Haben die Debatten der letzten Zeit dem Kanzlerkandidaten Steinbrück sehr geschadet?

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte jüngst unablässig für Diskussionsstoff - allerdings in eher unvorteilhafter Weise für seine Wahlkampfambitionen. Auch aus den Reihen der eigenen Partei kam deutliche Kritik an den Äußerungen des Kandidaten, etwa zum Kanzlergehalt. Spricht so der deutsche Spitzenpolitiker in spe? Kann die Kandidatur noch Erfolg versprechend realisiert werden - oder sollte die SPD nach diesen Fehltritten ihren Kandidaten austauschen?
  1. #1

    Geradlinig - angreifbar

    Der gradlinige Kandidat der SPD - einen besseren hat man dort gar nicht - kann tun und sagen, was er will: es wird ihm negativ angerechnet. Das ist einfach der Wahlkampf seiner Gegner.
    - Warum darf man auf einmal im Lande der gerühmten Meinungsfreiheit nicht über das Gehalt der deutschen Bundeskanzler die Meinung haben, die Bezüge wären zu niedrig? Nur wegen der Hartz4-Empfänger?
    - Warum darf ein SPD-Spitzenpolitiker keine Vorträge halten, die ihm bezahlt werden? Nur weil andere nicht nachgefragt werden?
    - Warum darf der Kandidat nicht feststellen, was alle wissen: Merkel ist weiblich und hat auch viele Wählerinnen, also einen Frauenbonus?
    Natürlich haben die Attacken seiner Gegner in den Medien dem Kandidaten "geschadet" und dem Wahlvolk absichtsgemäß vor Augen geführt, dass die SPD nicht regieren soll/darf/kann. Ein deutliches Zeichen dafür, dass es mit der Meinungsfreiheit so eine Sache ist: man darf zwar alle Meinungen äußern, die Folgen sind jedoch keineswegs immer der Sache dienlich. Fazit: die SPD gehört in die Oppoitionsrolle.
  2. #2

    Bezeichnende und erschreckende Situation!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte jüngst unablässig für Diskussionsstoff - allerdings in eher unvorteilhafter Weise für seine Wahlkampfambitionen. Auch aus den Reihen der eigenen Partei kam deutliche Kritik an den Äußerungen des Kandidaten, etwa zum Kanzlergehalt. Spricht so der deutsche Spitzenpolitiker in spe? Kann die Kandidatur noch Erfolg versprechend realisiert werden - oder sollte die SPD nach diesen Fehltritten ihren Kandidaten austauschen?
    Wie oft wurde denn hier im Forum oder in den Blogs bereits festgestellt, längstens vor dessen offizieller Kandidatur, dass der Merkel-Adlatus und Finanzmafia-hörige Herr Steinbrück niemals Kanzlerkandidat sein kann, außer natürlich um Merkel zu einem glanzvollen Wahlsieg zu verhelfen. Es ist doch allenfalls absurd und grotesk, dass man von Seiten dieser abgeschafften Oppositionspartei und den weiteren gleichgeschalteten Blockparteien so tut, als ob es tatsächlich um eine demokratische Wahl und tatsächlichen Alternativen ginge, jenseits des Wahlergebnisses für Merkel, das vielleicht mit 80 - 90 % noch nicht ganz an die Honnecker Ergebnisse heranreicht. Dass die Medien und die Presse diesen Fake und diese absurde Volksverdummung nicht aufdeckén halte ich allenfalls für bezeichnend für die Situation in diesem Lande. Dass es mittlerweile mehr Wähler für diese Blockparteien und die "Ursache allen Übels" gibt, als jemals an Zustimmung für den GröFaZ halte ich für geradezu erschreckend!
  3. #3

    Irrlicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte jüngst unablässig für Diskussionsstoff - allerdings in eher unvorteilhafter Weise für seine Wahlkampfambitionen. Auch aus den Reihen der eigenen Partei kam deutliche Kritik an den Äußerungen des Kandidaten, etwa zum Kanzlergehalt. Spricht so der deutsche Spitzenpolitiker in spe? Kann die Kandidatur noch Erfolg versprechend realisiert werden - oder sollte die SPD nach diesen Fehltritten ihren Kandidaten austauschen?
    Es ist doch nicht von INteresse, wieviel Geld eine Kanzlerfigur bekommt, und was sie davon verdient. Macht das Dreifache draus - ein Fliegendreck an der Wand.
    Nur: Wenn Steinbrück im Wahlkampf mehr Geld für Merkel fordert, so ist das von anderem Gewicht. DEr Mann ist gewiss nicht dämlich. Also hat er etwas im Sinn. Vermutlich eine Grosse Koalition.
    Hier ist jedenfalls seine Geldgier mit ihm durchgegangen.
  4. #4

    Zitat von niepmann Beitrag anzeigen
    Es ist doch nicht von INteresse, wieviel Geld eine Kanzlerfigur bekommt, und was sie davon verdient. Macht das Dreifache draus - ein Fliegendreck an der Wand.
    Nur: Wenn Steinbrück im Wahlkampf mehr Geld für Merkel fordert, so ist das von anderem Gewicht. DEr Mann ist gewiss nicht dämlich. Also hat er etwas im Sinn. Vermutlich eine Grosse Koalition.
    Hier ist jedenfalls seine Geldgier mit ihm durchgegangen.
    Zunächst lesen Sie bitte den Originaltext Steinbrücks nochmal in aller Ruhe durch:
    "Ein Bundeskanzler oder eine Bundeskanzlerin verdient in Deutschland zu wenig - gemessen an der Leistung, die sie oder er erbringen muss und im Verhältnis zu anderen Tätigkeiten mit weit weniger Verantwortung und viel größerem Gehalt", sagte der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin".

    Was ist das? Eine reine Feststellung von Fakten!
    Wo lesen Sie (und alle anderen) heraus, dass Steinbrück für Merkel mehr Geld fordert?? Diese Wortverdreherei ist sehr beliebt: sobald jemand etwas feststellt, wird es zur Forderung umgemünzt. Und wie das mit einer "Geldgier Steinbrücks" zusammenhängen soll, ist genauso rätselhaft: Steinbrück ist gar nicht Kanzler und wird es auch nicht werden.

    Steinbrück hat auf eine direkte Frage direkt geantwortet - ohne auszuweichen, ohne sich selber zu benennen, sondern den Vergleich mit einem der zahlreichen Sparkassendirektoren gewählt. Das war alles richtig, und ehrlich, und gut so! - Nebenbei: als Schröder wieder arbeiten ging nach seiner Kanzlerzeit, wurde ihm das auch angekreidet.
  5. #5

    Lächerliche Heuchelei!

    Zitat von Berg-neu Beitrag anzeigen
    Nahezu jeder Sparkassendirektor in Nordrhein-Westfalen verdient mehr als die Kanzlerin".

    Was ist das? Eine reine Feststellung von Fakten!
    Wo lesen Sie (und alle anderen) heraus, dass Steinbrück für Merkel mehr Geld fordert?? Diese Wortverdreherei ist sehr beliebt: sobald jemand etwas feststellt, wird es zur Forderung umgemünzt. Und wie das mit einer "Geldgier Steinbrücks" zusammenhängen soll, ist genauso rätselhaft: Steinbrück ist gar nicht Kanzler und wird es auch nicht werden.

    Steinbrück hat auf eine direkte Frage direkt geantwortet - ohne auszuweichen, ohne sich selber zu benennen, sondern den Vergleich mit einem der zahlreichen Sparkassendirektoren gewählt. Das war alles richtig, und ehrlich, und gut so! - Nebenbei: als Schröder wieder arbeiten ging nach seiner Kanzlerzeit, wurde ihm das auch angekreidet.
    Steinbrück hätte jedenfalls sowohl als Finanzminister in der Großen Koalition als auch als Abgeordneter längstens die Möglichkeit gehabt, diese absurde Finanz-, Gehalts- und Bonus-Situation der Finanz-Mafia wieder in Ordnung zu bringen und zu regulieren. Was passiert jedoch? Er bekommt sein Geld durch eher wohl lächerliche Vorträge - was hat diese Loser-Typ denn wohl ernsthaft zu sagen? - über die Hintertür, wohl weißlich, dass es sich vermutlich um den nächsten Kanzlerkandidaten handeln dürfte.

    Fakt ist doch wohl, dass diese Finanz- und Polit-Gesockse immer viel zu viel verdient, wenn man die tatsächlichen Leistungen daneben hält. Zudem ist es doch wohl allenfalls absurd und grotesk, dass einer wie Steinbrück oder auch mehrere andere neben seinem vorgeblichen Full-time-Job immer noch Millionen nebenbei verdienen kann.

    Ich habe diesen Punkt bezüglich ernsthaft und qualifiziert tätiger Ärzte schon zigfach angesprochen, wieso soll denn ein Arzt mit größter Praxis und dies ohne einen Patienten abzocken oder vollständig unnötig operieren zu müssen, weniger als ein Sparkassendirektor oder sonstiges gehobenes Mitglied dieses Finanzmafia-Vereins verdienen... bis heute habe ich, außer massivster Verunglimpfungen noch keine ernsthafte Antwort auf diese Frage bekommen!

    Bei den Politikern sollte man jedoch zumindest eine gewisse Präsenzpflicht im Bundestag voraussetzen, für lächerlichste Anwesenheiten ist dieses vom Steuerzahler bezahlte Gehalt immer noch viel zu hoch!
  6. #6

    nene

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück sorgte jüngst unablässig für Diskussionsstoff - allerdings in eher unvorteilhafter Weise für seine Wahlkampfambitionen. Auch aus den Reihen der eigenen Partei kam deutliche Kritik an den Äußerungen des Kandidaten, etwa zum Kanzlergehalt. Spricht so der deutsche Spitzenpolitiker in spe? Kann die Kandidatur noch Erfolg versprechend realisiert werden - oder sollte die SPD nach diesen Fehltritten ihren Kandidaten austauschen?
    .........

    Abgesehen davon, daß da, aus welchem Grund auch immer, eine regelrechte Kampagne losgetreten worden ist, haben Steinbrück mehr er selbst mit seiner unpassenden Sturheit und Abkassiermanie und eine SPD geschadet, die nicht nur kein wirkliches Programm hat, sondern sich zudem einen Kandidaten leistet, der rein gar nicht zu ihr paßt.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ....... Auch aus den Reihen der eigenen Partei kam deutliche Kritik an den Äußerungen des Kandidaten, etwa zum Kanzlergehalt. Spricht so der deutsche Spitzenpolitiker in spe? Kann die Kandidatur noch Erfolg versprechend realisiert werden - oder sollte die SPD nach diesen Fehltritten ihren Kandidaten austauschen?
    Ja und? Wen soll die SPD denn nehmen? Kraft, die allen alles verspricht und dann wie in NRW auf griechische Verhältnisse zusteuert?
    Diese "Fehltritte" sind nur solche in den Augen einer hochgradig schizophrenen Wählerschaft in diesem Lande, die einen Peter Struck und einen Steinbrück wegen ihrer Geradlinigkeit einerseits verehrt, aber andererseits verlangt, dass der Kanzlerkandidat jedem nach dem Munde redet, solange bis ein konturenloses Etwas aus dem Kandidaten geworden ist. Wenn der betreffende Kandidat/Kandidatin dann endlich bis zur Chimäre verschwommen ist, wirft man ihm/ihr vor, dass sie keine Standpunkte habe.
    In diesem bekloppten, politisch korrekten Land Kanzler werden zu wollen, grenzt ohnehin an Masochismus.




    Das Kanzlergehalt betreffend hat er doch Recht!
  8. #8

    Zitat von doc 123 Beitrag anzeigen
    Steinbrück hätte jedenfalls sowohl als Finanzminister in der Großen Koalition als auch als Abgeordneter längstens die Möglichkeit gehabt, diese absurde Finanz-, Gehalts- und Bonus-Situation der Finanz-Mafia wieder in Ordnung zu bringen und zu regulieren. Was passiert jedoch? Er bekommt sein Geld durch eher wohl lächerliche Vorträge - was hat diese Loser-Typ denn wohl ernsthaft zu sagen? - über die Hintertür, wohl weißlich, dass es sich vermutlich um den nächsten Kanzlerkandidaten handeln dürfte.
    Ja, Sie haben ja so Recht!! Steinbrück hätte doch längst den Schäuble ausm Rollstuhl kippen können, dazu die FDP aus dem Koalitionsvertrag und seinen Engel-Gabriel-Parteivorsitzenden in die von Ihnen genannten GroKo hieven müssen, um Europa zu retten. Das tat er nicht, sondern hielt stattdessen oberschlaue theoretische Vorträge, die ihm die Veranstalter sogar vergüteten! Pfui! Und deswegen verdient der Genosse Steinbrück auch die geballte Schimpftirade von doc 1234567. Recht so. Endlich mal jemand, der die Wahrheit auf den Tisch bringt. Nieder mit dem Kanzlerkandidaten, der doch tatsächlich seinen Lebensunterhalt durch Vortagsreden aufbessert - sowas aber auch.
  9. #9

    Identitätspflege

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    SPIEGEL-Titel:
    Um Kopf und Kanzleramt
    Sollte wohl heißen, er redet sich
    "um Kopf und Kragen"?

    Das tut er augenscheinlich, schon seit ner Weile.
    Verwunderlich bei so einem intelligenten Politiker.
    Man fragt sich, was die Ursache dafür sein mag.
    Wer stellt ihm dabei ein Bein?!

    Der Kopf selbst, der eigene Narzismus,
    übertriebene Identitätspflege
    oder sind es schlicht Alterserscheinungen?
    Peer gibt Rätsel auf!