Schuldenkrise: Deutsche Notenbanker warnen vor Euro-Optimismus

DPASchuldenkrise, war da was? Seit die EZB im Herbst den drohenden Zusammenbruch der Währungsunion im Alleingang abgewendet hat, sehen viele Politiker der Euro-Zone das Problem bereits als gelöst an. Zu unrecht, wie jetzt zwei führende Notenbanker warnen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...-a-875157.html
  1. #1

    Euro-Optimismus

    Euro-Optimismus was ist das?
    Eine Erfindung der Medien?
  2. #2

    Ich habe keine Meinung, ist das schlecht?

    Auch keine Lust, über Reformen, Schulden, Stabilitätsrisiken, Finanzpolitik, Struktur- und Wettbewerbsprobleme, Anleihenkaufen, Anpassungsprozessen, Dauerzustand, Inflationsgefahr, EZB, Institutionen, Inflationsraten, Geldpolitik, Krisenmodus (aus dem Text) usw. zu sprechen. Mir sind alle diese fremd, was mich interessiert, ist etwas, das ausgefallen ist, der Mensch nämlich. Und wenn ich ein Gutmensch sein soll, ich habe kein Problem damit.
  3. #3

    Die EU-Schuldenkrise...

    ...wird z.Zt. nur wegen der anstehenden Bundestagswahl auf kleiner Flamme gehalten, danach wird mit wieder Gas gegeben. Dann kommt (natürlich "alternativlos") der Sozialabbau, Lohnsenkungen und Steuererhöhungen. Wetten dass?
  4. #4

    Schuldenkrise ist immanenter Bestandteil der Euro-Konstruktion

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit die EZB im Herbst den drohenden Zusammenbruch der Währungsunion im Alleingang abgewendet hat, sehen viele Politiker der Euro-Zone das Problem bereits als gelöst an.
    Politiker machen sich - frei nach Pipi Langstrumpf - halt gerne die Welt, wie sie ihnen gefällt.

    Die Schuldenkrise ist jedoch immanenter Bestandteil des Euro in seiner jetzigen Form. Das heißt, daß die Schuldenkrise so lange bestehen wird, so lange der Euro in seiner jetzigen Konstruktion besteht. Denn es liegt im Wesen von Politikern, ständig auszutesten, wieviel Schulden sie gerade noch so machen können, ohne daß es zu ihrer Zeit ernste Probleme gibt (um damit Wähler zu kaufen, Amigos zu bedienen oder der Nachwelt etwas "ganz großes" zu hinterlassen). Und wenn man hart am Wind segelt, dann gibt es eben regelmäßig Probleme - will heißen: die Südländer werden auch in Zukunft große Mengen an Geldern aus dem Norden über Target-Salden, Rettungsschirme und EZB-Aufkaufprogramme in Anspruch nehmen.
  5. #5

    In Himblick auf den dt. Wahlkampf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schuldenkrise, war da was? Seit die EZB im Herbst den drohenden Zusammenbruch der Währungsunion im Alleingang abgewendet hat, sehen viele Politiker der Euro-Zone das Problem bereits als gelöst an. Zu unrecht, wie jetzt zwei führende Notenbanker warnen.

    Euro-Krise: Asmussen und Weidmann warnen vor Ende des Reformeifers - SPIEGEL ONLINE
    wird man in Deutschland im 1. Halbjahr zumindest über eine positive Grundstimmung, was auch immer das sein mag, sprechen. Im dritten Quartal 2013 wird man vor den Wahlen in Euphorie übergehen und die Rettung des Euros und der EU proklamieren.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schuldenkrise, war da was? Seit die EZB im Herbst den drohenden Zusammenbruch der Währungsunion im Alleingang abgewendet hat, sehen viele Politiker der Euro-Zone das Problem bereits als gelöst an. Zu unrecht, wie jetzt zwei führende Notenbanker warnen.

    Euro-Krise: Asmussen und Weidmann warnen vor Ende des Reformeifers - SPIEGEL ONLINE
    Bei mir erübrigt sich diese Warnung. Schon damals, als der einfältige Kohl sich den Euro aufschwatzen ließ war mir klar wie die Sache endet.
  7. #7

    Deutsche Notenbanker machen sich ehrlich zum Neujahr ....

    Nach Schäuble und Rösler machen sich auch die Notenbanker
    zur Jahreswende ehrlich. Das ist moralisch anzuerkennen.
    Die Wahrheit wird Euch freimachen - insbesondere von
    Illusionen.

    Für uns bedeutet das, dass der Stress mit der sogenannten
    Eurorettung weitergehen wird. Die EU-Politiker wollen den
    Märkten zu verstehen geben, dass ab jetzt wieder ordentlich
    gewirtschaftet wird. Ist das wahr? Und das soll das Vertrauen
    in den Euro herstellen.

    Das ändert aber wegen der um sich greifende Krise, trotz vieler
    durchgesetzter Reformen nichts an dem unerklärlichen Versagen
    der Verantwortlichen. Die Politik wählt den geldpolitischen Weg,
    der alternativlos zu Abwertung und /oder Inflation führen wird.

    Die Kaufkraft der einfachen Bürger wird wegen Energiewende und
    sogenannter Eurorettung immer kleiner. Wegen operativer Faktoren
    wie Systemfehler und menschliches Versagen:
    Da beißt die Maus keinen Faden ab.
  8. #8

    Die grosse Aufgabe der EZB steht noch bevor

    Das viele, billige auf den Markt geworfene Geld muss wieder aus dem Verkehr gezogen werden.
    Dies muss still und heimlich geschehen, so dass die Märkte und Börsen erst im Nachhinein erfahren. Zudem muss genau der richtige Zeitpunkt abgewartet werden, zu früh wird das zarte Pflänzchen der Konjunktur abgewürgt, zu spät ist es nicht mehr möglich. Die Folgen wären Inflation.

    Ich bezweifle, dass der EZB dieses Kunststück gelingen wird.
  9. #9

    Was ist schlimmer:

    Negative Realzinsen auf Sparguthaben oder massiver Sozialabbau/Steuerhöhungen?

    Wer sich eine Antwort gibt, kann sich sicherlich auch gut vorstellen, warum Deutschland in der Finanz- bzw. Witschaftspolitik so häufig isoliert dasteht, übrigens nicht nur europa- sondern weltweit.