Deutsche Eishockey-Liga: Nürnberg gewinnt "Winter Game"

DPA50.000 Zuschauer waren zum ersten Freiluft-Spiel in der DEL gekommen - und sie wurden nicht enttäuscht. Nach einem packenden Schlussdrittel gewann Gastgeber Nürnberg gegen Berlin. Für Probleme sorgte nur der Nieselregen.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-875958.html
  1. #10

    Glückwunsch Nürnberg

    ich hab mich auch gewundert, dass man ein Stadion mit Laufbahn genommen hat...
  2. #11

    gigantomanie versus völlig unzureichende basis

    Das Problem des deutschen Eishockeys ist weniger (bis vor kurzem) fehlende gigantomanie, sondern eher die mangelhafte bzw. eigentlich nicht vorhandene nachwuchsförderung und die fehlenden grundlegenden moglichkeiten. So existieren z.b. ganze landstriche, wo es nicht mal offentlichen eislauf gibt - von eishockeyspielen ganz zu schweigen. Beispiel gefällig? Z.b. hat die nicht so kleine stadt kelheim keine einzige eisbahn. Schade für die Kinder und Jugendlichen, die vielleicht tolle spieler hätten werden können... no chance...
  3. #12

    Gag

    Ich denke für Thomas Sabo hat sich der Abend gelohnt, leider haben etwa die hälfte der Zuschauer gar nichts gesehen und mussten sich auf die dürftigen Videotafeln konzentrieren, erwas weniger Werbung und dafür mehr Viedeowände wären besser gewesen, schade das von den NBG Fans nichts zu hören war, so mussten die Eisbärenfans es mal wieder rocken...
  4. #13

    Kelheim?

    Zitat von tomba35 Beitrag anzeigen
    Das Problem des deutschen Eishockeys ist weniger (bis vor kurzem) fehlende gigantomanie, sondern eher die mangelhafte bzw. eigentlich nicht vorhandene nachwuchsförderung und die fehlenden grundlegenden moglichkeiten. So existieren z.b. ganze landstriche, wo es nicht mal offentlichen eislauf gibt - von eishockeyspielen ganz zu schweigen. Beispiel gefällig? Z.b. hat die nicht so kleine stadt kelheim keine einzige eisbahn. Schade für die Kinder und Jugendlichen, die vielleicht tolle spieler hätten werden können... no chance...
    Ich teile ja Ihre Meinung, dass die Nachwuchsförderung unzureichend ist, qwas eben vor allem an fehlenden Eishallen liegt. Aber Kelheim mit 15.000 Einwohnern als Beispiel?

    Gibt es in Deutschland überhaupt ein Städtchen dieser Größe mit eigener Eisbahn? Es gibt in Deutschland Städte mit fast 200.000 Einwohnern ohne Eisbahn (zum Beispiel Oldenburg).

    Und fehlende Eiszeiten sind selbst in Kanada ein Problem. Ich weiß nicht, ob sich das bis heute entscheidend geändert hat, aber mein Cousin hatte vor 30 Jahren als 10-jähriger in British Columbia 3 mal pro Woche Training. Das hört sich ja noch gut an.

    Aber raten Sie mal wann? Morgens um 4:00 Uhr!
  5. #14

    Eishockey in Kanada

    Ich habe bedingt durch meine berufliche Tätigkeit Kollegen aus der ganzen Welt, so auch Kanadier. Einer der kanadischen Kollegen, mittlerweile Freund, hat einen 13jährigen Sohn, der in einer kanadischen Jugendliga spielt. Mein Kollege hat keinen Grund da zu übertreiben - er erzählt dass ihn eine Saison des Jungen an Reisekosten, Ausrüstung usw ca 50 000 Can$, ca 40 000€ kostet, aus der Privatschatulle. Welche deutschen Eltern wären bereit, das zu investieren? Es ist natürlich auch so, dass das Geld u. U. zurückkommt, wenn der Junge wirklich Karriere macht. Er spielt übrigens in einer Jugendmannschaft einer der bekanntesten kanadischen Mannschaften, der Calgary Flames. Wenn Sie bei den IceTigers jemand in einem Flames Hemd rumlaufen sehen, das bin dann ich :))
  6. #15

    @ widower

    Hier in Franken sieht's mit den Eishallen noch 'relativ gut' aus, in Höchstadt/Aisch mit ca 13 000 Einwohnern gibt's eine Eishalle, die Heimat der Bayernliga - Mannschaft Höchstadt Alligators, dann gibt's Bayreuth, Selb, Schweinfurt und natürlich Nürnberg. Das ist natürlich für eine vernünftige Nachwuchs - Förderung viel zu wenig, da sind wir uns einig, das würde den Eltern interessierter Kids viel Fahrerei abverlangen. Leider geht ja 'auf dem Weiher' spielen, was in meiner Jugend noch Tagesordnung im Winter war, wg. Klimawandel in Franken zumindest kaum noch.
  7. #16

    Das ist viel

    Zitat von rudi_1957 Beitrag anzeigen
    Ich habe bedingt durch meine berufliche Tätigkeit Kollegen aus der ganzen Welt, so auch Kanadier. Einer der kanadischen Kollegen, mittlerweile Freund, hat einen 13jährigen Sohn, der in einer kanadischen Jugendliga spielt. Mein Kollege hat keinen Grund da zu übertreiben - er erzählt dass ihn eine Saison des Jungen an Reisekosten, Ausrüstung usw ca 50 000 Can$, ca 40 000€ kostet, aus der Privatschatulle. Welche deutschen Eltern wären bereit, das zu investieren? Es ist natürlich auch so, dass das Geld u. U. zurückkommt, wenn der Junge wirklich Karriere macht. Er spielt übrigens in einer Jugendmannschaft einer der bekanntesten kanadischen Mannschaften, der Calgary Flames. Wenn Sie bei den IceTigers jemand in einem Flames Hemd rumlaufen sehen, das bin dann ich :))
    Von derart hohen Kosten hat mir mein Onkel nicht berichtet, sich aber auch beklagt, dass es ein teures Vergnügen gewesen sei mit Ausrüstung, Fahrtkosten etc.

    Auf jeden Fall erforderte es eine hohe Opferbereitschaft von den Eltern (siehe Training um 4:00 Uhr morgens).

    Mein Cousin hatte es immerhin in den vorläufigen Olympiakader von Kanada geschafft.

    Dann eine schwere Knieverletzung und aus die Maus.
  8. #17

    @ widower 2

    4:00 ist natürlich extrem unchristlich, sogar in Bayern : )

    Kelheim habe ich als Beispiel gewählt, da es wohl etwa die Mitte einer kunsteisflächenfreie Zone ist, die zwischen zwischen Ingolstadt und Regensburg liegt, und in der man nur die Wahl hat, ob man eben 30-40km in die eine Richtung oder aber in die andere Richtung fährt, wenn man mal eislaufen möchte.
    Es gibt allerdings Städtchen in Bayern mit ähnlichen Einwohnerzahlen, die Eisbahnen haben (ein Blick in die Tabelle von Regionalligen genügt) - aber es gibt eben grosse Landstriche, wo die Kinder ohne Hilfe der Eltern oder 2x2-stündige Busfahrten kaum eine Chance haben, überhaupt mal lediglich eislaufen zu gehen - von regelmässigem Eishockeyspielen oder gar -training ganz zu schweigen.
    Es müsste ja auch nicht gleich eine Halle sein, eine offene Fläche, ab und an mal aufbereitet würde doch reichen...

    Dass Oldenburg mit 200.000 Einwohner keine Kunsteisfläche hat, ist natürlich auch recht schwach - schöne Grüsse an deren Bürgermeister
  9. #18

    Bayern

    Zitat von tomba35 Beitrag anzeigen
    4:00 ist natürlich extrem unchristlich, sogar in Bayern : )

    Kelheim habe ich als Beispiel gewählt, da es wohl etwa die Mitte einer kunsteisflächenfreie Zone ist, die zwischen zwischen Ingolstadt und Regensburg liegt, und in der man nur die Wahl hat, ob man eben 30-40km in die eine Richtung oder aber in die andere Richtung fährt, wenn man mal eislaufen möchte.
    Es gibt allerdings Städtchen in Bayern mit ähnlichen Einwohnerzahlen, die Eisbahnen haben (ein Blick in die Tabelle von Regionalligen genügt) - aber es gibt eben grosse Landstriche, wo die Kinder ohne Hilfe der Eltern oder 2x2-stündige Busfahrten kaum eine Chance haben, überhaupt mal lediglich eislaufen zu gehen - von regelmässigem Eishockeyspielen oder gar -training ganz zu schweigen.
    Es müsste ja auch nicht gleich eine Halle sein, eine offene Fläche, ab und an mal aufbereitet würde doch reichen...

    Dass Oldenburg mit 200.000 Einwohner keine Kunsteisfläche hat, ist natürlich auch recht schwach - schöne Grüsse an deren Bürgermeister
    In Bayern ist Eishockey natürlich auch viel mehr verwurzelt als hier in Norddeutschland. Traditionsmannschaften wie Füssen oder Riessersee gibt es hier ja nicht.

    Und Schlittschuhlaufen auf irgendwelchen Teichen ist hier vielleicht alle 2 Jahre mal für ein paar Tage möglich.

    So richtig wird das mit dem deutschen Eishockey nie etwas werden. Eigentlich ist das Maximum schon fast erreicht. Auf Dauer wird man nie mit Kanada, Schweden oder Finnland mithalten können.

    Schade. Eishockey finde ich absolut faszinierend.
  10. #19

    Zitat von satanos68 Beitrag anzeigen
    erst mal, ja man konnte was sehen. dieses Erlebnis dabei gewesen zu sein und die tolle Atmosphäre eines Open Air zu erleben kann dem der dabei war niemand nehmen. Zur Stimmung im Stadion ist nur soviel zu sagen. Die Fans der Eisbären waren IMMER zu hören. Die Fans der Tigers hingegen nur bei den Toren. *g*
    Deren tumbes "Dynamo, Dynamo" Gebrülle ist auch nicht wirklich überhörbar.