Einigung im US-Haushaltsstreit: Washingtons Mogelpackung

REUTERSKrise beendet? Von wegen. Die US-Republikaner haben den Haushaltskompromiss nun auch im Repräsentantenhaus abgesegnet - doch der Deal mit Obamas Demokraten ist eine Mogelpackung. Die Schuldenprobleme bleiben ungelöst, in zwei Monaten dürfte der Streit wieder eskalieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-875321.html
  1. #1

    Die USA sind eben auch Pleite

    Ich hatte über Weihnachten Besuch aus den Staaten und auch die Freunde berichten über nicht viel Gutes.

    Nach den Freunden breitet sich zunehmend Frust aus über das wenige das Obama nach Ihrer Ansicht wirklich bis jetzt erreicht hat.
    Die Schuldenobergrenze mal wieder erhöhen zu müsssen, erregt niemanden, weil das seit Jahren Normalität ist.
    Das System mit dem Leben auf Pump geht nirgendwo langfristig gut, weder hüben noch drüben.
  2. #2

    Zitat von Fricklerzzz Beitrag anzeigen
    Das System mit dem Leben auf Pump geht nirgendwo langfristig gut, weder hüben noch drüben.
    Sollten also Ihrer Meinung nach der Staat, die privaten Haushalte und die Unternehmen besser Ersparnisse bilden?
  3. #3

    optional

    Die Reduzierung der payroll tax war Teil des Stimulus Pakets, das Obama 2010 zur Ankurbelung der Konjunktur und für einen begrenzten Zeitraum eingeführt hat.

    Das Sparpaket konnte angesichts des Wahljahres unmöglich einvernehmlich verhandelt werden. Die Verschiebung macht Sinn.

    Was im Artikel fehlt ist eine Bewertung des Zustamndes der Republikaner. Ich habe die Debatte gestern verfolgt. Offenbar ist die Fraktion unführbar geworden. Das wurde besonders deutlich,.als gegen Ende der Sitzung moderate Republikaner offen dagegen meuterten, dass der Mehrheitsführer keine Abstimmung über die Sturm-Hilfe an der Ostküste zuließ.

    Als am Schluss "Ende der Sitzung" beantraght wurde, eine Stimme Ja rief und viele laut Nein riefen, stellte der Versammlungsleiter fest: "The Yeas have it" und beendete die Sitzung. Das war unparlamentarisch, undemokratisch und schlicht falsch. Ich kann die Wut vieler Abgeordneter, Republikaner und Demokraten, und vieler Bürger nachvollziehen.

    Es wird Zeit dass sich die Republikanische Partei findet, sonst ist Washington unführbar. Extreme und Moderate lähmen sich.
  4. #4

    Keine Veränderung gebracht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Krise beendet? Von wegen. Die US-Republikaner haben den Haushaltskompromiss nun auch im Repräsentantenhaus abgesegnet - doch der Deal mit Obamas Demokraten ist eine Mogelpackung. Die Schuldenprobleme bleiben ungelöst, in zwei Monaten dürfte der Streit wieder eskalieren.

    Fiscal cliff in USA: Einigung im Haushaltsstreit ist Mogelpackung - SPIEGEL ONLINE
    Wieder einmal wurde keine wirkliche Veränderung auf dem Weg gebracht, sondern man schiebt es immer nur so vor sich hin.
    Ein Land dass seine Einnahmen nicht kontinuierlich aufbaut, es gestaltet, kann auf Dauer sich auch nichts richtiges bewegen.
    Allerdings muss man auch dazu sagen, dass zu viele Amerikaner von der staatlichen Zuwendung abhängig sind, es gibt viel zu wenige Arbeitsplätze, denn die Industrie geht lieber in totalen Billigländer und macht Millardenprofit, wovon aber das Land nichts hat.
    Der amerikanische Traum ist für zu vielen Bürgern einfach nur ein Alptraum, man macht sich und der Welt nur was vor und sackt so immer weiter ab.
    Es erfolgen kaum gesellschaftliche Umbrüche, alles stakniert und die einzelnen Bundesstaaten sind schon fast Bankrott, können ihre Bediensteten nicht ausreichend bezahlen, wobei viele Bürger in Saus und Braus leben und andere das Geld für die sozialen Notwendigkeiten nicht aufbringen können.
    Nein, dass ist nicht das Land was sich die Bürger wünschen, es ist nur das Traumland der Reichen und daran wird auch der Herr Barak Obama nichts verändern, er ist kein Messias den sie in ihm sehen wollten, er ist nur ein Diener dieses Systems.
    Und so werden uns auch in der Zukunft die schlechten Nachrichten aus den USA immer wieder einholen.
  5. #5

    unglaublich...

    Dabei könnte es so einfach sein. Jede Hausfrau hat diese Probleme jeden Tag. Also schmeißt diese Pseudofinanzleute einfach aus allem Finandingern der Welt raus und setzt eine Hausfrau auf deren Stuhl. Und schon läufts!
  6. #6

    Hier könnte ein Titel stehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Schuldenprobleme bleiben ungelöst
    Sag an.

    Eine jahrzehntelange Fehlentwicklung löst sich also nicht in Wohlgefallen auf, obwohl ein paar Leute im Parlament brav das Pfötchen gehoben haben. Demokratie ist auch nicht mehr das, was es mal war.
  7. #7

    Zitat von verleihnicks Beitrag anzeigen
    Dabei könnte es so einfach sein. Jede Hausfrau hat diese Probleme jeden Tag. Also schmeißt diese Pseudofinanzleute einfach aus allem Finandingern der Welt raus und setzt eine Hausfrau auf deren Stuhl. Und schon läufts!
    Eine Volkswirtschaft ist ja auch fast das gleiche wie ein privater Haushalt. Sollen Ihrer Meinung nach Staat, Unternehmen und Privathaushalte Überschüsse erzielen?
  8. #8

    Zitat von muellerthomas Beitrag anzeigen
    Sollten also Ihrer Meinung nach der Staat, die privaten Haushalte und die Unternehmen besser Ersparnisse bilden?
    wie wäre es ganz schlicht, wenn man die immer höheren einnahmen des staates und die noch viel schneller steigenden ausgaben des staates in einklang bringt?

    aber , nein- da kann man als politnase ja keine wahlgeschenke mehr an seine klintel verteilen.
  9. #9

    Prima

    Mal unabhängig von der Tatsache, dass das Problem systembedingt nicht innerhalb des Systems lösbar ist, finde ich es super, dass es dort eine Opposition gibt.

    Sowas haben wir hier nicht.