Schuldengrenze: Eine-Billion-Dollar-Münze soll die USA retten

APIm US-Schuldenstreit zwischen Republikanern und Demokraten kursieren immer bizarrere Vorschläge. Die jüngste Idee der Obama-Anhänger: Um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, soll die Regierung eine Eine-Billion-Dollar-Münze prägen lassen. Der Plan hat prominente Befürworter.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-875814.html
  1. #360

    Sehr hüppsch

    Man kann nicht sagen, daß sie es sich leicht machen und einfach das fehlende Geld drucken.
    Sie lassen es prägen.
    Wenn das konsequent weitergeht, ist der Dollar so wenig vertrauenswürdig, daß er aus dem system der konvertierbaren Währungen rausfällt.
    Wie früher der Rubel :-)
  2. #361

    Handschellen

    Zitat von abraxas63 Beitrag anzeigen
    Was passiert eigentlich, wenn die geklaut wird?
    Dann klicken die Handschellen, sobald der Typ das Ding im Laden auf den Tresen legt. Darüber hinaus würde die Münze per Federstrich als ungültig erklärt und sogleich eine neue mit einem anderen Aussehen geprägt.

    Das Ding ist kein Geld. Es heißt bloß so.

    Aber es ist ein geiles Sammlerstück. Leider bin ich nicht fies und tricky genug, den Bruch zu wagen ...
  3. #362

    bizarr

    Durch eine solch bizarre Maßnahme signalisiert man: Das System steht kurz vor dem Ende. Ob das ein richtiges Signal wäre?
  4. #363

    Auch ohne Handschellen...

    Zitat von Schlauschwätzer Beitrag anzeigen
    Dann klicken die Handschellen, sobald der Typ das Ding im Laden auf den Tresen legt. Darüber hinaus würde die Münze per Federstrich als ungültig erklärt und sogleich eine neue mit einem anderen Aussehen geprägt.

    Das Ding ist kein Geld. Es heißt bloß so.

    Aber es ist ein geiles Sammlerstück. Leider bin ich nicht fies und tricky genug, den Bruch zu wagen ...
    ...möchte ich sehen wie der Hot Dog Standbesitzer das Rausgeld zusammenkratzt.
  5. #364

    Bergab ohne Bremsen

    Was tun? Erst mal Gas geben - den Kindern fällt schon noch etwas ein. Irgendwann, später einmal...
  6. #365

    Im Gegenteil...

    Zitat von Schlauschwätzer Beitrag anzeigen
    Dann klicken die Handschellen, sobald der Typ das Ding im Laden auf den Tresen legt. Darüber hinaus würde die Münze per Federstrich als ungültig erklärt und sogleich eine neue mit einem anderen Aussehen geprägt.

    Das Ding ist kein Geld. Es heißt bloß so.

    Aber es ist ein geiles Sammlerstück. Leider bin ich nicht fies und tricky genug, den Bruch zu wagen ...
    ...das ist Geld und per Gesetz sogar offizielles Zahlungsmittel.

    Was meinen Sie wie lange es dauert bis ein Gesetz durchgebracht würde , welches dieses ausser Kraft setzt?
  7. #366

    Da

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im US-Schuldenstreit zwischen Republikanern und Demokraten kursieren immer bizarrere Vorschläge. Die jüngste Idee der Obama-Anhänger: Um das Land vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren, soll die Regierung eine Eine-Billion-Dollar-Münze prägen lassen. Der Plan hat prominente Befürworter.

    Schuldengrenze: Eine-Billion-Dollar-Münze aus Platin soll USA retten - SPIEGEL ONLINE
    kennen eben ein paar Amerikaner noch ihren Mark Twain. In der Geschichte "Die 1-Million-Pfundnote" beschreibt er, wie deren Besitzer reich und glücklich wurde, ohne diese jemals auszugeben. Da müsste es doch mit der 1-Billion-Dollar-Münze doch erst recht klappen. :-)
  8. #367

    Meinungsmache und Verengung

    Stellt sich nach dem doch recht nüchternen Artikel die Frage: warum war sich die Spiegel-Redaktion nicht zu billig, die Idee direkt mal mit dem Zusatz "bizarr" zu diffamieren?

    Ausserdem, warum bei einer Billion (trillion-dollar coin) aufhören? Warum keine 60 Billionen-Münze? Damit wären alle Diskussionen über Verschuldung und Einschnitte im sozialen Netz für ein paar Jahre vom Tisch.

    Inflationärer wär's auch nicht, denn die Münze würde einerseits alle Schuldverschreibungen löschen, die von der FED gehalten werden (ist eh schwachsinnig, dass Schulden, die ein Teil der Regierung bei einem anderen hat, als öffentliche Schulden bezeichnet werden), die Zinszahlungen für bereits existierende Schuldverschreibungen in privater Hand bedienen (die eh bedient würden), und die Ausgaben finanzieren, die der Kongress eh schon genehmigt hat. D.h., dass kein Geld in den Kreislauf injiziert würde, das nicht sowieso injiziert wird, d.h. eine Billionen-Münze wär nicht inflationärer als die aktuelle Ausgabensituation in den USA.

    Der einzige grosse Unterschied wäre, dass die Regierung der USA in den nächsten 15-20 Jahren keinerlei Schuldverschreibungen herausgeben müssten - also genau das, was neoliberale Kommentaren in Europa und den USA die ganze Zeit verlangen.
  9. #368

    Gürtel enger schnallen hilft nicht

    Zitat von panamaracuya@comcast.net Beitrag anzeigen
    Es ist einfach unfassbar was da ablaeuft. Selbst ein Dritt-Klaessler begreift was Krugmann (bekannter Wirtschafts-Wissenschafter) offenbar nicht begreift.
    Kann es sein dass Sie einiges nicht begreifen was Krugman begreift?

    Die Schulden der Welt beruhen doch heute schon überwiegend aus rein virtuellen Geld, dem nie reale Leistungen gegenüber standen.

    Wenn Sie einen Kredit aufnehmen, dann gibt die Bank nicht Geld aus das jemand zuvor eingezahlt hat, sie erzeugt Geld aus dem Nichts. Sie verlangt aber falls sie das Geld nicht zurückzahlen reale Sicherheiten.

    Warum soll man virtuellen Schulden die nichts anderes als Luftbuchungen sind, nicht mit Luftbuchungen zurückzahlen?

    Das ganze Geldsystem in der heutigen Form ist schon korrupt. Es ist schon lange nicht mehr an realen Werten gebunden. Das kann man aber nicht Krugman anlasten.


    Den Guertel enger schnallen, wie Europaeische Laender, daran denkt der Ami (Regierung und Volk) nicht im Entferntesten.
    Weil durch Gürtel enger schnallen keine Schulden zurückgezahlt werden. Das geht bei einem Individualhaushalt, bei dem die Einnahmen von den Ausgaben unabhängig sind. Das geht aber nicht bei Volkswirtschaften.

    Wenn ich weniger Bier trinke dann spare ich. Mein Kneipenbesitzer hat aber dafür entsrprechend geringere Einnahmen. Insgesamt wurde gar nichts gespart sondern nur weniger Bier getrunken.

    Am Ende entscheidet über den Wohl einer Volkswirtschaft ob genügend Bier (oder andere Waren) produziert werden. Und das geht nicht durch andauerndes Gürtel enger schnallen.

    Ein Ende mit Schrecken waer besser (aber brutal fuer einige Laender) als ein Schrecken ohne Ende.
    Das ist grundsätzlich richtig. Wir brauchen ein anderes Geldsystem das wieder an reale Werte gebunden ist.
  10. #369

    Zitat von klaus meucht Beitrag anzeigen

    Das ganze Geldsystem in der heutigen Form ist schon korrupt. Es ist schon lange nicht mehr an realen Werten gebunden. Das kann man aber nicht Krugman anlasten.
    Was man ihm allerdings anlasten kann ist, dass er wissen sollte, dass seine Lösungsvorschläge langfristig keine Lösung bringen werden und deshalb erst garnicht versucht werden sollten. Der Traum von antizyklischen Handeln der Regierung wird immer ein Traum bleiben, einsehen wollen Keynsianer das allerings nicht, da sind sie genau so schlimm wie die Sozialisten.
    Die Lösung für unsere aktuellen Probleme wird sich nicht in den herkömmlichen, fehlerbehafteten, Denkmustern der Volkswirte finden lassen, das will aber niemand wahrhaben.