Missbrauchs-Roman: Der Gott der alten Männerschweine

Leif Hansen/ KiwiEs beginnt mit einem Alten, der im Wald "mit seinem Rhabarber" wedelt und endet als Tragödie. Maria Sveland, Autorin des Bestsellers "Bitterfotze", seziert in "Häschen in der Grube" sexuelle Gewalt in einer von Männern geprägten Gesellschaft.

Bitterfotze-Autorin Maria Sveland: Häschen in der Grube Rezension - SPIEGEL ONLINE
  1. #20

    Frauenschweine!

    Es geht immer nur um Gewalt von Männern. Dass Frauen viel subtiler Gewalt ausüben und sie nur physische Gewalt vermeiden ist ein Nichtthema in unserer Gesellschaft.
    "Der Gott der alten Frauenschweine". Man stelle sich vor, so würde über Frauen geschrieben. Darüber, wie sie Männer beherrschen, missbrauchen, ausbeuten.
  2. #21

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    Wie die Solidarisierung mit Straftätern im sexuellen Bereich aussieht, können gneigte Leserinnen und Frauenrechtlerinnen vielleicht nachvollziehen, wenn sie Studien über deren Schicksal in Strafvollzugsanstalten betreiben würden, aber das würde dann Vorurteile abbauen und vielleicht sogar Emphatie mit solchen Straftätern bei Frauen erzeugen, eine Empathie, zu der der ein richtiger Mann nie fähig wäre, selbst dann nicht, wenn er "Todestrafe für Kinderschänder!" ablehnt, einfach weil Männer in der Lage sind, hinter jeder Propaganda politische Ziel- und Stoßrichtungen zu erkennen!
    Findet eine Solidarisierung mit Straftätern im sexuellen Bereich nicht häufig durch eine Mutter statt, die angestrengt in die andere Richtung sieht?
  3. #22

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    Wie die Solidarisierung mit Straftätern im sexuellen Bereich aussieht, können gneigte Leserinnen und Frauenrechtlerinnen vielleicht nachvollziehen, wenn sie Studien über deren Schicksal in Strafvollzugsanstalten betreiben würden
    Völlig falscher Ansatz. Die Vergewaltigung von Vergewaltigern und Kinderschändern im Männergefängnis ist doch auch nur ein Abbild einer verrohten Männerwelt. Vergewaltigung ist niemals richtig. Vergewaltigung ist krank, falsch und zerstört letztlich die Moral derjenigen, die den Gewaltakt begehen. Man kann nicht vergewaltigen und zu den Gerechten gehören.

    Im übrigen beruht das Mobbing von Sexualverbrechern auf der einfachen Tatsache, dass diese Leute normalerweise keiner kriminellen Bande angehören und deshalb im Gefängnis Einzelgänger sind. So sind sie in einer testosterongeschwängerten Umgebung mit frustrierten, gewaltbereiten Männern, die häufig den untersten Bildungsschichten entstammen, ein beliebtes Opfer. Es geht um primitiv angewandte Macht in einem gesellschaftlichen Bereich, um den sich niemand kümmert. Und auch diese Macht ist durch und durch männlich.
  4. #23

    Zitat von person_xxxx Beitrag anzeigen
    Sie haben natürlich Recht, dass wir uns alle lieb haben sollten, jeder das Recht hat gehört zu werden, jeder wertvoll ist, jeder Verständnis verdient (oder nur fast jeder?), jeder nur das Produkt seiner Umwelt und jede böse Tat nur ein Hilferuf ist ... aber das sind Gemeinplätze, die die inhaltliche Auseindersetzung mit einem konkreten Thema deutlich erschweren.
    @ person_xxxx

    Das basiert auf demokratischen Grundrechten. Nennen Sie das Recht auf körperliche Unversehrtheit einen Gemeinplatz? Sie bleiben also dabei, beurteilen zu können, aburteilen zu dürfen, wie wertvoll mein Meinungsbeitrag ist. Nützt das denn der Diskussion besser? Wenn es um zutiefst verletzte Körper und Seelen geht? Es ist ein rhetorischer Trick, den Sie da anwenden. Ich unterstelle Ihnen, daß Sie damit versuchen, meine Meinungsfreiheit einzuschränken: und genau darum geht es, daß die Autorin des Buches, um das es hier geht, Ihre Meinung zeigt, eine bösartige Situation mit der Situation angemessenen bösen Worten analysiert, und Sie das gerne unterdrückt sehen würden, weil Sie sich persönlich angegriffen fühlen: müssen Sie nicht, Sie sind doch gar nicht gemeint. In dieser Diskussion geht es nicht um Sie und unsere gemeinsame männliche Verletztheit, sondern um ein Buch, mit einem furchtbaren Thema. Man zieht sich halt den Schuh an, der einem paßt, das verstehe ich. Das allgemeine Männerbashing kotzt mich auch an, auch das ist eine Form von Unrecht, Gewalt und Diskriminierung, aber man muß mal die Hintergründe dafür sehen, auf die ich versucht habe, hinzuweisen, die Sie als Allgemeinplatz abwerten. Haben Sie die Literatur recherchiert? Haben Sie nachgelesen, oder folgen Sie einfach dem Bauch? Ich unterstelle Ihnen einfach: Sie haben nicht, dann ist es klar, daß Sie gar nicht verstehen, worum es hier geht, sondern in kindlicher Unschuld nur ans eigene Ego denken. Ein Kollege nannte mich verächtlich "Frauenversteher" – ich verstehe auch Sie und den Hintergrund Ihrer Worte, es spricht für sich selbst, die Meinung anderer nicht zu achten oder abzuwerten. Entschuldigen Sie die vielen Worte, sehen Sie es als Respekt vor Ihrer Meinung, daß ich Stellung nehme.
  5. #24

    Zitat von Olaf Beitrag anzeigen
    Also ich denke mal, an der Bezeichnung "Rhabarber" stören sich hier die wenigsten. Viele Männer sind es nur leid, pausenlos mit Kinderschändern und Vergewaltigern in einen Topf geworfen zu werden.

    Und das in einer Gesellschaft, die sich sonst.....
    @Olaf

    Geht mir auch so. Wir müssen den Respekt einfordern, der von uns verlangt wird: ein Generalverdacht ist bösartig und diskriminierend. Haben Sie mal verfolgt, wie sich das Männerbild in der Werbung inzwischen entwickelt hat? Da wird man als Mann nur noch als softer Blödmann, biertrinkender Macho-Blödmann oder als sonstiger Depp hingestellt. Wir werden zum Produkt degradiert, das überspitzte Erwartungen zu erfüllen hat. Entwürdigend, aber für beide Geschlechter. Werbung mag nicht dem Täglichen entsprechen, formt jedoch die schlichten Gemüter genauso wie Alice "Emma" Schwarzers Propaganda. Es liegt bei uns, eine Gegenbewegung zu erzeugen, dazu gehört Rezeption und Verständnis von dem oa. Roman und Artikel, so beleidigt man sich auch fühlen mag – ich nehm´s nicht persönlich, sondern als Lebensäußerung, daß sich jemand sehr verletzt fühlt und deswegen laut schreit.
  6. #25

    @thomas_11

    Wenn Sie Probleme mit der Gegenrede zu Ihren Beiträgen haben und eigentlich nur auf der Suche nach Bestätigung sind, dann ist vielleicht ein Diskussionforum nicht das richtige Umfeld für das Kundtun Ihrer Meinung .... das mit dem Frauenversteher habe ich nicht geschrieben, obwohl ich eine gewisse Ähnlichkeit in der Meinungslage und Argumentationsweise zu diesem Charakterprototypen nicht ganz leugen kann ...

    Ich möchte hier gerne festhalten, dass vieles richtig und gut an der Frauenbewegung war und ist um Diskreminierung zu beseitigen. Leider habe ich den Eindruck, dass zunehmend und mißbräuchlich von fundamentalistischen Feministinnen ein allgemeiner Opferstatus für die Frau in der Gesellschaft installiert werden soll, um eine Machtbasis aufzubauen mit der sie sich in der Lage versetzten wollen gesellschaftliche Privilegien zu sichern. Am Ende soll der Mann so dastehen wie die Frau vor 200 Jahren. Einiges davon gibt es schon: z.B. Frauenquoten, in bestimmten Berufen ( nicht bei den Müllmännern) ist nicht mehr die Qualifikation entscheidend sondern das Geschlecht. Früher waren Frauen in bestimmten Berufen bei gleicher Qualifikation chancenlos - heute sind es die Männer. Fortschritt ist etwas anderes ....
  7. #26

    Hilfe - ich bin auch ein Frauenversteher !

    Ich hatte gerade so nebenbei den Test gemacht: http://www.gq-magazin.de/leben-als-mann/beziehung/test-frauenversteher-maenner-kommen-vom-mars-frauen-von-der-venus
  8. #27

    Zitat von thomas_11 Beitrag anzeigen
    @Olaf

    Geht mir auch so. Wir müssen den Respekt einfordern, der von uns verlangt wird: ein Generalverdacht ist bösartig und diskriminierend. Haben Sie mal verfolgt, wie sich das Männerbild in der Werbung inzwischen entwickelt hat? Da wird man als Mann nur noch als softer Blödmann, biertrinkender Macho-Blödmann oder als sonstiger Depp hingestellt. Wir werden zum Produkt degradiert, das überspitzte Erwartungen zu erfüllen hat. Entwürdigend, aber für beide Geschlechter. Werbung mag nicht dem Täglichen entsprechen, formt jedoch die schlichten Gemüter genauso wie Alice "Emma" Schwarzers Propaganda. Es liegt bei uns, eine Gegenbewegung zu erzeugen, dazu gehört Rezeption und Verständnis von dem oa. Roman und Artikel, so beleidigt man sich auch fühlen mag – ich nehm´s nicht persönlich, sondern als Lebensäußerung, daß sich jemand sehr verletzt fühlt und deswegen laut schreit.
    Der Roman ist ja eine erfundene Geschichte. Es geht hier nicht um echte Erlebnisse. Jedenfalls soweit ich das verstanden habe.

    Mir scheint hier mehr eine politische Botschaft im Vordergrund zu stehen und man benutzt das Thema Missbrauch, um diese Botschaft sozusagen unangreifbar zu machen.

    Man (oder frau) ist also über eigene Verletzungen weit hinaus, sondern verfolgt politische Ziele und benutzt Missbrauch als Propagandamittel.

    So sehe ich das jedenfalls.
  9. #28

    der typische feministische Bullshit

    Zitat von cutestrabbitonearth Beitrag anzeigen
    Völlig falscher Ansatz. Die Vergewaltigung von Vergewaltigern und Kinderschändern im Männergefängnis ist doch auch nur ein Abbild einer verrohten Männerwelt. Vergewaltigung ist niemals richtig. Vergewaltigung ist krank, falsch und zerstört letztlich die Moral derjenigen, die den Gewaltakt begehen. Man kann nicht vergewaltigen und zu den Gerechten gehören.

    Im übrigen beruht das Mobbing von Sexualverbrechern auf der einfachen Tatsache, dass diese Leute normalerweise keiner kriminellen Bande angehören und deshalb im Gefängnis Einzelgänger sind. So sind sie in einer testosterongeschwängerten Umgebung mit frustrierten, gewaltbereiten Männern, die häufig den untersten Bildungsschichten entstammen, ein beliebtes Opfer. Es geht um primitiv angewandte Macht in einem gesellschaftlichen Bereich, um den sich niemand kümmert. Und auch diese Macht ist durch und durch männlich.
    Erstens werden Kinderschänder nicht vergewaltigt, sie werden vorrangig geschnitten, mit Ihnen wird nicht geteilt, sie genießen keine Schutz gegen Übergriffe usw. Zweitens gehen Sie davon aus, dass Gefängnisse vorwiegend von Bandenmitgliedern bevölkert werden? Ich machte meine Erfahrung als politischer Häftling, bei einem Anteil von ca. 30% politischer Häftlinge! Zudem sprechen Sie Männern und Vätern die grundsätzliche Bereitschaft und den Willen als Antriebskraft ab, Vergewaltigung und sexuelle Nötigung als Gefahr für Ihre Kinder und Töchter zu sehen, auch von daher ein Betroffenheitsgefühl zu haben. Weiterhin unterstellen Sie, dass nur unterste Bildungsschichten Gefängnissinsassen sind, auch dies ist falsch. Richtig ist nur, das Macht in Gefängnissen nach Geschlechtern geteilt ist, logisch, weil in Gefängnissen die Insassen nun mal nach Geschlechtern getrennt werden. Allerdings habe Kindermörderinnen in Frauengefängnissen auch keinen guten Stand. Dort liegt es aber offensichtlich am besseren Wesen der Frauen, die für die Schicksale unschuldiger Kinder Empfindungen zeigen!
    Merke: Was Frau tut ist immer vom Positiven motiviert, was Mann tut und denkt kommt immer vom männlichen Mahctanspruch! Darüber dass Gewalt oft ein Zeichen der Ohnmacht ist, denken Frauen gar nicht mehr nach!