Rückzug der USA: China plant milliardenschweren Öl-Deal im Irak

REUTERSDie USA ziehen sich aus dem Irak zurück - nun stößt China in die Lücke vor. Nach SPIEGEL-Informationen zeigt der Ölkonzern PetroChina Interesse an einem 50 Milliarden Dollar schweren Investment. Der Deal wäre ein großer Erfolg für die Volksrepublik im Wettlauf um Rohstoffe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-875130.html
  1. #80

    Fassen Sie sich ...

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Erst wenn gefördert wird, weiß man was man fördern kann, denn man hat ja null geologische Vorkenntnisse über die zu erwartende Fördermenge, noch irgendwelche Erfahrungswerte.

    Es ist nicht zu fassen, was hier so geschrieben wird. Eine Öl- oder Gasfeld zu erschliessen kostet erst mal richtig Geld. Daher wird vor Beginn zuerst ganz genau geschaut, ob es sich denn 'rechnet'.
    Natürlich existieren geologische Vorkenntnisse und vor allem seismische Erkundungen. Aber solange man keine Erkundungsbohrung im Erdölhöfigen Gebiet abgeteuft hat bewegt man sich trotzdem im Bereich der Vermutungen. Indikatoren sind solange Vermutungen, solange man keinen Bohrkern an der Oberfläche hat den man analysieren kann.

    Sie dürfen sich weiterhin echauffieren, macht nichts, ham'se umsonst.
  2. #81

    Zitat von jalu-2008 Beitrag anzeigen
    Seit 40 Jahren? Das würde mich aber sehr überraschen!

    Seit 20 Jahren kauft China die erforderlichen Pumpen in den USA, übrigens bis heute, fragen Sie mal bei Stewart & Stevenson nach.

    Seit vielleicht 10 Jahren bauen einige Firmen diese Technik auch ich China, wobei die wichtigsten Bestandteile, die Großmotoren, Getriebe und Kolbenpumpen in aller Regel nach wie vor aus den USA zugekauft werden.

    Womit sollen die Chinesen denn vorher gearbeitet haben?
    Vor über 60 Jahren hat die damalige kanadische Fma. Halliburton Pumpen gebaut, mit denen Zementiert wurde, die haben über 500 bar Druck erzeugen können. Diese Pumpen wurden auch zum Fracken verwendet.

    Nachbauten stammen aus dieser Zeit aus der ehemaligen Sowjetunion, die auch in China verwendet wurden. Zu dieser Zeit war die chinesische Bohrtechnologie russischen Ursprungs. Damit hat man das Fracking auch dort begonnen.
    Heute ist man in der Lage mit modernerer Technologie wesentlich höhere Drücke sicher technisch zu beherrschen.
    Vor 50 Jahren musste man einen Mindestabstand von 100 Metern zu den Pumpeneinheiten einhalten, wenn was platzte konnte das so gefährlich wie ein Schrapnell sein.
  3. #82

    Im gelobten Land, wo Öl und Gas nur so im Überfluss strömen?

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    Sie haben es wohl nicht verstanden:

    In Nordamerika gibt es mindestens so viel Öl und Gas, wie im Nahen Osten.
    Was gibt es denn daran zu verstehen?
    Die USA als geraubter Kontinent war immer schon das „Promised Land“ aus Hollywood, das Eldorado bzw. jetzt offensichtlich das „Öldorado“ der unbegrenzten Möglichkeiten, das Abenteurer, Landräuber und Glücksritter angelockt hat, seitdem man es zum Leidwesen der Ureinwohner entdeckt hatte! (Siehe Fracking: Hollywood-Film befeuert die Debatte um Erdgas-Fördertechnik - SPIEGEL ONLINE)
    Zitat von hxk
    Die USA sind schlicht nicht mehr auf diese instabile und rückständige Region angewiesen, ...
    Das wäre endlich einmal eine Frohbotschaft für den Rest der Menschheit, die aber leider durch die Realität stets bis heute widerlegt wird: Welche Katze lässt denn das Mausen, selbst wenn sie satt und überfressen ist - sprich über ihre Verhältnisse und auf Pump lebt?
    Zitat von hxk
    Und was Horrorszenarien angeht, wonach Fracking das Land verseucht: In Deutschland wird seit mehreren Jahrzehnten gefrackt, um aus fast erschöpften Gas- und Ölquellen die letzten Reste rauszuholen. Umweltschäden sind nie aufgetreten.
    Vielleicht geht man hierzulande doch aus verständlicher Abwägung der Risiken so restriktiv mit dieser umstrittenen Technologie um, dass das noch nicht so eklatant aufgetreten ist. (Siehe Methan-Verunreinigungen: Gasbohrungen machen Trinkwasser explosiv - SPIEGEL ONLINE )
    Jedenfalls wird noch in großen Mengen teurer werdendes Öl und Gas hier importiert!
  4. #83

    In den meisten Ländern der Welt gehen die Rechte an den Bieter, der am meisten Bestechung bezahlt. Das hier die Chinesen die besten sind ist klar, dort ist es ja auch nicht strafbar, während z.B. Mitarbeiter deutscher Firmen sogar bei Bestechung in Ländern, in denen dies üblich ist, ins Gefängnis kommen können.
  5. #84

    Ironie

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Komisch komisch, jahrelang haben sich linke Elemente diverse Körperteile eingerissen, abgerissen oder aufgerissen um nimmermüde zu betonen, dass die Amis weges des Öls einmarschiert sind. Nun lassen sie den Großteil des Öls einfach zurück und überlassen das Feld irgendwem sonst.
    ...ße übern Tisch.
    Nur komisch die Amerikanische Bevoelkerung muss bis weit in die Zukunft fuer den Krieg im Irak bezahlen, nun bedienen sich die Chinesen. Warum? Weil die wirtschaftlich viel besser da stehen und die Amerikaner unterbieten koennen, weil selbige ich mit den Kosten fuer den Oel krieg total uebernommen haben.
  6. #85

    ...............

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Komisch komisch, jahrelang haben sich linke Elemente diverse Körperteile eingerissen, abgerissen oder aufgerissen um nimmermüde zu betonen, dass die Amis weges des Öls einmarschiert sind. Nun lassen sie den Großteil des Öls einfach zurück und überlassen das Feld irgendwem sonst.

    Die Frage muß erlaubt sein und da müssen sich einige Leute mal ernsthafte Fragen stellen: Kann es eigentlich sein, dass wir die sogenannten Amis im Kern überhaupt nicht verstehen? Nur weil Hitler in den Kaukasus einmarschieren wollte, um das Öl zu holen, müssen die USA deswegen nicht gleich die selben Ziele verfolgen.

    Ich könnte jetzt schreiben wie differenziert das Bild der Irak-Invasion ist und wie man die Ursachen dafür bewerten muß. Aber ich bin ehrlich gesagt leid, lernresistenten Linken stetig die Welt zu erklären. Sie lernen ja doch nicht dazu und kotzen bei nächster Gelegenheit erneut ihre Emo-Soße übern Tisch.
    Da haben sie aber etwas gehoerig falsch verstanden. Die Amerikaner haben dem Rest der Welt nicht das Feld ueberlassen. Sie haben vor Jahren allerdings den "Fehler" gemacht den Irakern die Entscheidung ueberdie Zukunft ihrer Oelfelder selbst zu ueberlassen. In offenen Versteigerungen wurden die Oelfelder an die Interessenten vergeben. Dabei haben die US-Konzerne von Anfang an am schlechtesten abgeschnitten.
    So passiert ist dies allerdings nciht weil den Amerikanern das Oel egal waere und es nciht ein gehoeriger Kriegsgrund war, sondern aus der Arroganz heraus mit einem paar Tage Krieg wuerde der Irak zum neuen Deutschland werden, also zu einem "westlichen Leuchtfeuer der Demokratie" in Nahost. Eine wahrhaft laecherlich naive Vorstellung.....
  7. #86

    ...and the Jets

    Zitat von bennysalomon Beitrag anzeigen
    . Nordamerika ist endlich vollkommen unabhängig, was seine Energieversorgung betrifft. Es muss sich nicht mehr besonders für den Nahen Osten interessieren. Die Staatsschulden sehen plötzlich nicht mehr überwältigend aus, eher wie Kleingeld.
    Die USA waren die groessten Oelfoerderer bis in die 60er Jahre, somit nichts neues. Auch wenn einige glauben der Wohlstand beruht auf ein porduzierendes Gewerbe, die USA sind aufgestiegen weil sie enorme Ressourcen zur Verfuegueng hatten von Wasser, Ackerland, Holz, Kohle (Tagebau), bis hin zu Oel. Natuerlich haben die USA diese Resssourcen dann mit Fleiss und Intiligenz genutzt, sowas kann aber ein Burkana Faso nicht
  8. #87

    ohje

    Zitat von zettelmeyer.freelancer Beitrag anzeigen
    Nein die "Amis" sind aus humanitären Gründen in den Irak eingerückt. Ist ja lachhaft. Tatsächlich sind die Amis eingerückt weil sie nach 9/11 unbedingt irgendjemandem den Krieg erklären mussten. Genau so einfach tickt der "Ami". Groß Nachdenken war da nicht. Irgendeiner musste bezahlen. Und da hat sich der Irak geradezu angeboten, insbesondere wo man nebenan auch schon am "aufräumen" war. Aber das passt natürlich nicht ins rechte Weltbild, das von einem grundsätzlichen RICHTIG / FALSCH durchzogen ist und dem gesunden Menschenverstand nicht sonderlich zugewandt.
    Viel Geschreibsel wenig Inhalt. Die Antwort auf die Frage, warum die Amis das Öl nun doch nicht wollen, sind sie schuldig geblieben.
  9. #88

    Seltene Erden

    Zitat von carahyba Beitrag anzeigen
    Leeres Geschwätz.

    Kuwait ist heute besetzt, versorgt die US-Flotte mit Treibstoffen und unterhält ca. 50.000 US-Soldaten auf seinem Gebiet. In Bahrain sieht es nicht viel besser aus. Die USA hat die Arabische Halbinsel und den Persischen Golf geostrategisch voll im Griff.
    Kein Problem sich aus einem sozial und infrastrukturell, sowie durch den Gegensatz von Sunniten und Schiiten darniederliegenden Land zurückzuziehen wo alle Bevölkerungsteile ausser den Kurden die Besatzer abgrundtief hassen.

    Der Öl-Handel laüft weiter auf Dollarbasis und über die NewYorker Rohstoffbörse und die Chinesen müssen ihre vielen Dollar loswerden. Das könnte bzw. wird sich irgendwann mal ändern.
    Das ist ebenso leeres Geschwätz. Wer garantiert denn den USA, dass die Chinesen das Öl auf Dollarbasis oder überhaupt verkaufen werden? Schon mal was von seltenen Erden gehört, die die Chinesen nicht mehr exportieren? Somit zerbröckelt auch diese "Dollarbasis-Verschwörungstheorie".
  10. #89

    Der Grund: irakisches Ölgeschäft ist nicht lukrativ

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA ziehen sich aus dem Irak zurück - nun stößt China in die Lücke vor. Nach SPIEGEL-Informationen zeigt der Ölkonzern PetroChina Interesse an einem 50 Milliarden Dollar schweren Investment. Der Deal wäre ein großer Erfolg für die Volksrepublik im Wettlauf um Rohstoffe.

    Irak: China plant Öl-Deal nach Rückzug der USA - SPIEGEL ONLINE
    Das Grund für das Desinteresse der USA liegt an den Verträgen.

    Schon vor 2 Jahren schrieb Die Welt:
    "Dienstleistungsordnungen halten Amerikaner vom Geschäft fern"

    "Dass die US-Konzerne nicht umfangreicher einsteigen, liegt an der Natur der Verträge. Der irakische Staat bietet Dienstleistungsverträge, keine Gewinnbeteiligungen. Für jedes gepumpte Fass gibt es einen Bonus zwischen 1,9 und sechs Dollar, je nach Förderkosten. US-Vertreter werteten dies als Affront und blieben den Auktionen meist fern."
    Petroindustire : US-Amerikaner profitieren nicht vom Irak-Öl - Nachrichten Politik - Ausland - DIE WELT