Überraschende Neujahrsansprache: Südkorea rätselt über Kims Kurswechsel

DPAEinen "radikalen Wechsel" hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt. Auch gegenüber Südkorea stimmte er versöhnlichere Töne an. Dort jedoch bleibt die Regierung skeptisch: Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-875295.html
  1. #10

    Oh, mein Gott?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen "radikalen Wechsel" hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt. Auch gegenüber Südkorea stimmte er versöhnlichere Töne an. Dort jedoch bleibt die Regierung skeptisch: Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?

    Neujahrsansprache: Südkorea rätselt über Kims Kurswechsel - SPIEGEL ONLINE
    Zwischen der Neujahrsansprache und Redaktionsschluss sind wieviel Waffen gebaut worden?
  2. #11

    Auch in Nordkorea macht man sich also gute Vorsätze für das neue Jahr. Mal schauen, wie lange die anhalten. Bin echt mal gespannt, ob die Eiszeit in Korea vorbei ist.
  3. #12

    Das haben wir nicht gewusst ...

    Nordkorea zählt zu jenen Ländern, in denen die Menschenrechte am wenigsten geachtet werden. Kritik an der Führung wird streng bestraft. Die Medien werden vollständig vom Staat kontrolliert, ungenehmigte Versammlungen sind verboten. Es ist den Nordkoreanern nicht erlaubt, das Land zu verlassen. Auch der Aufenthaltsort im Land wird von den Behörden vorgeschrieben. Zum Tode verurteilte Personen werden oft in der Öffentlichkeit hingerichtet.

    Menschenrechtsgruppen berichten von mehreren Gefangenen- und Arbeitslagern im Land, in denen unter anderem auch viele politische Gefangene sowie Menschen, die lediglich aufgrund ihres Glaubens verhaftet wurden, inhaftiert sind. Selbst schwangere Frauen werden in diesen Lagern zu langer und harter Arbeit gezwungen. Die Inhaftierten sind der Willkür der Wärter ausgeliefert, zudem existieren Berichte über Folter. Inhaftierte starben infolge von Folter, Hunger, durch Nahrungsmittelentzug oder wurden aufgrund von geringen Vergehen hingerichtet.

    Westlichen Hilfsorganisationen zufolge sind rund 200.000 Menschen interniert (Stand 2005), von denen etwa 10–20 % jährlich durch die miserablen Lagerverhältnisse oder Exekutionen zu Tode kommen. Vereinzelte Zeugen (zum Beispiel Kang Chol-hwan oder Lee Soon-ok), denen es gelungen ist, aus den Lagern und aus Nordkorea zu fliehen, berichten zudem über Menschenversuche an Gefangenen mit Gasen oder Viren.
  4. #13

    logisch

    [QUOTE=sysop;11663762]Einen "radikalen Wechsel" hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt. Auch gegenüber Südkorea stimmte er versöhnlichere Töne an. Dort jedoch bleibt die Regierung skeptisch: Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?

    ist doch logisch, damit sie sich Schurkenstaaten vom Leibe halten.
    Wer das nicht kann , geht unter, wie der Irak.
  5. #14

    Glasklar

    Zitat von eckawol Beitrag anzeigen
    (b) Südkorea erste Berechnungen anstellt, um die Kosten einer Wiedervereinigung zu schätzen; Südkoreaner lassen sich hierzu auch in Berlin beraten.

    Es mag noch lange dauern, aber scheinbar gibt es in beiden Teilstaaten Tendenzen, das zu wiederholen, was in Deutschland vor etwas mehr als 2 Jahrzehnten stattfand.
    China wäre das auch recht, weil es nicht mehr bereit ist, Nordkorea weiter zu alimentieren.
    Könnte ja auch ganz anders sein. Denke, dass die Südkoreaner viel zu schlau sind, das zu wiederholen, was hier stattfand. Auf die "blühenden Landschaften" können die verzichten.

    Aber die Chinesen sind daran interessiert, den industriellen Wettbewerber Südkorea zu schwächen und Ihnen eine Wiedervereinigung aufzubürden. Deshalb wirken die auf den Norden ein. Wenn der Süden den Norden erst mal an der Backe hat, bleibt wenig Platz für wirtschaftlich Expansion.
  6. #15

    @#10

    Gott und die Religion sollte man hier wirklich lieber aus dem Spiel lassen - beim Thema Abrüstung sind die meines Wissens noch nicht in Erscheinung getreten.
  7. #16

    ...

    Zitat von eckawol Beitrag anzeigen
    ( a ) Nordkoreanische Studenten z.B in Berlin studieren, um u.a. die Spielregeln der freien Marktwirtschaft zu studieren,

    (b) Südkorea erste Berechnungen anstellt, um die Kosten einer Wiedervereinigung zu schätzen; Südkoreaner lassen sich hierzu auch in Berlin beraten.

    Es mag noch lange dauern, aber scheinbar gibt es in beiden Teilstaaten Tendenzen, das zu wiederholen, was in Deutschland vor etwas mehr als 2 Jahrzehnten stattfand.
    China wäre das auch recht, weil es nicht mehr bereit ist, Nordkorea weiter zu alimentieren.
    Dass Kapitalismus und Kommunismus sich nicht ausschließen müssen - wenn es um´s Geld geht - das hat China inzwischen kapiert. Also wird Chinas es langsam satt haben, die Betonkommunisten in Nordkorea weiter zu subventionieren.

    China baut nun seine Beziehungen zu Südkorea aus, das ist wirtschaftlich viel interessanter. Und Chinesen sind Pragmatiker.

    Kims Zeitfenster wird langsam eng. Tut er nichts, wird er getan haben.
  8. #17

    ja genau, warum eigentlich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen "radikalen Wechsel" hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt. Auch gegenüber Südkorea stimmte er versöhnlichere Töne an. Dort jedoch bleibt die Regierung skeptisch: Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?

    Neujahrsansprache: Südkorea rätselt über Kims Kurswechsel - SPIEGEL ONLINE
    "Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?"

    Genau, warum rüstet die ganze Welt eigentlich auf, wenn alle angeblich Frieden wollen. Ach stimmt, es geht ja um (deutsche) Arbeitsplätze. Na dann.. *gähn*
  9. #18

    das

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Einen "radikalen Wechsel" hat Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un angekündigt. Auch gegenüber Südkorea stimmte er versöhnlichere Töne an. Dort jedoch bleibt die Regierung skeptisch: Warum rüstet der Norden weiter auf, wenn er angeblich Frieden will?

    Neujahrsansprache: Südkorea rätselt über Kims Kurswechsel - SPIEGEL ONLINE
    dürfte den kriegstreibern in washington und seoul nicht schmecken. vermutlich werden diese nun einen zwischenfall provozieren um in nordkorea einen putsch der hardliner auszulösen. widerlich, dass der westen die ausgestreckte hand nord koeas ausschlägt. gott schütze kim jong-un.
  10. #19

    Fragen

    Die Rede, die wir nicht in vollem Wortlaut kennen, wirft mehr Fragen auf als Hoffnungen entstehen können.

    Zum einen: Soll der Wandel in Richtung Wiedervereinigung gehen - wenn ja, unter welchem Regime? Was passiert mit denen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit ausübten?

    Oder soll es in Richtung friedlicher Koexistenz gehen, wodurch Nordkorea profitieren könnte im Hinblick auf Unterstützung auf die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung?

    Wenn Kim von radikalem Wandel bez. der Versorgung und des Lebensstandards spricht, so wird jeder, der das Buch "Flucht aus Lager 14" gelesen hat wissen, dass eine Verbesserung nach unseren Massstäbe sehr sehr bescheiden ausfallen würde. Luxus scheinen dort schon Decken, Betten, Fleisch etc. zu sein. Warten wir es ab.