"Skyfall"-Triumph: Das größte Geheimnis von James Bond

Sony PicturesWelch ein Siegeszug für "Skyfall": Sieben Millionen Zuschauer in Deutschland, der bisher erfolgreichste Kinofilm überhaupt in England, eine Milliarde Dollar weltweit eingespielt - und in China läuft der neue "007" erst noch an. Was macht den altersmüden Agenten so attraktiv? Vielleicht genau das: sein Alter.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...-a-875718.html
  1. #1

    sehr einseitig....

    der Erfolg gibt diesem Film Recht.James Bond ist ein kollektives Rollenbild,der stets ein neues Resultat der alten Filme sein wird.Meim Vater schimpfte über Brosnan,ich über Craig....mein perfekter Bond ist der aus Golden Eye...jedem das seine.Aber bitte lieber Autor,tun sie nicht so als hätten sie James Bond erfunden,Sie erinnern mich an die liebe Omi aus dem Bus:"Früher war alles besser".Das macht extrem unflexibel für die Zukunft :-D
  2. #2

    Ich kann mich nicht erinnern je so einen Scheiß gesehen zu haben.

    Die Droge 007 wirkt,nur so ist zu erklären,das ich den Film nicht während der Vorstellung,laut schreiend verlassen habe.
  3. #3

    Spiegelbild

    Der bond zu seiner zeit wirkt immer etwas angestrengt und kitschig. Aber nur weil viele alltägliche unwichtigkeiten, einstellungen und ängste in 2 stunden film gepresst werden. Ein bond zeigt seine wirkung nachdem er einige jahre gereift ist. So bekommen über 20 bond filme eine dokumentarische note. Und tatsächlich dokumentiert skyfall perspektivlosigkeit, beliebigkeit und fadheit unserer zeit. So erklärt sich auch die rückkehr ins holzvertäfelte büro der 60er als nötiger schritt um wieder aus dem wahnwitz der technikkonzernmoderne zu entfliehen.
  4. #4

    Erfolg des Bösen

    Der Kolumnenautor war wohl zu sehr mit der Formulierungsfärberei seines Verisses beschäftigt um den offensichtlichsten Erfolgsgrund zu übersehen. Der Erfolg ist in meinen Augen nicht einem alternden Hauptdarsteller geschuldet sondern einem großartigen Bösewicht, herausragend dargestellt von Javier Bardem. Das der Antagonist eines Filmes ein ebensolcher Erfolgsgarant sein kann wie der Protagonist, hat uns Heath Ledger in "The Dark Knight" schon bewiesen.
  5. #5

    Schlechtester Bond aller Zeiten

    Skyfall ist leider der schlechteste Bond aller Zeiten. Furchtbar langweilige Story und völlig unlogisch.
    Das fällt den wohlwollenden Kritikern natürlich nicht auf wenn man alles mögliche in den Film hineininterpretiert.
    Der Erfolg des Films dürfte auf den Hype (50 Jahre Bond) und der Markeingmaschine beruhen.
    Mehr nicht.
  6. #6

    Über Geschmack lässt sich (nicht) streiten...

    Zitat von Liechtenstein Beitrag anzeigen
    Skyfall ist leider der schlechteste Bond aller Zeiten.
    ...und genau da scheiden sich die Geister. Die Mehrzahl der Bond-Fans, die ich kenne, teilen meine Meinung, dass Skyfall einer der besten Bond-Filme aller Zeiten ist, wahrscheinlich der beste seit mindestens Goldfinger. Von daher hat er den Mega-Erfolg am Box Office mehr als verdient.

    Aber selbst bei den (SEHR wenigen) Verrissen habe ich deutlich inhaltsreichere gefunden als den gequirlten Pseudo-Intellektualismus von Herrn Dietz.
  7. #7

    Interessant

    Vielleicht ist das so. Mir sind zwei andere Dinge aufgefallen (muss dem Artikel nicht widersprechen). 1. Es macht kein Spass mehr, Bond zu sein, im Gegenteil: ungemein anstrengend, Pflicht, überall Blessuren, keine Erfolgsgefühle. 2. Bond ist unpässlich: er kann nicht, steht nicht, ist eingesponnen in tausend Definitionsfäden, hat nur Probleme vor sich, in sich, um sich. Innerlich gibt es nur ein baufälliges Elternhaus in der Öde, ohne Geist, ohne Potenzen, mit unterirdischem Fluchtweg. Mag sein: Wir verlieren uns.
  8. #8

    Ich fand Skyfall nicht langweilig, aber ziemlich kühl und aufgesetzt. Was mich bei "Casino" Royal begeisterte, wich bereits bei "Quantum of Solace" einer lebloseren Geschichte, die in "Skyfall" nur durch Einfallslosigkeit getoppt wird.

    Zwar gefällt mir Craig als Bond gut, Bardem ebenso, aber der Rest des Casts war eher zum Vergessen oder besser gesagt, nicht erinnerungswürdig, weil man derartige Figuren in jedem dritten Thriller als Abziehbild zu sehen bekommt. Schade eigentlich. Von der knisternden Chemie von Craig und Eva Green war in den Nachfolgern nichts mehr zu spüren.
  9. #9

    Immer noch nicht kapiert?

    Bei Bond ging es noch nie um den Geheimagenten. Die eigentlichen Stars sind und bleiben die Bösen. Das hebt Skyfall (trotz arg konstruierter Story) über die Niederungen seiner Vorgänger. Zum Beweis: Gerd Fröbe in "Goldfinger", Brandauer in "Sag niemals nie". Ich weiß, der gehört nicht offiziell dazu...
    Das sind doch die einzigen Variablen der Filme.
    Der Gute kann nur gut sein, der Böse darf alles. Und einen Gegner mit homosexueller Attitüde, der mal nicht die Welt erobern/zerstören usw. will, ist ein durchaus akzeptabler Gegner. Dazu noch ein 007 mit Alkoholproblem - was will man mehr. Fehlte nur eine Sequenz: James Bond bei den AA. Man stelle sich diesen Satz vor: "Ich bin Bond, James Bond, und ich bin Alkoholiker.
    Doch das haben sie sich wohl für die Fortsetzung aufgehoben.