Kampf gegen Crystal Meth: Giftküchen an der Grenze

SPIEGEL TVIm deutsch-tschechischen Grenzgebiet boomt der Handel mit Crystal Meth. Die Droge verwandelt Abhängige in Wracks, Polizisten sind im Kampf gegen das Rauschgift machtlos.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-875994.html
  1. #20

    Zitat von mr green Beitrag anzeigen
    alle empirischen studien zum thema widerlegen die these von cannabis als einstiegsdroge. ihre meinung mag ihrem subjektiven empfinden, ihrer ideologie entsprechen, mit der realität hat das nachgewiesenermaßen nichts zu tun.
    wenn sie möchten kann ich ihnen quellenangaben mitteilen.
    die soziale umfeldtheorie wurde übrigens ebenfalls bei der großen mehrzahl der konsumenten als empirisch falsch zurückgewiesen. sollten sie dieser theorie trotzdem weiter anhängen, so können sie diese als argument für eine legalisierung von cannabis verwenden ;-).
    zur beruhigung: cannabis stellt im übrigen bei ca. 95 prozent der konsumenten ein transistorisches phänomen dar.
    Das können diese Studien gerne tun, aber ich weiß es einfach besser. Die Akdemiker haben zu ihrer Studie auch ganz sicher keinen echten Einblick in das Drogenumfeld, denn einen Dealer werden sie wohl kaum angetroffen haben und die ganz schweren Fälle lassen sich eh nicht im Rahmen einer Studie befragen. Versprochen! Das hat mit "Ideologie" zu tun, sondern nährt sich aus meinem Erleben und Beobachten.
    Ich selbst war lange Teil der Technoszene und da kommen sie ganz schnell in Berührung mit härteren Drogen. Das ist einfach so und wer es nicht glaubt, möge einen Selbstversuch starten.
    Zudem sollte und bei der wachsenden Zahl von psychischen Erkrankungen das Thema "Cannabis" nicht unter den Tisch fallen lassen.
  2. #21

    kiffen....

    ist mit abstammt das schlimmste! Ich bedauere es sehr das einige menschen meinen, unwissend (keine erfahrung) oder wissend (abhängig), marihuana sei keine gefährliche droge oder eine die legalisiert werden sollte! der regelmäßige konsum dieser "weichen droge" führt zu irreperablen "geistigen" langzeit schäden!!! alkohol ist schon genug und regelmäßiger mäßiger konsum nicht annähernd so gefährlich wie kiff!
    (ich spreche aus erfahrung)
  3. #22

    Typisch Bayern

    Es verwundert kaum, dass Bayern der Herd eines "neuen" Rauschgiftproblems wurde. Dort, wo die Maß dem Kinde gereicht, wundert man sich über den Missbrauch von Drogen, die es schon lange gibt und die abermals zu einem Phänomen hoch stilisiert werden. (Danke dem Spiegel für diese vortrefflich oberflächliche Darstellung des Themas.)
  4. #23

    Ich seh den Punkt in dem ganzen "Drogenkampf per Gesetz und Polizei" nicht. Aufgeklärt sind sie alle. Wer nun meint, sich dennoch möglichst schnell aus dem Genpool befördern zu wollen - ist es Aufgabe des Staates, dies zu verhindern?
  5. #24

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    Ich kenne keinen, bei dem der Konsum eines Bieres oder einer Zigarette, sofort eine Sucht ausgelöst hat. Das ist bei Meth schon bedeutend andere. (Ähnlich wie bei Crack übrigens.)
    Bitte keine Unwahrheiten verbreiten, denn das kann bei dem ein oder anderen richtig nach Hinten losgehen.
    Nur weil Sie das Problem Alkohol und Tabak so sehen wollen und eine willkürliche Grenze zu illegalen Substanzen ziehen wollen, muss das nicht stimmen. Suchtmittel sind Suchtmittel, egal ob legal und illegal. Und Verfall und Desozialsierung sind weniger vom Stoff als von der missbrauchenden Persönlichkeit und deren Lebensumständen abhängig. Und die Lebensumstände sind bei Missbrauch von illegalen Substanzen , schon wegen Beschaffungsdruck und Verunreinigung immer nachteilig für den Nutzer. Am Ende sind Alkis ohnehin nicht weniger elend als Crack- oder Methheads, zumal die meisten Drogenabhängigen ohnehin polytox sind und in der Regel auch ein Alkohol- und Nikotinproblem haben.

    zu Ihrer kühnen These Nummer 1. Verdammt viele Raucher und Trinker sind nach der ersten Zigarette, dem ersten Glas dabei geblieben. Reden Sie mal mit Leuten in Alkoholentzugskliniken, die hatten im Rückblick zum Teil schon nach dem ersten Glas ein geradezu verhängnisvolles, erotisches Verhältnis zu ihrem scheinbaren Problemlöser Alkohol.
    Ansonsten empfehle ich die Lektüre von Hans Falladas Trinker, da ist der Weg in die Sucht hervorragend beschrieben.

    zu ihrer 2. These , auch die ist nämlich Käse. Das ist anders als die Sensationspresse, die sich ja immer nur mit den Gescheiterten Personen beschäftigt, der Allgemeinheit weismachen will, bei den illegalen Substanzen nicht anders. Ja es gibt sie, die Leute die bei den harten Substanzen (Crack , Heroin, Meth und Koks) schon nach Erstkonsum dabei bleiben, genau wie bei Alkohol und Zigaretten. Aber, auch wenn Sie das nicht glauben wollen, es gibt ebenso verdammt viele Leute, die oben genannte Substanzen ein bis mehrmals ausprobieren, nichts oder wenig an dem Dreck finden und ihn dann lebenslang auch nie wieder anrühren.

    Und ich verstehe bei allen Befürworten der Prohibition immer nicht, was sie eigentlich so toll darin finden, das immer neuer härterer Dreck auf den Markt kommt, während vergleichsweise weniger gefährliche Substanzen kriminalisiert werden? Wieso normale Konsumenten und Kleindealer strafrechtlich verfolgt werden wie Schwerkriminelle und die Leute auf der Straße verelenden, während die Polizei wirkliche Organisierte Kriminalität nicht bekämpfen kann , weil ja die Kräfte gebunden sind,? Wieso sie die gleiche Mafia, organisierte Kriminalität so toll finden und weiter fördern wollen, indem dem sie ihnen eines der profitabelsten Geschäftsfelder erhalten? Wieso sie bewaffnete Konflikte weiter anfeuern wollen, die nachweislich mit Drogengeldern gefüttert werden etc...
    Na wo ist Sie jetzt die moralische Überlegenheit?
  6. #25

    Mag sein.

    Zitat von mr green Beitrag anzeigen
    alle empirischen studien zum thema widerlegen die these von cannabis als einstiegsdroge. [...]
    Korrekt. Wie ein nicht unerhebliche Zahl an Studien nachweist, dass der Konsum von Cannabis die geistige Weiterentwicklung eines Menschen stoppt oder zumindest stark bremst.

    Insofern hat es seinen guten Grund, dass beides nicht legalisiert ist, selbst wenn es nichts miteinander zu tun hat.
  7. #26

    weitere Gründe zur Kanabis Legalisierung. Hochprozentiger Alkohol, Tabak jeglicher Art (Kautabak haut richtig rein), Ecstasy und was sonst noch, und ich habe auch das Geld mir all das Illegale zu beschaffen. Warum tue ich es nicht? Weil ich mich unter Kontrolle habe, wie die meisten anderen auch. Den Einstieg findet man sicher nicht über Kanabis, da gibt es weit aggressieveres was gar leichter zu beschaffen ist. Ich glaube den Einstieg findet man über die Kontakte zu Dealern. Wer sich allein schon einmal an den Vorgang gewöhnt hat, bei nem Typen um die Ecke etwas zu bestellen, hat schon den ersten Schritt getan. Genauso wichtig finde ich das Suchtpotenzial in der Gesellschaft, welches auf Druck und Stress basiert, auf das Gefühl "nicht involviert zu sein", arbeitslos, perspektievlos. Unsere "Vereinigung" hat sicher viele irretierte und überfordert zurück gelassen. Da kann die Drogenpolitik noch so gut sein, wer immer wieder so heftig im Kessel rührt, muss sich nicht wundern. Wie ich immer sage, der Mensch brauch Beständigkeit und Strucktur, was uns in Dland immer mehr abhanden kommt
  8. #27

    Zitat von 01099 Beitrag anzeigen
    Ich kenne keinen, bei dem der Konsum eines Bieres oder einer Zigarette, sofort eine Sucht ausgelöst hat. Das ist bei Meth schon bedeutend andere.
    Dass Zigaretten/Nikotin und auch Alkohol einer der Drogen mit dem höchsten Suchtpotenzial ist ist technischer Standt der Wissenschaft.
    Quellen:
    Drugcom: Aktuelles: Nikotin hat höchstes Suchtpotenzial
    Nikotinsucht - Fragen & Antworten
    Drogen-Studie - Alkohol gefährlicher als Heroin und Crack - Gesundheit - Süddeutsche.de

    Ziel unserer Drogen- und Suchtpolitik ist die Reduzierung des Konsums legaler und illegaler Drogen sowie die Vermeidung der drogen- und suchtbedingten Probleme in unserer Gesellschaft. Die legalen Suchtmittel Alkohol, Tabak und psychotrope Medikamente finden aufgrund ihrer großen zahlenmäßigen Bedeutung dabei die größte Beachtung.
    Quelle: Bundesministerium für Gesundheit (!)
    Sucht und Drogen - Bundesgesundheitsministerium

    Methamphetamine und MDMA (Extasy) mögen durch die euphorisierende Komponente noch mal andere Suchtpotenziale haben, zumindest klassisches Standard-Amphetamin wird allerdings in verschiedenen Derivaten für medizinische Zwecke eingesetzt u.a. bei AD(H)S (als Derivat in Form von Ritalin) und auch bei diversen Schlaf- und Wachkrankheiten in verschiedenen Ländern (z.B. Narkolepsie).

    Reines Amphetamin an sich ist medizinisch kontrolliert beispielsweise nachweislich weder sonderlich Suchterzeugend noch Körperlich schädlich.
    (Daher ist Standard-Speed in jeglichen Drogenszenen und Partyszenen auch relativ unbeliebt, weil total langweilig, macht einfach nur wach, siehe Jahresdrogenbericht der Polizeibehörden).
    Man sollte natürlich den Einfluss auf Gehirnchemie und Psyche nicht herunterspielen - Drogen SIND gefährlich.
  9. #28

    Immer wieder schön zu lesen !!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im deutsch-tschechischen Grenzgebiet boomt der Handel mit Crystal Meth. Die Droge verwandelt Abhängige in Wracks, Polizisten sind im Kampf gegen das Rauschgift machtlos.

    Kampf gegen die Droge Crystal Meth an der deutsch-tschechischen Grenze - SPIEGEL ONLINE
    Sobald irgendein Artikel sich KRITISCH mit Drogen auseinandersetzt, kreischen die Konsumenten hysterisch auf.
    Sei es der Alkoholkonsum, jaaaaaa Alkohol ist auch eine Droge - aber legal, oder anderes Zeug um sich das Hirn zu vernebeln, schon kriechen die Zugenebelten aus ihren Löchern !!

    Sinnlos jeglicher Versuch mit rationalen Argumenten auf die Gefahren hin zu weisen.

    Am besten ist ja noch der Vergleich mit irgendwelchen Urvölkern, wo allenfalls der Schamane bei kultischen Handlungen sich einen reinprepelt.
    So ein Unsinn kann wirklich nur einem Abhängigen einfallen.

    Und nein, Bewußtseins verändernde Stoffe (Drogen) stehen natürlicherweise nicht auf dem Speiseplan des Homo sapiens.

    Ich könnte wirklich lauthals über viele Kommentare hier lachen, wenns nicht so traurig wäre.
  10. #29

    Meth ist Teufelszeug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...Polizisten sind im Kampf gegen das Rauschgift machtlos.
    Ich bin kein Drogen-Hardliner, aber Meth ist für Süchtige richtig gefährlich. In den USA hat man angefangen, die Ephedrin-haltigen Medikamente, die als eine Ausgangsstoff dienen, besser zu kontrollieren - mit einem gewissen Erfolg, so weit ich weiß.