Fotoserie mit Jugendlichen: Ich bin Emo, was bist du so?

Rico Scagliola & Michael MeierWie fühlt es sich an, heute jung zu sein? Die Schweizer Fotografen Michael Meier und Rico Scagliola zogen los, um das herauszufinden. Sie fanden selbstbewusste junge Menschen, die sich genau zu inszenieren wissen. In einem neuen Buch erzählt das Duo von der Arbeit mit Emos, Punks und Metals.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-872525.html
  1. #80

    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Da habe Sie insofern Recht, als dass diese Personen eben psychisch krank sind und in ihrem Urteilsvermögen eingeschränkt. Oder soll die Feuerwehr nicht mehr zum Retten kommen, wenn ein Mann auf einem hohen Hausdach steht, weil es "sein Ding" ist?
    So nassforsch wie sie hier von psychischer Krankheit schwadronieren scheinen Sie ja vom Fach zu sein. Oder handelt es bloß um angelesene Küchenpsycholgie?
  2. #81

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    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Da habe Sie insofern Recht, als dass diese Personen eben psychisch krank sind und in ihrem Urteilsvermögen eingeschränkt. Oder soll die Feuerwehr nicht mehr zum Retten kommen, wenn ein Mann auf einem hohen Hausdach steht, weil es "sein Ding" ist?
    Ihre pauschale Kategorisierung der Emo-Szene als psychische Störung hat in etwa die Qualität wie die Einstellung der 68er Gesellschaft zur damaligen Hippie-Kultur und Ihren ungewaschenen Haaren.
    Es ist in erster Linie eine Jugendszene - und falls sich dort Borderliner wiederfinden, dann helfen Sie ihnen bestimmt nicht, wenn Sie Ihren Lebens-/Kleidungsstil oder Geschmack als Teil der Krankheit ansehen.
  3. #82

    Für immer und ewig.

    Warum fühlt sich der ewige Spießer immer wieder provoziert? in den 50-ern, 60-er, 70-ern, usw., und auch heute. Vielleicht merkt er, das es noch etwas anderes gibt auf der Welt, als seine Klon-Krieger Identität. Er ahnt es, aber er verabscheut es, weil er weiß, das er es nie verstehen wird. Es ist ein Neid auf Menschen, die vielleicht einen Funken von dieser unbekannten Welt haben.
    Man kann diese reduzierte Existenz auch als eine ohne Kultur bezeichnen. Ist das genetisch bedingt oder die Folge erbarmungsloser Erziehung?
  4. #83

    Die Welt besteht aus Angepassten und Gestalten

    und die hier so schön als "Gestalten" bezeichneten Menschen gehören zu den Unangepassten. Ich find die Wortwahl total gerechtfertigt.
    Ob Emo/Metaler/Hipster, die wollen doch so gesehen werden!
    Als sich von der Masse abweichende..... Masse :)
    Und was das ganze mit Selbstbewusstsein zu tun hat ist mir wirklich nicht klar...
  5. #84

    Zitat von amerlogk Beitrag anzeigen
    Übrigens, sich über Rechtschreibung zu mockieren, ist nur eine bornierte Form der eigenen Sprachlosigkeit. Als Flame übrigens sehr billig.
    Dieser lieblose Schreibstil erschwert es dem Leser, den Inhalt zu verstehen und kostet unnötig Zeit zum inhaltlichen Verstehen, wenn alle Kommas fehlen: "Wir essen jetzt Opa!"

    Wenn es kein Versehen oder Krankheit ist, sondern einfach nur Gleichgültigkeit bzw. Rücksichtslosigkeit gegenüber den Bedürfnissen Anderer, sollte man kein Verständnis erwarten.
  6. #85

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen
    Was soll das sein? Die Normalität? Eher nicht:
    Mit Verlaub: An der Schule, an der ich unterrichte, gibt sich eins von 200 Kindern so wie eine der Gestalten, die dort abgelichtet sind. Was Sie da vorstellen sind 0,5 % der Bevölkerung. Wozu?
    Lach. Sind Sie sicher, dass Sie Lehrer sein wollen? Studium angefangen, weil's gut klingt oder man nicht so richtig wusste, was man machen soll? Am Geld, hab ich gehört, kann's allein nicht liegen. Leute wie Sie, dass sind für mich die "Gestalten"!
  7. #86

    Zobies

    die sehen aus wie Zombies, die Gesichter so leer wie die Hirnschale. Schrecklich! Wie leonardo-contra-pisa schreibt, sind es nur 0,5 % Bevölkerung..Hoffentlich!
  8. #87

    Zitat von sample-d Beitrag anzeigen
    Ihre pauschale Kategorisierung der Emo-Szene als psychische Störung hat in etwa die Qualität wie die Einstellung der 68er Gesellschaft zur damaligen Hippie-Kultur und Ihren ungewaschenen Haaren.
    Unsinn. Ich habe das alleine an den Rasierklingenschnitzereien festgemacht. Alles andere ist mir wurscht. Da hört der Spaß allerdings auf.

    Es ist in erster Linie eine Jugendszene - und falls sich dort Borderliner wiederfinden, dann helfen Sie ihnen bestimmt nicht, wenn Sie Ihren Lebens-/Kleidungsstil oder Geschmack als Teil der Krankheit ansehen.
    Das Problem ist aber, dass in dieser Gruppe der Anteil der schwer gestörten Jugendlichen eben sehr hoch ist. Ich behaupte mal, dass es grösstenteils eben aus dem Gruppenzwang, den Zwang zum "Dazugehören" hervorgeht.
  9. #88

    Jetzt machen sie mal die Jugendschreibweise nicht so schlecht. Ich bin auch 15 Jahre und in einem Kommentar kann es sein, dass man mal nicht wirklich auf die Rechtschreibung achtet. Ansonsten kann ich @kahba nur zu stimmen. Das hier gezeigte Jugendbild hat rein gar nichts mit der Realität zu tun. Sucht man nach Jugendlichen, dann wohl als erstes in einer großen Mall. Da trifft man viele verschiedenen Stile. Emo -Sein ist kein Trend mehr wie noch vor einigen Jahren. Heute sind die meisten Großstadt-Jugendlichen Hipster (Bei youtube findet man dazu einige tolle Parodien). Ansonsten sind viele normal und basteln sich aus vielen unterschiedlichen Stilen einen ganz eigenen. Man muss nicht mehr zwingend zu einer bestimmten Szene gehören. Es lebt sich auch gut als 'Normalo'. Dieses Buch hier stellt auf jeden Fall eine verkehrte Welt da und die meisten Jugendlichen können sich besser selbst darstellen, als die hier gezeigten. Die Fotos sind für mich als Hobby-Fotografin auch sowohl handwerklich als auch vom Motiv her nichts wirklich besonderes.
  10. #89

    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Das Problem ist aber, dass in dieser Gruppe der Anteil der schwer gestörten Jugendlichen eben sehr hoch ist.
    Das wissen Sie genau woher? Ist das jetzt eine Vermutung oder haben Sie dazu Untersuchungen gelesen bzw. an Ihren 0,5 % Gestalten selbst durchgeführt?

    Zitat von ehf Beitrag anzeigen
    Ich behaupte mal, dass es grösstenteils eben aus dem Gruppenzwang, den Zwang zum "Dazugehören" hervorgeht.
    Ich behaupte mal das Sie keine Ahnung haben. Mit wie vielen dieser Jugendlichen haben Sie gesprochen und sich deren tatsächliche Lebengeschichte angehört und verstanden? Ihre Empirie kann ja nicht allzu hoch sein. 0,5 % von 200 Schülern sind ja noch so viele...

    Selbst wenn Sie recht haben sollten und ein nicht unwesentlicher Anteil dieser Gruppe hat psychische Problem, warum genau sollte man sie sofort einweisen? Ist ja nicht so das es keine anderen Möglichkeiten gibt.

    Weiterhin sollten Sie Ihre Schule nicht als das Maß der Dinge sehen. Es gibt Schulen mit weit höheren Anteilen an "Subkulturkindern". Und die Kleidung ist auch nur ein Anhaltspunkt. Ich kenne genug Leute die Metal hören und vollkommen irrwitzigerweise nicht dem lange-Haare-Leder-Klischeé entsprechen. Selbes gilt für Punk und, Techno etc.

    Btw: Was genau ist daran gut einen derartigen Kleidungsstil zu verurteilen?