Hohe Energiekosten: Harte Kritik an Regierung wegen Strompreisschub

dapd2013 wird teuer für Millionen von Stromkunden - und Energie damit auch zum Top-Thema der Politik: Opposition und Wirtschaft geben der Bundesregierung die Schuld. Der Chef der Netzagentur hält weiter steigende Preise gar für unausweichlich.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-875291.html
  1. #10

    Völlig...

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ...verstehe ich dabei nicht. Die Kosten der "Energiewende" dürften doch nur "einmalig" sein. Wenn alles endlich läuft und funktioniert, dann MUSS alles billiger werden als vorher. Sonne & Wind & Wasserkraft sind doch frei verfügbar. Uran (Endlagerung) Gas und Kohle aber nicht.....
    Wo ist mein Denkfehler ?
    ...richtig.In 20 Jahren werden wir den billigsten Strom Europas haben.Leider gibt es zu viele Menschen die nur im Hier und Jetzt leben,die den Begriff Altruismus für eine neue Sushi Sorte halten und nicht zu vergessen,zu diesen Menschen gehören halt auch die Aktionäre der grossen 4 Strommafiosis...und wer will schon auf sein "leistungsloses Einkommen"die Dividenden verzichten.Raubtierkapitalismus frisst nun mal Hirn auf!
  2. #11

    Die Geister, die ich rief...

    Bei dem jetzigen Debakel hat unsere werte Regierung, die sich die Vertreter des Volkes nennt, den größten Anteil des sauren Apfels zu verantworten.
    1.) viel zu hohe und zeitlich nicht abgegrenzte Förderungen von Solaranlagen
    2. keine bisherige Kotrolle über den Netzausbau von Hochspannungsleitungen
    3.) zu rasche und unüberlegt eingeführte Energiewende
    4.) hohe Steuern und Abgaben auf Energie und Energieträger
    5.) zuviele Verzögerungen bei wichtigen Projekten zugelassen

    Allein die Förderung von Solaranlagen wird jetzt auf alle Verbraucher umgelegt. Für eine Technik in unseren Breitengraden, die ohne Förderung sinnlos wäre, muß nun die Allgemeinheit den Kopf hinhalten. Förderung in Maßen wäre besser gewesen, pro eingespeiste Kilowattstunde einen angemessenen Satz und das für drei Jahre. Danach keine Förderung mehr. So hätte man hohe laufende Kosten und eine explosionsartige Ausbreitung dieser noch unrentablen Technik verhindern können, die es sogar schafft, an sehr sonnigen Tagen unser Stromnetz zu gefährden. Weiter fehlten wichtige Leitungen im Bereich ab 220KV, die einzelne Regionen miteinander verbindet. Da wurde der Zug schon vor Jahren verpasst, als sich abzeichnete, wie sich die Energie in D verteilen müsste. Dazu kamen letztendlich panikartig und unüberlegt abgeschaltete Reaktoren, die zu den sichersten Meilern weltweit gehören. Als wichtigster Schritt müsste jedoch die Mehrwertsteuer von Energie und Energieträgern ausgekoppelt werden. Als Ersatz eine statische Abgabe einführen. Somit wären Preissteigerungen nur netto und nicht noch durch die MwSt zusätzlich höher. Gerade deswegen, weil durch die MwSt kräftig an Anhebungen mitkassiert wird, ändert sich auf absehbare Zeit kaum etwas oder nichts. Stattdessen werden sinnlose Beratungen als Hilfe angeboten, die mit gesundem Menschenverstand auch so zu erzielen sind, sofern sie aus den einzelnen privaten Verhältnissen finanziell umsetzbar sind.
  3. #12

    Zitat von Jonny_C Beitrag anzeigen
    ...verstehe ich dabei nicht. Die Kosten der "Energiewende" dürften doch nur "einmalig" sein. Wenn alles endlich läuft und funktioniert, dann MUSS alles billiger werden als vorher. Sonne & Wind & Wasserkraft sind doch frei verfügbar. Uran (Endlagerung) Gas und Kohle aber nicht.....
    Wo ist mein Denkfehler ?
    nun sie bekommen als gegenleistung die umweltfreundliche lichtbirne.
    alternativ kann man auch kerzen aufstellen.
  4. #13

    bedankt euch bei Merkel und Co.

    Was von ihr und ihrer Regierung kommt ist Stuemperei. Warnen vor Teuerung nutzen dem Buerger nicht!
  5. #14

    Erst wird das ganze Land in Panik versetzt, weil auf der anderen Seite des Globus ein Tsunami auf ein Atomkraftwerk eirekt am Meer trifft. Was die Ökoextremisten nicht bedacht haben, dass der Atomausstieg teuer wird. Und die Regierung wedelt wie ne Fane im Wind. Keine klare Meinung, kein Plan, keine Werte.
  6. #15

    noch mehr sagen

    müssen Sie z.B., wo wohl z.B. die rd. 250 Milliarden/Jahr für den Sozialhaushalt alternativ hergenommen werden sollen..
  7. #16

    Märchenstunde

    Zitat von Korken Beitrag anzeigen
    Wi... Kaum einem Menschen ist bekannt, wie hoch der Strompreis wirklich wäre, wenn die Atomlraft komplett über den Strompreis finanziert werden müsste. ...
    Das ist eine reine Märchenstunde, was Sie hier bieten: Fakt ist, dass, solange wir Atomstrom in den letzten Jahrzehnte hatten, der Strom wesentlich günstiger war als heute!
  8. #17

    was die Konzerne denn mit dem Geld gemacht haben ?

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Immer schon wurde doch ein bestimmter Anteil des Strompreises für die Erweiterung und Instandhaltung der Netze vom Kunden bezahlt. Da es aber heute wohl auch einen enormen Investitionsstau gibt, stellt sich einmal mehr die Frage, was die Konzerne denn mit dem Geld gemacht haben ? Sind damit möglicherweise immer nur die Aktionäre beglückt worden ?
    das Märchen vom Vorteil von Privatisierungen.
    Kein richtiger Wettbewerb weit und breit.
    Wir zahlen für die neuen Netze und die Kapitalisten sahnen ab.
    Strombörse eine einzige Verdummungsshow.
    usw.
  9. #18

    @Jonny_C

    Kein Denkfehler. Die Kosten fallen durch Umbau und Netzausbau an. Diese werden aber auch in den nächsten 20 Jahren noch anfallen. Gleichzeitig fallen die Börsenpreise für Strom jedoch bereits jetzt, man vergleiche die Preise an der EEX. Langfristig dürfte die Energiewende somit zu günstigeren Strompreisen führen. Vor allem, wenn man die vermieden Gemeinkosten der Atomenergie mit berücksichtigt, die derzeit nicht im Strompreis enthalten sind.
  10. #19

    Fr. Merkels Politik wird den Strompreis in den nächsten 6 Jahren erneut verdoppeln

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    2013 wird teuer für Millionen von Stromkunden - und Energie damit auch zum Top-Thema der Politik: Opposition und Wirtschaft geben der Bundesregierung die Schuld. Der Chef der Netzagentur hält weiter steigende Preise gar für unausweichlich.

    Linke lastet Strompreisschub der Bundesregierung an - SPIEGEL ONLINE
    Lautet meine Mindestvorhersage - etwa um 2019 werden die deutschen Strompreise die "50 Cent pro kWh"-Marke übersteigen.

    In sechs Jahren werden die Deutschen so nahezu den dreifachen Preis pro kWh bezahlen müssen, wie ihre französischen Nachbarn...

    ...um sich dann an die guten alten Zeiten zu erinnern, als Strom in Deutschland noch vergleichweise ein Schnäppchen war, für das die Deutschen damals, anno 2013, gerade einmal nur doppelt so viel pro kWh zahlen mussten, wie Franzosen.

    Und während auch 2019 die weltweit anteilsmäßigen ökologischen Auswirkungen dieses Deutschen Sonderweges keineswegs im Prozent-, sondern nur im Promillemaßstab ganzzahlig darstellbar sein werden, wird er zu einem der teuersten Irrwege der Deutschen:

    Heute, 2013 zahlen die Deutschen Privathaushalte jährlich bereits rund 13 Milliarden Euro mehr, als sie als französische Haushalte für die gleiche Menge Strom bezahlen müssten.

    Im Jahr 2019 werden die Deutschen Privathaushalte geschätzte 29 Milliarden Euro pro Jahr mehr für ihren Strom zahlen müssen, als sie als französiche Haushalte für die gleiche Menge Strom bezahlen müssten.

    In der Summe werden die Deutschen so zwischen 2013 und 2019 etwa 130 bis 150 Milliarden Euro mehr für die gleiche Menge Strom bezahlen müssen, wie ihre französchen Nachbarn.

    Und ich erwarte, daß die tatsächlichen Strompreissteigerungen in Deutschland - wie auch im Vergleich zu Frankreich - noch ganz erheblich größer ausfallen werden, als in dieser Prognose. Vor allem weil die räumlich gänzlich anders aufgestelte Stromproduktion noch kaum kalkulierbare Unsummen für Netzausbau und Zwischenspeicherung erfordern wird.

    MfG