Eingestelltes Kartellverfahren: Wir Nutzer entscheiden, wie weit Google geht

Google / Connie ZhouGoogle nutzt seine Suchmaschine, um andere Google-Dienste in den Markt zu drücken. Die US-Kartellbehörde will das nicht weiter untersuchen. Jetzt müssen die Nutzer entscheiden, ob der Konzern mit seiner Strategie durchkommt - oder weiter von der Bequemlichkeit der Mehrheit profitieren kann.

http://www.spiegel.de/netzwelt/gadge...-a-875713.html
  1. #10

    Zitat von widerstandsrecht Beitrag anzeigen
    Das Problem scheint mir zu sein, dass es meist einfacher ist, dem so genannten Mainstream zu folgen als sich nach Alternativen umzusehen und diese auch mal auszuprobieren [...] Ich wäre deshalb sogar bereit, für die Nutzung dieser Suchmaschine einen moderaten Preis zu zahlen, um deren Existenz unabhängig von google zu sichern. Was Kartendienste anlangt, liegt google in allen Vergleichen, die ich bisher für mich angestellt habe, weit hinter openstreetmap zurück (wie auch bing). [...] Bei Microsoft gab und gibt es immer wieder laute Aufschreie wegen Missbrauchs. Das, was google macht, ist in meinen Augen mindestens genauso zu missbilligen. Komisch, dass hier alle wegsehen.
    Microsoft diente damals, mangels anderer marktbeherrschender Akteure, als pars pro toto. Daran hat sich merkwürdigerweise nichts geändert, obwohl das wirtschaftliche Gebaren von Apple, Facebook und insbesondere Google weit bedenklicher und tiefgreifender ist. An der Google Kampagne für das "freie" ungewichtete Internet hat man gesehen, wie gut die Lobbyisten mittlerweile finanziert sind; ob in Deutschland oder den USA.

    Ich spende jährlich nicht unerhebliche Beträge an den Wikimedia e.V. oder die OpenStreetMap Foundation, schließlich habe ich früher ebenfalls für Lexika oder Stadtpläne bezahlt - und wie Sie begrüßte ich das Entstehen kommerzieller Suchdienste.

    Die Bequemlichkeit und Geiz-ist-geil Mentalität der Vielen wird es allerdings nicht zu solchen Angeboten kommen lassen.
  2. #11

    Zitat von hdwinkel Beitrag anzeigen
    Was der Gesetzgeber tun sollte ist eher den Wettbewerb zu fördern, z.B. indem das Patentwesen und Urheberrecht im Sinne der Verbraucher überdacht, und geändert wird. Im Augenblick ist es eine Waffe um die Konkurrenz kleinzuhalten, siehe nur mal die spektakulären Fälle wie Apple oder auch Amazon.
    Dies wird die Anwaltslobby in den USA, die im Patentrecht leider maßgeblich sind, zu verhindern wissen. Mittlerweile werden mit sogenannten process patents durch patent trolls Millionen verdient, mit den absurdesten Patenten, wie z.B. den E-Mail Versand eines gescannten Dokuments. Skurril Patent trolls want $1,000
  3. #12

    Titellos

    Jeder Bürger schreit nach dem Aufbrechen von Monopolen, sei es bei Gas, Strom oder Supermarktketten. Aber daheim wird ein Monopolist, der eine gerade zu beängstigte Stellung und Macht erreicht hat, weiter gefüttert.

    Man muss nicht alles was von einem Monopolisten kommt ablehnen. Aber wenn Android 75% Marktanteil hat (laut NZZ) und Google über 85% (laut Wikipedia), dann sollte das einem doch sehr Spanisch vorkommen.

    Bing ist nicht schlechter als Google, Firefox und Co. nicht schlechter als Chrome, Windows Phone 8 mMn. sogar besser als Android.

    Oder hätten Sie auch gerne eine Automarke, eine Supermarktkette, einen Stromanbieter und eine Tankstelle für die gesamte Republik?
  4. #13

    Alles aus einer Hand

    Die Googleservices sind nicht perfekt, aber der große Vorteil ist, dass sie nahtlos oder zumindest nahezu nahtlos in einander greifen. Das gleich bei Apple. Der Versuch mit einem Flickenteppich an an sich guter Software, die aber untereinander inkompatibel ist zu arbeiten, ist auch bei mir gescheitert. Letztlich ist es mit dem www wie im wahren Leben, man sollte schon wissen auf was man sich da einlässt und den Ergebnissen nicht blind vertrauen. Dass kosten dann aber Zeit und die haben die meisten Leute nicht bzw. wollen sie nicht aufbringen.
  5. #14

    Moment mal

    "...jederzeit andere Dienste... müssen genug Menschen nutzen, damit Anbieter existieren können.". Aber hallo! Ich nutze einen Dienst doch nicht, bloß weil er existiert. Oder damit sein Anbieter existieren kann. Wenn ein Dienst mir (MIR!!!) nutzt, dann werde ich ihn benutzen. Alles andere ist mir doch wurst.
  6. #15

    Froh sein nicht alles zahlen zu müssen

    Da bietet jemand Topdienste kostenlos an und trotzdem gemeckere..wems nicht gefällt kann ja anderes nutzen schliesslich zwingt google niemanden zu seinen kostenlosen Diensten. Wem Freiheit nicht gefällt kann ja zu Apple, da ist alles eine geschlossene, regulierte;)
    Natürlich ist das sammeln von Nutzerdaten ärgerlich(kann man auch verhindern) aber das kann man bei google als Gebühr für ihr Angebot betrachten; andere zocken da nur ab- fast jeder sammelt Daten und verkauft sie, bei Bezahldiensten ist das eigentlich Betrug.
    Gäbe es Anbieter wie google nicht müsste man für jeden furz was zahlen.
    Die Zukunft des Netzes muss Freiheit sein, alles kostenlos, werbefinanziert und/oder über Kulturflat.
    - auch Filme, Musik. ect., da müsste man auch das veraltete, völlig unangemessene Urheberrecht mal überarbeiten genauso wie den Patentewahnsinn, beides bremst enorm.
  7. #16

    Google hat absolut Recht!

    Google ist ja kein Wohltäter, sondern ein gewinnorientieres Unternehmen. Wer auf google.de surft, bekommt dort das angezeigt, was Google anzeigen will. Nirgendwo steht, dass Google neutral ist, oder gar Produkte der Konkurrenz weit oben platzieren muss. Es verlangt ja auch keiner, dass z.B. auf der Apple Webseite steht, dass es auch bei Microsoft ein Handy-Betriebssystem gibt. Warum also sollte Google nicht immer auf seine eigenen Produkte hinweisen? Was erwartet ihr?
  8. #17

    Zitat von systembolaget Beitrag anzeigen
    Microsoft diente damals, mangels anderer marktbeherrschender Akteure, als pars pro toto. Daran hat sich merkwürdigerweise nichts geändert, obwohl das wirtschaftliche Gebaren von Apple, Facebook und insbesondere Google weit bedenklicher und tiefgreifender ist.
    Tatsächlich hat Google in dieser Liste nichts verloren. Ein Vergleich mit Apple - dem Nordkorea der IT-Industrie - muss nicht mal widerlegt werden. Er ist schlicht dumm.
    Zitat von systembolaget Beitrag anzeigen
    An der Google Kampagne für das "freie" ungewichtete Internet hat man gesehen, wie gut die Lobbyisten mittlerweile finanziert sind; ob in Deutschland oder den USA.
    Andersrum. Die Verleger haben sich ein Gesetz gekauft, nicht Google. Die Verleger trommeln seit Monaten für ein absurdes "Leistungs"schutzrecht, nicht Google. Die Verleger wollen die "Kostenlosmentalität" der bösen Internetnutzer bekämpfen, nicht Google.

    Zitat von systembolaget Beitrag anzeigen
    Ich spende jährlich nicht unerhebliche Beträge an den Wikimedia e.V. oder die OpenStreetMap Foundation, schließlich habe ich früher ebenfalls für Lexika oder Stadtpläne bezahlt - und wie Sie begrüßte ich das Entstehen kommerzieller Suchdienste.
    Dass Sie die Kommerzialisierung des Internets auf dem Rücken der Armen befürworten, sagt viel über Sie aus. Glücklicherweise werden die Armen dank Google auch in Zukunft kostenlosen Zugriff auf das Wissen der Welt haben.

    Zitat von systembolaget Beitrag anzeigen
    Die Bequemlichkeit und Geiz-ist-geil Mentalität der Vielen wird es allerdings nicht zu solchen Angeboten kommen lassen.
    Hoffen wir es. Außer ein paar Ewiggestrigen will niemand in die Zeiten zurück, in denen einige wenige Privilegierte das Wissen der Welt verwaltet haben.
  9. #18

    Erst lesen, dann denken, dann schreiben ;)

    Wenn Ihnen so viel am freien Zugang zu Wissen und Leistung gelegen ist, sollten Sie Initiativen wie Wikipedia oder OpenStreetMap unterstützen, anstatt zu verdammen. Schließlich ist es der Google-Konzern, der viele freie Angebote durch Manipulation seiner Suchergebnisse behindert bzw. bereits erledigt hat; ob in Europa oder den USA.

    Mir geht es nicht um die Interessen von Verlegern, sondern um den Lobbyismus von Apple, Facebook, Google & Konsorten, der unter dem Deckmantel des "freien Internet" immer neue Stäbe in seine goldenen Käfige einfügt; eine freie Internetsuche ließe sich sicherlich mit sehr geringen Monatsbeiträgen finanzieren; das hat mit Privilegien nichts zu tun.

    Zitat von Ha.Maulwurf Beitrag anzeigen
    Tatsächlich hat Google in dieser Liste nichts verloren. Ein Vergleich mit Apple - dem Nordkorea der IT-Industrie - muss nicht mal widerlegt werden. Er ist schlicht dumm.

    Andersrum. Die Verleger haben sich ein Gesetz gekauft, nicht Google. Die Verleger trommeln seit Monaten für ein absurdes "Leistungs"schutzrecht, nicht Google. Die Verleger wollen die "Kostenlosmentalität" der bösen Internetnutzer bekämpfen, nicht Google.

    Dass Sie die Kommerzialisierung des Internets auf dem Rücken der Armen befürworten, sagt viel über Sie aus. Glücklicherweise werden die Armen dank Google auch in Zukunft kostenlosen Zugriff auf das Wissen der Welt haben.

    Hoffen wir es. Außer ein paar Ewiggestrigen will niemand in die Zeiten zurück, in denen einige wenige Privilegierte das Wissen der Welt verwaltet haben.
  10. #19

    YouTube

    Es gibt übrigens auch nicht nur YouTube.