Gerichtsurteil : Böller auf Toilette gezündet - Job weg

DPAEinen Böller in einem Dixi-Klo zu zünden ist keine gute Idee. Erst recht nicht, wenn gerade ein Kollege drauf sitzt. Ein Gerüstbauer hat es trotzdem gemacht - und seinen Job verloren. Dagegen klagte er, das sei doch nur ein "Stimmungsaufheller" gewesen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...-a-875721.html
  1. #10

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Da freut sich der Boss.
    Nach 15 Jahren auf dem Gerüst hatte der sich sowieso den Rücken weitgehend versaut. Da kommt dann sowieso zuviel Krankheitszeit. Des weiteren hat der sich nach 15 Jahren über die Lohnerhöhungen ein zu hohes ......
    Ja, nee, is klar. JEDER Arbeitgeber ist absolut böse und hat AUSSCHLIESSLICH wirtschaftliche Interessen im Sinn. Raffiniertes Pack, da kommt unsereiner gar nicht drauf!
    Danke, dass Sie das mal geklärt haben, Sie waren ja dabei, nehme ich an und die Presse stellt ja sowieso ALLES völlig verzerrt und kapitalistenfreundlich dar.
    Mannomann! Da spielt einer mit der Gesundheit seiner Kollegen und hat Null Schuldbewusstsein und Sie verklären ihn zum Opfer. Ich könnt' schreien.
  2. #11

    Zitat von leserin_45 Beitrag anzeigen
    könnte man die ganzen Böller und Raketen gänzlich verbieten. Birgt jede Menge Gefahren, aber bringt halt schön Steuergelder in die Kasse...
    logisch, wenn jemand ein Recht mißbraucht und etwas nicht sachgemäß verwendet schaffen wir das Recht einfach ganz ab.

    Verbieten, verbieten was mir nicht gefällt. Das hatten wir bei Sport und Jagdwaffen nun bei Böller, was kommt als Nächstes ?
    Haben Sie etwa etwas was ich gerne verbieten würde ?

    Verbieten wir uns gegenseitig alles und wir werden feststellen wie arm wir sind.

    Ansonsten finde ich das Urteil hart aber vertretbar.Es ist eine Lehre und ein Schuß vor dem Bug.

    Solch Verhalten hat im Extremfall schon für tödliche Unfälle gesorgt. Die Sicherungspflicht eines Arbeitsgebers erfordert auch dass solch unzuverlässige Kollegen entfernt werden. allerdings wird dieser gefeuerte Kollege irgendwo wieder neu anfangen.
  3. #12

    Wiso den?

    Zitat von powerkraut Beitrag anzeigen
    Ja, nee, is klar. JEDER Arbeitgeber ist absolut böse und hat AUSSCHLIESSLICH wirtschaftliche Interessen im Sinn. Raffiniertes Pack, da kommt unsereiner gar nicht drauf!
    Danke, dass Sie das mal geklärt haben, Sie waren ja dabei, nehme ich an und die Presse stellt ja sowieso ALLES völlig verzerrt und kapitalistenfreundlich dar.
    Mannomann! Da spielt einer mit der Gesundheit seiner Kollegen und hat Null Schuldbewusstsein und Sie verklären ihn zum Opfer. Ich könnt' schreien.
    Was hat das den mit Opfer zu tun. So ist die Lebenswirklichkeit.
    Gesetzt den Fall der AG wollte wirklich an dem Mitarbeiter festhalten dann hätte Er Diesen ja nicht zu entlassen brauchen.Auch wenn das nicht in das Weltbild der Moralträumer paßt: Die Entlassung war für den Boss kein MUß!
    Und dem Typ auf dem Klo hätte man erklärt das Er kein so Geschrei machen soll . Und wenn es dem nicht paßt kann Er selbstverständlich Anzeige wegen Körperverletzung erstatten.Aber der Boss ist wegen sowas nicht generell zur Entlassung verpflichtet. Wo kämen wir den da hin.
  4. #13

    Ja, als Aufheller.....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen Böller in einem Dixi-Klo zu zünden ist keine gute Idee. Erst recht nicht, wenn gerade ein Kollege drauf sitzt. Ein Gerüstbauer hat es trotzdem gemacht - und seinen Job verloren. Dagegen klagte er, das sei doch nur ein "Stimmungsaufheller" gewesen.

    Böller auf Toilette gezündet: Job weg - SPIEGEL ONLINE
    Schöner Aufheller wo uns der SPON hier wieder präsentiert.Hab ja nichts Grundsätzliches gegen Kuriosa .Lese das auch mal gerne.Mal Ehrlich ; die Klogeschichtre hat ja pep.Ein Aufheller eben.
    Aber ich fände es vom SPON echt korrekt uns auch mittzuteilen in welchem Jahr sich diese Geschichte zugetragen hat.So quasi als Mindestinformationsgehalt oder so.Wer von uns mag sich schon über jahrealte Kamellen ereifern.
    Hans Esser nannte diese Vorgehensweise "aktuallisieren".
  5. #14

    Lebenswirklichkeit?

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Was hat das den mit Opfer zu tun. So ist die Lebenswirklichkeit.
    Gesetzt den Fall der AG wollte wirklich an dem Mitarbeiter festhalten dann hätte Er Diesen ja nicht zu entlassen brauchen.Auch wenn das nicht in das Weltbild der Moralträumer paßt: Die Entlassung war für den Boss kein MUß!
    Und dem Typ auf dem Klo hätte man erklärt das Er kein so Geschrei machen soll . Und wenn es dem nicht paßt kann Er selbstverständlich Anzeige wegen Körperverletzung erstatten.Aber der Boss ist wegen sowas nicht generell zur Entlassung verpflichtet. Wo kämen wir den da hin.
    Der Arbeitgeber ist unter anderem verpflichtet, alles notwendige zu tun, um die Gesundheit seiner Mitarbeiter zu erhalten (ja, ja, auch aus eigenem, ausbeuterischen Interesse). Wenn ich nun einen in meinen Reihen habe, der ja schon mindestens Mitte 30, wahrscheinlich noch älter, ist, der gravierende Verletzungen seiner Mitarbeiter in Kauf nimmt, zeigt mir das seine absolute geistige Unreife. Bewiesen auch zusätzlich dadurch, dass er Verbrennungen an Genitalien und Oberschenkel als "Humor" ansieht und kein Schuldbewusstsein hat.

    Mir wäre die Gefahr zu groß, dass dieser Vollpfosten es das nächste Mal lustig findet, einen Kollegen im 6. Stock zu erschrecken, leider bevor das Geländer am Gerüst angebaut war.

    Ihre Sozialträumerei in Ehren, aber dieser Typ gehört rausgeschmissen und braucht hoffentlich lange, um einen neuen Job zu bekommen. Und ich bin froh, dass der Richter nicht Ihrer Argumentation folgt, obwohl - wird schon jemand in Berufung gehen.
  6. #15

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Schöner Aufheller wo uns der SPON hier wieder präsentiert.Hab ja nichts Grundsätzliches gegen Kuriosa .Lese das auch mal gerne.Mal Ehrlich ; die Klogeschichtre hat ja pep.Ein Aufheller eben.
    Aber ich fände es vom SPON echt korrekt uns auch mittzuteilen in welchem Jahr sich diese Geschichte zugetragen hat.So quasi als Mindestinformationsgehalt oder so.Wer von uns mag sich schon über jahrealte Kamellen ereifern.
    Hans Esser nannte diese Vorgehensweise "aktuallisieren".

    Warum SPON nicht "am 30.11.2012" mit reingeschrieben hat, ist mir auch unklar. Aber im Artikel stand zumindest das Aktenzeichen:

    2 Ca 2010/12

    Was sagt uns das? Das Kündigungsschutzverfahren ist im Jahre 12 bei Gericht eingegangen - 2012, denn 1912 und früher gab es noch keine Dixiklos.

    Alles Weitere hier:
    NRW-Justiz: Arbeitsgericht Krefeld: Böller im Dixi-Klo - Später "Silvesterscherz" führt zur fristlosen Kündigung
  7. #16

    Ich wüsste gern mal, welcher Sache der Umgang mit Feuerwerkskörpern überhaupt gerecht wird - außer vielleicht im Sondermüll zu landen!
    Zur Hölle mit dem Zeugs äh, natürlich nur, wenn da gerade keiner auf dem Klo ist!
  8. #17

    So ein...

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Da freut sich der Boss.
    Nach 15 Jahren auf dem Gerüst hatte der sich sowieso den Rücken weitgehend versaut. Da kommt dann sowieso zuviel Krankheitszeit. Des weiteren hat der sich nach 15 Jahren über die Lohnerhöhungen ein zu hohes Salär angefressen.Abfindungsansprüche und dergleichen noch nicht berücksichtigt.
    Da freut man sich über jeden Anlass so einen Mann loszuwerden.
    Was,Zynismuß? Ne,nur die rein Betriebswirtschaftliche Reaktion auf unsere Gesetzgebung!
    Im Frühling wird der wieder geholt.Natürlich nur noch auf 450€-Basis (wegen Rücken).
    ...Mumpitz, den Sie da schreiben. Was soll der Chef den anderes tun als den Typ entlassen? Der Mann hat grob fahrlaessig, wahrscheinlich sogar vorsaetzlich, einen Kollegen schwer verletzt....ob das nun Dummheit war oder ein gezielter Angriff um einen anderen zu schaedigen...der Typ wird mit Sicherheit in dieser Firma keine Anstellung mehr finden...ansonsten koennte der geschaedigte Kollege wiederum klagen.
    Im uebrigen hoffe ich das der verletzte Kollege den Typen auch noch anzeigt und auf Schmerzensgeld verklagt...
  9. #18

    Huch

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Da freut sich der Boss.
    Nach 15 Jahren auf dem Gerüst hatte der sich sowieso den Rücken weitgehend versaut. Da kommt dann sowieso zuviel Krankheitszeit. Des weiteren hat der sich nach 15 Jahren über die Lohnerhöhungen ein zu hohes Salär angefressen.Abfindungsansprüche und dergleichen noch nicht berücksichtigt.
    Würden Sie als Chef ernsthaft in Erwägung ziehen, einen Mitarbeiter der schon bei Kollegen sowas als "Scherz" macht, zum Kunden schicken? Der Mann ist Gerüstbauer, arbeitet also auf der Baustelle, das ist heikler Ort in Sachen Arbeitssicherheit. Unter den Augen des Kunden. Was mag der sich erst ausdenken für Leute, denen er nicht täglich wieder in die Augen sehen muss?
  10. #19

    Chef

    Zitat von Attila2009 Beitrag anzeigen
    Solch Verhalten hat im Extremfall schon für tödliche Unfälle gesorgt. Die Sicherungspflicht eines Arbeitsgebers erfordert auch dass solch unzuverlässige Kollegen entfernt werden. allerdings wird dieser gefeuerte Kollege irgendwo wieder neu anfangen.
    Das glaube ich nicht. Eines dürfen Sie annehmen: Personalchefs einer Branche kennen sich untereinander, die treffen sich gern mal zu einem Bier. Und wenn sich einer bewirbt, der bei der Konkurrenz überraschend schnell gehen musste, dann wird da mal schnell angerufen und nachgefragt "wie war das eigentlich wirklich mit dem XYZ?"