Vierschanzentournee: Schmitt für die beiden letzten Springen nominiert

Getty ImagesEr war schon aussortiert, qualifizierte sich erst nachträglich für die Vierschanzentournee - nun gehört Martin Schmitt zum deutschen Kader für die Springen in Österreich. Bundestrainer Werner Schuster berief den Routinier in den Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen.

http://www.spiegel.de/sport/wintersp...-a-875312.html
  1. #1

    Verdient

    Martin Schmitt hat es obwohl ihm so gut wie jeder schon abgeschrieben hatte noch einmal zurück ins starke deutsche Weltcupteam geschafft. Ihn nicht zu nominieren wäre ein Signal an alle schon etwas betagteren Springer gewesen: Wir brauchen und wollen euch nicht mehr. Aber ein erfahrener Sportler wie Martin Schmitt bringt dem jungen talentierten deutschen Team die zur Zeit fehlende Erfahrung in schweren Situationen
  2. #2

    Aussortiert?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er war schon aussortiert, qualifizierte sich erst nachträglich für die Vierschanzentournee - nun gehört Martin Schmitt zum deutschen Kader für die Springen in Österreich. Bundestrainer Werner Schuster berief den Routinier in den Sechser-Kader für Innsbruck und Bischofshofen.

    Vierschanzentournee: Schmitt für die beiden letzten Springen nominiert - SPIEGEL ONLINE
    Als "aussortiert" habe ich Schmitt nie gesehen, und Schuster hat das nie so formuliert. Im Gegenteil. Warum tut es dann SPON? Es ist nichts Ungewöhnliches, daß man sich nach Verletzung oder bei Formschwäche über den COC wieder heranarbeitet. Ob jemand 18 oder 34 ist, spielt dabei keine Rolle. Da wird wieder herumdramatisiert, während Schmitt und Schuster das ganz gelassen gesehen haben: Schmitt machte Fortschritte, sein Einsatz war absehbar, er hat das bestätigt und ist zurecht in der Mannschaft. Ich bin kein persönlicher Schmitt-Fan, aber sportlich fair ist das auf jeden Fall gelaufen.
  3. #3

    Chapeau!

    Seine Interviews künden von einem großartigem Sportsgeist. Ich freue mich für ihn, er ist ein super Typ! Ich wünsche viel Glück und Freude für den Rest der Tournee...
  4. #4

    Kein X-Beliebiger

    Zitat von horstma Beitrag anzeigen
    Als "aussortiert" habe ich Schmitt nie gesehen, und Schuster hat das nie so formuliert. Im Gegenteil. Warum tut es dann SPON? Es ist nichts Ungewöhnliches, daß man sich nach Verletzung oder bei Formschwäche über den COC wieder heranarbeitet. Ob jemand 18 oder 34 ist, spielt dabei keine Rolle...
    Um Schmitt wie jeden Anderen auch zu behandeln, müsste Schuster schon ein Roboter sein - und Gleiches von seiner Mannschaft erwarten. Schmitt ist eine lebende Legende, deren Periode der "Formschwäche" aber allmählich auch schon legendäre Ausmaße annimmt. Er ist "Drama, Drama, Drama". Neben ihm verblassen daher Andere, selbst wenn sie besser springen als er (der starke elfte Platz von Andreas Wank gestern ist dem Autor dieses Artikels hier offenbar auch bereits entfallen). Schmitts Einsatz verändert daher zwangsläufig die Balance im Team.

    Sportlich gesehen stammt er darüber hinaus aus einer Zeit, in der die Trainer Hess und Steiert hießen, die Springer - im Vergleich zu heute - mehr als Tragegerüst für die aerodynamisch hochwirksame Ausrüstung fungierten und die jetzt üblichen Anlauf- und Aufsprunggeschwindigkeiten allenfalls auf Flugschanzen nötig waren. Der "ideale" Springer dieser Zeit hatte andere physische Voraussetzungen und wurde anders trainiert. Schmitt ist zwar immer noch gut, aber ihm fehlt höchstwahrscheinlich die Anlage, um je wieder dauerhaft Spitze zu werden, auch wenn er vielleicht gerade jetzt, in der besonderen Situation einer Vierschanzentournee, noch dem Nachwuchs Paroli bieten kann. Der Nachwuchs braucht aber die Gelegenheit, diese spezielle Luft auch einmal zu schnuppern. Nicht jeder ist ein Wellinger und besitzt die nötige "Handlungsfähigkeit" (scheinbar Schusters Lieblingswort), um auf einer völlig unbekannten Anlage unter Tourneebedingungen auf Anhieb unter die Top Ten zu springen.

    Für Schuster stellen sich daher im Fall Schmitt Fragen, die weit über das hinaus gehen, was Schmitt und seine teaminterne Konkurrenz gerade so zusammenspringen. Die "Entscheidung nach dem Leistungsprinzip" ist daher nur die Endphase einer schwierigen Abwägung von Prioritäten. Ich mag Schmitt und gönne ihm auch jeden Erfolg, den er sich noch erkämpfen kann. Aber so ganz Routine ist der Prozess seiner (vorübergehenden?) Wiederaufnahme in den Kader sicher nicht.
  5. #5

    Wen kratzt das?

    Schmidt hopst verbissen seit Jahren der Weltelite hinterher und gibt nach den Sprüngenden immergleichen Blech von sich. Bemerkenswert höchstens dass sich mit diesem Langweiler auch nur eine müde Maus beschäftigt!
  6. #6

    Arroganz, die man sich leisten können sollte

    Zitat von lmxlmx Beitrag anzeigen
    Schmidt hopst verbissen seit Jahren der Weltelite hinterher und gibt nach den Sprüngenden immergleichen Blech von sich. Bemerkenswert höchstens dass sich mit diesem Langweiler auch nur eine müde Maus beschäftigt!
    Sie könnten vielleicht erst einmal erläutern, welche Weltkarriere Sie berechtigt, über Einen wie Martin Schmitt derart herablassend zu urteilen. Mir ist sein symbadisches Geschwurbel jedenfalls allemal lieber als - übrigens auch sehr berechenbare - feindselige Sticheleien von Unbeteiligten, die sich von ihm nicht mundgerecht genug unterhalten fühlen. Er ist halt keine 23 mehr (und war auch damals schon eher der Typ "Schwiegersohn").

    Solange Schmitt nicht nach Eddie-the-Eagle-Manier im Skisprung-Zirkus nur als Kuriosum herumgeistert, sondern sich seine Einsätze mit Leistung verdienen muss, ist er auch sportlich nur sehr bedingt fehl am Platze. Er springt in den Top 20 der aktuellen Tournee und ist damit ganz klar Teil der Weltelite - auch sich wenn das dem Passivsportler, den nur die zwei, drei Hanseln ganz vorne interessieren, vielleicht nicht so einfach erschließt.

    Ich finde, wer noch nie so einen Bakken heruntergefahren ist, sollte nicht vorschnell über Leute urteilen, die das tagein, tagaus tun - weder über ihre Qualitäten als Springer und Menschen, noch über die möglicherweise noch schwierigere Aufgabe, mit der Springerei eines Tages freiwillig aufzuhören.