetzt mit dem Schreiben beginnen? Ich hatte als Student andere elektrische Geräte (nur die wichtigsten):

    - Computer
    - Radio
    - Kühlschrank
    - Herd
    - Waschmaschine
    Mit dem Computer konnte ich strom- und kostensparend fernsehen. Und dieser Lifestyle-Dödel hat gleich zwei Spielekonsolen.
    Bei solchen Leuten, die einen Lifestyle pflegen, würde ich am liebsten wieder anfangen, Fleisch zu essen.
  10. #79

    Zitat von der_namenslose Beitrag anzeigen
    Müllternnung als solche ist sinnvoll, da Papier und Glas sich gute und effizient recyclen lassen. Der "grüne Punkt" hingegen ist teurer Schwachsinn. Unser Hippster sollt sich vielleicht mal gedanken zu seinen "Weisheiten" machen...
    Es wird das gemacht, was die grüne Lichtgestalt Trittin vorschreibt. Basta!