Umstrittenes Kältemittel : Daimler widersetzt sich weiterhin der EU

dapdIm Streit mit der EU-Kommission um das Kältemittel R1234yf bleibt Daimler hart. Obwohl dem Autobauer Strafzahlungen drohen, will er das Mittel aus Sicherheitsbedenken nicht einsetzen. Die Frist zur Umsetzung der EU-Vorgabe ist unterdessen abgelaufen.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/d...-a-875421.html
  1. #1

    Die Entstehung von hochaggressiver Flußsäure..

    ... ist das zentrale Sicherheitsproblem im Falle eines Unfalls mit diesem Kältemittel. Eindrucksvolle Versuche durch div. Automobilzeitschriften, u.a. AutoBild, belegen dies.

    Erst wenn sich der erste EU-Kommissar verätzt hat, setzt in Brüssel vielleicht ein Umdenken ein. Man wird ja noch hoffen dürfen, oder?
  2. #2

    Kältemittel

    Jedes Kältemittel ist brennbar. Es kommt aber auf die vorhandenen Drücke an, wann es brenzlig wird.
  3. #3

    N + ö = nö

    Zitat von Doktor_Seltsam Beitrag anzeigen
    Jedes Kältemittel ist brennbar. Es kommt aber auf die vorhandenen Drücke an, wann es brenzlig wird.
    Die Technologie für CO2 basierende Klimanlagen ist weitesgehend entwickelt. Und CO2 ist nicht brennbar; auch nicht toxisch, zumindest nicht ansatzweise so toxisch, wie FKWs.

    Die Zulieferindustrie stand ja bereits vor einigen Jahren Gewehr-bei-Fuß, um die entsprechenden Systema der Automobilindustrie anbieten zu können. Da sich aber viele (vor allem außereuropäische) Automobilhersteller vor den den (geringen)Mehrkosten dieser Systeme scheuten, wurde dieser halbgare Kompromiss mit dem Kältemittel R1234yf ausgebrütet...
  4. #4

    optional

    Mal eine dumme Frage: Welchen genauen Nutzen soll das neue Kältemittel im Bezug auf die Umwelt haben?

    Ich hab gehört, es soll schonender gegenüber der Ozonschicht sein. Das kann ich mir aber angesichts der Tatsache, dass das Ozonloch so klein ist, wie niemals zuvor in den Aufzeichnungen, kaum vorstellen.
  5. #5

    @ auf # 2:

    CO2 ist also brennbar. Dito CF2Cl2. Chemie ist nicht unbedingt Ihre Stärke, werter Mitforist? Oder irre ich mich da?

    Schönen Tag noch!
  6. #6

    Ein einziger gefährlicher EU-Schwachsinn.

    Bei "1234yf" und seinen tödlichen Nebenwirkungen geht es um Milliarden-schwere Interessen der Chemieindustrie. Milliarden könnte diese nämlich verlieren, wenn ihr Markt für Pkw-Kältemittel zusammenbricht. Deshalb wurde der Nachfolger "1234yf" präsentiert. Dieser kann einfach in die alten Klimaanlagen eingefüllt werden. Aber: im Falle eines Verkehrsunfalles kann sich niemand mehr dem "1234yf-Fahrzeug nähern, ohne ein tödliches Risiko einzugehen. Auch Rettungskräfte würden aufwendige Schutzmaßnahmen (Schutzanzüge, Atemmasken) benötigen.
  7. #7

    Mensch = Umwelt ??

    Wenn nach ein einem Brand die Fahrzeugscheiben von innen matt werden, weil die Säure, die beim verdampfen der neuen, umweltschonenden Kühlflüsigkeit entsteht, diese verätzt, muss ich schon sagen: sehr umweltschonend
  8. #8

    Zitat von tyskie Beitrag anzeigen
    Ich hab gehört, es soll schonender gegenüber der Ozonschicht sein. Das kann ich mir aber angesichts der Tatsache, dass das Ozonloch so klein ist, wie niemals zuvor in den Aufzeichnungen, kaum vorstellen.
    Nein. Die "Ozonsau" ist schon durch durchs Dorf.
    Bei R134a gehts um die "Klimasau".
  9. #9

    Daimler widersetzt sich...

    ...der EU? Unerhört! Weiss Mutti das schon? R1234yf ist alternativlos, denn an CO2 lässt sich nicht genug verdienen, davon haben wir so viel, daß wir es mit Billionen-Aufwand bekämpfen müssen! ;-)