Rückzug der USA: China plant milliardenschweren Öl-Deal im Irak

REUTERSDie USA ziehen sich aus dem Irak zurück - nun stößt China in die Lücke vor. Nach SPIEGEL-Informationen zeigt der Ölkonzern PetroChina Interesse an einem 50 Milliarden Dollar schweren Investment. Der Deal wäre ein großer Erfolg für die Volksrepublik im Wettlauf um Rohstoffe.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-875130.html
  1. #10

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Die Frage muß erlaubt sein und da müssen sich einige Leute mal ernsthafte Fragen stellen: Kann es eigentlich sein, dass wir die sogenannten Amis im Kern überhaupt nicht verstehen? Nur weil Hitler in den Kaukasus einmarschieren wollte, um das Öl zu holen, müssen die USA deswegen nicht gleich die selben Ziele verfolgen.
    Wer sich näher in die Wikileaks eingelesen hat, musste erkennen, dass die Amerikanern die "It's our bastard"-Taktik überdacht und ihnen in den letzten Jahren tatsächlich etwas an der naiven Idee gelegen war, die freiheitliche Demokratie in unfreiheitliche Länder exportieren zu können. Beispiele liefern die Berichte en masse, sei es aus dem ehemaligen Ostblock, dem Nahen Osten oder Nordafrika.

    Wirtschaftsstrategisch hätten sie es nicht nötig, denn bislang verkaufte jede Diktatur die Rohstoffe an Dollar-Zahler, auch, wenn der $ vom ideologischen Feind Nr.1, den USA kam...
  2. #11

    stimmt,

    Zitat von hxk Beitrag anzeigen
    ...denn dank Fracking haben die USA Erdgas bis zum Umfallen und nun sind im Mittleren Westen gigantische Ölvorkommen entdeckt worden. Daher ist es für die USA immer weniger notwendig Öl aus dem gefährlichen Nahen Osten zu beziehen. Und als Tüpfelchen auf dem i haben auch die Israelis große Öl- und Gasvorkommen vor ihrer Küste. :) :)
    kein Grund für Sie zur Freude!
    Hier sind sie wieder mal nicht ganz auf dem laufenden:
    Das Gasfeld z.b. ist Bestandteil des Levante-Beckens, dessen Anrainer Zypern, Syrien, Libanon und Israel sind.
  3. #12

    Emo-Soße

    Zitat von Walther Kempinski Beitrag anzeigen
    Komisch komisch, jahrelang haben sich linke Elemente diverse Körperteile eingerissen, abgerissen oder aufgerissen um nimmermüde zu betonen, dass die Amis weges des Öls einmarschiert sind. Nun lassen sie den Großteil des Öls einfach zurück und überlassen das Feld irgendwem sonst.

    Die Frage muß erlaubt sein und da müssen sich einige Leute mal ernsthafte Fragen stellen: Kann es eigentlich sein, dass wir die sogenannten Amis im Kern überhaupt nicht verstehen? Nur weil Hitler in den Kaukasus einmarschieren wollte, um das Öl zu holen, müssen die USA deswegen nicht gleich die selben Ziele verfolgen.

    Ich könnte jetzt schreiben wie differenziert das Bild der Irak-Invasion ist und wie man die Ursachen dafür bewerten muß. Aber ich bin ehrlich gesagt leid, lernresistenten Linken stetig die Welt zu erklären. Sie lernen ja doch nicht dazu und kotzen bei nächster Gelegenheit erneut ihre Emo-Soße übern Tisch.
    Ich bin solch ein linkes Element, und ich weise darauf hin, dass die Rechte momentan beim US Konzern Exxon liegen. Aber eigentlich bin ich es leid, lernresistenten Rechten stetig die Welt zu erklären usw.
    Achja, an oder abgerissen ist bei mir nichts.
  4. #13

    Blut für Öl war schon immer absoluter Unsinn. Begründet wurde das von den einfacheren Gemütern im politischen Alltag ja damit, dass Bush und Cheney direkte Verbindungen zur Ölindustrie hatten.

    Aber: Schon lange vor Ausbruch des zweiten Irak Krieges, Also während des ersten und Bush sen. und in der langen Zeit des Säbelrasselns unter Bush jr. war klar, dass im Falle eines Krieges der Ölpreis ins unermessliche schiesst. Die USA haben dabei, auf Ihren Gesamtbedarf gerechnet, massiv draufbezahlt ( Kriegskosten gar nicht mitgerechnet ). Gerade, dass die Herren Bush und Cheney Ölfachleute waren, und auch von entsprechenden beraten wurden, macht den Vorwurf Blut für Öl zum absurdum. Eben, wie gesagt, eine Parole für die einfach gestrickten politischen Gemüter.

    Mal schaun, wie lange die Nachricht wirkt, bis wieder der olle Sermon auftaucht.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die USA ziehen sich aus dem Irak zurück - nun stößt China in die Lücke vor. Nach SPIEGEL-Informationen zeigt der Ölkonzern PetroChina Interesse an einem 50 Milliarden Dollar schweren Investment. Der Deal wäre ein großer Erfolg für die Volksrepublik im Wettlauf um Rohstoffe.

    Irak: China plant Öl-Deal nach Rückzug der USA - SPIEGEL ONLINE
    Das Öl sollte in Dollar verkauft werden. Außerdem sitzen in PetroChinas Board einige altbekannte Gesichter :), sodass die Chinesen sich wohl mit dem Westen auf eine gesichtswahrende Lösung für die USA&Co. geinigt haben.
  6. #15

    Zitat von zettelmeyer.freelancer Beitrag anzeigen
    Nein die "Amis" sind aus humanitären Gründen in den Irak eingerückt. Ist ja lachhaft. Tatsächlich sind die Amis eingerückt weil sie nach 9/11 unbedingt irgendjemandem den Krieg erklären mussten. Genau so einfach tickt der "Ami". Groß Nachdenken war da nicht. Irgendeiner musste bezahlen. Und da hat sich der Irak geradezu angeboten, insbesondere wo man nebenan auch schon am "aufräumen" war. Aber das passt natürlich nicht ins rechte Weltbild, das von einem grundsätzlichen RICHTIG / FALSCH durchzogen ist und dem gesunden Menschenverstand nicht sonderlich zugewandt.
    Die Reaktion auf 9/11 war der Afghanistan-Feldzug. Ihr Weltbild ist dermaßen schwarz/weiß in Ihrem geifernden USA-Hass, dass Ihr Vorwurf, die Amis hätten ein einfaches Weltbild, Satire sein muss. In den USA hat es besonders über den Irak-Krieg heftigste Diskussionen gegeben, wie generell dort viel diskutiert wird.

    Wieso die USA Saddam stürzen wollen, weiß ich, wie alle Außenstehenden, selbstverständlich nicht. Es wird eine Reihe von Gründen gegeben haben. Saddam war ein grausamer Diktator, der Giftgas gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt hat. Bush war, so glaube ich, in der erster Linie von der Idee beseelt, etwas Gutes für die Menschheit zu tun.

    Ich denke auch, dass die US-Führung tatsächlich davon ausging, Saddam habe die berühmten mobilen Fabriken zur Herstellung von WMD. Nicht nur hat Saddam damit geprahlt und Waffeninspekteure entgegen den Vereinbarungen des Landes verwiesen, sondern auch schon bewiesen, dass er sie ohne Skrupel einsetzt (Iran, Israel, irakische Kurden und Schiiten). Niemals hätten die Strategen derart unzureichende Beweise vorgelegt, wären sie nicht sicher gewesen, WMDs zu finden.

    Dass die USA-Kritiker das Interesse an Öl derart massiv in den Vordergrund gestellt haben, lag vor allem darin begründet, die USA möglichst schäbig aussehen zu lassen. Die Sicherstellung der Ölversorgung war seit dem Kalten Krieg immer ein geostrategischer Eckpunkt US-amerikanischer Außenpolitik. Es wird sicher eine Rolle gespielt haben, aber eine weitaus kleinere als es einem viele in Deutschland verkaufen wollten.
  7. #16

    Teilen???

    Zitat von blechteller Beitrag anzeigen
    Das Gasfeld z.b. ist Bestandteil des Levante-Beckens, dessen Anrainer Zypern, Syrien, Libanon und Israel sind.
    Wo ist das Problem? Jeder Staat bekommt dann seinen Anteil entspr. seiner Küstenlänge. Israel und Zypern kooperieren schon jetzt, während Syrien und der Libanon nicht die Mittel haben, überzogenen Forderungen Taten folgen zu lassen und so Unfrieden zu stiften.
  8. #17

    @9 @yournightmare

    >>Mir war vom ersten Tag an klar, dass es für Bush zu keiner Sekunde um Öl geht.

    Selbst Sen. John McCain und andere hochrangige US-Politiker haben gesagt, dass die Ressourcen des Landes Teil des Angriffsgrundes waren. Aber Sie wissen natürlich "vom ersten Tag an" alles besser, gell?

    Dass es Washington nicht NUR um die Ressourcen ging, sondern vielmehr um geopolitische Strategien haben selbst Hardliner immer wiederholt. Aber die Ressourcen gehören halt mit zur nationalen Sicherheitsstrategie der USA.

    >>Wie es aussiehst ist USA aber um einiges verantwortungsvoller als es Deutschland jemals war

    Verantwortungsvoller weil sie illegal in den Irak einmarschiert sind und damit einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg vom Zaun gebrochen haben? Verantwortungsvoller weil sie im Irak einen Bürgerkrieg ausgelöst haben? Verantwortungsvoller weil ihre Taten im Irak Terrorismus eingeführt haben? Verantwortungsvoller weil sie Verschleppungen, Folter und Menschenrechtsverletzungen weiter fortgesetzt haben? Verantwortungsvoller weil sie am Tod von über 1 Million Menschen dort verantwortlich sind? Oder verantwortungsvoller, weil sie einen Diktator entfernt haben den sie zuvor höchst selbst aufgebaut und überhaupt erst zu dem befähigt haben was er in über 30 Jahren verbrochen hat?
    Wo leben Sie eigentlich?
    Die USA handeln nie verantwortungsvoll, sondern immer nach der Devise "America first". Völkerrecht, Menschenrechte und das Leben von Zivilisten gelten hier absolut rein gar nichts, wenn's den Interessen Washingtons gerade nicht in den Kram passt.
  9. #18

    Zitat von zettelmeyer.freelancer Beitrag anzeigen
    Nein die "Amis" sind aus humanitären Gründen in den Irak eingerückt. Ist ja lachhaft. Tatsächlich sind die Amis eingerückt weil sie nach 9/11 unbedingt irgendjemandem den Krieg erklären mussten. Genau so einfach tickt der "Ami". Groß Nachdenken war da nicht. Irgendeiner musste bezahlen. Und da hat sich der Irak geradezu angeboten, insbesondere wo man nebenan auch schon am "aufräumen" war. Aber das passt natürlich nicht ins rechte Weltbild, das von einem grundsätzlichen RICHTIG / FALSCH durchzogen ist und dem gesunden Menschenverstand nicht sonderlich zugewandt.
    Von rechts und links zu sprechem ist in dem Zusammenhang sowieso falsch. Richtig ist aber, das hier im Forum oft damit argumentiert wird, dass Amerika allerhand Kriege anfängt, wegen Öl, Gas, Wasser oder wie zwei Beiträge oben erwähnt, zum Schutz des Dollars als Leitwährung. Solches kommt zwar meisten von dogmatisch Linker Seite, aber in die gleiche Richtung geht auch die extreme Rechte, die mit Amerika das "jüdische" Kapital meint. Wirklich durchdacht sind die Argumentationen meist nie, der Irak hat von Anfang an seine Lizenzen versteigert und amerikanische Firmen kamen kaum zum Zug.
  10. #19

    Blut für Öl ist ein unsiniger linker Spruch

    Dieser Spruchist genauso unsinnig, wie zu behaupten, dass dem Polizisten,der den Bankräuber stellt nun die Bank gehört.Natürlich ging es in den Golfkriegen um Öl. Aber nicht, weil die USA Öl erobern wollten. Es war nie und ist auch jetzt kein amerikanisches Öl.
    Als der Irak Kuweit überfiel, wollte Saddam Kuweit (und dessen Öl)dem Irak einverleiben. Das hat der liebe Saddam in mehreren Presseerklärungen gesagt,wurde aber von den Pazifisten und Linken seltsamerweise ignoriert.Als die USA Kuweit befreiten und das sehen die Kuweitis als Befreiung, kamen die "Pazifisten" aus den Löchern.Plötzlich gab es Menschenketten,Demos und "kein Blut für Öl".Bei Saddam fand man das wohl nicht so schlimm.
    Vergessen hat man auch,dass die USA weder das kuweitische noch das irakische Öl behielten. Es gehört wie gesagt nicht den USA,Die Amerikaner müssen es kaufen wie wir auch. Klar haben US Öl-Firmen wohl beforzugte Förderrechte, aber es ist nicht das Öl des Konzerns. Der Konzern fördert es nur und verdient dadurch Geld und die USA indirekt über Steuern.Genauso wie europäische Ölkonzerne im Irak.
    Den USA ging es vielmehr darum, an WEN sie das Geld zahlen müssen,wenn sie Öl aus dem Irak oder Kuweit beziehen wollen.
    Den deutschen Linken war das offensichtlich egal