Fotoserie mit Jugendlichen: Ich bin Emo, was bist du so?

Rico Scagliola & Michael MeierWie fühlt es sich an, heute jung zu sein? Die Schweizer Fotografen Michael Meier und Rico Scagliola zogen los, um das herauszufinden. Sie fanden selbstbewusste junge Menschen, die sich genau zu inszenieren wissen. In einem neuen Buch erzählt das Duo von der Arbeit mit Emos, Punks und Metals.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/l...-a-872525.html
  1. #10

    "Wie immer bei solch tiefgreifenden Veränderungen gibt es auch Anzeichen für eine eher konservative Haltung. Es gibt so verwirrend zahlreiche Möglichkeiten, sich selbst zu finden und darzustellen, dass sich einige Jugendliche in gesicherte Lebensentwürfe zurückziehen. Es gibt eine große Anzahl nicht szenegebundener Jugendlicher, die sich anzieht wie ihre Eltern, die eine Sehnsucht nach festen, dauerhaften Beziehungen hat und klare Vorstellungen davon, was sie in ihrem Leben erreichen wollen. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Harmonie ist bei ihnen sehr groß. Sie stellen das andere Extrem dar."

    Das andere Extrem? Wenn ich mit Anfang 20 ne feste Beziehung habe, es mir wichtig ist meine Ausbildung abzuschließen, normale Klamotten trage und evtl. "schon" eine Vorstellung habe, wie mein Leben später mal Aussehen soll, bin ich ein Extrem auf konservativer Seite?
  2. #11

    Zitat von leonardo-contra-pisa Beitrag anzeigen
    Mit Verlaub: An der Schule, an der ich unterrichte, gibt sich eins von 200 Kindern so wie eine der Gestalten, die dort abgelichtet sind.
    Ah - an Ihrer Schule werden nicht genormte Schüler als "Gestalten" verunglimpft?
  3. #12

    @leonardo-contra-pisa

    Sie sind der typische arrogante Lehrertyp alter "Schule", der Schüler die er nicht versteht, abfällig als "Gestalten" bezeichnet. Immer wieder froh,schon lange die Schule verlassen zu haben, und somit solche "Gestalten" wie Sie nicht mehr ertragen zu müssen.
  4. #13

    Niedliche Bilder. Aber mal im Ernst. Emos waren 2007 / 2008 in. Das ist nur bald 6 Jahre her. Metaler halten konstant seit Jahrzehnten ein bescheidenes aber konstantes Schattendasein, was auch noch eine ganze Weile so bleiben dürfte.
    Darüber hinaus gibt es durchaus Veränderungen und neue Stile. Man muss nur mal hinschauen und nicht auf Gedeih und Verderb irgendwas an den Haaren herbeiziehen wollen.
  5. #14

    Selbstinszenierung

    Die abgebildeten Typen sind wirklich nicht repräsentativ. Aber wahrscheinlich wollte dass die Fotografen auch gar nicht, sie wollen ja ein Buch verkaufen. Und ein Buch voller - oberflächlich betrachtetet - langweiliger Kids verkauft sich nunmal nicht. Was jedoch die EINE mächtige, fast allumfasssende Jungendkultur unserer Zeit ist, ist der unbedingte Drang zur Selbstinszenierung. Wer einen Jugendlichen zuerst über sein Facebookprofil "kennengelernt" hat und danach erst im realen Leben, weiß wovon ich spreche.
  6. #15

    Zitat von pykomat Beitrag anzeigen
    Die abgebildeten Typen sind wirklich nicht repräsentativ. Aber wahrscheinlich wollte dass die Fotografen auch gar nicht
    Hey - das könnte vielleicht der Grund dafür sein, dass das Buch "Cool aussehen" heißt...
  7. #16

    Bah

    Bah sind die Fotos schlecht. Handwerklich unterste Schublade und selbst für moderne Fotograie erstaunlich uninspiriert und langweilig. Selbst vor 30 Jahren war jeder Lehrling bei einem Photographen in der Lage deutlich besser Qualität zu liefern.
  8. #17

    Also ich bin ja selbst erst 15 Jahre alt und ich denke halt ich weiß wie sich die Jugend kleidet und so wie in dieser Fotostrecke nicht ich mein wenn ich schon lese dass man an den bahnhog geht um die jugendlichen zu finden kann man ja erwarten dass man nur emos oder Punks und so findet mittlerweile gibt es viele neue Richtungen es gibt hipster, chabos und chayas und dann gibts auch noch indies und die meisten sind halt nichts davon und sehen auch normal aus und nicht so wie hier in dieser Fotostrecke gezeigt. mich persönlich fuckt es auch einfach ab diese ganzen Experten die sich mit Jugendlichen befasst haben und ein buch oder eine fotostrecke veröffentlichen wo gesagt wird so sind die Jugendlichen von heute wirklich,so sehen soe aus und diese Wörter benutzen sie und ich hab halt bisher immer wenn ich so einen Artikel gelesen hab einfach nur scheiße gelesen deswegen find ich man sollte einfach mal aufhören immer Bücher oder sonstwas zu schreiben in dem der jugendliche von heute beschrieben ist und welche Wörter er benutzt weil halt die Jugendliche Welt so vielfältig ist dass jemand der nicht dazugehört sie selbst nie wirklich verstehen wird und dass ist bei jeder Generation so ich werde auch die nächste Generation an Jugendlichen nicht verstehen aber ich werde nicht irgendwelche Bücher darüber schreiben wie die Jugendlichen sind da ich weiß dass es eh nicht Stimmen wird und ein jugendlicher der es liest sich nur darüber aufregen wird.
  9. #18

    Hipster...

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Emos dürften nach Hipstern die meistgehasste Subkultur auf dem Planeten sein. Und bei beiden Gruppen dominiert eben nicht Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, sondern eine verblüffende Uniformität in Denken, Geschmack, Verhalten und Kleidung. Niemand hat dermaßen wenig Selbstbewusstsein wie diese Menschen.
    Also keine scharf definierte Gruppe sondern die Allgemeinheit der Normabweichenden...
  10. #19

    Zitat von KurtFolkert Beitrag anzeigen
    Niedliche Bilder. Aber mal im Ernst. Emos waren 2007 / 2008 in. Das ist nur bald 6 Jahre her.
    "Denn, daß Tausende in Glück und Wonne gelebt hätten, höbe ja nie die Angst und Todesmarter eines Einzelnen auf: und eben so wenig macht mein gegenwärtiges Wohlsein meine früheren Leiden ungeschehn. Wenn daher des Übeln auch hundert Mal weniger auf der Welt wäre, als der Fall ist: so wäre dennoch das bloße Dasein desselben hinreichend, eine Wahrheit zu begründen, welche sich auf verschiedene Weise, wiewohl immer nur etwas indirekt ausdrücken läßt, nämlich, daß wir über das Dasein dieser Welt uns nicht zu freuen, vielmehr zu betrüben haben;. - daß ihr Nichtsein ihrem Dasein vorzuziehen wäre."

    Emos gibt es solange es Philosophen gibt. Hier haben wir mal Schopenhauer aus dem 19. Jahrhundert. Das kommt dabei heraus, wenn eine "drama queen" "first world problems" hat...