Reaktion auf Newtown-Massaker: Obama will Waffengesetze massiv verschärfen

REUTERSHintergrund-Checks bei Waffenkäufern, mehr Kontrolle, mehr Restriktionen: Laut einem US-Zeitungsbericht will Präsident Barack Obama die Verbreitung von Schusswaffen stark eindämmen - mit einem Maßnahmenpaket, das die bisherigen Erwartungen deutlich übertrifft.

Obama plant Verschärfung der Waffengesetze - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    US-Waffenspinner

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Die Debatte um schärfere Waffengesetze stößt in den USA meist schnell an eine Grenze, weil viele Bürger an dem in der Verfassung verankerten Recht auf Waffenbesitz hängen. Doch das Massaker von Newtown... Anders als bei den Amokläufen an der Columbine High School 1999 oder an der Universität Virginia Tech 2007 wurden dabei Kinder im Alter von sechs und sieben Jahren zur Zielscheibe.
    Obama plant Verschärfung der Waffengesetze - SPIEGEL ONLINE
    Demnach hätte Obama mit der Vorschrift von High-Tech-Visieren, die ein Mindestalter der Opfer von 14 Jahren erfordern, bei den amerikanischen Waffenspinnern wahrscheinlich ganz gute Chancen.

    Naja, der Verbot von Sturmgewehren ist ja schonmal ein guter Anfang. Sind Amokläufer nur noch mit ein paar Revolvern ausgerüstet, gibt es im Schnitt bestimmt höchstens nur noch ~20 Opfer.
    Und eine höhere Strafe bei Führen von Waffen in Schulnähe hält auch garantiert jede Menge Psychopathen vom Massakrieren ab...
  2. #2

    Glückwunsch an die Redaktion

    Endlich gibt es einmal einen Link zur Qqelle der Informationen
  3. #3

    Es gebietet die Höflichkeit...

    ... andere Menschen wegen ihrer Überzeugungen nicht auszugrenzen indem man sie ständig als Narren, Spinner, Fetischisten oder sonstigen abwertenden Bezeichnungen belegt. Leider trägt die bewusste Fehlinformation unserer Qualitätsmedien Früchte. Selbst in einem ehemals seriösen Blatt wie dem SPIEGEL sind diese Entwürdigung nachzulesen. Dies ist mE der mangelhaften Ausbildung der Redakteure und der Vernachlässigung journailistischer Grundprinzipien wie zB sorgfältiger Recherche auf dem Altar der Quote geschuldet.

    Wäre diese erfolgt, wäre dem verantwortlichen Redakteur aufgefallen, dass es in den USA zwar den 2. Verfassungszusatz gibt, der jedem Bürger das Recht zum Waffenbesitz gibt; gern übergangen - oder dem Leser bewusst vorenthalten - werden die fast 20.000 lokalen Waffengesetze der Bundesstaaten, Landkreisen und Gemeinden. Diese sind zum Teil extrem unterschiedlich gefasst und gehen von einem totalen Besitz- und Trageverbot bis hin zu einer völligen Freigabe des Besitzes inklusive öffentlichem, zugriffsbereitem Führen der persönlichen Waffe. Zudem ist der Verkauf von "Sturmgewehren" in den USA bereits seit 1986 verboten. Bevor jetzt wieder der typisch deutsche Einwurf mit der einigen Mitbürgern eigenen Scheuklappenmentalität "...die Amis mit ihrer Cowboymentalität..." durchschlägt: es kommt nachweislich in den Gegenden mit Waffenfreigaben zu weniger Straftaten als in solchen mit scharfen Waffengesetzen. Nachzulesen ist dies im Crime Report des FBI, hier stellvertretend der von 2009: FBI — Preliminary 2009 Crime Statistics

    Mir stellt sich zudem die Frage des Sinnes nach einem Verbot eines Tatmittels. Verbiete eines, ein Täter sucht sich ein anderes. Diese Täter wählen zudem bewusst Ziele aus an denen mit Sicherheit nicht mit Gegenwehr zu rechnen ist und geben beim ersten Anzeichen von Widerstand auf. Viel wichtiger als reflexhafte Verbotsforderungen sind die Ursachen für die in letzter Zeit häufiger auftretenden School-Shootings zu bekämpfen.

    Soziale Verelendung, wirtschaftliche Perspektivlosigkeit, psychologische Ursachen und als einer der wichtigsten Punkte die Glorifizierung dieser Mörder in den Medien sind Punkte an denen angesetzt werden muss.
  4. #4

    Anlassgesetzgebung....

    Das Wahlvolk hat den Eindruck, dass auf jedes Unglück ein Gesetz folgen muss - egal ob es Sinn macht oder nicht. Was hier verboten wird, sind rein optische Merkmale. Ob eine Waffe einen Pistolengriff hat oder einen gravierten Holzschaft ist völlig belanglos und sagt nichts über ihr Gefährdungspotential aus. Schon der Begriff "Assault Weapon" ist fehlerhaft. Dieser beschreibt eine vollautomatische Waffe. Diese sind schon jetzt - im Gegensatz zur landläufigen Meinung in D - stark reglementiert. Einen Vollautomaten bekommt man nach etwa 8 Monaten Papierkrieg für nicht unter 10.000 Dollar. Und jemand soll diesen Aufwand auf sich nehmen, um danach einen Supermarkt zu überfallen und dort 10 Dollar zu erbeuten? Das passiert einfach nicht. Was verboten werden soll, sind halbautomatische Schußwaffen. Aber - wie ich schon geschrieben habe - nach rein optischen Kriterien. Technisch die gleiche Waffe mit Holzschaft ist ok, aber wenn ich mir einen Pistolengriff anschraube, wird sie gefährlich? Auch eine Begrenzung von Magazinkapazitäten ist Humbug. Wen will, kann sich mal die Aussage von Suzanna Gratia Hupp ansehen, die vor einem Untersuchungsausschuss aussagt, nachdem Ihre Eltern in einem Restaurant erschossen wurden. Sie sagt glaubwürdig aus, dass ein Magazinwechsel in Sekunden geschieht. Es ist völlig egal, ob in dem Magazin 10 oder 30 Schuß sind, weil es eine völlige Illusion ist, dass man in der Zeit des Magazinwechsels auf den Täter einwirken kann.
    Aber es ist immer noch, wie es früher war - wenn etwas passiert, muss jemand dafür bestraft werden. Kann man den Täter nicht mehr greifen, müssen eben die Waffenbesitzer bestraft werden. Auch hierzu hat Frau Gratia eine eindeutige Meinung....
  5. #5

    Sicherheit vs. Freiheit

    Bravo! Amerika ist auf dem besten Weg, ein Freiheitsrecht gegen vermeintliche Sicherheit zu verkaufen.
  6. #6

    @ HollowPoint

    Zu 100% wahre Aussage. Als Legalwaffenbesitzer wird man (besonders in Deutschland) immer häufiger als kranker Psychopath dämonisiert! Das nur 0,0108% aller in D begangenen Straftaten mit legalen Schusswaffen durchgeführt wurden interessiert unsere absolut unparteiischen und immer objektiven (Spiegel) Journalisten herzlich wenig. Lieber mal wieder die Meinung der Allgemeinheit manipulieren ;-)
  7. #7

    Wofür eine Waffe?

    Wofür braucht jemand eine Waffe, wenn er nicht vor hat andere umzubringen?
    Und wofür ein Maschinengewehr/Schnellfeuerwaffe mit 100 Schuss ohne Nachladen?
    Es geht um Krieg oder Frieden.
    Glaubt jemand an Frieden und Verständigung wird er Waffen ablehnen.
  8. #8

    Wie wäre es den Munitionsverkauf zu verbieten?

    Bis auf einige Selbsthersteller müsste dann auf Dauer der leichte Zugriff erheblich erschwert werden. Die Waffe allein ist ja nicht das Hauptproblem - und in der Verfassung ist m.W. nur vom Recht die Rede, eine Waffe zu tragen. Munition wird nicht erwähnt...
  9. #9

    Waffenexperten unter sich

    Mit Sturmgewehren lassen sich ohne Nachladen innerhalb kürzester Zeit extrem viele Schüsse abgeben, was sind denn extrem viele Schüsse? Es kommt wohl eher auf die Magazinkapazität an wieviele Schüsse man abgeben kann. Mam sollte aich auch einigen von was man spricht von Sturmgewehren oder halbautomatischen Gewehren. Sturmgewehre haben eine Dauerfeuereinrichtung, bei Halbautomaten muss man jedem Schuss der Abzug neu gedrückt werden, vollautomatische Waffen sind auch jetzt schon in den USA nur mit Sondergenehmigung zu bekommen. Halbautomatische Selbstladewaffen werden selbst im strengen Deutschland als Jagdwaffen benutzt. Nicht jede Waffe die wie ein Sturmgewehr aussieht ist auch eines