Landtagswahl in Niedersachsen: Grüner tritt wegen Beschneidungsgedicht zurück

Ein niedersächsischer Landtagskandidat der Grünen wettert in einem Gedicht gegen die Beschneidungspraxis von Juden und Muslimen - und wird dafür scharf kritisiert. Jetzt zieht er die Konsequenzen. Er werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten.

Grünen-Landtagskandidat: Rückzug nach Beschneidungsgedicht - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein niedersächsischer Landtagskandidat der Grünen wettert in einem Gedicht gegen die Beschneidungspraxis von Juden und Muslimen - und wird dafür scharf kritisiert. Jetzt zieht er die Konsequenzen. Er werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten.

    Grünen-Landtagskandidat: Rückzug nach Beschneidungsgedicht - SPIEGEL ONLINE
    Traurig. Das Gedicht ist zwar etwas holperig, aber doch nur absolut legale und legitime Meinungsäusserung. Diese hält sogar noch das GG in Ehren. Aber als GG-treuer Politiker hat man es heuer halt schwer bis unmöglich. Soll er doch zu den Piraten gehen. Die werden ihn besser verstehen.
  2. #2

    Oh warum denn nur?

    Hat der PC Gruppendruck mal wieder jemandem die Karriere gekostet, weil er eine Bande aberglaeubischer Kleinkindergenitalverstuemmler beim Namen genannt hat? Unglaublich!
  3. #3

    Der bekommt die meisten Stimmen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein niedersächsischer Landtagskandidat der Grünen wettert in einem Gedicht gegen die Beschneidungspraxis von Juden und Muslimen - und wird dafür scharf kritisiert. Jetzt zieht er die Konsequenzen. Er werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten.

    Grünen-Landtagskandidat: Rückzug nach Beschneidungsgedicht - SPIEGEL ONLINE
    Wetten, dass der die meisten Stimmen in seinem Wahlkreis bekommt, böses Gen!
  4. #4

    Interessant

    Man darf sich nun fragen, was sich sonst noch für nicht-alltägliche Kandidaten auf den Wahllisten der Grünen finden. Hat da die Claudia wieder nicht aufgepasst weil sie noch Tränen in den Augen hatte?
  5. #5

    Schade

    Der erste gute Beitrag der Grünen im Jahr 2012 und nun wird er politisch korrekt unter Druck von mittelalterlichen Religionsvorstellungen einkassiert.
  6. #6

    Gut gedichtet!!

    Er, der Dichter, hat doch Recht!
    Hier wird das Traditionsbewustsein über das Recht des kindes auf Unversehrtheit gestellt.
    Wer in der Politik nun gegen den Dichter wettert spricht doppelzüngig, denn was ist denn nun Recht?
    Das Recht auf Unversehrtheit des Kindes?
    oder
    Das Recht alte religiöse Traditionen zu pfelgen?

    Welches recht wird höher gewertet? Das des Kindes oder das einer religiösen Vereinigung??
  7. #7

    Hä?

    Normalerweise bestimmt bei uns der Wähler, ob ein Kandidat in ein Parlament kommt - leider zwar häufig auch die jeweilige Partei (was mir schon wie ein Verstoß gegen das Grundgesetz vorkommt) - niemals jedoch ein Verband gleich welcher Couleur!

    Ich bin uneingeschränkt der Meinung, dass Juden und Muslime, die hier leben, die gleichen Rechte haben, wie alle anderen - aber eben auch nicht mehr. Würde die Kirche von eine Partei verlangen, einen Kandidaten zurückzuziehen, dann wäre das genau so ein nicht akzeptables Ansinnen wie es dies seitens eines Zentralrates ist.
  8. #8

    Inhalt und Form

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein niedersächsischer Landtagskandidat der Grünen wettert in einem Gedicht gegen die Beschneidungspraxis von Juden und Muslimen - und wird dafür scharf kritisiert. Jetzt zieht er die Konsequenzen. Er werde im Fall eines Wahlsiegs auf sein Mandat verzichten.

    Grünen-Landtagskandidat: Rückzug nach Beschneidungsgedicht - SPIEGEL ONLINE
    Dass das Recht eines Kindes auf körperliche Unversehrtheit ignoriert wird, nur damit Eltern ihre Religion "ausüben" könnnen, ist sowohl gegen den gesunden Menschenverstand als auch - zumindest in meinen Augen - verfassungswidrig.

    Insofern ist das Gedicht vielleicht nicht gerade ein ausgewogener Diskussionsbeitrag - aber durch das Recht auf freie Meinungsäußerung absolut gedeckt.
  9. #9

    Optimistisch für 2013!

    Sogar bei den "Grünen" gibt es noch Leute, die sich ethisch aufrecht verhalten:
    Wetzt das Messer, singt ein Lied,
    Ab die Vorhaut von dem Glied.
    Kinder können sich nicht wehren,
    darum müssen sie uns ehren.
    Wir verstümmeln, wir beschneiden
    Recht und Vorhaut; allen beiden
    muss man hier den Garaus machen,
    denn wir steh’n auf solche Sachen.
    Und ihr Schreien hilft so wenig,
    denn wer festhält, ist der König.
    Wir bestimmen, was hier Recht.
    Wer dagegen ist, ist schlecht.
    Gründe sind uns ganz egal,
    der Verstand, der kann uns mal.
    Bist Du für ein intaktes Glied,
    so bist Du gleich Antisemit.

    Chapeau! Zwar nicht meine Einstellung, aber da ist doch bei den Grünen ein Mann mit Rückgrat!