Berliner Klinik: Virus-Epidemie auf Frühchenstation

Der Chefarzt spricht von einem generellen berlinweiten Problem: In einer Klinik in Friedrichshain ist auf einer Frühchenstation offenbar eine Epidemie mit einem Lungenvirus ausgebrochen. Etwa zehn Kinder sollen betroffen sein.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-876025.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Chefarzt spricht von einem generellen berlinweiten Problem: In einer Klinik in Friedrichshain ist auf einer Frühchenstation offenbar eine Epidemie mit einem Lungenvirus ausgebrochen. Etwa zehn Kinder sollen betroffen sein.

    Virus-Epidemie auf Berliner Frühchenstation - SPIEGEL ONLINE
    Mein Mitgefühl ist bei den Eltern der betroffenen Neugeborenen. Möge ihnen Beistand zuteil werden und mögen sie ihre Kinder gesund mit nach Hause nehmen können.

    Mein Ärger gilt denen, die dieses irrsinnige Gesundheitsunwesen installiert haben, das die Menschen, die es auch noch mit horrenden Beiträgen zwangsfinanzieren müssen, verachtet.

    Es ist unsäglich, was sich in einem der reichsten Länder der Erde abspielt, welche Misthaufen sich hier gebildet haben.
  2. #2

    Meine Güte! Und wir vertrauen immer noch darauf, dass schwangere Frauen gut versorgt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Chefarzt spricht von einem generellen berlinweiten Problem: In einer Klinik in Friedrichshain ist auf einer Frühchenstation offenbar eine Epidemie mit einem Lungenvirus ausgebrochen. Etwa zehn Kinder sollen betroffen sein.

    Virus-Epidemie auf Berliner Frühchenstation - SPIEGEL ONLINE
    werden und ihre Babies in Krankenhäusern gesund zur Welt kommen... Vielleicht sollten wir auch endlich mal über die Bezeichnung "Krankenhaus" nachdenken, denn Nomen Est (bekanntlich auch) Omen. Wie wär's denn mit "Gesundheits- oder Heilungs-Haus"? Und (zum Teufel!) wenn das schon auf einer hochriskanten Frühgeburts-Station passiert, wie sieht es denn dann eigentlich auf den normalen Stationen in unseren Krankenhäusern aus?
  3. #3

    Derartige Viren haben leider bei immungeschwächten Menschen einen guten Wirt gefunden, und das Frühchen ist leider einer der schwächsten! Das aber ist auch der Preis unserer Hochleistungsmedizin. Ein Frühchen der 24. SSW ist heutzutage allemal noch ein Wunder, das von betroffenen Eltern angstvoll und mit Sorge betrachtet wird!
  4. #4

    Was hat DAS denn bitte mit dem bösen Gesundheitssystem zu tun? Da könnte man eher über multiresistente Keime oder über Antibiotika in der Tiermast klagen...
  5. #5

    Welcher Misthaufen?

    Der Misthaufen, der dafür sorgt das Früchen selbst vor der 28. Schwangerschaftswoche eine Überlebenschance haben? Soll man alle Frühgeborenenstationen schliessen? Dann hätte man nie wieder Infektionsprobleme!
  6. #6

    Ohne diese spezialisierten Stationen ..

    würden die Kinder sterben. Wo ist da der Irrsinn ?
    Aufregen muss man sich über den ganzen Filz, Lobbyismus und Korruption.
  7. #7

    Gefährliche Pflege, überall

    Aufregen sollte man sich über große private Betreiber, die möglichst viel aus ihren Häusern herausholen wollen. Wo kann denn dort besonders schön gespart werden, wenn nicht am Personal? Wenn die Leute nicht mehr genug Zeit haben, vernünftig zu desinfizieren, wird so was immer wieder vorkommen. Es ist immer dasselbe. Wer hievor die Augen verschließt, macht sich mti schuldig. Und wird bei eigenem Krankenhausaufenthalt die Quittung dafür bekommen. Pflege allgemein muss unterstütz werden. Tut endlich was: "Rosenblätter im Irrgarten".
  8. #8

    Reflexe

    Bestimmte Themen scheinen immer wieder die gleichen Bashingreflexe auszulösen. Das deutsche Gesundheitssystem ist eines der besten der Welt! Was passiert, wenn man nicht gezwungen wird zu zahlen und die Marktwirtschaft ungehemmt an das Thema lässt sieht man in den USA, wo Obama gerade versucht hat die Unmenschlichkeit des dortigen Systems einzudämmen. Natürlich gibt es auch hier Probleme, aber die sind oft global verbreitet, wie z.B. resistente Erreger, oder global agierende Pharmakonzerne und ihre Lobbyisten (und ja, die verdienen in meinen Augen einem Satz genannt zu werden). Die Überalterung ist ein generelles Problem unserer Gesellschaft, und für die damit verbundenen steigenden Kosten sollte nicht das Gesunheitssystem verantwortlich gemacht werden. Viele andere Probleme unseres Gesundheitssystems sind schlicht luxusprobleme, wie eben auch die Tatsache, das wir dank medizinischer Fortschritte immer mehr Frühchen retten können und diese eben besonders anfällig für Infektionen sind. Das sind natürlich trotzdem schlimme Tragödien und deshalb auch so medienwirksam, aber dafür gleich das gesamte Gesundheitssystem zu geisseln ist mir doch zu unreflektiert.
  9. #9

    Man darf nicht vergessen, wie die Krankheitserreger ins Krankenhaus kommen!

    Nämlich durch Patienten, Besucher und Personal! Alle Viren und Keime sind quasi ubiquitär in unserer Umwelt vorhanden (auch MRSA und Co.).

    Wer nach Vorgängen wie in den Niederlanden schreit (Krankenhauseinweisung nur mit negativem Screening), klar das können wir machen! Nur dann muss die Kasse das Screening auch zahlen und nicht auf die Krankenhäuser abwälzen! Dann müssen Patienten auch mal zufrieden sein, das sie nicht SOFORT! (wie es ja selbst bei den kleinsten Zipperlein die typische Anspruchshaltung ist, man muss ja sooo lange warte, ganze Stunden am Samstagabend in der Notaufnahme und nicht bis Montag wie in anderen Ländern) behandelt werden, sondern erst einen Termin bekommen, wenn das Screeningergebnis vorliegt. Und dann müssen die Patienten auch so vernünftig sein, bei positivem Befund, die Eradikationstherapie auch vernünftig durchzuziehen, das setzt halt Compliance voraus! Und dann müssen auch Dr. Ego und Dr. Arsch sich dran gewöhnen, das ihre Patienten zu welcher Untersuchung auch immer nicht sofort dran kommen, wenn ein Untersuchungsraum nach einem Patienten mit multiresistentem Keim noch ein bis zwei Stunden gesperrt ist! Es ist echt unwürdig, was ich da manchmal mit wahlweise russischen, balkanstämmigen oder auch deutschen Medizinervollpfosten rumdiskutieren muss!

    Das Problem ist m.M. nach die Stellung der Hygienekräfte im Haus und die eistungen durch die Krankenversicherer! Um sowas wie fast Keimfreiheit bei multiresistenten Erregern zu erreichen müssen die Hygiene- Hyänen halt das letzte Wort haben dürfen, wenn es um Verfahren, Massnahmen und dergleichen geht! Und es kann auch nicht angehen das teure Screenings, Isoliermaßnahmen etc. nicht extra bezahlt werden, sondern einfach in der DRG- Pauschale enthalten sein sollen, selbst wenn der Patient nachweislich schon bei Einlieferung den Erreger in sich trug (z.B. die x-tausenden Altersheimpatienten mit ESBL im Urin oder die Wundstationspatienten mit offenen, chronischen Wunden in denen sich ALLES tummelt, was es an Erregern so gibt), da ist doch klar das in den privaten Häusern (die ja Profit machen MÜSSEN) dann geschlampt wird, es kostet ja nicht wenig!