Titelsammlung von Wissenschaftlern: Wer hat den Längsten?

Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. - manche Titelketten lesen sich, als hätte der Besitzer einen Sprung in dr-dr-der Schallplatte. UniSPIEGEL-Kolumnistin Anna Kistner fragt sich: Sammeln Wissenschaftler vielleicht präventiv, weil sie wissen, wie schnell man heutzutage einen Doktortitel wieder los ist?

http://www.spiegel.de/unispiegel/job...-a-871964.html
  1. #10

    Lebensleistung....

    Zitat von norwood1969 Beitrag anzeigen
    ...
    Insgesamt könnte man vor der Lebensleistung eines Professors mit mehreren Ehrendoktoraten ebenso Respekt haben, wie vor einem Handwerks-Meister, der die goldene Ehrennadel der IHK erhalten hat.
    Die Lebensleistung eines Profesors würde man doch wohl eher daran festmachen welche Erfolge er in Lehre und Forschung erzielt hat. Abgestaubte Titel befreundeter Universitäten zeugen eher von erfolgreicher "Seilschafterei".
  2. #11

    ... wie figura zeigt ...

    Zitat von zensorsliebling Beitrag anzeigen
    bringt solche Blüten hervor. Kaum eine(r) der Damen und Herren hat die Leistungen für den zweiten, dritten und x-ten Dr. allein und selbst erarbeitet. Professorentitel sind nur Berufungen und werden inflationär - für entsprechende Gegenleistungen - auch an Vorstände und andere Gönner vergeben. Wer's braucht sollte bei all dem nicht vergessen, dass "wichtig" die Eigenschaft des Wichts beschreibt.
    Hier geht es los, gewohnt sachlicher und kompetenter Beitrag. Und ich sach noch ...
  3. #12

    Da ich die oben angegeben Person, persönlich kenne, weiß ich wie viele persönliche Entbehrungen die Erlangung dieser Grade aufgebracht werden musste. Besonders da man ja wissen muss, dass man pro abgeschlossenen Studium nur einen Doktortitel haben darf, bedeutet dies, dass also drei Studiengänge (Medizin, Zahnmedizin und Biologie) abgeschlossen werden mussten. Da sind manche schon mit einem überfordert! Bitte erst richtig recherchieren bevor man unterschwellige Behauptungen in die Welt setzt.
  4. #13

    Der erste Post......

    ....ist ziemlich wichtig und inhaltlich richtig. So, wie ich das sehe, sind 90% der Titelkettenträger Mediziner, im Speziellen Gesichtschirurgen, die ja obligat Zahn- und Humanmediziner sein müssen. Erfahrungsgemäß schauen sehr forschungsorientierte Mediziner häufig auch nach Möglichkeiten, berufsbegleitend zum rer. nat., hum. biol. oder rer. medic. zu promovieren. Wer sich aber mehrere Vollpromotionen gibt (d.h. in de facto Vollzeit am Institut mit Lehre usw. zu TV-L 13/2), dem kann man pure Eitelkeit echt nicht vorwerfen.....Ob es allerdings bspw. die Chancen auf eine Vollprofessur erhöht, würde ich stark bezweifeln, denn in den Berufungsverfahren wird großen Wert gelegt auf Spezialisierung und Fokussierung. Alles, was nicht direkt ins Bild passt, wird ganz gern mal als 'Ablenkbarkeit' und 'Unentschlossenheit' ausgelegt.
  5. #14

    Zitat von doitwithsed Beitrag anzeigen
    Es gibt auch solche und solche. Selbst der Wissenschaftsrat sieht mittlerweile in einem Dr. med. oder Dr. dent. nur einen Diplomgrad, keinen "echten" Doktorgrad. Im Ausland wird der Dr. med. auch nicht äquivalent mit einem dem Ph.D., dem "richtigen" angelsächsischen Doktorgrad, gesehen, sonden entspricht eher den M.D. (Medical Doctor), der nach Studienabschluß quasi automatisch vergeben wird.

    Bleibt noch hinzufügen, das ein mehrfacher Doktorgrad eigentlich mit Dr. mult. angebeben wird und nicht mit einer Dr.-Stotterkaskade.

    Charme hat auch die Methode unseres südlichen Nachbarn, die in diesem Fall pro Grad jeweils ein D anhängen. DDr. ist daher nicht unbedingt eine ehemaliger Staat und wer es arg dolle treibt, kommt vielleicht dort sogar auf einen DDDDr.
  6. #15

    Unter Wissenschaftlern ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. - manche Titelketten lesen sich, als hätte der Besitzer einen Sprung in dr-dr-der Schallplatte. UniSPIEGEL-Kolumnistin <i>Anna Kistner</i> fragt sich: Sammeln Wissenschaftler vielleicht präventiv, weil sie wissen, wie schnell man heutzutage einen Doktortitel wieder los ist?

    Titelketten: Wie Akademiker nach Doktortiteln gieren - SPIEGEL ONLINE
    ... gilt es als absolut unfein, einen Titel zu benutzen. Sie werden in keinem seriösen wissenschaftlichen Journal bei den Autoren bzw. ihren Adressangaben jemals einen Titel beigefügt finden. Die beschriebene Titelgier kenne ich von Medizinern sowie anderen Bereichen außerhalb der (Natur-)Wissenschaften.
  7. #16

    Bei einem DDDDDDr. darf man unterstellen, dass es sich entweder um einen Stotterer oder einen unter Blähungen Leidenden handelt. Der Vermutung des Spiegel-Autors, es könne sich auch um einen Sprung in der Schallplatte handeln darf man die Vermutung entgegensetzen, dass der Betroffene möglicherweise unter einem Sprung in der Schüssel leidet.

    Zitat von doitwithsed Beitrag anzeigen
    Es gibt auch solche und solche. Ein DDDDDDDSelbst der Wissenschaftsrat sieht mittlerweile in einem Dr. med. oder Dr. dent. nur einen Diplomgrad, keinen "echten" Doktorgrad. Im Ausland wird der Dr. med. auch nicht äquivalent mit einem dem Ph.D., dem "richtigen" angelsächsischen Doktorgrad, gesehen, sonden entspricht eher den M.D. (Medical Doctor), der nach Studienabschluß quasi automatisch vergeben wird.

    Bleibt noch hinzufügen, das ein mehrfacher Doktorgrad eigentlich mit Dr. mult. angebeben wird und nicht mit einer Dr.-Stotterkaskade.

    Charme hat auch die Methode unseres südlichen Nachbarn, die in diesem Fall pro Grad jeweils ein D anhängen. DDr. ist daher nicht unbedingt eine ehemaliger Staat und wer es arg dolle treibt, kommt vielleicht dort sogar auf einen DDDDr.
  8. #17

    Zitat von zensorsliebling Beitrag anzeigen
    Kaum eine(r) der Damen und Herren hat die Leistungen für den zweiten, dritten und x-ten Dr. allein und selbst erarbeitet.
    Man kann Ihnen gewiss nicht vorwerfen, selbst keine akademische Bildung erfahren zu haben, aber warum schreiben Sie dann über Dinge, die Sie nicht kennen?

    Professorentitel sind nur Berufungen und werden inflationär - für entsprechende Gegenleistungen - auch an Vorstände und andere Gönner vergeben.
    Den inneren Widerspruch dieser Aussage erkennen Sie vielleicht, wenn Sie nochmal drüber gehen (Tip: Wie werden Berufungen vergeben?), aber komisch ist vor allem, dass es im Artikel um wiederholte Dres. ging, nicht um Berufungen auf Lehrstühle.

    Wer's braucht sollte bei all dem nicht vergessen, dass "wichtig" die Eigenschaft des Wichts beschreibt.
    Brüller! Dabei ist das Verfassen von Kommentaren mit dem Ziel, am Ende ein blödes Wortspiel unterzubringen, die eigentliche Wichtigtuerei. Stimmen Sie mir da zu?

    MfG, Dr. wicht. Vorzeichen
  9. #18

    Achte Klasse reicht nicht

    Zitat von Bodenseepeter Beitrag anzeigen
    Natürlich vergrößert ein Doktortitel kein Gehalt. Sondern er hat eher dieselbe Ursache wie ein größeres Gehalt. Aber geschenkt!
    Das kann man gar nicht fett genug drucken. Diese Ursache gehört aber zu den am liebsten diffamierten Sekundärtugenden. (Ich bin übrigens nicht promoviert.)

    Zitat von Bodenseepeter Beitrag anzeigen
    Wenn ein Doktortitel das Gehalt um 25% vergrößern würde, dann würde ein zweiter davon das Gehalt nochmal (sic) um 25% vergrößern. Das macht dann (Zinseszins) schon 56,25%. Und der dritte Titel würde abermal 25% drauf setzen, also insgesamt 95% mehr Gehalt bedeuten.
    Also 95% statt 75%. Oder anders gesagt: 27% mehr als im Artikel dahingerotzt.
    Das, liebe Spiegel-Redaktion, kann man auch ohne Doktortitel ganz leicht ausrechnen. Dazu gleich die achte Klasse.
    Das höhere Einstiegsgehalt für den Doktor kompensiert meist kaum die Steigerungen, die ein Kollege, der ohne Promotion in einen Job gegangen ist, zwischenzeitlich erhalten hat. Der Doktor hat aber im Zweifel die besseren Beförderungschancen, bei Freiberuflern einen gewissen Akquisitionsvorteil.

    Mit Sicherheit haben auch Doktorgrade einen stark sinkenden Grenznutzen. Die lineare Achtklässler-Rechnerei taugt also nicht einmal als Modellannahme, einmal davon abgesehen, dass für eine Zins- und Zinseszins-Rechnung Zeitabschnitte definiert werden müssen. Ein bisschen Sinn im Unsinn hätte ich dann doch gern.
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Prof. Dr. Dr. Dr. h.c. - manche Titelketten lesen sich, als hätte der Besitzer einen Sprung in dr-dr-der Schallplatte. UniSPIEGEL-Kolumnistin <i>Anna Kistner</i> fragt sich: Sammeln Wissenschaftler vielleicht präventiv, weil sie wissen, wie schnell man heutzutage einen Doktortitel wieder los ist?

    Titelketten: Wie Akademiker nach Doktortiteln gieren - SPIEGEL ONLINE
    Der Titel ist doch meist die einzige Bezahlung, die man dafür bekommt, irgendeine anstrengende Arbeit zu verrichten.

    Beispiel Dr. med.: Man ist da einfach unbezahlte Arbeitskraft, die durchaus anstrengende und anspruchsvolle Arbeit leisten muss.
    Nach unbestimmt langer Zeit und ohne Erfolgsgarantie bekommt man dann diesen Titel.

    Warum also der Neid? Ist ja nicht so, dass man verpflichtet ist den Titel auszusprechen (=/= ihre Majestät) und meist wird man auch ohne Dr. med. als "Doktor" oder "Doc" gerufen.