Risiken des Alkoholkonsums: Es darf ein Gläschen mehr sein

dapdEin Sekt, zwei Bier, fünf Gin Tonic - ab welcher Menge wird Alkohol gefährlich? Viele Ärzte drücken sich um eine ehrliche Antwort und verteufeln alles, was über ein Gläschen Wein hinausgeht. Doch so streng muss man es nicht nehmen, schon gar nicht an Silvester.

Wir machen uns mal frei: In welchen Mengen ist Alkohol schädigend? - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Ein Satz mit X

    Das war wohl nix. Sorry, ein total dämlicher Artikel. Wieviel Alkohol schädlich ist und ab welchem Konsum man Alkoholiker ist, kann ihnen kein Arzt sagen, natürlich nicht. Das hängt von zu vielen Indikatoren ab, die vom Körperbau, genetischer Veranlagung bis hin zu psychischen Konstellationen alles beinhalten können. Was aber absolut sicher ist: Ein Alkoholiker (und ja, das ist immer noch eine Krankheit - ich weiss das, ich bin einer) tut sich äußerst schwer damit, seine Krankheit anzuerkennen und sich Hilfe zu holen. Da ist dieser launige Artikel absolut kontraproduktiv. Danke, dass sie mit dazu beigetragen haben, Alkoholiker in der Gesellschaft weiter zu stigmatisieren.
  2. #2

    Sinnhaftigkeit des Artikels???

    Was ist Ihnen bloß durch den Kopf gegangen, als Sie meinten, diesen Artikel zu schreiben? Alkoholismus zelebrieren? Dann reihen Sie sich ein in den allgemeinen Selbstbetrug der deutschen, ja auch anderer, Gesellschaften. Alkohol als Genuss? Dann doch lieber einen Fachbeitrag über gute Weine oder, wenn's sein muss, auch über gutes Bier. Oder über gut gemixte Drinks. Die Realität ist aber eine Andere. Terminale Leberinsuffizienzen (die Leberfunktion ist quasi nicht mehr existent), HCC, Hepato-Celluläres-Carcinoma, also Leberkrebs, Amputationen wegen Gefäßverschlüssen, massive psychische Auswirkungen, schlimmste private Katastrophen, verletzte oder tot gefahrene Menschen durch alkoholisierte Fahrer usw. usw. Alkohol geniessen - ja; Alkoholsucht - furchtbarste Auswirkungen privat und gesellschaftlich. Wann fängt Sucht an? Wenn die 1-2 Gläschen am Tag notwendig werden und einfach nicht abstellbar sind und mit grotesken Ausreden darüber, das man keinesfalls alkoholabhängig ist. Gratulation Herr Jötten, dieser Artikel ist nur so zu erklären, dass er im alkoholisierten Zustand fabriziert wurde, nicht als netter Erguss einer durch Alkohol befreiten Seele, sondern eher als Peinlichkeit, was man aber nicht bemerkt, wenn man alkoholisiert ist.
  3. #3

    Und Prost!

    Toller Artikel! Dieses blabla von wegen Krankheiten und Problemen und sonst was kommt ja immer bei solchen Themen auf. Alkohol ist ja so schlimm. Warum verbieten wir nich auch den noch und Leben in einer Traumwelt in der wir glauben ohne Rausch ist alles besser?! Ein Mann der seine Leben geniesst schrieb diesen Artikel und adressiert ihn an Menschen die ihr Leben geniessen. Darauf stoß ich an. Guten Rutsch meine Freund!
  4. #4

    Zitat von majestic12 Beitrag anzeigen
    Wieviel Alkohol schädlich ist und ab welchem Konsum man Alkoholiker ist, kann ihnen kein Arzt sagen, natürlich nicht. Das hängt von zu vielen Indikatoren ab, die vom Körperbau, genetischer Veranlagung bis hin zu psychischen Konstellationen alles beinhalten können.
    Genau das wollte ich auch schreiben. Klare Aussagen zum Alkoholkonsum kann der Arzt gar nicht machen, nicht aus bösem Willen, sondern weil es einfach keinen pauschalen Grenzwert gibt.

    Man stellt ja auch beim Rauchen nicht die Frage, ab wie viel Kippen pro Tag man Lungenkrebs bekommt, und welche Dosis gerade noch so geht.
  5. #5

    naja

    .. irgendwie haben wieder mal alle Recht. Alkoholkonsum sollre nicht bagatellisiert werden, zumal ja Phasen der Trockenheit als typisches Zeichen der Alkoholkrankheit gelten - so zumindest ein gerade mal abstinenter alkoholkranker Arzt.

    Aber an Silvester dürcen sich die (noch?) Nichtalkoholiker doch auch mal dem Rausch und der Ekstase hingeben! Haben die trockenen Alkis früher doch auch gemacht, und es genossen! Also, nur kein Neid.
  6. #6

    .

    wer hat den Artikel bezahlt?
  7. #7

    Ein Fehlversuch

    Da haben Sie vergebens versucht, die Verantwortung für Ihr Handeln auf die Ärzte zu übertragen. Wie Forist majestic12 bereits schrieb, kennen die Ärzte auch nicht die Antwort auf Ihre Frage. Sie bleiben also weiterhin mit Ihrer Frage und der Verantwortung für Ihr Handeln allein. Ich selbst habe keinen Hang zu Suchtmitteln und trinke überhaupt keinen Alkohol.
  8. #8

    Treffer!

    Mein lieber Herr Jötten,

    nach den bisherigen zwei Leser-Postings da haben Sie ja mit Ihrer Theorie, "es ist unmöglich, mit Ärzten ehrlich über Alkohol zu sprechen" scheinbar in ein Wespennest getroffen. Sie können Ihre Theorie erweitern: offensichtlich nicht nur mit Ärzten nicht...

    Mit nur dezent alkoholbegleiteten (1x Mon Cherie) Wünschen für ein nettes Jahr 2013

    oldvic
  9. #9

    eigene Maßregel als Faustregel

    Meine Frau und ich trinken die Woche über wirklich kaum etwas. Mittwochs habe ich immer Stammtisch mit einigen Bekannten, da trinke ich zwei kleine Radler-Bier, damit ich noch Auto fahren darf. Derweil ist dann meine Frau bei deren Schwester und trinkt mit der ein oder zwei Glas Weisswein. An vielen Wochenenden sieht das ähnlich aus, gelegentlich kann es aber auch mal ausufern. Dann trinken wir auch mal zusammen eine Flasche Rotwein und vielleicht noch zwei Sambucca. In seltenen Fällen wie Dorffest, Geburtstag und Silvester kann es auch mal soviel sein, daß man am nächsten Tag schwört, nie wieder einen Tropfen mehr anzurühren.
    Ich denke, mit solch einem "Durchschnitt" liegen wir im Groß der deutschen Bevölkerung, was den Konsum von Alkohol angeht. Selbstverständlich ist meiner Frau und mir bewusst, daß es unserer Gesundheit abträglich wäre, jeden Abend soviel Promille im Blut zu haben, daß es bei einer Autofahrt eine Straftat wäre. Überwiegend haben wir auch nur soviel Alkohol im Haus, daß es nicht einmal für vier Personen reichen würde, sich vollaufen zu lassen.
    Einfach ein bewusster Umgang mit dem Stoff scheint mir ein guter Ansatz zu sein, um nicht als alkoholkrank zu gelten.