SPD und das Kanzlergehalt: Wie Peer Steinbrück fast einmal in die Wirtschaft wechselt

dapdPeer Steinbrück in schweren Erklärungsnöten: In einem Interview verteidigt der SPD-Spitzenkandidat seine Äußerungen zum Kanzlergehalt, relativiert sie aber zaghaft. Unterdessen wird eine alte Anekdote aus seiner Karriere ausgegraben - in den Neunzigern erwog er den Abschied aus der Politik.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-875961.html
  1. #10

    konzertierte Aktion

    Spon berichtet, die Kanzlerin erdient ca. 18.000 EUR/Monat. Jetzt sind es über 300.000 im Jahr. Eine Steinbrück-Falle für tumbe Wähler - ...passend zur Niedersachsenwahl.
    Naja, es gibt hoffentlich ausreichend schlaue Wähler, die das miese Medienspiel durchschauen.
  2. #11

    Bezahlung von Führungskräften in der Wirtschaft

    Meines Erachtens hat Peer Steinbrück völlig zu recht darauf hingewiesen, dass die Bezahlung von Führungskräften in der Wirtschaft derzeit deutlich zu hoch ist. Sogar Bundeskanzler werden erheblich geringer bezahlt. Hier wäre eine Möglichkeit, mit der Einkommensteuer korrigierend einzugreifen. Man könnte etwa über einen Steuersatz von 100 Prozent für alles über 500.000 Euro Jahreseinkommen nachdenken. Das würde niemanden arm machen.
  3. #12

    ein bisher "unbescholtener" Politiker???

    Zitat von prologo1 Beitrag anzeigen
    .....von dieser Kampagne gegen Steibrück. Jetzt wühlen sie schon im Lebenslauf eines bisher unbescholtenen Politikers herum, mit dem Ziel die Diffamierung aufrecht zu halten.

    Der Augstein hat sich schon im Grabe wundgescheuert, vor Gram seiner Nachfolger. Von neutraler Berichterstattung ist SPON Lichtjahre entfernt.
    Geht's noch? Der Mann hat 1 Tag nach Ablauf der 5-Jahres-Frist erst den monatelang auf seinem Schreibtisch liegenden Brief über die desolate Lage der HRE "gefunden", zuvor daran mitgewirkt, dass die IKB sich faule Papiere andrehen ließ und dann bei der Bankenrettung Hunderte Milliarden Steuergelder den Banken zugeschoben, deren kriminelles Roulette er zuvor erst mit der "Deregulierung" des Finanzsektors ermöglicht hatte.

    Gemessen an dem finanziellen, damit gesamtwirtschaftlichen und –*wenn man an die vielen betroffenen Menschen "unten" denkt! –*sozialen sowie menschlichen Schaden, den Steinbrück angerichtet hat, ist er vermutlich einer der verheerendsten Politiker der deutschen Geschichte. Dass er aus Ihrer Sicht als "unbescholten" gelten kann, liegt doch nur daran, dass er zu jener Politikerkaste gehört, die abgehoben von jeglicher Realität sich die Gesetze so zimmern, dass sie selbst garantiert nie zur "Verantwortung" gezogen werden –*für deren Tragen sie ja angeblich diese hohen Diäten und Gehälter nötig haben!!
  4. #13

    ich wollte mal SPD Mitglied werden ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Peer Steinbrück in schweren Erklärungsnöten: In einem Interview verteidigt der SPD-Spitzenkandidat seine Äußerungen zum Kanzlergehalt, relativiert sie aber zaghaft. Unterdessen wird eine alte Anekdote aus seiner Karriere ausgegraben - in den Neunzigern erwog er den Abschied aus der Politik.

    Steinbrück verteidigt Äußerungen zu Kanzlergehalt - SPIEGEL ONLINE
    Vor Jahren spielte ich mit dem Gedanken, mich in der SPD politisch zu engagieren. Ich wurde nach Bekunden meines Interesses dann mehrfach als Gast zu Sitzungen des SPD-Ortsvereins eingeladen.

    Mein Interesse an einer Mitgliedschaft machte bald blankem Entsetzen breit. Ich musste feststellen: die SPD ist eine zutiefst antidemokratische Partei! Beispielsweise bei Delegiertenwahlen gab es keinen einzigen "freien" Bewerber. Vielmehr wurde vom Vorstand eine Liste von Kandidaten vorgeschlagen, von denen kein einziger auch nur in der Sitzung anwesend war, geschweige denn, dass sich jemand mit einer kurzen Kandidatenrede beworben hätte.

    Auf meinen Hinweis, dass so eine Liste doch nicht vom Vorstand vorgeschlagen werden dürfe, weil dann doch jede abweichende Wahl gleichzeitig ein Misstrauensvotum gegen den Vorstand wäre, und dass so eine Wahl deshalb nicht demokratisch sei, erntete ich rundum nur größtes Unverständnis. Es sei doch völlig normal, dass der Vorstand einen Wahlvorschlag mache, sagte man mir.

    Meine Antwort, dass ich das als stalinistisch empfände, besiegelte meinen Rauswurf.

    Diese Durchstechereien von oben zeichnen die SPD auf allen Ebenen aus. Nur so konnte die SPD zum Opfer von Menschen wie Clement, Schröder, Müntefehring oder auch Steinbrück werden!

    Ich bin dann Mitglied der Grünen geworden. Aber sehr viel besser sind die auch nicht.
  5. #14

    so wird ein Schuh draus

    Jeder Sparkassendirektor verdient mehr als der deutsche Bundeskanzler/in-Zitat von Steinbrück.
    ich würde eher sagen, die Sparkassendirektoren et al. verdienen viel zu viel.
    Mehr Bescheidenheit ist neue Sparsamkeit
  6. #15

    ... des schönen Seins a non issue

    Wer, in der deutschen und internationalen Politik/Welt, kann diese Qualifikationen aufweisen? Vermutlich niemand.

    Aber genau dafür wurde für diese Personen die Politik geschaffen.
    Geltungsbedürftig und wichtigtuerisch daher reden, keine Verantwortung übernehmen, abzocken in dem rechtfreien Raum den man sich geschaffen hat, mit Ehrensold, Pensionen, Gratifikationen, Zugeständnisse, usw. seine Existenzen absichern. Aber dem Volk, dem selbst nachwachsenden Rohstoff erklären, wie hart die Daseinsberechtigung ist, man an allen Ecken und Enden sparen muß !
    .
    Wer über die Politik wertfrei nachdenkt, wird sich fragen müssen, warum man als Volk sich selbst so bestrafen muß ?
  7. #16

    Vor Kurzem hörte ich

    eine Rede von S. Gabriel. Dem versammelten Parteivolk versprach er, dass Leistung und Anstrengung sich wieder lohnen solle. Gezeigt wurde ein Publikum, das irgendwie mittelalt wirkte.
    Gabriel und Schröder und Steinbrück gehören doch alle dieser Generation an, die auch noch mit Eltern zu tun hatten, die Krieg und magere Zeiten, aber auch Aufbau und Wirtschaftswachstum erlebten. Diese Sprüche - von Du sollst es einmal besser haben als wir. Ich konnte keine Karriere machen, weil ich im Krieg war. Diese Mentalität von Aufstieg und Ehrgeiz haben die, wir alle in früher Kindheit genossen.

    Wenn ich meine eingebaute Gesichtserkennungssoftware laufen lasse, dann finde ich Steinbrück - vertrauenswürdig, n i c h t arrogant, im Grunde ein lieber Kerl...

    Ob man diese Debatten in Amerika verstehen könnte?
    Gab es nicht Prediger, die in Saus und Braus lebten, von ihren armen Schäfchen, die auf bessere Verhältnisse hofften, gesponsert.. Die Gläubigen freuten sich noch über die dicken Autos ihrer Kirchenführer. Ein Erfolgsversprechen.... für jeden - so die Legende.

    Aber in USA mussten auch schon einige Prediger zerknirscht vor Cameras treten... Aber da ging es eher um Wein, Weib und Gesang.

    Die Gründerväter der Bundesrepublik wollten wohl Einiges Anders machen als die in den USA. Lobbyismus sollte eigentlich nur mit quasi gebremstem Schaum stattfinden. Und.. um die Politiker in ihrem Brotberuf gegen Korruptionsgefahren abzusichern, sollten die finanziell recht gut gestellt sein. Aber das scheint ja alles nicht mehr zu reichen.

    Vielleicht findet ein Diskurswandel statt. Die sog. Öffentlichkeit ist nicht mehr bereit hinzunehmen, dass einige Leute sagen, was ich habe, habe ich von Gott - und ich verdiene es auch. Keinem Arbeitnehmer wird heute mehr was geschenkt! Die Friseuse, die den ganzen Tag gestanden hat, sich den ganzen Tag bei der Arbeit entfremdendes Geschwätz dienstleistend hat anhören müssen, ist bei ihrem kleinen Gehalt - am Ende des Tages mehr erledigt, als die meisten Politiker...
    Aber warum muss Steinbrück das "ausbaden"...
    Es ist noch Zeit genug - bis zur Wahl....
    Hajü

    Als Leeman Brothers in die Knie ging und Politiker und Banker in USA verhandelten, war auf CNN ein Spruch zu hören, die Intelligentesten der Vereinigten Staaten würden versammelt sein...
    Schockierend!
  8. #17

    Ein Skandal!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Peer Steinbrück in schweren Erklärungsnöten: In einem Interview verteidigt der SPD-Spitzenkandidat seine Äußerungen zum Kanzlergehalt, relativiert sie aber zaghaft. Unterdessen wird eine alte Anekdote aus seiner Karriere ausgegraben - in den Neunzigern erwog er den Abschied aus der Politik.
    Diese unwürdige Diffamierungen sind ein Skandall! Rudolf Augstein dreht sich im Grabe um!
    Erklärungsnöte weil er mal mit dem Gedanken gespielt hat? Get a life!
  9. #18

    Legislative und Exekutive,

    Zitat von kulinux Beitrag anzeigen
    Geht's noch? Der Mann hat 1 Tag nach Ablauf der 5-Jahres-Frist erst den monatelang auf seinem Schreibtisch liegenden Brief über die desolate Lage der HRE "gefunden"...
    lieber kulinux, sind ein Unterschied. - Hier die Gesetzgebung - dort die Ausführung. Beispiel: Grün-Rot in Baden-Württemberg und demnächst der Grüne OB in Stuttgart werden für die Fehlentscheidungen ihrer Vorgänger geprügelt, und die Oppositionen, die sich in Grund und Boden schämen sollten, polemisieren wie Ausbrecher gegen ihre Anstalt (...und bekommen von geneigten Medien Beifall).

    Bin gespannt, ob auch die Niedersachsen das miese Spiel erkennen...
  10. #19

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Peer Steinbrück in schweren Erklärungsnöten: In einem Interview verteidigt der SPD-Spitzenkandidat seine Äußerungen zum Kanzlergehalt, relativiert sie aber zaghaft. Unterdessen wird eine alte Anekdote aus seiner Karriere ausgegraben - in den Neunzigern erwog er den Abschied aus der Politik.

    Steinbrück verteidigt Äußerungen zu Kanzlergehalt - SPIEGEL ONLINE

    Die monetäre ist zur charakterlichen Personalie mutiert. Was sie schon
    von Beginn an war.