Reisegeschäft: Bus-Betriebe rüsten sich für den Kampf um Kunden

Verena Brandt / MeinFernbusUnternehmen wittern das große Geschäft: Seit dem ersten Januar ist der Markt für Fernbusse in Deutschland frei. Viele Firmen wollen mitmischen, ein harter Preiskampf steht bevor - vor allem, wenn Schwergewichte wie der ADAC und die Deutsche Post einsteigen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-875784.html
  1. #120

    Zitat von chploessel Beitrag anzeigen
    1. Wie siehts denn bei den tollen neuen Fernbussen mit der Barrierefreiheit aus ? Die Bahn muß einen irrsinnigen Aufwand treiben, weil sie verpflichtet (!!!) ist, auch die Mobilitätsbedürfnisse von Behinderten zu befriedigen.
    Ich bin mal gespannt, wie das beim Fernbus geht, wenn ein oder zwei Rollstuhlfahrer oder Mütter mit Kinderwägen vor der Türe stehen. Besteht da auch daie Beförderungspflicht ?
    Ab 2016 müssen die Fernbusse mit Hebeeinrichtung und zwei Rollstuhlülätzen ausgerüstet sein.
    Entsprechende Um-/Aufrüstungen dürften schon einiges früher beginnen.

    Zitat von chploessel Beitrag anzeigen
    2. Die Busunternehmer zahlen nur einen Tel der Wegekosten mit der Maut, für die Nutzung von Haltestellen und Busbahnhöfen zahlen die garnichts.Die Bahnen müssen voll für die Infrastruktur bezahlen - für den Schienenweg und die Bahnhöfe. Daß dann der Vorschlag kommt, daß die Busse - um ein attraktives Umfeld für wartende Passagiere haben - ist ja dann der Gipfel. Die ach so teure Bahn unterbieten, aber an deren Infrestruktur schmarozen !
    Busse zur Personenbeförderung sind von der Maut befreit.
    Der gesamte verkehr besitzt viele Privilegien.
    Auch die Bahn.

    Zitat von chploessel Beitrag anzeigen
    3. Der Einsetzende Wettbewerb wird - wie im LKW-Verkehr- über kurz oder lang zu Lohndumping führen, weil überall, und wirklich überall eingespart werden wird. Dann sitzen in vorne den Fernbussen genauso arme und unterbezahlte osteuropäische Fahrer wie in den LKW´s die über unsere Straßen schaukeln
    Mindestlohn wird also immer drängender :-)

    Zitat von chploessel Beitrag anzeigen
    4. Sicherheit: Die Bahn ist erwiesenermaßen wesentlich sicherer als der Straßenverkehr. Ich bin auf die Diskussionen gespannt,wenn die ersten Unfälle passiert sind!
    Meines Wissens fahren bereits Busse auf deutschen Strassen.
    Was soll da jetzt anders werden, auf das Sie gespannt sind?
  2. #121

    Ländertickets als Alternative im Bereich bis 300 km

    Eine Alternative für Wochenendpendler sind die Ländertickets. Ich fahre fast jeden Freitagabend von München nach Passau. Wenn sich da 5 Leute finden (und das funktioniert) zahlt jeder 6 Euro und wenn niemand anderes aus der Gruppe das Ticket braucht, fahre ich auch noch mit dem Bus heim. Sonntag abends genauso zurück. Das ist wirklich ohne Konkurrenz. Aber Vorsicht: Es gibt Ticketinhaber, die bei längeren zwischenstopps verschwinden und auch hier verdienen "professionelle" Mitnehmer bis zu 3000  im Monat, aber mit Studenten und Ausflüglern klappt es schon. 6  werden auch Busse nicht bieten können.
  3. #122

    Zitat von exil-berliner Beitrag anzeigen
    ...
    Ganz kurze Strecken z.B. Hamburg-Berlin kann man mit dem Auto, per Bahn aber nicht unbedingt per Bus zurücklegen da dieser auf der Autobahn einer Geschwindigkeits Begrenzung unterliegt und 180 KM Entfernung möchte ich schon in weniger als 2 Stunden bereisen.
    Aber gerade auf der genannten Strecke Berlin-Hamburg gibt es seit Jahren eine Fernbuslinie. Durchaus erfolgreich.
  4. #123

    Zitat von antilobby Beitrag anzeigen
    Haben die Befürworter der Energiewende uns E-Mobilität zu vernünftigen Preisen in näher Zukunft, so nebenbei auch als Puffer für EE, versprochen?

    Es ist echt schwierig, wenn sich Umweltschützer verschiedener Richtungen gegenseitig widersprechen. Haben am Ende womöglich keine von denn Recht?
    Ich verstehe nicht ganz, was Sie meinen.
    Die Bahn IST doch größtenteils Elektromobilität?
  5. #124

    Zitat von mitbestimmender wähler Beitrag anzeigen
    ...
    Das gewisse Zugskombinationen nur morgens und abends fahren können und den ganzen Tag auf den Abstellgleis stehen und Geld kosten weil sie für den Rest vom Tag zu lang sind und nicht mehr gekürzt werden können.

    Ist das Problem der DB. Bis 40% der Züge werden nicht gebraucht, Brauchen 100 Kilometer Abstellgleis, Unterhaltsgebäude um rum zu stehen und brauchen trotzdem Pflege und Wäsche.....
    Wo haben sie diese Zahlen her? Gibt es dafür eine Quelle?

    Abgesehen davon: Was passiert, wenn es keine ausreichenden Fahrzeigreserven gibt, können wir seit 2009 bei der Berliner S-Bahn besichtigen...
  6. #125

    Zitat von Moses3d Beitrag anzeigen
    ... Mitfahrzentrale Hamburg - Aachen, im Durchschnitt kostet das 25€, Dauer 4-5 Stunden, Sitzplatz garantiert, und oftmals nette Mitfahrer. ...
    Also, wenn ich mich zu wildfremden Leuten, von denen ich nicht weiß wie sicher sie fahren können, deren Befähigungzum sicheren Personentransport nicht wie bei Busfahrern oder Lokführern regelmäßig überprüft werden, ins Auto setze und mich von denen über die Autobahn kutschieren lasse, müssten die mir eher 25 € zahlen...
  7. #126

    Pro Person

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Ist dies pro Fahrzeug oder pro Person? Das hängt natürlich von der Auslastung ab.
    Der CO2-Ausstoss ist pro Person und km beim Bus nur etwa 25% des Ausstosses der Bahn (natürlich indirekt über die Erzeugung von Bahnstrom betrachtet), beide mit Auslastung 100%.
    Mit ein Grund: Auch bei einem vollbesetzen ICE wiegt das Fahrzeug noch etwa 1,5 t pro Passagier. Ein Bus und selbst ein mit 4 Personen besetzter Pkw ist da mit 0,3-0,4 t pro Person wesentlich günstiger.
  8. #127

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Von der phantastischen Rechnung mit der MFZ mal abgesehen (hoffentlich weiß Ihr Finanzamt nix von ihrer »gewerblichen Personenbeförderung«), vergleichen Sie, wie so viele, Äpfel mit Birnen.
    Sie halten der Bahn die Fahrt in Ihrem Auto entgegen. War das gratis? Ist es steuerfrei mit 100 % SF-Rabatt? Braucht es nicht mal einen Satz neue Reifen oder einen Tropfen Öl? TÜV kennen Sie nur aus der Zeitung?
    Als Bahnpreis nehmen Sie den für kurzentschlossene Gelegenheitsfahrer. Da langt die DB zu. Wenn Sie hin und zurück fahren, liegen Sie bei 258 Euro, vielleicht auch bei 226 Euro (es gibt auch billigere ICE-Verbindungen).
    Eine BahnCard 50 kostet 249 Euro. Damit drücken Sie den Preis von 258 auf 129 Euro und bekommen den ÖPNV in Mannheim und Berlin noch dazu. Ab der dritten Fahrt im Jahr lohnt sich das, und ab danndürften Sie sagen: »Die Fahrt nach Berlin kostet mich 64,50 pro Fahrt.« Hört sich schon besser an.
    Und da ja häufiger die Ganz-viel-Autofahrer schreiben: Die »Jahresnetzkarte«, heute »BahnCard 100« genannt, kostet 4.090 Euro pro Jahr oder 379 Euro in Monatsraten. Dann fahren Sie »gratis« nach Berlin, wenn Sie die Fixkosten bei der Bahn genauso ausblenden wie die Fixkosten beim Auto.

    Um den nächsten Protesten gleich entgegenzutreten: Ja, ich finde diese Preise zu hoch.
    In der Schweiz kosten die 50-%-Karte »Halbtax« umgerechnet 145 Euro jährlich, und wer Sie im Dreijahresabo nimmt, zahlt nur noch umgerechnet 125 Euro jährlich. Die 50 % Rabatt gibt's auch übrigens auch auf Bergbahnen.
    Die Jahresnetzkarte »General-Abo« kostet für den Single jährlich 2.940 Euro (einschließlich Nahverkehr in den Städten), der/die Partner/in zahlt noch umgerechnet 2.060 Euro.
    Bei Zugfahrten durch die Schweiz ist man als Deutscher immer wieder verblüfft, wie schnell die Fahrkartenkontrolle geht: da werden jede Menge GAs hochgehalten, und gut ist's.
    Die SBB hat die letzten Jahre deutlich die Preise erhöht.
    Sie haben recht das es einfach genial ist (habe selbst eines). Einmal bezahlen und fast alles fahren in der ganzen Schweiz (die meisten Bergbahnen sind ausgenommen) Allerdings ist bald der Punkt erreicht wo viele abspringen werden.Man sollte die Kosten wenigstens annährend wieder reinfahren können.

    Tendenziell gehen die nächsten Jahre bei der SBB die Preise weiterhin
    stark nach oben. Also nicht nur ein Deutsches Phänomen.Die Züge hier in der Schweiz sind sehr hoch ausgelastet (wie auch die Autobahnen).Es wird nicht einfach diese Probleme zu lösen den man muss weiter von stark steigenden Passagierzahlen bzw. Verkehr auf den Straßen ausgehen.

    Schweiz:
    Die Taktung kann oft nicht mehr erhöht werden da bereits sehr hoch - die Bahnsteige hat man bereits an vielen Orten schon verlängert (längere Züge) - es werden oft schon Doppelstöcker eingesetzt (z.B. Bern-Zürich)
    Trotzdem reicht es im Pendlerverkehr oft nicht ......
  9. #128

    Zitat von weltoffener_realist Beitrag anzeigen
    Seltsam, dass hier ein regelrechter Glaubenskrieg tobt. Um was geht es denn eigentlich? Es wird lediglich ein neues Fernverkehrs-ANGEBOT geschaffen, dass der Reisende dann nutzen kann oder nicht. Der Student mit geringem Budget wird dann wohl zuschlagen, die grüne Mittelschicht fährt weiter ICE, der Herr Geschäftsführer steigt in den Flieger und die Hartzer bleiben notgedrungen ganz zu Hause. Warum also diese Militanz?
    Ich nehme an, das liegt einfach daran, dass viele Leute hoffnungslos überfordert sind, wenn sie zwei Alternativen haben um mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B zu fahren, und dann die richtige Entscheidung zu fällen. Man stelle sich mal vor, man nimmt den Bus weil er günstiger ist, und bleibt irgendwo auf halben Wege hängen, weil kein Anschlussbus da ist,und keiner kümmert sich darum, wie es weiter geht. Da kann dann keiner über die Bahn schimpfen, sondern man muss die Schuld bei sich selbst suchen, weil man so geizig war, und nicht die etwas teuere Bahnfahrkarte gekauft hat. Für viele ein unerträglicher Gedanke ...
  10. #129

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen
    Zitat von syracusa
    Und als Bonbon für's Umweltgewissen: der Bus verbraucht dabei nur etwa 1/4 der Energie, die die Bahn verbraucht.
    Ist dies pro Fahrzeug oder pro Person? Das hängt natürlich von der Auslastung ab.
    Pro Personenkilometer, berechnet nach realer durchschnittlicher Auslastung des jeweiligen Mediums.

    Pro 100 Personenkilometer braucht die Bahn etwa 4 Liter Benzinäquivalent, also etwa so viel wie das Auto (da sitzen durchschnittlich 1,6 Personen drin), und nur geringfügig weniger als das Flugzeug. Der Bus hat bei 50% Auslastung einen Verbrauch von etwa 1 Liter pro 100 Personenkilometer.