Vierschanzentournee: Schlierenzauer siegt, deutsches Debakel

Getty ImagesDie deutschen Springer erwischten beim Tournee-Finale in Bischofshofen einen schwachen Tag. Severin Freund scheiterte im ersten Durchgang, Andreas Wellinger stürzte beim Jubeln. Die Tournee gewann der Österreicher Gregor Schlierenzauer.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-876004.html
  1. #1

    optional

    Fakt ist : Deutschland hat immer noch keinen Siegspringer, ist aber mannschaftlich geschlossen. Nichtsdestoweniger drängen die Jungen nach vorn. Wellinger ist ein großartiges Beispiel dafür. Also sollten wir gelassen bleiben und den Bundestrainer in Ruhe arbeiten lassen. Freuen wir uns auf den nächsten Winter. Ich bin sicher, das unsere Springer dort eine erstklassige Rolle spielen werden, vorausgesetzt, die Auswahl der Punktrichter erfolgt mit mehr Fingerspitzengefühl. Bei dem, was während der Tournee an Ungereimtheiten bezüglich der Punktevergabe auftrat, würde es mich nicht wundern, wenn der ein oder Andere Verband um ein paar Euro ärmer und andere Verbände einfach nur wütend und desillusioniert sind.
  2. #2

    Debakel?

    Ein wirkliches Debakel kann ich nicht sehen, denn wenn ich mir das Gesamtergebnis der Tournee ansehe, haben die Deutschen lange nicht mehr so gut (als geschlossene Mannschaft) abgeschnitten.
  3. #3

    Teamhierarchie

    Das Problem, das ich aktuell sehe ist, dass durch die Rückkehr von M. Schmidt die Teamhierarchie, die sich im vergangenen Jahr neu gebildet hatte, durcheinandergebracht wurde. Deshalb werden die Leistungen wieder schwächer. Als Schmidt vor ca. 1 Jahr das Team verlassen hatte, war der alte Platzhirsch weg und es hat sich eine neue Teamstruktur gebildet. Leider ist Schmidt kein Newcomer, der sich dort einsortiert, sondern er wird bewußt oder unbewußt seinen alten Platz beanspruchen. Das sogt für Unruhe im Team und die Leistungen fallen wieder ab. Alle (Medien) reden/schreiben nur noch über Schmidt. Alle anderen Talente werden wieder in die zweite Reihe zurückversetzt.
    Dann lieber einen jungen Sportler in das Team nehmen, der sich leichter in das Team integrieren lässt und in 1-2 Jahren Top-Leistungen bringen kann. Mit Schmidt ist das Team wieder Durchschnitt geworden. Die Konstanz, die es vor der Tournee gab, ist weg, seit Schmidt wieder zurück ist. Ich habe nichts gegen M. Schmidt, aber er hat seine Zeit gehabt. Schmidt sollte seine herausragende Erfahrung in eine Trainerfunktion einbringen. Da kann er viel mehr bewirken.
  4. #4

    Schmitt

    Zitat von Sicherheitsberater Beitrag anzeigen
    Das Problem, das ich aktuell sehe ist, dass durch die Rückkehr von M. Schmidt ...
    Dieses Argument habe ich jetzt schon öfters gelesen. Dazu zwei Gegenargumente:
    1. Martin Schmitt (mit "tt" bitte) hat sich sowohl seine Nominierung für Oberstdorf und GAP, als auch sein Dabeibleiben in Innsbruck und B'hofen sportlich erkämpft. Das oberste Kriterium sollte immer noch Leistung sein.
    2. Es gibt auch andere Ansatzpunkte, warum das DSV-Team in der Spitze nicht so mitgehalten hat, wie vor der Tournee: z.B.: Nervliche Belastung während der Tournee durch extremes Medieninteresse. Man will es dann "zu gut" machen. Und: Es ist wohl mehr als eine bloße Vermutung, dass die Weltcups vor der Tournee von vielen Nationen als "Aufwärmveranstaltungen" genutzt wurden. Ein Weltcup in Kuusamo hat halt vom Ergebnis her nicht die Aussagekraft eines Tourneespringens.

    Anmerkung zum Artikel: Ich denke, dass Wellinge nicht gestürzt ist weil er jubelte. Man konnte das in der Zeitlupe ganz gut sehe, dass ihm der Ski schon begann wegzufahren, ehe er die Faust ballen wollte.
  5. #5

    Zitat von handbikefahrer Beitrag anzeigen
    Ein wirkliches Debakel kann ich nicht sehen, denn wenn ich mir das Gesamtergebnis der Tournee ansehe, haben die Deutschen lange nicht mehr so gut (als geschlossene Mannschaft) abgeschnitten.
    Nein, das war ein unvergleichliches, historisches Debakel, eine Katastrophe ohnegleichen!
    Die sollen sich mal ein Beispiel an solchen großen Skisprung-Nationen wie Finnland nehmen!
    Oder auch das Mannschafts-Ergebnis der Österreicher ansehen.