Protest gegen Ausbeutung: Hiermit bewerbe ich mich nicht

Mario SchenkEin Stundenlohn von 64 Cent, angeboten von einer Organisation, die sich weltweit für faire Löhne einsetzt - das fand Mario Schenk unerträglich. Er antwortete auf die Praktikumsannonce mit einer Nicht-Bewerbung. Statt des Personalchefs meldeten sich bei ihm Leidensgenossen aus ganz Deutschland.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-875549.html
  1. #10

    Und um welche Nicht-Regierungsorganisation handelt es sich nun?

    Das will man ja schon wissen. Erstens damit diese NGO Druck bekommt, hierauf zu reagieren. Zweitens damit man nicht zufällig diese NGO mit Spenden unterstützt.

    Das Verschweigen führt doch - trotz aller Empörung, die im Artikel zum Ausdruck kommt - nur dazu, dass sich nichts ändert.
  2. #11

    Wer kann hier nicht rechnen?

    Wer ohne weitere Begründung aus 250€/Monat 0,64€/h macht, qualifiziert sich nicht gerade für eine anspruchsvolle Tätigkeit, weder als Journalist noch als studierter Praktikant.
  3. #12

    Roß und Reiter bitte nennen!

    Hallo Frau Nolting,

    vielen Dank für Ihren Artikel.
    Warum aber um alles in der Welt haben Sie es nicht fertiggebracht die betreffende "Nichtregierungsorganisation" die solche Praktiken pflegt beim Namen zu nennen?
    Es ist sehr wichtig solche Ausbeuter-Praktiken zu ächten und zwar nicht indem man einen anonymen Artikel schreibt sondern indem man Roß und Reiter nennt und somit an den Pranger stellt!!!
  4. #13

    So ischt es halt.

    Erstens, wieso wird der Name der Organisation nicht genannt ?
    Zweitens, Er hätte als externer Berater anheuern sollen, dann hätte er sicher 5-stellige Beträge im Monat in Aussicht sowie Eintiegs- und Abschlussgratifikationen !
  5. #14

    kenn ich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Stundenlohn von 64 Cent, angeboten von einer Organisation, die sich weltweit für faire Löhne einsetzt - das fand Mario Schenk unerträglich. Er antwortete auf die Praktikumsannonce mit einer Nicht-Bewerbung. Statt des Personalchefs meldeten sich bei ihm Leidensgenossen aus ganz Deutschland.

    Absagen statt Bewerben: Kreativer Protest der Generation Praktikum - SPIEGEL ONLINE
    nur zu gut.
    nach unfall aus dem 15-jährigen druckerleben (ausbilder, schichtführer etc.) gesundheitlich rausgeworfen und anschliessendem mediengestalter digital-und print hätte ich bis zum lebensende praktika bei "wir müssen erstmal sehen was sie können" schlaumeiern machen können, umsonst natürlich.
    frechheit, die meisten würden nicht mal papier auf der toilette finden, sahen dafür aber wirklich gut aus mit ihren randlosen brillen.
    praktika sind arbeitsplatzvernichter und blosse ausbeutung - ich kenne niemanden der anschließend einen job bekommen hat.
  6. #15

    optional

    Vielleicht würde Herr Schenk für 1,56 Euro pro Stunde arbeiten. Dann könnte das Praktikum unter Umständen interessant sein.
  7. #16

    Riecht nach Arbeit

    Was soll dieses Barmen. Wer ist denn auch so BILD und studiert ein Kräuter und Wohlfühlfach und erwartet dann auch noch dass eine Öko-Sozial-Geschenkeauswicklungsgesellschaft dann noch einen fürstlich für's Selbstverwirklichen bezahlt. Man könnte es auch mal bei einer der vielen Firmen versuchen die Mitarbeiter für ihr Exportgeschäft in Südamerika händeringend suchen. Aber da tut man ja nichts Gutes und dazu ist man dann auch noch MitArbeiter.
  8. #17

    ....

    Zitat von Oskar ist der Beste Beitrag anzeigen
    ich weiß gar nicht, worüber sich der Kandidat aufregt, wer hat denn die Parteien gewählt, die mit H4 und Agenda 2010 für die Verwahrlosung des Arbeitsmarktes in Deutschland gesorgt haben und nunmehr müssen die Lemmige sich eben mit den Folgen abfinden. Ich kann mir eine Schadenfreude über diese unerträglichen Zustände jedenfalls nicht verkneifen, weil es auch zeigt, daß angepasstes Bückeln eben nicht zum Erfolg führt....wer sich einmal verarschen läßt ohne es zu merken, der fällt halt immer wieder auf die Fresse. Und die jetzt 20 bis 30 jährigen sind nur durch angepasstes Verhalten aufgefallen und dafür gibt es jetzt ordentlich Haue.
    Zum wiederholten Male, damit es nicht nur an den SPD/Grünen hängenbleibt. Die CDU/CSU. FDP haben diese Gesetze nur abgelehnt weil diese ihnen weit genug gingen. Mit denen währe es noch schlimmer gekommen!!!!!
  9. #18

    Auch wenn ich im Prinzip gegen die Praktikantenausbeute bin

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Stundenlohn von 64 Cent, angeboten von einer Organisation, die sich weltweit für faire Löhne einsetzt - das fand Mario Schenk unerträglich. Er antwortete auf die Praktikumsannonce mit einer Nicht-Bewerbung. Statt des Personalchefs meldeten sich bei ihm Leidensgenossen aus ganz Deutschland.

    Absagen statt Bewerben: Kreativer Protest der Generation Praktikum - SPIEGEL ONLINE
  10. #19

    gemeinnützige Arbeiten

    Was ist ein gerechter Lohn für das Arbeiten bei einer NGO im Ausland? Ist es "gerecht" für gerechten Lohn in Südamerika einzutreten und den eigenen Mitarbeitern aber ein Vielfaches dessen zu zahlen? Viele Menschen verdienen in Südamerika weniger als 250 € und würden 250 € als "gerecht" empfinden.
    Daneben ist ein Praktikum keine normale Stelle. Bei einem Praktikum gibt es eine Aufwandsentschädigung und kein Lohn. Zu Recht kann man kritisieren, dass statt einer echten Stelle ein "Praktikum" ausgeschrieben wird. Für ein Praktikum einem Europäer mehr Geld zu zahlen als die meisten Einheimischen als "Lohn" verdienen, erschiene mir viel mehr als Widerspruch bei einer Gesellschaft, die sich für fairen Lohn einsetzt.