Neuer DFL-Geschäftsführer Rettig: Der große Kommunikator

DPADer Platzsturm von Düsseldorf? Ausdruck von Freude. Ultras? Prinzipiell nichts dagegen. Der deutsche Fußball gab zuletzt ein zerstrittenes Bild ab - die Ansichten von Andreas Rettig wirken da erstaunlich ausgleichend. Ist der neue Bundesliga-Geschäftsführer der Mann, der Fans und Funktionäre versöhnt?

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-875792.html
  1. #1

    Zitat von kritilligenz Beitrag anzeigen
    Wer wie der Rest der DFL den Platzsturm von Düsseldorf, der die Hertha die Erstklassigkeit gekostet hat, als "Ausdruck der Freude" bezeichnet, ist vollkommen ungeeignet für den Posten des Geschäftsführers!
    Er meinte die Düsseldorfer Fans, nicht die Berliner Hooligans die munter Bengalos in die Menge warfen.
  2. #2

    optional

    Den Platzsturm gab es aufgrund der Freude über den verhinderten Abstieg und nicht weil man Gewalt ausüben wollte.
  3. #3

    Aua

    Zitat von kritilligenz Beitrag anzeigen
    Wer wie der Rest der DFL den Platzsturm von Düsseldorf, der die Hertha die Erstklassigkeit gekostet hat, als "Ausdruck der Freude" bezeichnet, ist vollkommen ungeeignet für den Posten des Geschäftsführers!
    Wie gut, daß Sie über die Besetzung dieses Postens nicht entscheiden. Ich mag die Düsseldorfer auch nicht besonders, aber Herr Rettig hat meiner Meinung nach absolut recht mit dieser Bewertung.
    Die Düsseldorfer sind meiner Ansicht nach nicht auf den Platz gerannt um ein Abbruch des Spiels zu erzwingen sondern weil sie feiern wollten, da sie dachten das Spiel ist rum (ich habe das Spiel gesehen). Das entschuldigt das Ganze zwar nicht, aber ein Akt der Gewalt war es keinesfalls. Nichts anderes hat Herr Rettig gesagt.
    Der Hertha die Erstklassigkeit gekostet hat die eigene Dummheit und Arroganz der Verantwortlichen, nicht der Platzsturm.
    Dennoch ist Düsseldorf damals zu glimpflich weggekommen...ich hätte das Spiel wiederholen lassen.

    Ich persönlich habe Herrn Rettig schon eine Weile beobachtet auf seinen verschiedenen Stationen und halte ihn für eine Idealbesetzung...ich kenne im Moment keinen anderen, der in der Lage wäre auch die Fans einzubinden. Die Alternativen sind aus meiner Sicht alles "VIP-Platz Besitzer" die immer nur nach mehr Sicherheit und Geld schreien.
    Ich rechne es ihm hoch an, daß er am Fan-Gipfel teilgenommen hat und versucht die Fans und Ihre Anliegen zu verstehen statt sich mit Anzug und Krawatte hinter fragwürdigen Statistiken zu verschanzen.

    Ich wünsche ihm jedenfalls viel Erfolg...denn ohne einen Dialog zwischen Fans und Verantwortlichen wird die Stimmung im Fussball langfristig zugrunde gehen. Er kann dazu einen guten Beitrag leisten.
  4. #4

    Ja, die bösen Bengalos...

    die brennen in Fußballstadien wohl einfach 'unkontrollierter' und heißer, als z.B. in den genauso dicht-gedrängt stehenden (!) Zuschauermassen beim Ski-Springen - anders lässt sich die Berichterstattung, bzw. Kommentierung des Feuerzaubers als "emotionale, geradezu südländisch-begeisterte" Erscheinung nicht erklären !
    Das war übrigens auch letztes Jahr schon dasselbe !
    Man muss wirklich nicht für Pyro im Stadion sein, um ob dieser Doppelbödigkeit nicht ösig zu werden ! Und so geht es halt vielen Fans.
    Wenn man das Gefühl bekommt, durch die Auflagen- und Klick-Geilheit der Medien im Konzert mit dem Geltungsdrang unterklassiger Politiker zu Wahlkampfzeiten in deren Sinne zwangs-instrumentalisiert und -kriminalisiert zu werden, wie das mMn. im Vorfeld dieses "Sicherheits-Papiers" der Fall war, so verwundert es schon, daß es rund um den 12.12. so ruhig geblieben ist !
    Wenn Rettig solche Dinge wie die Anfahrt zum Spiel in der Straßenbahn nicht nur einmalig - quasi als Einschleim-Folklore - bringt, könnte er vielleicht der genau richtige Mann auf diesem Posten sein, wer weiß?
  5. #5

    Zitat von Toecutter Beitrag anzeigen
    Er meinte die Düsseldorfer Fans, nicht die Berliner Hooligans die munter Bengalos in die Menge warfen.
    Berliner Hooligans die Bengalos "in die Menge" warfen ?
    Da hätte ich jetzt gerne einen Beleg für. Denn wederl live, noch im Nachgang auf Videoaufzeichnungen und Bildern war zu sehen, dass die Hertha-Fans Bengalos in "Mengen" geworfen hätten.
    Also entweder Sie verfügen über ausgezeichnetes Videomaterial, dann bitte ich Sie darum, es mit uns zu teilen, oder Sie haben wider besseren Wissens Unwahrheiten verbreitet, was keinen Platz in Diskussionen haben sollte.
  6. #6

    Köln?

    Der Mann ist kein Kölner, sondern Leverkusener.
  7. #7

    unfreiwillig

    Zitat von MADmanOne Beitrag anzeigen
    ... denn ohne einen Dialog zwischen Fans und Verantwortlichen wird die Stimmung im Fussball langfristig zugrunde gehen. Er kann dazu einen guten Beitrag leisten.

    komisch :-)
  8. #8

    Zitat von benji030 Beitrag anzeigen
    Berliner Hooligans die Bengalos "in die Menge" warfen ?
    Da hätte ich jetzt gerne einen Beleg für. Denn wederl live, noch im Nachgang auf Videoaufzeichnungen und Bildern war zu sehen, dass die Hertha-Fans Bengalos in "Mengen" geworfen hätten.
    Also entweder Sie verfügen über ausgezeichnetes Videomaterial, dann bitte ich Sie darum, es mit uns zu teilen, oder Sie haben wider besseren Wissens Unwahrheiten verbreitet, was keinen Platz in Diskussionen haben sollte.
    Na, dann schildern Sie doch mal konkret Ihre Wahrnehmung!

    Haben die Hertha-Fans etwa keine Bengalos in großen Mengen gezündet? (Alle "Schreckensbilder", die von diesem Spiel im Umlauf waren und nach wie vor sind, sind vor dem Hintergrund der brennenden Hertha-Kurve geschossen worden).

    Oder haben sie sie nur nicht "in die Menge", sondern stattdessen auf den Platz (und damit auf Spieler und Schiedsrichter) geworfen?

    Geht es Ihnen darum, ja...? Weil das Werfen auf den Platz legitim ist, das in die Menge aber nicht?

    Bin auf Ihren Bericht gespannt.

    Ach ja: Waren Sie im Stadion...?
  9. #9

    Zitat von zuzak Beitrag anzeigen
    Den Platzsturm gab es aufgrund der Freude über den verhinderten Abstieg und nicht weil man Gewalt ausüben wollte.
    Sorry, aber von welchem "verhinderten Abstieg" sprechen sie?

    Der Abstieg von Hertha wurde besiegelt, nicht verhindert. Stattdessen ist Fortuna Düsseldorf aufgestiegen.

    Und deshalb gab es den Platzsturm, der tasächlich Ausdruck von überschäumender Freude (wenn auch gleichzeitig dämlich) war. Und ja, ich war auf der Tribüne und habe nur die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen.