ADAC Lichttest: Jedes zweite Auto hat einen an der Lampe

dapdDie Ergebnisse des ADAC Lichttests sind erschreckend: Bei der Hälfte der untersuchten Fahrzeuge entdeckten die Prüfer Fehler an der Lichtanlage. Dabei kann der Fahrer den am häufigsten beanstandete Mangel oft ganz einfach selbst beheben.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/j...-a-875798.html
  1. #1

    Das ist ja mal

    was ganz was Neues. Das schlecht eingestellte Scheinwerfer blenden. Gibt's keine "Lichtwochen" mehr?

    Da gibt es blöderes. Blöd deswegen, weil defekte Birnen bei heutigen Autos nicht mal eben mit wenigen Handgriffen ausgewechselt werden können. Sondern selbst "technisch Begabten" der Weg in die Werkstatt oft nicht erspart bleibt.
  2. #2

    Am Auto ist doch nun alles reglementiert. Wenn der Hotspot einer Glühlampe definiert ist, aber manche Fabrikate sich nicht dran halten, dann dürfen diese Produkte eben keine Zulassung für den Straßenverkehr bekommen. Wenn trotzdem viele dieser fehlerhaften Lampen zum Einsatz kommen, muß der Gesetzgeber eben mit Verboten und Strafen reagieren.
    Die manuelle Leuchtweitenregulierung gehört ebenfalls reglementiert, da offensichtlich viele Fahrer diese Funktion nicht kennen oder einfach "hochdrehen". Ein Lagesensor für die automatische Einstellung kann eigenlich nicht viel teurer sein.
  3. #3

    Ausrichtung vs. defekt

    Nach meinem Empfinden ist bei jedem zweiten Fahrzeug mind. ein Glühlämpchen der Beleuchtungseinrichtung defekt. Um das festzustellen, bräuchte man nichtmal einen Lichtcheck.
    Nicht falsch verstehen, ich begrüße diesen Test und diejenigen, die ihn machen lassen, zeigen immerhin Interesse an der Funktion und Korrektheit der Beleuchtung.
    Aber wenn man sich im Dunkeln mal umschaut, sieht man extrem viele defekte Scheinwerfer und Rücklichter. Dabei kann man die quasi bei jedem Ampelstop selbst kontrollieren - die spiegeln sich doch in der Stoßstange des Vordermanns. Und wenn ein Bus hinter einem steht, ist dessen Frontscheibe die beste Gelegenheit, Rück- und Bremslichter zu testen...
    Manche merken's erst bei der HU, fahren also knappe 2 Jahre mit halber Beleuchtung herum. Völlig unverständlich!
  4. #4

    Wie oft sehe ich

    und das, obwohl sicher über 90% dieser Fahrer ein "Birne kaputt"-Lämpchen im Cockpit haben. Warum fahren die trotzdem weiter? Weil sie es zuerst selbst versucht haben und nach dem Scheitern in die Werkstatt gefahren sind, die ihnen die Arbeitswerte fürs Wechseln bzw. dank viel LED Gelämpel gesagt haben, was z.B. eine neue Leuchteinheit für hinten kostet (weil alles vergossen ist). Da denkt sich der sparsame Fahrer: "Danke fürs Gespräch - das ziehe ich dann noch raus bis zur nächste HU - mit dem andern Scheinwerfer sehe ich ja noch genug." Selbst wenn alle Birnchen an meinem Mercedes W123 gewechselt werden müßten (je 2x Hauptscheinwerfer, Nebler, Standlicht, Blinker vorn und hinten, Rücklicht, Nebel-, Bremslicht und Rückfahrscheinwerfer wäre ich etwa 20 Minuten komplett beschäftigt bis alles wieder zusammen ist. Mit ein bißchen Training vermutlich noch deutlich schneller. Das soll mir einer mit einem Neuwagen erstmal nachmachen. Und das Tollste daran: Das geht ALLES ohne ein einziges Werkzeug!
  5. #5

    Zitat von diego33 Beitrag anzeigen
    Nach meinem Empfinden ist bei jedem zweiten Fahrzeug mind. ein Glühlämpchen der Beleuchtungseinrichtung defekt. Um das festzustellen, bräuchte man nichtmal einen Lichtcheck!
    Hmm. Ich bin ziemlich viel unterwegs und halte die Ausssge ziemlich übertrieben.
    Wenn ich an Tagen wie diesen drei, vier Stunden bei Dunkelheit/Dämmerung durch Berlin fahre fallen mir allerhöchstens 5-10 Autos mit nur einem Scheinwerfer auf. Das sind jetzt imho wirklich nicht allzu viele.
    Wenn man in unsere Nachbarländer sieht sind die deutschen Autos beleuchtungsmässig in hervorragenden Zustand.
    Ich halte das Thema fuer ziemlich aufgebauscht.
  6. #6

    Zitat von diego33 Beitrag anzeigen
    Nach meinem Empfinden ist bei jedem zweiten Fahrzeug mind. ein Glühlämpchen der Beleuchtungseinrichtung defekt. ...
    Wenn es denn nur "ein Glühlämpchen" wäre...
    Verdammt oft sehe ich "vorn Einäugige", "hinten einseitig Dunkle" oder gleich "komplette Seite dunkel".
    Dafür wird dann aber gern mal von Anderen mit Standlicht plus Nebelscheinwerfer rumkojohlt oder bei leichtestem Nieselregen der "audience blinder" Nebelschlussleuchte angeworfen.

    Auf der BAB kann man nachts fast nur noch mit abgeblendetem Innenspiegel fahren - von hinten kommen die Fraktionen "immer mit Fernlicht voraus", "Leuchtweitenregelung - was soll das sein" und "1,70 Meter Höhe ist beim SUV immer die richtige Höhe für kriminell helle Scheinwerfer".

    Welcher Honk beim KBA hat eigentlich diese neuartigen Lampengenerationen (die mehr der Laserbewaffnung eines X-Wing ähneln) für den Angriff auf die Bevölkerung freigegeben ?

    Derselbe, der auch unsichtbare Blinker hinten (Design ist wichtig, Sichtbarkeit nicht) freigegeben hat ?
  7. #7

    Zitat SPON:

    Das Ergebnis ist erstaunlich - denn bei fast allen Autos kann dieses Problem mit einem Handgriff behoben werden: "Fahrer müssen entsprechend der Last im Auto die Leuchtweite regulieren. Ein Blick in die Bedienungsanleitung reicht schon aus, um zu wissen, wo sich das entsprechende Einstellrädchen im Wagen befindet", sagt Claudia Weiler vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK).


    Das Einstellrädchen sehe ich wohl.
    Wie soll ich aber ohne die entsprechende Messapparatur wie beim TÜV wissen, welche Einstellung bei der aktuellen Belastung die richtige ist?
  8. #8

    Irgendwas nicht verstanden,

    haben auch die Kollegen, die auch zu später Stunde noch mit vollem, am besten noch selbst eingebautem, Tagfahrlicht unterwegs sind.
    Auf der Autobahn finde ich das nicht so krass. Aber der morgendliche Weg zur Arbeit ist schon manchmal kriminell dank der vielen halb- und vollblind Fahrer.
  9. #9

    optional

    Die Defekthäufigkeit ist aber auch Herstellerabhängig.
    Bei meinem ehemaligen AG waren das bei den Fahrzeugen insbesondere die Skodas und VW's.
    das kuriostese war einer der Octavias.
    Ein Kollege war so nett auf das fahrtenbuch einen zettel zu kleben 'Abblendlicht vorne rechts defekt' zu kleben.
    Ich starte den wagen, sagt die Selbstdiagnose das das Licht vorne links defekt ist.
    dachte mir noch nix dabei, Ist ja immer Sache der 'sichtweise' was rechts und links ist. dann sprang die Azeige auf 'rechts defekt'. ich raus und geschaut, tja, es waren beide defekt.
    ich bin sofort in die Werkstatt und dort wechselte man beide aus und hat auch alles durchgemessen. Auf meine Nachfrage warum beide sagte der Meister: 'Das ist sehr oft so, Sie können davon ausgehen, das wenn eine ausfällt die andere wenn sie Pech haben ne halbe Stunde später auch durch ist.'
    Das stelle ich mir sehr angenhem vor nachts, denn ich konnte sehen das die Monteure zum wechseln den kompletten Scheinwerfer ausbauten , 'da dies bedeutend schneller und Fingerschonender sei' wie der Meister sagte...
    Mein jetziges Auto fährt seit 140.000 km oder 7,5 Jahren übrigens noch mit der Erstausrüstung der vorderen Leuchtmittel.